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Kampf gegen Ultra-Orthodoxe: Israel will Einsatz von Holocaust-Symbolen verbieten

Sie beschimpfen Polizisten als "Nazis" und heften sich aus Protest gegen die Politik ihrer Regierung Judensterne an die Brust: Ultra-Orthodoxe Demonstranten in Israel provozieren mit Symbolen aus der Hitler-Zeit. Doch künftig sollen Anspielungen auf das Dritte Reich strafbar sein. Kampf gegen Ultra-Orthodoxe: Israel will Einsatz von Holocaust-Symbolen verbieten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

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EinGangLion 10.01.2012, 18:46
1. Der Staat Israel muss und wird so etwas aushalten!

Ich stimme den Kritikern im israelischen Justitzministerium zu, dass so etwas ein (zu) großer Einschnitt in die Meinungsfreiheit ist.

Ja es ist SEHR

zynisch, geschmacklos, unangebracht, zweckentfremdet, pervers, ...,

aber wenn hier geschrieben wird, dass es von den Medien zur größten Geschmacklosigkeit erklärt wurde, klingt das doch sehr nach einem Eigentor der Ultraorthodoxen. Die Medien funktionieren also, die ablehnende Haltung der Bevölkerungsmehrheit auch - ein Verbot solcher Blödheit ist also nicht angebracht.

So sehr es Holokaust Überlebende und deren Familien treffen kann (psychisch, emotional), ich finde nicht, dass dies als Argument für ein solches Gesetz ausreicht.

Nur um etwaigen Kommentaren zu der Rechtslage in Deutschland oder Österreich vorzubeugen, das ist ein anderes Paar Schuhe und tut hier nichts zur Sache!

EinGangLion

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laluna3 10.01.2012, 19:32
2. Ultra-Orthodoxe

Zitat von sysop
Sie beschimpfen Polizisten als "Nazis" und heften sich aus Protest gegen die Politik ihrer Regierung Judensterne an die Brust: Ultra-Orthodoxe Demonstranten in Israel provozieren mit Symbolen aus der Hitler-Zeit. Doch künftig sollen Anspielungen auf das Dritte Reich strafbar sein.
Fuer die Ueberlebenden der Ghettos muss es das kalte Grausen sein, Kinder in Ghettouniformen und Judensterne zu sehen.

Geschmackloser geht es wohl nicht.

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Death666Angel 10.01.2012, 19:43
3. Naja, keine gute Reaktion

Es ist geschmacklos wie dort protestiert wird und welche Vergleiche gezogen werden, klar. Aber die Berichterstattung, die ich so verfolge zeigt eher, dass sich die religiösen Ultras durch ihre Art mehr schaden als Gutes tun. Außerdem ist jede Beschneidung der Rede- und Meinungsfreiheit, vor allem bei einem so zentralen Thema für den Staat Israel, mit vorsicht zu genießen.
Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht und hoffe auf das Beste für die Mehrheit der Israelis.

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Whitejack 10.01.2012, 19:44
4.

Zitat von sysop
Sie beschimpfen Polizisten als "Nazis" und heften sich aus Protest gegen die Politik ihrer Regierung Judensterne an die Brust: Ultra-Orthodoxe Demonstranten in Israel provozieren mit Symbolen aus der Hitler-Zeit. Doch künftig sollen Anspielungen auf das Dritte Reich strafbar sein.
"Ultra-Orthodox", soso. Heißt ja übersetzt "extrem rechtgläubig". Warum dürfen immer die fanatischen Idioten von sich behaupten, ihre Auslegung sei die einzig wahre und rechte?

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Der Pragmatist 10.01.2012, 19:49
5. Spinner gibt es ueberall

Zitat von sysop
Sie beschimpfen Polizisten als "Nazis" und heften sich aus Protest gegen die Politik ihrer Regierung Judensterne an die Brust: Ultra-Orthodoxe Demonstranten in Israel provozieren mit Symbolen aus der Hitler-Zeit. Doch künftig sollen Anspielungen auf das Dritte Reich strafbar sein.
Ob Juden, Christen oder Muslime, die Fanatiker aller religionen sind Spinner und sind zudem gefaehrlich fuer die moderne Zivilgesellschaft.

