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Interview mit PKV-Chef: "Viele Menschen wollen gar keine Krankenversicherung"
DPA

Die Beiträge der privaten Krankenversicherungen steigen, immer mehr Kunden können sie gar nicht mehr bezahlen: Reinhold Schulte, der oberste Lobbyist der Branche, verteidigt im Interview dennoch das System. "Wir sind gesünder als die Gesetzlichen." Interview PKV-Chef Schulte: "Viele wollen keine Krankenversicherung" - SPIEGEL ONLINE

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EUROpayer 23.01.2013, 17:17
110. Privatversichert im Alter? günstig und gut!

Wenn jemand im Alter von 73 Jahren 1400 Euro zahlen muß, daß ist er erst in sehr hohem Alter in die PKV eingetreten. Vielleicht ist er aus dem Ausland zurückgekehrt oder er nie vorher eine Versicherung besessen. Ich bin bald 72 Jahre und seit 42 Jahren privatversichert. Mein Monatsbeitrag nach Abzug von fast 500 Euro Altersrückstellungen macht ca. 282,-- Euro (Einschließlich gewisser Eigenbeteiligungen bis zu einer Höchstgrenze, die von mir aber noch nie erreicht wurde, obwohl an Diabetes und KHK seit Jahren chronisch erkrankt) Damit kann ich gut leben.

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policastro 23.01.2013, 17:18
111. Alles gelogen.

Vor ca. 22 Jahren habe ich mich durch einen super günstigen Tarif in die PKV locken lassen. Heute bin ich 62 Jahre alt und sollte ab Januar
2012 etwas über 700 € mtl. Beitrag bezahlen. Darauf bin ich in einen günstigeren Tarif mit 650 mtl. Selbstbeteiligung gewechselt, zum
Preis von ca. € 650 mtl.
Im November 2012 wurde mein Beitrag schon wieder erhöht.
Auf knapp € 800. Dazu hat die feine Gesellschaft CENTRAL, ohne mich
zu fragen, meinen Selbstbehalt von € 650 auf € 800 monatlich erhöht.
Der FDP sei Dank, darf sie das seit neuestem.Wie soll das weiter gehen?? Ich weiß jetzt schon, daß ich, wenn ich in Rente gehe, meinen
Beitrag nicht mehr bezahlen kann. Zumal meine Frau auch privat
versichert ist. Zusammen müssten wir dann mtl. über € 1600
KV-Beiträge plus € 1600 jährlicher Selbstbeteiligung aufbringen.
Bei einer Rentenerwartung von zusammen ca. € 2200.
Und wir haben in unserem Alter auch keine Chancen mehr zu
wechseln.
Wie ich von einem befreundeten Versicherungsagenten weiß, ist die
CENTRAL am unverschämtesten, wenn es um die Abzocke ihrer
Kunden geht. Ob es daran liegt, daß sie von den Heuschrecken der
ALLFINANZ übernommen wurde?
Deshalb kann ich nur sagen, daß dem PKV-Chef der Bezug zur Realität
vollkommen abhanden gekommen zu sein scheint. Oder er lügt wie
gedruckt. Wie man hört, soll es bei der CENTRAL mittlerweile so vieleKunden geben, die ihre Beiträge nicht mehr bezahlen, daß die
Beitragverluste zu existenziellen Problemen führen könnten.
Den geschröpften PKV-Versicherten bleibt nur die Hoffnung, daß die
Bürgerversicherung irgendwann kommt. Bis dahin sollte man jeden
davor warnen, sich in die Fänge dieser Abzockgesellschaften zu
begeben.

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abcstudent 23.01.2013, 17:18
112. mir gefällt dieser Bericht

gut das dieser kritischer Journalist so nachhakt. ein armutszeugnis.

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omega33 23.01.2013, 17:18
113. Rückstellungen

Falls die Bürgerversicherung kommt, was passiert dann mit den Altersrückstellungen? Bekomme ich die dann ausbezahlt?

