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Kairo und Benghasi: Islamisten stürmen US-Vertretungen - ein Toter
REUTERS

Ein angeblich islamfeindlicher Film hat heftige anti-amerikanische Ausschreitungen in Ägypten und Libyen ausgelöst: Demonstranten stürmten die US-Botschaft in Kairo und das Konsulat in Benghasi, ein Amerikaner wurde erschossen. Die Vorfälle sind schon Streitthema im US-Wahlkampf. Demonstranten stürmen US-Konsulate in Bengasi und Kairo - ein Toter - SPIEGEL ONLINE

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Hank Hill 12.09.2012, 09:39
130. Seit die Neokonservativen in den USA

ein Auge auf die Rohstoffe in den muslimischen Laendern geworfen haben, und natuerlich nach 9/11, laeuft in den USA die Propagandamaschine in den Medien: gut gegen boese, Christen gegen Muslims. Der Slogan: "sie hassen uns fuer unsere Freiheit" ist ein gutes Beispiel fuer die Idiotie die dort ablaeuft. Die Amerikaner verstehen nicht, dass die muslimische Welt nicht von der Periode der Aufklaerung beglueckt wurde. Sie glauben alle und alles muesse sich dem Wesen und Standard der USA anpassen, und dann wuerde alles gut. Soldaten verbrennen den Koran, urinieren auf tote Feinde, und viele Amerikaner glauben, dass ist ja in einem Krieg normal. Drohnen fliegen in Pakistan rum, toeten auch Zivilisten, alles kein Problem. Wenn man erst mal seinen "Feind" als minderwertig einstuft, sind dessen Verluste sowieso egal. Es ist genau diese Arroganz welche die USA in weiten Teilen der Welt so verhasst macht. Wir haben hier gottseidank das Recht auf freie Meinung, Pressefreiheit, etc. Wir sollten uns auch nicht von religioesen Fanatikern verrueckt machen lassen, sondern Leute die das Grundgesetz nicht anerkennen ausweisen, oder bei der kleinsten Verfehlung wegsperren. Wir sollten aber auch nicht den Quatsch glauben, dass Muslime bald Deutschland regieren. Dies ist in der gleichen Kategorie anzusiedeln wie der Vorwurf von Frau Hoehler Angela Merkel wolle die Demokratie abschaffen. Trotz Meinungsfreiheit ist etwas Sensibilitaet im Umgang mit Religionen angebracht. Die USA wird dies jedoch nicht praktizieren. Es ist gewollt, dass der Feind im Nahen Osten steht und die falsche Religion hat.

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MiniDragon 12.09.2012, 09:40
131. Auf Mausklick entfernt

Zitat von dosmex
Wir haben nun mal in unserer westlichen Zivilisation bestimmte Werte und Prinzipien, in diesem Fall freie Meinungsäußerung, Pressefreiheit, Freiheit im Kunstbetrieb etc. Archaisch-rückständige Gesellschaften wie diejenigen in den meisten muslimisch geprägten Ländern sind hier diametral anders strukturiert.
Aber neben unser "westlichen Zivilisation" - was immer das ist- gibt es noch immer andere Zivilisationen, die von ganz anderen, jedoch auch immer nur emotional begründeten Ideologien geprägt sind und Andersgläubige bis aufs Blut bekämpfen.

Dummerweise sind diese anders als einst in der Goethezeit
( "Wenn hinten, weit, in der Türkei, die Völker aufeinander schlagen") nur noch einen Mausklick von uns entfernt.

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sirraucheinviel 12.09.2012, 09:40
132.

Zitat von borzensen
Absolut richtig. Am besten wäre es einfach gar nicht mehr seine Meinung zu äußern damit man niemandem auf die Füße treten kann
Ich denke er hat sich nicht auf islamkritische Äusserungen bezogen sondern auf die Unterstützung von fundamentalislamistischen Extremisten um säkulare Diktatoren abzusetzen. Und da kann ich ihm nur zustimmen. Wer diese Typen mit Waffen und Geld unterstützt braucht sich nicht wundern wenn diese danach ihre Agendas durchsetzten.

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jueho47 12.09.2012, 09:41
133. Wenn...

Wenn die Christen so auf "Life of Brian" reagiert hätten, wäre Großbritannien mittlerweile in der Nordsee versenkt worden.

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Crocofrog 12.09.2012, 09:41
134. dumm, dümmer, am dümmsten

Zitat von Schorse3
Erst im übertragenen Sinne zündeln und sich dann wundern wenn Feuer ausbricht...
Genau. Richtig. Das trifft auf Ihren Kommentar genau zu. Hat der, der im Feuer umgekommen ist, gezündelt? Ist, wenn einer etwas tut, was anderen nicht gefällt, die ganze Nation bzw irgend ein anderer, der zufällig rumsteht, dafür zu bestrafen? Sie sollten immer erst den Prozessor einschalten, bevor Sie den Lautsprecher benutzen.

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viperhyper 12.09.2012, 09:42
135. optional

Das zeigt mal wieder für mich, dass Religionen einfach nur eine Urform der Politik ist, über die sich der Mob definiert.

