Forum: Blogs
Iwan IV.: Der zornige Zar
Getty Images

Er war belesen und extrem jähzornig: Iwan IV., "der Schreckliche", schuf als Gewaltherrscher die Grundlagen des russischen Imperiums.

Seite 1 von 2
Jonny_C 04.03.2012, 08:23
1. Vielen Dank SpOn !

Zitat von sysop
Er war belesen und extrem jähzornig: Iwan IV., "der Schreckliche", schuf als Gewaltherrscher die Grundlagen des russischen Imperiums.
Ein sehr interessanter Geschichtsartikel !
Ich hatte von diesem Teil der russischen Geschichte keine Ahnung.
Damit wird einem einiges klarer.
Danke !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
borkov 04.03.2012, 10:08
2. Iwan Grosny lebt weiter?

Zitat von sysop
Er war belesen und extrem jähzornig: Iwan IV., "der Schreckliche", schuf als Gewaltherrscher die Grundlagen des russischen Imperiums.
Ein solide geschriebener Artikel. Es wäre wahrscheinlich logisch, hinzuzufügen, dass die Praktiken von Iwan Grosny eigentlich für die damalige Zeit … in Sachen Grausamkeit eigentlich nicht aus der Reihe tanzten. Es war mehr oder weniger die Zeit von Heinrich VIII in England und der Religionskriege in Europa, die mit nicht weniger Brutalität geführt wurden und mit Sicherheit unvergleichlich mehr Opfer gekostet haben. Man solle sich auch lieber die Schlussbemerkung über Herrn Borodin sparen. Ich würde auch dem Autor davon abraten, dabei nach irgendeiner Ironie der Geschichte zu suchen. Da gibt es keine Ironie und keine Verbindung zwischen den Opritschniki von Iwan Grosny , den Bojaren von heute, geschweige denn, dass Herr Borodin irgendwelche “historischen” Traditionen pflegte. Er war und ist ein Dieb und Betrüger. Eventuell, dass der Autor unbedingt eine Ironie sehen wollte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
siguru 04.03.2012, 10:10
3.

Zitat von Jonny_C
Ein sehr interessanter Geschichtsartikel ! Ich hatte von diesem Teil der russischen Geschichte keine Ahnung. Damit wird einem einiges klarer. Danke !
In diesem Beitrag ist sehr viel, das nicht den Fakten entspricht.
Dieser Zar war zornig und schrecklich, aber nur für seine Gegner. In seine Zeit sind mehrere Tausend Köpfe von seine Gegner gerollt, in Westeuropa in gleiche Zeit waren Hunderttausende geschlachtet. Ivan IV hat Russland stark gemacht, unter Obhut Russlands sind viele Völkern gekommen, um Zuflucht von räuberische Nachbar bekommen.
Dazu muss man noch sagen, das er war sehr gebildet, hat musiziert und war vor allem gläubisch. Seine religiöse Werke werden noch heute in russische orthodoxe Kirche vorgeführt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alex300 04.03.2012, 10:10
4. Und, was wird Dir genau klarer?

Zitat von Jonny_C
Ein sehr interessanter Geschichtsartikel ! Ich hatte von diesem Teil der russischen Geschichte keine Ahnung. Damit wird einem einiges klarer. Danke !
Iwan der IV war ein ganz normaler Herrscher für die Zeiten.

In Europa wütete die Inquisition, die Hexen wurden massenhaft verbrannt.

Iwan "der Schreckliche" mit seinen 4000 Toten durch Opritschnina in ganz Russland war ein Engel im Vergleich mit z.B. dem Bistum von Köln, wo allein 2000 Hexen verbrannt wurden.

Das waren die Zeiten eben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kaworu 04.03.2012, 10:25
5.

War interessant zu lesen, danke dafür.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HaioForler 04.03.2012, 10:36
6.

Zitat von siguru
In diesem Beitrag ist sehr viel, das nicht den Fakten entspricht. Dieser Zar war zornig und schrecklich, aber nur für seine Gegner.
Zum Gegner wird einfach der erklärt, der getötet werden soll. So einfach ist das.

Das hat mit dem Westen erst einmal nichts zu tun. Auch nicht mit Thailand oder den Indianern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Anton T 04.03.2012, 10:41
7. Konstanten

Iwan IV. war Stalins erklärtes politisches Vorbild. Es war nicht Marx, nicht Engels, nicht einmal Lenin, höchstens offiziell. Im kleinen Kreis bekannte sich Stalin wiederholt zu Iwan IV. Stalinismus, das war auch die Politik Iwan IV. mit den Mitteln des 20. Jahrhunderts.

"Zar Iwan IV: Den Beinamen "Der Schreckliche", eigentlich "Der Drohende" erhielt er aufgrund seiner harten Vorgehensweise gegen seine Gegner. Er schuf die "Opritschniki", eine Spezialtruppe, die mit Massenexekutionen, Folterungen und Plünderungen Angst und Schrecken verbreitete."

Und eine Beschreibung wie diese trifft auch haargenau auf das Vorgehen Wladimir Putins in Tschetschenien zu. Jahrelang haben dort seine diversen Spezialeinheiten exakt so gewütet wie einst die Opritschniki von Iwan IV. Modernisierung in der Geschichte Russlands hat oftmals lediglich oberflächliches Facelifting bedeutet. Darunter gibt es allzuoft erschreckende Konstanten, die eben bis zu Iwan dem IV. zurückreichen. Und zwar Konstanten bis zum heutigen Tag. Deshalb ist es sehr klug, wenn SPON noch einmal an Iwan IV. erinnert, denn einen grausamen Zaren hat Russland auch im Jahr 2012.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Witalij 04.03.2012, 11:42
8. So

Und eine Beschreibung wie diese trifft auch haargenau auf das Vorgehen Wladimir Putins in Tschetschenien zu. Jahrelang haben dort seine diversen Spezialeinheiten exakt so gewütet wie einst die Opritschniki von Iwan IV.

ein Quatsch. Man kann sich nur wundern, wie leicht die Menschen im 21.Jahrhundert solche blöden Parallelen ziehen können! Putin und Zar Iwan. Warum nicht sofort der Satan, so, ohne Nebenstufen?

Sie wissen vielleicht besser als alle, wie die Kriege ohne Blutvergießen durchgeführt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Melankun 04.03.2012, 12:06
9. Vielen Dank!

Genau der richtige Artikel für einen Sonntagmorgen. Fesselnd und informativ mit einer guten Überleitung ins Jetzt.
Vielen Dank!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2