Pragmatist

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e-ding 10.01.2012, 20:27
6. ...

Zitat von sysop
Sie beschimpfen Polizisten als "Nazis" und heften sich aus Protest gegen die Politik ihrer Regierung Judensterne an die Brust: Ultra-Orthodoxe Demonstranten in Israel provozieren mit Symbolen aus der Hitler-Zeit. Doch künftig sollen Anspielungen auf das Dritte Reich strafbar sein.
Bin ich der Einzige, den das komplett kalt lässt? Geschmacklos? Sicher! Ich finde solche Aktionen von Extremisten allerdings immer klasse, erspart es doch viel Argumentationsaufwand gegen Extremismus und Extremisten sind in der Wahl ihrer Mittel eben extrem. So what? Soetwas sollte nicht verwundern, sondern bestätigen und eher dazu führen, bestehende Sonderrechte für Religionen zu hinterfragen, anstatt Verbote zu beschließen.

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EchoRomeo 10.01.2012, 20:38
7. Viel schlimmer ist doch der Grund warum sie das machen

Zitat von sysop
Sie beschimpfen Polizisten als "Nazis" und heften sich aus Protest gegen die Politik ihrer Regierung Judensterne an die Brust: Ultra-Orthodoxe Demonstranten in Israel provozieren mit Symbolen aus der Hitler-Zeit.
sie wollen damit die Journaile ködern, was ihnen ja auch gelingt. Würde sich die Vierte Macht nicht gierig gerade/besonders/gerne auf solche Auswüchse stürzen, um dann - in welchem Ton auch immer - darüber marktschreierisch zu berichten, dann wäre solchen/allen Extremen ihre Waffe genommen. Man stelle sich vor, über Terroristen, Ultras jeder Art und Eiferer würde nur in dem Maß berichtet, der ihnen zusteht. Meinen Sie, die könnten von den Einzeilern oder Kurzzusammenfassungen "leben"?

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herr minister 10.01.2012, 21:00
8. Judentum in Israel

In Israel hat jederJude das Recht, seinen Glauben zu praktizieren, egal in welch gestörter Form das auch sein mag. Kein Mensch soll jemals mehr wegen seiner jüdischen Religion diskriminiert werden. Aufgrund der Geschichte Israels ist dieser Grundsatz ja auch sehr nachvollziehbar.
Genau deshalb gibt es aber auch das große Problem mit den Orthodoxen, die vom Großteil der Bevölkerung abgelehnt werden. Diese Fanatiker gehen weder zur Armee noch Polizei und sind gleichzeitig diejenigen, die das ganze Siedlerproblem verursachen und dann den Schutz von Armee und Staat erzwingen. Ausserdem prägen sie das internationale Bild von Israel, das eigentlich die einzige freie und tolerante Demokratie in der Region ist, mit Technoparties, Schwulenparaden und trotz Sabbat, 24h Supermärkten. Suchen Sie das mal in Gaza, Damaskus oder Bagdad.
Mit den Orthodoxen, die aufgrund ihrer Kluft Pinguine genannt werden, befindet sich der Staat in einem großen Dilemma. Vielleicht sind solche Gesetze ja dann ein erster Versuch, diesen Burschen die Daumenschrauben anzulegen.

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Lindau 10.01.2012, 21:44
9. Wo und wann zieht man Grenzen?

Es ist wichtig die Meinungsfreiheit zu wahren, es ist aber auch wichtig die Würde derer zu wahren die verletzt werden, ob psychisch oder physisch. Keine Mehrheit sollte sich eine Meinung und deren Auswirkung aufoktroyieren lassen. Wo und wann also die Grenzen ziehen?

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