Forum: Blogs
Hundeplage in Rumänien: "Massentötungen werden das Problem nicht lösen"
N. Schöllhorn

Rumänien kämpft mit einer Hundeplage, Behörden lassen Tiere einfangen und töten, wenn sich kein Besitzer findet. Die deutsche Tierärztin Nina Schöllhorn lehnt den Radikalplan ab. In Dörfern und Städten des Landes kastrierte sie bereits Tausende Tiere. Im Interview wirbt sie für ihre Methode. Rumänien: Tierärzte wollen Hundeplage beenden - SPIEGEL ONLINE

Seite 2 von 14
HaioForler 29.10.2013, 14:00
10.

Zitat von Schweizer
Hunde sind kein Teil der Natur
ROFL. Gute Satire. Keine weiteren Fragen.

Beitrag melden
kumi-ori 29.10.2013, 14:06
11.

Zitat von Schweizer
Wir töten Millionen von Schweinen Rindern Hünern usw. Da verstehe ich die Aufregung um die Hunde nicht, zumal die für Umwelt und Mensch gefährlich sind. Das Problem sind schein ZUERST die freigelassenen / ausgesetzten Tiere. Dann erst die folgende Vermehrung in Freiheit. Ich bin der Meinung jeder Hundeschützer darf so viele aufnehmen (retten) wie er will. Alle anderen gehören getötet. Hunde sind kein Teil der Natur und schädigen diese. Und das Aussetzen gehört hoch bestraft. Am besten so hoch, dass mit dem Geld die Hundeschützer sich um die Hunde kümmern können... :)
Aber die Tiere wurden doch deshalb ausgesetzt, weil ihre Eltern nicht kastriert waren. Ich glaube nicht, dass die Hundebesitzer in nennenswerter Zahl ihre ursprünglichen Hunde aussetzen, sondern den ungewollten Nachwuchs. Wenn der Schoßhund operiert wird, dann bleibt der Nachwuchs aus und es wird auch niemand mehr ausgesetzt.

Beitrag melden
arno Plob 29.10.2013, 14:09
12. Massentötungen haben nie was gebracht

Hallo, das Hundeproblem ist ja nicht über Nacht gekommen. Natürlich können kastrierte Hunde noch beißen. Aber da dieses Problem entsteht, dadurch, dass Hunde einfach ausgesetzt werden, muss sich in der Richtung was ändern. Wenn die Konsequenz ist, dass einfach getötet wird, wenn man nicht mehr Herr der Lage ist, wird da auch nicht umgedacht. Es gab ja über die Jahre immer wieder Massentötungen, mit dem Ergebnis, dass es immer noch Straßenhunde gibt. Ist auch ganz klar, solange Menschen damit Geld verdienen, dass sie Hunde töten, solange wird es auch Hunde geben. Wenn es weniger werden, werden halt eine Zeit lang keine gefangen, bzw. selbst nachgeholfen. Also können Massentötungen auch keine Lösung sein. Es geht da nur darum, dass man den Leuten was vormacht. Kastration bringt aber auch nur was, wenn man das Geld auch tatsächlich dafür aufwendet. In Rumänien ist es ja so, dass bereitgestellte Gelder, falsch verwendet wird. Wie es vor Monaten (als das Thema noch nicht im Fokus stand) schon durch die ARD-Reportage "Rumänien - schmutziges Geschäft mit Hundemord" gezeigt wurde.

Beitrag melden
HaioForler 29.10.2013, 14:10
13.

Zitat von fidelix
Die Massentötungen, so traurig das sein mag, sind notwendig und sollten von Tierärzten mit möglichst wenig Qualen für die Tiere durchgeführt werden.
Man erledigt sich selbgeschaffener Probleme nicht durch Tötungen. Weder bei Tier noch Mensch. Ein wenig Ethik könnte man heir und da schon mal anwenden.

Beitrag melden
nemsi 29.10.2013, 14:12
14. warum kastrieren?

die Problematik in Rumänien und vergleichbaren Ländern ist die, dass bisher von Regierungsseite auf Töten gesetzt wurde. Dies bedeutet, dass bereits Millionen von Straßenhunden in den letzten zehn Jahren getötet wurden. Dies wurde mit Steuermitteln gefördert und zum äußerst lukrativen Wirtschaftszweig. Hundefänger wurden zur Berufsgruppe und gut bezahlt und zapften den Geldhahn ordentlich ab. Hunde wurden eingefangen, verrechnet und wieder ausgelassen. Um dem Geschäft nicht zu schaden, wurde die angebotene Hilfe durch Tierschutzvereine aus aller Welt dankend abgelehnt. Die von der EU ausgeschütteten Fördermittel zur Eindämmung der Hundepopulation wurde für Tötungen (allerdings eher im Verborgenen) verwendet. Das Ergebnis der bisherigen Vorgehensweise kennen wir: es gibt mehr Straßenhunde als je zuvor. Kastrationsprogramme, die mit Nachhalt betrieben wurden erweisen sich auch in anderen Ländern als die einzige Möglichkeit, das Problem in den Griff zu bekommen. Die Verbesserung der Situation ist bereits nach kurzer Zeit zu bemerken, da der Nachschub ausbleibt. Die bisherige Lösung beizubehalten bedeutet weiterhin jährlich Gelder aus dem EU-Topf (aus den wohlhabenden Ländern, wie Deutschland und auch Österreich) in korrupte Hände zu verteilen, keine Änderung der Situation und daher auch kein Lernverhalten bei den künftigen Generationen.