Naja und letzten endes muss man das auch chillig sehen und mal versuchen auch aufzuklären statt zu drohen und Bomben. Ich denke der Islam kann was die freigeistigkeit betrifft in 20 Jahren da sein wo wir sind. Aber da kommt man nur hin durch Bildung und nicht durch Waffen.

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unemployed50 12.09.2012, 09:42
136. Es geht um macht

Zitat von metbaer
Langsam glaube ich, diese Religion kann nicht zufrieden sein, wenn sie nicht chronisch beleidigt sein kann. Dazu scheint wohl jedes noch so alberne Gerücht gut genug...
Da die meisten der dort lebenden wenn überhaupt nur über eine religiöse "Bildung" verfügen ist es leicht sie zu lenken. Religiöse Führer nutzen das schamlos aus, weil sie wissen, wenn der Mob mit angeblichen Gefühlsverletzungen beschäftigt ist, stellt er keine vielleicht wichtigeren Fragen. So entlädt sich der Volkszorn wie eine Art Ventil der eigenen Unzufriedenheit.
So kann man wunderschön von den Problemen des jeweiligen Landes ablenken. Das einzigste was da hilft ist Bildung, frei und unabhängig aber das genau versuchen die Religionsführer zu verhindern.
Religion war noch nie gut für das Volk sondern nur für seine Führer.
Gruß HP

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Apologet 12.09.2012, 09:42
137. Islamisch theologischer Fachbegriff

Zitat von sysop
Die Botschaft hatte zuvor in einer Erklärung "die fortgesetzten Bemühungen fehlgeleiteter Individuen, die religiösen Gefühle der Muslime zu verletzen", verurteilt.
Der Begriff "fehlgeleitet" ist ein islamisch theologischer Fachbegriff (ar. dalala). Dem steht gegenüber die "Rechtleitung" (ar. huda) die für die praktische Lebensführung des Individuums und der Gesellschaft nach dem Willen Allahs steht.

Wenn also die US Botschaft sagt, dass sie den Filmemacher als "fehlgeleitet" einschätzt, bringt sie damit zum Ausdruck, dass sie sich bewusst ist, dass der Filmemacher in den USA sich nicht der islamischen Ordnung unterwirft und die US Botschaft dies bedauert.
So sieht die US Außenpolitik unter Obama aus.
Nur dass das jedem klar ist.

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Blödian 12.09.2012, 09:43
138. Rules of Engagement

Ich kann gar nicht fassen, wie gelassen hierüber diskutiert wird.
In den letzten 5.000 Jahren hat es außer Sparta nicht eine zivilisierte Gesellschaft gegeben, in der Botschafter und Diplomaten nicht die schützenswertesten Menschen der Welt waren.

Sogar im Krieg, auch nach einem nuklearen Erstschlag, sind Diplomaten nicht anzufasssen und ihre Sicherheit hat oberste Priorität. Nur, wenn ihre Sicherheit garantiert ist, kann man diesen Menschen zumuten, an forderster Front waffenlos für den Frieden zu kämpfen.

Menschen, die Botschaften angreifen, haben keine Würde, keine Kultur und die niederträchtigste Kriegserklärung abgegeben, die es gibt. Ein "Suckerpunch" der untersten Ebene.
Mein Dank und Respekt gilt den Diplomaten und ihren Familien, die sich in Gefahr gebracht haben und das jeden Tag auf's neue tun.
Die Kriegstreiber, die die Botschaft angegriffen haben, sind keine Demonstranten. Bitte hören Sie auf, diese Verbrecher so zu nennen.
Als Befehlshaber hätte ich die Kriegserklärung angenommen und das Gelände befriedet. Ich hätte meine Botschafter um jeden Preis geschützt und äußerste Gewalt angewendet, um die Gefahr zu beseitigen.

Es wird Zeit, dass die westliche Welt sich erinnert, dass es auch im Krieg Gesetze gibt, und diese Gesetze eingehalten werden müssen. Jetzt ist es an der Zeit, die diplomatischen Beziehungen zu Ägypten einzustellen, bis die Verbrecher ausgeliefert oder hingerichtet sind.
Vorher lässt sich nicht mehr verhandeln.

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sirraucheinviel 12.09.2012, 09:45
139.

Zitat von Barath
Alles richtig. Bei uns schlummert der Hass nicht in der Religion sondern im latenten Rassismus und (paradoxerweise) in der Islamophobie. Ich kenne viele gläubige Moslems, für die Religion Privatsache ist. Aber Spinner gibt es überall und die sind leider nie wenige - auch wenn sie meist nicht die Mehrheit stellen.
Sieht man doch auch an Breivik, daß es im Westen auch Leute gibt die über Leichen gehen um ihre Kultur vor den Andersgläubigen zu "beschützen". Daß 99% aller Moslems auch nur mit verbaler Kritik auf die Verletzung ihrer religiösen Gefühle reagieren interessiert hier einfach viele nicht. Viele brauchen möglichst einfach gestrickte Feindbilder ... da ist intellektuell einfach kein Platz für komplexere Szenarien. Und die gibt es halt auf allen Seiten.

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