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Jobvorschlag: Arbeitsagentur wollte 19-Jährige an Bordell vermitteln
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Zuerst freute sich die junge Frau, endlich hatte die Arbeitsagentur in Augsburg ein Jobangebot für sie. Dann erschrak sie, ihre Mutter schrie vor Entsetzen auf: Die 19-Jährige sollte als Servicekraft in einem großen Bordell anfangen. Die staatlichen Vermittler sprechen von einem "Versehen". Arbeitsagentur in Augsburg wollte 19-Jährige an Bordell vermitteln - SPIEGEL ONLINE

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tlogor 06.02.2013, 19:47
110. Vermittelbar?

Zitat von CallaYa!com
... sollte die Vermittlerin diese Stelle annehmen. Scheint für sie ja ein ganz normaler Job zu sein.
Die Frage bleibt offen, ob die Vermittlerin für diesen Job vermittelbar gewesen wäre.

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santoku03 06.02.2013, 19:49
111. Bin sehr froh...

Zitat von almaspunkt
Ich verstehe die Empörung nicht. Ich arbeite in einem Bordell. An der Bar. Und halte das für einen schöneren Job als beispielsweise Papier sortieren in irgendeinem Büro. Gut bezahlt ist er auch noch, die Arbeitsbedingungen zumindest bei uns sind vollkommen okay. Viele meiner Freundinnen arbeiten übrigens als Prostituierte im selben Haus, und stellen Sie sich vor - denen geht es gut, die haben glückliche Beziehungen, machen ihren Job gern und wirken überhaupt nicht emotional verstümmelt. Seltsam...
...über diesen sachlichen und kenntnisreichen Beitrag. Ich glaube, das Problem ist, dass die meisten hier ihre Fantasien darüber, wie es einem Bordell zugehen mag, aus schlecht gemachten Filmen haben. Es wäre jedem hier zu wünschen, mal eigene Erfahrungen zu sammeln und seine Vorurteile abzulegen.

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Galik 06.02.2013, 19:51
112. Staatliche Zwangsprostitution

Ich frage mich ja, was passiert wäre, wenn der Bordellbetreiber aus dem Artikel in Berufung gegangen wäre. Theoretisch ist es ja so, dass der Staat Arbeitslose rein rechtlich zur Prostitution drängen kann.
Ist das nicht "etwas" bedenklich, wenn wir damit faktisch gesetzlich legalisierte Zwangsprostitution haben? Mal abgesehen davon, dass es diese Selbstverpflichtung gibt, dies nicht zu tun, ist allein die Tatsache, dass es gesetzlich überhaupt möglich ist ein Skandal.

Klarstellung: Ich habe NICHTS gegen legale Prostitution. Im Gegenteil, ich halte diese für eine wichtige Errungenschaft, um die Prostituierten aus der Illegalität zu holen. Aber bei Zwangsprostitution hört der Spaß auf, egal ob diese legal ist oder nicht.

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monty54 06.02.2013, 19:54
113. ohne titel

Zitat von air plane
Habe nach meinem Studium im Medienbereich bei der Jobsuche auch das Suchportal der Arbeitsagentur benutzt: Vorgeschlagen wurden u. a. auch einige Stellen im Rotlicht-Bereich wie z. B. Webmaster- und Fotografenstellen bei Hurenportal-Webseiten und Pornofirmen bzw. deren Agenturen. Staatlich geförderter Sittenverfall + Sexismus.
Ich habe auch im DTP-Bereich gearbeitet. Aber in den örtlichen Pornoverlag hätte ich mich nicht vermitteln lassen.

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maliperica 06.02.2013, 20:44
114. Meine verfluchte Gedanken sind so gemein...

Zitat von sysop
Zuerst freute sich die junge Frau, endlich hatte die Arbeitsagentur in Augsburg ein Jobangebot für sie. Dann erschrak sie, ihre Mutter schrie vor Entsetzen auf: Die 19-Jährige sollte als Servicekraft in einem großen Bordell anfangen. Die staatlichen Vermittler sprechen von einem "Versehen".
...und so stelle mir vor wäre es nicht ein richtiger Job für manche Politiker mir der Erfahrung um und auf den Bar-Tresen. Ansprechendes Aussehen ist vorhanden, vielleicht hätte man auf Stiling noch ein paar Verbesserungen vornehmen können.

