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Integration: Hässliche Heimat

Der deutsch-türkische Anwalt Mehmet Daimagüler galt lange als Vorzeigezuwanderer. Nun rechnet der frühere FDP-Mann mit Staat und Gesellschaft ab.

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friedrichii 18.10.2011, 18:47
70. ach

Zitat von andynm
Diese Märchen werden in zwar in einschlägigen antitürkischen und antiislamischen Veröffentlichungen immer widerholt, sie sind jedoch haltlos. Es hieß ANWERBEabkommen mit der Türkei und anderen Staaten. Und die "verschlafenen" Effizienzsteigerungen sind unbeweisbar und lächerlich.
Diese "Märchen" wie Sie es nennen, sind hinreichend belegt. Man kann es sogar in Wiki nachlesen.

Sogar die Effizienzsteigerungen sind ebenfalls belegt.

Aber was solls...

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usa_lieben_krieg 18.10.2011, 18:47
71. Der gute Mann hat Recht ... trotz FDP-Zugehörigkeit :-)

Meine Eltern sind vor über 30 Jahren in Deutschland eingewandert. Noch bis vor wenigen Jahren fürchteten sie Deutschland verlassen zu müssen. Die Angst vor einem zweiten Führer war hoch. Und dass obwohl meine Eltern fließend Deutsch sprechen und mein Vater erfolgreicher Ingenieur und Manager in einem weltweit operierenden Konzern ist.
Das müssen die Menschen in Deutschland einfach akzeptieren und nicht die Augen davor verschließen, wie einige, in den letzten Beiträgen absolut klar ersichtlich, braune Ansichten haben.
Wenn es nach den Ansichten meines früheren Lehrers ginge, wäre ich jetzt Bauarbeiter, Handwerker oder gar arbeitslos. Stattdessen arbeite ich ebenfalls als Ingenieur recht erfolgreich.

Meine Erfahrung aus der Schulzeit :
Ausländer werden in den Schulen weniger gefördert als deutsche Kinder. PUNKT

Deutsche sind neidisch und gönnen anderen keinen Erfolg. PUNKT

Ach ja, Deutsche würden alles essen. Hauptsache billig.
Und jetzt feuerfrei

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elikey01 18.10.2011, 18:47
72. Jene

Zitat von caecilia_metella
Normalerweise sprechen wir in Deutschland ja nur über unsere Erfolge. Beziehungsweise über das persönliche Versagen von anderen, die nicht so sind wie wir. Wie kurzsichtig diese Politik ist, die sich ...zigtausend Arbeitskräfte ins Land holt und glaubt, das seien nur Arbeitskräfte und sonst gar nichts.
..., die bis zum Anwerbestop 1974 nach DEU kamen, waren und wurden nicht das Kernproblem.
Dass die Politik so großzügig über "Familienzusammenführung" den Zustrom gerade aus muslimischen Kulturkreis mit meist wenig Schulbildung laufen ließ, führte zu den Schwierigkeiten, die seit etwa 15 Jahren nicht mehr zu leugnen sind.

Hier ständig die Forderung nach mehr Integrationsbemühungen (= noch mehr Geld im Gießkannenprinzip und ohne Erfolgskontrollen in eine ohnehin ausufernde Integrationsökonomie zu pumpen) des Staates zu rufen und dieses DEU gar als "hässliche Heimat" zu bezeichnen, kann mitnichten zu mehr Akzeptanz in der Bevölkerung führen.
Die meist noch in der Hinterhand gehaltene und bei jeder noch so unpassenden "Gelegenheit" gern gezückte Nazikeule trägt auch nicht zu mehr Entspanntheit bei.

Aber vielleicht sind die Klagen des Herrn D. eine besondere Form des Wählerstimmen-Fischens unter den Wahlberechtigten mit türk. Wurzeln.
Wenn man sich allerdings die Wahlbeteiligung bei den Ausländerbeiratswahlen ansieht, steht zu befürchten, dass es wohl eher beim Klagen und Schimpfen bleibt.

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zila 18.10.2011, 18:48
73. .

Zitat von Progress
Ich werde nie verstehen, warum diese Türken hier bleiben, wenn ihnen alles nicht in den Kram passt. Was würde wohl einem in Kanada oder anderswo lebenden Deutschen passieren, wenn er laufend an den kanadischen Lebensbedingungen herummägelt?
Nicht viel, und es gibt genug davon, die kommen meist dennoch recht gut klar. Der Rest geht halt wieder zurueck. Uebrigens wandern sweit ich weiss ja auch mittlerweile mehr Tuerken aus Deutschland aus als ein.

