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Israelische Medienberichte: Netanjahus Regierung steht
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Israel hat offenbar eine neue Regierung: Premier Benjamin Netanjahu und die Zukunftspartei haben ihren Streit nach Medienberichten beigelegt. Das hart umkämpfte Bildungsministerium soll an die Vereinigung von Jair Lapid gehen. Damit hat sich der populäre TV-Moderator durchgesetzt. Israelische Medienberichte: Netanjahus Regierung steht - SPIEGEL ONLINE

Duzend 14.03.2013, 09:31
1. Zeit, die Katze aus dem Sack zu lassen

Zitat von sysop
Israel hat offenbar eine neue Regierung: Premier Benjamin Netanjahu und die Zukunftspartei haben ihren Streit nach Medienberichten beigelegt. Das hart umkämpfte Bildungsministerium soll an die Vereinigung von Jair Lapid gehen. Damit hat sich der populäre TV-Moderator durchgesetzt.
Die Nachricht im Artikel ist auf jeden Fall lesenswert. Um zu erfahren, was sie für die Zukunft der Region bedeutet, empfehle ich die Lektüre des folgenden Artikels
Die Zukunft mit dem neuen Kabinett Netanjahus
als Ergänzung dazu. Prost Neuwahl und prost Mahlzeit! Irgendwie hat die Ehrlickeit ja auch etwas Erfrischendes. Nachdem die Zwei-Staaten-Lösung lange nur als Farce gehandhabt wurde, ist jetzt die Zeit gekommen, von ihr loszulassen - mit allen Konsequenzen, die das nach sich ziehen mag.

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digidoila 14.03.2013, 09:57
2. identität und lebenswirklichkeit

zum ersten mal in der geschichte israels, versucht die politik den unausgespochenen aber deutlich angewachsenen und immer mehr spürbaren einfluss der (ultra) religiosen einzudämmen. aus meiner sicht ein echtes wagnis angesichts der frage was ist ein israeli und was ist ein jude. selbst die rechte seite des politischen spektrums hat unbehagen entwickelt, wie tief mittlerweile die (traditionell-jüdische) religion die israelische realität und vor alem die zukunft mitbestimmt. gerade die auseinandersetzung um das erziehungs und bildungsressort zeigt deutlich auf, dass hier eine kehrtwende vollzogen werden soll. lapid kann man nicht genug dafür danken.

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spiekr 14.03.2013, 11:30
3. Identität ist nur dann gut,

Zitat von digidoila
zum ersten mal in der geschichte israels, versucht die politik den unausgespochenen aber deutlich angewachsenen und immer mehr spürbaren einfluss der (ultra) religiosen einzudämmen. aus meiner sicht ein echtes wagnis angesichts der frage was.....
wenn sie ein Volk beliebt macht und nicht zu Krieg mit allen Nachbarn führt.
Identität ist noch schlechter, wenn sie die Schuld an Krieg und Hass nur bei allen anderen sucht anstatt bei sich selbst.
Diese Aufrufe zu "Differenzierung" von Juden, Israelis, Volk und Regierung soll ablenken und bringt Nahost keinen Frieden.

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maxderzweite 14.03.2013, 12:11
4. Das sollte,

doch jeden daran erinnern das die Israelis die einigsten funktionierende Demokratie im
Nahen Osten haben...alleine das ist eine Leistung!

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spiekr 14.03.2013, 12:46
5. Den vertriebenen Palis nützt das nichts.

Zitat von maxderzweite
doch jeden daran erinnern das die Israelis die einigsten funktionierende Demokratie im Nahen Osten haben...alleine das ist eine Leistung!
Der Wert der Demokratie bemisst sich auch im friedvollen Miteinander mit allen Nachbarn.
Und der Weltfrieden ist nicht nur durch Diktaturen bedroht.

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klauslynx 14.03.2013, 15:31
6. Genauer betrachten

Zitat von maxderzweite
doch jeden daran erinnern das die Israelis die einigsten funktionierende Demokratie im Nahen Osten haben...alleine das ist eine Leistung!
Wie weit geht die Demokratie ? Gelten diese Grundsätze auch in den noch besetzten und annektierten Gebieten ?
Die Bevölkerung Israels kann und wird die Regierung wählen die es für richtig erachtet. Mit dieser Politik sollte man allerdings prüfen, ob die Existenzgrundlage nicht verloren gegangen ist oder zumindest restlos verloren geht. Israel schliddert in eine Richtung (nicht erst seit heute) die eigene Existenz gefährdet und nicht merh Achtung sondern nur noch Verachtung verdient.

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spiekr 14.03.2013, 15:42
7. Seien Sie vorsichtig mit Verachtung

Zitat von klauslynx
Wie weit geht die Demokratie ? Gelten diese Grundsätze auch in den noch besetzten und annektierten Gebieten ? Die Bevölkerung Israels kann und wird die Regierung wählen die es für richtig erachtet. Mit dieser Politik sollte man allerdings prüfen, ob die Existenzgrundlage nicht verloren gegangen ist oder zumindest restlos verloren geht. Israel schliddert in eine Richtung (nicht erst seit heute) die eigene Existenz gefährdet und nicht merh Achtung sondern nur noch Verachtung verdient.
Wie wollen Sie in einer Demokratie die Verachtung für die Regierung gegen die Wähler abgrenzen?
Wir sehen in Israel, wie die Verachtung für Hamas und sonstige Palis, die hinsichtlich ihrer Vertreibung nachtragend sind, auf die gesamten Palestineser ausgedehnt wird. Allerdings ist die Geringschätzung der Araber und sonstiger Nichtjuden durch die Juden nichts neues:
Zitate aus dem Talmud - Das "Heilige Buch" der Juden

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hxk 14.03.2013, 16:09
8. Frieden ist gut...

Zitat von spiekr
Der Wert der Demokratie bemisst sich auch im friedvollen Miteinander mit allen Nachbarn.
...aber es gehören immer zwei friedenswillige Seiten dazu, nicht nur eine.

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