Beitrag melden
sunnynelly48 29.10.2013, 14:14
15. Erschreckend

Es ist erschreckend wieviele Tierhasser es selbst hier in Deutschland gibt - das macht mich wütend und unendlich traurig zugleich.
Einige fällen hier einfach ein Urteil unter dem Motto "weg mit den Hunden". Denkt ihr auch so über Kinder? Wer keine Hunde mag, mag auch keine Menschen!
Tatsache ist das in Rumänien die Hunde nicht human eingeschläfert werden, sondern grausamst misshandelt, erschlagen und sogar bei lebendigem Leibe verbrannt werden. Wollen hier einige das? Hört ihr nicht die Schreie der gepeinigten Tiere? - ich und alle Tierfreunde schon!

Beitrag melden
Blaufrosch 29.10.2013, 14:18
16. Mensch und Tier

Das wir – wie so manche Vorschreiber richtig ausführen – nicht in der Lage sind uns selber als Menschen zu schätzen und zu schützen, befreit uns aber auch nicht aus der Verantwortung die wir gegenüber den Tieren haben, welche über jahrtausende an den Mensch gewöhnt wurden. Die Frage: „warum soll ein Hund nicht gleich eingeschläfert werden, wenn er eh schon mal eingefangen ist“ zeigt wie wenig Vorstellungsvermögen manche haben. Den die Tiere leben auch ganz prima ohne menschlichen Rudelführer, nur muss man sie halt lassen. Die Arbeit von Frau Schöllhorn verdient höchsten Respekt! Und nicht alle Rumänen sind grausame Hundeschlächter, nur das Verständnis für den Umgang mit den Strassenhunden muss langsam ein anderes werden.

Beitrag melden
Bluecharly 29.10.2013, 14:23
17. Wo anfangen, wo aufhören

Zitat von HaioForler
Man erledigt sich selbgeschaffener Probleme nicht durch Tötungen. Weder bei Tier noch Mensch. Ein wenig Ethik könnte man heir und da schon mal anwenden.
Wo wollen Sie mit der Ethik anfangen? Und wo aufhören?

Warum ist ein Hund ein soviel schützenswertes Leben als das eines Schwein oder Huhn?
Das Problem sind die Menschen, die meinen, dass Sie Tiere zu Ihrem Vergnügen (ich spreche bewusst nicht von den Nutztieren) züchten zu müssen, ohne an die Folgen zu denken. Die Menschen, die sich diese Tiere (bevorzugt Hunde, dann Katzen usw.)halten, obwohl diese Menschen nicht geeignet, nicht den Platz und manchmal auch das Geld für eine artgerechte Unterbringung haben.

Es ist schlimm, wenn ich erlebe, wie wir unsere Tiere verhätscheln und in einen Status erheben, den oft nicht mal Kinder haben.
So schlimm es ist, hilft die Kastration nicht wirklich auf Dauer. Sollen wir etwas alle diese Tiere aufnehmen? Wer soll das leisten/bezahlen?

Und bevor einige über mich meckern. Ich habe zwei Katzen (kastriert) aus Tierheimen aufgenommen und die können bei mir artgerecht mit viel Auslauf und Freiheit herumlaufen.

Beitrag melden
einquerdenker 29.10.2013, 14:32
18. Kastration

ist mit Sicherheit der richtige Ansatz. Noch besser wäre es die rumänischen Regierungsmitglieder gleich in dieses Programm mit einzubeziehen. Dann wäre langfristig so manches Problem gelöst.

Beitrag melden
shaman1905 29.10.2013, 14:34
19.

Zitat von Schweizer
Wir töten Millionen von Schweinen Rindern Hünern usw. Da verstehe ich die Aufregung um die Hunde nicht, zumal die für Umwelt und Mensch gefährlich sind. Das Problem sind schein ZUERST die freigelassenen / ausgesetzten Tiere. Dann erst die folgende Vermehrung in Freiheit. Ich bin der Meinung jeder Hundeschützer darf so viele aufnehmen (retten) wie er will. Alle anderen gehören getötet. Hunde sind kein Teil der Natur und schädigen diese. Und das Aussetzen gehört hoch bestraft. Am besten so hoch, dass mit dem Geld die Hundeschützer sich um die Hunde kümmern können... :)
/ ironie an

Ihr Ansatz gefällt mir!

Besonders der Teil mit dem "Schädigen der Natur". Allerdings sieht es dann für uns Menschen, ganz besonders für die der westlichen Welt, schlecht aus. Selbst nach längerem Nachdenken fällt mir kein einziges Tier ein, das die Natur so nachhaltig schädigt, wie der Mensch. Mir erscheint jetzt Ihre Lösung ein wenig brutal, aber wenn man sie konsequent anwendet, hat es der eventuell übrig bleibende Rest der Menschheit, vor allen Dingen aber die Tier- und Pflanzenwelt und unser Planet insgesamt leichter.

Beitrag melden
Seite 2 von 14
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!