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respice finem 18.10.2011, 18:50
74. Das sehe ich ganz genau so

Zitat von Dr_Carlo
Mal abgesehen von den Platitüden des Artikels: Leicht bizarr, dass Herr Daimagüler hier trotz seiner beruflichen Erfolge die Karte "benachteiligter Einwanderer" zieht. Wird denn Einwanderern in der Türkei, in den USA oder sonstwo neuerdings etwas geschenkt ?
Wieso ist es denn die Schuld der Deutschen (Behörden, Schulen etc), dass diese Familie sich offensichtlich nicht integrieren wollte?
Gegenbeispiele: Seit 2 1/2 Jahren habe ich eine neue Nachbarin aus der Ukraine. Sie hat einen Deutschen geheiratet, kam mit ihrem Sohn hierher. Beide konnten kein Deutsch, der Junge ging auf die Grundschule, lernte sehr schnell Deutsch und kam jetzt aufs Gymnasium. Die Mutter besuchte Sprachkurse und berichtete mir, dass die türkischen Frauen dort (deren Kurse wurden vom Staat finanziert) keinerlei Interesse am Deutschlernen hatten. Meine Nachbarin und ihre Mitschüler aus Korea, Ecuador, Sibirien können inzwischen alle gut Deutsch, meine Nachbarin beginnt demnächst mit einem Fachhochschulstudium.

Mein Sohn lebt mit Frau und vier Kindern (zwischen 13 und 3 Jahren alt) seit knapp vier Jahren in den USA. Die Kinder gehen in ganz normale Schulen, wachsen zweisprachig auf und haben keinerlei Probleme. Irgendwelche "Unterstützung" hat keiner erwartet und gibt es auch nicht.
Wie erklärt man solche Unterschiede? Ob die nicht doch an der Einstellung der Einwanderer liegen?

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marcus tullius cicero 18.10.2011, 18:50
75. Wikipedia antiislamisch??

Zitat von andynm
Diese Märchen werden in zwar in einschlägigen antitürkischen und antiislamischen Veröffentlichungen immer widerholt, sie sind jedoch haltlos. Es hieß ANWERBEabkommen mit der Türkei und anderen Staaten. Und die "verschlafenen" Effizienzsteigerungen sind unbeweisbar und lächerlich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Anwerbe...er_T%C3%BCrkei

"....Die Initiative zum Abschluss dieses Abkommens ging hierbei von der Türkei aus"

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Joachim Voß 18.10.2011, 18:51
76. 1

Zitat von andynm
Aha, und wer hat diese "Erhebungen" gemacht. PI und andere ausländerfeindliche Seiten.
Lächerlich. Aber von jemanden, der ständig seine Vorurteile gegenüber Deutschland und den Deutschen von sich gibt erwarte ich auch nicht mehr.

Auch wundert es mich nicht sonderlich, dass antideutsche Beiträge problemlos vom Zensor veröffentlicht werden, ist ja schick wenn der Rassismus Deutsche trifft.

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hairforce 18.10.2011, 18:53
77. Empfehlung: Augenarzt

Zitat von dianipark
das ist eine typische antwort von leuten die mitschuld sind am intergrations problem. lebe seit 25 jahren meistens im ausland und sehe noch immer keinen fortschritt in deutschland, in sache integration.
Sie leben seit 25 Jahren "meistens" im Ausland, d.h. aber nicht immer und ich gehe davon aus das Sie ihren sozialen deutschen Rettungsring und Fallschirm für alle Fälle immer Griffbereit haben. Das macht scheinbar blind.

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elikey01 18.10.2011, 18:55
78. Eben wegen

Zitat von Justitia
Nein, ich denke Sie verstehen ihn nicht richtig. Er beschwert sich nicht darüber, er schildert vielmehr die Fakten. Die ersten Gastarbeiter konnten gar nicht davon ausgehen, daß sie dauerhaft in D bleiben können, denn der deutsche Staat ging ja selbst von nur einem befristeten Aufenthalt der Gastarbeiter in D aus. Genau deshalb hat sich ja auch die Bezeichnung "arbeiter" entwickelt.
dieser Rückkehr-Annahme wurden für die türk. Gastarbeiter türk. Lehrer angestellt. Die Kinder sollten in Türkisch unterrichtet werden, damit sie keine schulischen Schwierigkeiten hätten bei der Rückkehr in die Türkei.

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calido46 18.10.2011, 18:56
79. Danke, bereg #34

"Ich bin nach Deutschland gekommen um hier zu leben, weil es in menem Geburtsland für ein freies, humanes Leben keine Möglichkeit gab. Mich hat kein Mensch hierher gelockt, es war meine freie Entscheidung mit allen Konsekvenzen. Ich habe am Anfang in der Volkshochschule alle angebotene Deutschkurse belegt, damit ich schneller die Sprache erlerne. Schon in den ersten Wochen habe ich so viele private und amtliche Hilfe bekommen, wie ich es nie erwartet hätte, ja nie erwarten konnte.
Mittlererweile bin ich alt geworden, und kann auf ein schönes und erfolgreiches Leben zurückblicken. Und was Deutschland betrifft: Ich könnte jeden Tag, wie der selige Vojtila, den Boden küssen, weil ich hier eine Heimat geschenkt bekommen habe."

Vielen Dank für diesen Beitrag, zeigt er doch, daß es auch anders sein kann! Jeder Einwanderer - egal aus welchem Land er zu uns kommt - muß auch bereit sein, sich auf ein neues Land einzulassen, wenn es für immer hier leben möchte. Wenn er dazu nicht bereit ist, tja dann wäre es besser, wenn er in seiner Heimat bliebe. Ich kann als Migrant nicht verlangen, daß sich das Land, in das ich einwandere meinen Sitten und Gebräuchen angleicht und meine Sprache lernt, sondern umgekehrt wird ein Schuh draus.

Dann klappts auch mit der Integration!

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