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EinfachEinBuerger 23.01.2013, 17:19
114. Lustig

Zitat von dschungelkönig
Grundsätzlich frage ich mich, ob ein Großteil der Finanzierungsprobleme der GKV nicht durch eine einfache Reduzierung der Kosten erreicht werde könnte. Wir haben über 40 verschiedene Krankenkassen in Deutschland. Warum? Wir haben doch auch nur eine Rentenversicherung. Die Leistungen der verschiedenen GKVs sind auch zu 95% gleich, da Sie gesetzliche vorgeschrieben sind. Warum also 40 Vorstände, Gebäude, IT, Mitarbeiter etc. etc. Eine AOK für Deutschland würde doch reichen, oder???
Lustig. Eine AOK für alle Deutschen:) Sie wollen wirklich eine Versicherung die 70.000.000 Kunden verwalten soll? Denken Sie dass Sie dort noch irgend einen Service bekommen? Dass irgendjemand Ihren Anruf abnimmt? Dass irgendjemanden Sie ernst nimmt? Sie haben keine Alternative, keine Konkurrenz und müssten in der AOK Deutschland bleiben, egal wie unzufrieden sie sind. Glauben Sie wirklich dass Sie das wollen? Also eine Behörde die 11 Mal so viel Kunden hat wie die Arge?
Diese Argumente hört man immer wieder aber das wäre der absolute Stillstand. Was vielleicht sogar tatsächlich gut wäre. Bevor sie jemanden bei der Krankenkasse erreichen, wären Sie schon tod. Also Ihr Vorschlag wäre wirklich kostensparend;)
Wozu braucht man überhaupt noch mehr als eine Versicherung. Wir können ja auch die KFZ Versicherungen, Hausrat, usw. in eine Versicherung drücken.
Eine Megabehörde schaffen. Einen riesen Hauptrechner für alle unsere Daten. Vorteil. statt der 40 Vorstände könnten wir dann auch gleich nur 1.200.0000 Arbeitsplätze abbauen. Spart noch mehr..

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Hilfskraft 23.01.2013, 17:21
115.

klingt wie:
"Viele Menschen wollen Prügel"
"Viele Menschen wollen hungern"
"Viele Menschen wollen versklavt sein"
usw.

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Whitejack 23.01.2013, 17:21
116.

Zitat von meglio
letztendlich könnte ich das gesparte geld in chefarztbehandlung o.ä. investieren und was das solidarprinzip anbelangt - ich glaube, dem werde ich mit den von mir zu zahlenden steuerbeiträgen gerecht.
Nein, so nicht. Mit der Nummer kann sich jeder rausreden. "Mit der Menge, die ich an Steuern aufs Rauchen zahle, hab ich mir die spätere Kostenübernahme bei Lungenkrebs verdient, auch ohne KV." Ja ne is klar.

Außerdem sind KV-Gebühren zweckgebunden - und schon deshalb ist es wichtig, dass hier das Solidaritätsprinzip eingehalten wird. Es nützt ja nichts, wenn man mehr Steuern zahlt, die dann in einem Berliner Flughafen oder einem Stuttgarter Hauptbahnhof versanden. Womit ich an dieser Stelle auch dafür plädiere, wieder stärker die Steuern an den Zweck zu binden, für den sie eigentlich erhoben wurden.

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thomas.steffani 23.01.2013, 17:24
117. versichert für das worst case szenario

Es geht doch gar nicht darum, ob man eine kv will oder nicht, sondern daß man im worst case szenario (unfall/chronische krankheiten) versichert ist. jeden normalen arztbesuch muss man selber bezahlen, das ist bei allen priv. kv so und ds ist gut so. das schärft den blick für die eigene gesundheit.

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SHG 23.01.2013, 17:26
118.

Zunächst einmal sind ein Großteil der PKV-Versicherten nicht die immer gern beschworenen "jungen Besserverdiener" welche der GKV gestohlen werden, sondern zu mehr als 3/4 Beamte die ihre Beihilfeansrüche ergänzen. 2.trägt die PKV das gesetzliche Gesundheitssystem mit da für medizinische Leistungen im Gegensatz zur GKV teilweise mehr als das 3fache abgerechnet werden kann. Diese Mehreinnahmen der Krankenhäuser etc. kommen im Endeffekt der Allgemeinheit zu Gute. Und abschließend empfehle ich jedem der nach der "gerechten" Bürgerversicherung schreit einen kurzen Blick auf das Gesundheitswesen in Großbritannien, welches seit längerem mit diesem Konzept arbeitet. Wer sich solche Zustände in Deutschland wünscht, hat m.E. keine Ahnung von diesem Thema

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finnegan 23.01.2013, 17:35
119. Pkv, gkv

das ist alles Betrug. Ich zahle meine Krankheitskosten selbst und damit basta. Pflicht, Pflicht, Pflicht, in Deutschland ist alles nur Pflicht. Etwas mehr Eigenverantwortung und nicht immer nur Solidarität.

Nun ja, hier in England gibt's zum Glück keine PFLICHT-Versicherungen.

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