Dann gibt es manche Politikerinnen auf der Suche nach neuen Herausforderungen, die bringen sicherlich heißen Dampf hinter dem Bar-Tresen.

p.s..

Barbetreiber aufgepasst, wenn so weit ist volle Kontrolle des Inventars und Getränkemengen ist dringend empfohlen.

Und besondere Vorsicht manche schreiben alles ab bis zur nackten Haut des Originals.

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einzel haft 06.02.2013, 21:28
115. ... nun ja ...

Zitat von sysop
Zuerst freute sich die junge Frau, endlich hatte die Arbeitsagentur in Augsburg ein Jobangebot für sie. Dann erschrak sie, ihre Mutter schrie vor Entsetzen auf: Die 19-Jährige sollte als Servicekraft in einem großen Bordell anfangen. Die staatlichen Vermittler sprechen von einem "Versehen".
Branche: "Erbringung von sonstigen überwiegend persönlichen Dienstleistungen"

Sinn und Zweck: "Errichtung und Betrieb von Gaststätten aller Art, gewerbliche Zimmervermietung, Organisation von betriebswirtschaftlichen Abläufen, ... Unternehmensberatung."

Name: "Augsburger Colosseum GmbH"

Klingt mir nach kurzer Recherche mit obigem Inhalt unverdächtig und sehr amtlich korrekt und legal ist es auch.

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Tubus 06.02.2013, 21:31
116. Respekt

Zitat von Ente
Eine Firma hat eine Stelle frei, die einer Arbeitssuchenden angeboten wurde. Verständlich, wenn sie diesen Job ablehnt (und sich damit vermutlich um eine interessante Erfahrung beraubt), weil sie glaubt, sich dort nicht wohlfühlen zu können. Auch noch verständlich die Einschätzung, im Lebenslauf könnte diese Episode auf spätere potentielle Arbeitgeber befremdlich wirken. Unverständlich aber dieser Aufschrei ("Wie können die nur!"). Dann transportiert auch noch ein SPON-Artikel die Empörung weiter, was den Anschein erweckt, dass diese Bigotterie eine Art Norm sei. Leider ist sie das vermutlich. Manche Kommentatoren scheinen übrigens nicht gelesen zu haben, dass es um einen Job hinter der Theke ging.
Zustimmung! Dass niemand gezwungen werden sollte, im kundennahen Bereich im Bordell zu arbeiten ist ja o.k. Meinen Respekt haben alle Prostituierten, die sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen ohne der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen.

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Loewe_78 06.02.2013, 21:32
117.

Zitat von Wolffpack
Naja. Ist halt ein Fehler unterlaufen, passiert mal. Außerdem ging es doch um hinter dem Tresen, wenn ich das richtig verstanden habe. Und so erzkonservativ ist man mit 19 Jahren meistens nicht, das man Angst hat, nackte Menschen zu sehen.
Na, also, dann ab als Kloputzer in den Gay-Club mit Ihnen. In Ihrem Alter sieht man das doch im Allgemeinen ziemlich locker, oder?

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Loewe_78 06.02.2013, 21:34
118. ...

Zitat von sysop
Zuerst freute sich die junge Frau, endlich hatte die Arbeitsagentur in Augsburg ein Jobangebot für sie. Dann erschrak sie, ihre Mutter schrie vor Entsetzen auf: Die 19-Jährige sollte als Servicekraft in einem großen Bordell anfangen. Die staatlichen Vermittler sprechen von einem "Versehen".
Herzlich Willkommen im Kapitalismus. Genau darum, dass der Geldadel sich die Frauen kaufen kann die er will, geht es doch bei dem ganzen Theater.

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Whitejack 06.02.2013, 21:37
119.

Zitat von flipworld12
Wenn die Prostitution ein legales Gewerbe ist, so darf die Arbeitsagentur vermitteln. Punkt. Mit moralischen Kategorien hat man da nicht anzukommen, der Staat ist der Staat und nicht die Ausgeburt der Moral.
Wenn das so ist, dann sollte es illegal sein.

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