Forum: Blogs
Islam-Debatte: "Hoffentlich war es nicht wieder ein Muslim"
Matts Mumme / DER SPIEGEL

Acht Muslime berichten, wie sie damit umgehen, dass immer wieder Attentate im Namen Allahs verübt werden.

fördeanwohner 22.08.2017, 05:37
1. -

Danke, dass Sie diese Berichte hier veröffentlichen! Habe sie bereits in der Printversion gelesen. Vielleicht verhelfen sie den ewigen Muslim-"Kritikern" zu einer etwas anderen Sichtweise.
Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SysLevel 22.08.2017, 06:46
2.

"Hoffentlich war es nicht wieder ein Muslim" - Doch, es war wieder ein Moslem. In Spanien war es sogar eine ganze islamistische Terrorzelle, mit einem örtlichen Iman als treibender Kraft.

"Wir sollten anderen Menschen zeigen, wie der Islam funktioniert, indem wir ihn richtig und öffentlich praktizieren." - Das sehe ich eher kritisch. Integration bedeutet auch, Privatangelegenheiten wie z.B. die Ausübung des eigenen Glaubens im Privaten oder in der Kirche zu belassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Oberleerer 22.08.2017, 06:54
3.

Mir geht es gehörig auf die Nerven, daß immer mehr die Religion in den Vordergrund gestellt wird.

Atheisten haben nunmal nichts in den Vordergrund zu stellen, außer den Menschen selber. Aber man möchte bitte auch nicht dauernd mit den Hobbys der anderen konfontiert werden.

Ich brauche keine heiligen Schriften um zu wissen, daß man andere Leute nicht umbringen sollte. Und wenn ich in den Krieg ziehe, dann habe ich konkrete Gründe, wie eine atomare Bedrohung oder Arbeitslager und schiebe nicht irgendwelche Esoterik vor.

Alahu Akbar habe ich übrigens noch nie gehört, außer im Kino oder auf YouTube von Aleppo-Videos seitens der Terroristen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kometenhafte_Knalltüte 22.08.2017, 08:19
4.

Zitat von Oberleerer
"...Mir geht es gehörig auf die Nerven, daß immer mehr die Religion in den Vordergrund gestellt wird. Atheisten haben nunmal nichts in den Vordergrund zu stellen, außer den Menschen selber..."
Leider wahr.

Schuld sind hier aber nicht die Religiösen, sondern die Medien, welche statt über Atheisten, hauptsächlich nur über Religionen berichten. Da lässt sich halt mehr schreiben. Alles was dem Atheismus anhängt ist "zu banal" oder anders gesagt, "zu gesunder Menschenverstand, da kommt jeder von allein drauf, der mal nachdenkt". Da kann man niemanden etwas mit einem Artikel "erklären" oder "näherbringen".

Und seitdem Terroristen in den Medien nicht mehr dumme Idioten, sondern Gotteskrieger sind, animiert das umso mehr Nachahmer, auch endlich in tagelangen Sondersendungen und Experteninterviews stets mit übergroßen Passfotos nach ihrem Ableben einem Millionenpublikum präsentiert zu werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Atheist_Crusader 22.08.2017, 08:30
5.

Aufklärung ist da eher bei den Muslimen nötig. Die Mehrheit der Nichtmuslime hält ja gar nicht alle Muslime für gewalttätig und für Terroristen. Aber wenn ein Mensch im Namen des Islam in eine Menschenmenge fährt, wenn Politker im Namen des Islam Rechte beschneiden, wenn Staat im Namen des Islam Religionskritiker hinrichten lassen... das fällt nunmal alles auf den Islam zurück.

Wir Deutschen können ein Lied davon singen. Zwischen '33 und '45 hat auch nicht jeder eine Waffe in der Hand gehalten oder Mordbefehle gegeben. Aber das war auch gar nicht nötig. Solange man den Arm gehoben hat, war man mit schuld. Solange man geschwiegen hat als Leute ausgegrenzt, entrechtet und ermordet wurden, war man mit Schuld. Und der Rest der Welt hat das genau so gesehen.
Die Änderung kam aber nicht indem wir immer wieder der Welt gesagt haben "Wir sind doch nicht alle Nazis! Das ist diskriminierend!". Sondern indem wir tatsächlich mal unsere Fehler und Probleme aufgearbeitet haben. Nicht nach dem Motto "Ich war das doch gar nicht, das war nur der Kerl da drüben!", sondern "Ja, Das haben wir alle zusammen verbockt.".

Will der Islam sein negatives Image verlieren, dann liegt das an jedem einzelnen Moslem. Einfach mal den Mund aufmachen, wenn der Bruder der Schwester die selben Rechte verweigern will die er selbstverständlich genießt. Widersprechen wenn Leute von Ungläubigen wie Ungeziefer sprechen. Nicht mehr Regierungen unterstützen die Minderheiten unterdrücken aber für ihre eigenen Bürger im Ausland alle Rechte einfordern. Regimes verurteilen die Kritiker, Apostaten, Homosexuelle und andere "Abweichler" wegsperren oder ermorden.
Sein Bild vom Islam mag jeder selbst in den Händen halten - aber die Fakten auf denen dieses Bild aufbaut, liegen in den Händen aller Muslime. Man kann nicht hassen oder Hass in seinen Reihen tolerieren und sich dann empören wenn man zurückgehasst wird. Fangt mit euch selbst an - das Bild das der Rest der Welt von euch hat, wird sich dann langsam korrigieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren