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Karlsruhe: Bundesverfassungsgericht stärkt Adoptionsrecht Homosexueller
DPA

Bringt ein Partner ein Adoptivkind mit in die Ehe, darf der andere es rechtlich als Kind annehmen. So ist es bei Eheleuten, homosexuelle Lebenspartner dürfen das bislang nicht. Das Bundesverfassungsgericht hat diese Regelung nun für verfassungswidrig erklärt. Bundesverfassungsgericht stärkt Adoptionsrecht Homosexueller - SPIEGEL ONLINE

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mischpot 19.02.2013, 13:28
340. Begründete Zweifel

Zitat von papstar73
Erstens, dass das BVG zunehmend die Arbeit unseres Gesetzgebers übernehmen muss, weil der offensichtlich nur noch unzureichend in der Lage ist, im Einklang mit Grundgesetz und Menschenrechten Gesetze zu verabschieden, zweitens, dass viele der hier Kommentierenden den Artikel, auf den sie sich beziehen, nicht ordentlich gelesen oder schlicht nicht verstanden haben, und drittens, dass einige Schreiber nicht in der Lage sind, einen fehlerfreien Zweizeiler hinzubekommen. Schlimm! Darüber hinaus muss ich einigen wenigen Schreibern Recht geben: Das Wohl eines aufwachsenden Kindes ist vor allem in einem harmonischen, zuverlässigen und liebevollen Umfeld begründet und weniger im Geschlecht oder der sexuellen Orientierung der Eltern. Das wird im Übrigen auch von den Verfassungsrichtern festgestellt, die offensichtlich die aktuelle Lage der Forschung kennen. Punkt.
Ob die Verfassungsrichter tatsächlich und offensichtlich die aktuelle Lage der Forschung kennen, das ist mit diesem Urteil nur zu bezweifeln.
Einfach mal googeln was für die Entwicklung des Kindes wichtig ist.
Und da ist ein harmonisches und liebevolles Umfeld eine Grundvorraussetzung und genau aus diesem Grunde sollte die Sexuelle Orientierung wie hier im Urteil geschehen diesem nicht übergeordnet werden.

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RenegadeOtis 19.02.2013, 13:33
341.

Zitat von BeitragszahlerwiderWillen
Wissen Sie auch, wie die Städte Sodom und Gomorra mit allen ihren Einwohnern endeten?
Wissen Sie, was nach dem Angriff des Drachens auf die Zwergenbinge passiert ist? Der große Diamant fand das nicht so toll, und erst viel später konnte er dank uralter Magie geheilt werden.
Jetzt haben wir uns beiden eine schöne Märchenstunde beschert. Ich mag das. Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen auch noch etwas mehr von Markus Heitz vorlesen.

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mischpot 19.02.2013, 13:33
342. Die Armen

Zitat von bananenpudding
Denken Sie etwa, dass homosexuelle Menschen nicht darunter leiden, dass ihnen Heterosexualität als normal vorgelebt wird. Unsicherheit, Selbstzweifel und ein gestörtes Selbstbewusstsein sind oft die Folge. Das Problem sind viel eher Menschen, die ihren Kindern ein heteronormatives Weltbild vermitteln und damit ihrem Kind, so es denn homosexuelle Veranlagungen hat schweren Schaden zufügen können.
Ich bin untröstlich, aber Sie können selbst Ihre Situation ganz einfach ändern. Homosexualität oder Heterosexualität ist nicht ansteckend keine Angst. Ein Weltbild auf Sexualität herunterzustufen ist auch mal eine Betrachtungsweise aber eine sehr dürftige.

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andre_jordan 19.02.2013, 13:34
343. Nochmal Kindeswohl

Laut UNICEF sterben in Deutschland jede Woche mindestens 2 Kinder an den Folgen körperlicher Misshandlung. Das sind 104 pro Jahr. Der Deutsche Kinderschutzbund geht von rund 150 000 Kindesmisshandlungen pro Jahr in Deutschland aus.

Wo bleibt der Aufschrei der Gesellschaft? Wo die Lichterketten? Wenn in Zschopau ein pickeliger Neonazi einen Pups lässt, laufen sofort 1 500 Gegendemonstranten auf (was ja grundsätzlich nicht verkehrt ist), aber 104 erschlagene Kinder und 150 000 geschlagene, gequälte, gedemütigte, erniedrigte, hungernde und / oder eingesperrte Kinder interessieren offenbar keinen.

Das Kindeswohl wird erst dann interessant, wenn es um die Rechte Homosexueller geht.

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ajf00 19.02.2013, 13:34
344.

Zitat von Hannibal72
würde ich mit der Entwicklung von Kindern nicht experimentieren wollen
Genau, man sollte mit dem Kindeswohl nicht experimentieren, deswegen sollte man Kinder nicht rechtlich schlechter stellen, bloss wegen der sexuellen Ausrichtung ihrer Eltern.

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enni3 19.02.2013, 13:34
345.

Zitat von mischpot
Sie suggerieren sich selbst etwas, was Sie gerne daraus lesen möchten. Fakt ist Sie können sich nicht in die Gefühls und Erlebenswelt eines Kindes hineinversetzen. Zumindest ist nicht ausgeschlossen das das Kind genötigt wird sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wieso hast Du denn 2 Papas oder 2 Mamas erklären Sie das mal Ihrem adoptierten Kind. Und wie habt Ihr das gemacht. Und warum seid Ihr nicht Mann und Frau. Vielleicht geben Sie ja dann die Antwort, weil es Gott so gewollt hat. Profaner geht es kaum noch.
JEdes Kind bekommt eine Identitätskrise, wenn es fesstellt, dass die Welt da draußen anders ist, als die elterliche Welt. In der Regel führt die Beschäftigung damit aber eher zu positiven Aspekten in der Entwicklung, wnn es sich damit auseinandersetzt. Weil es in beiden Welten funktionieren will, lernt es gerade erst Toleranz und Verständnis für die Unterschiedlichkeit der Lebensentwürfe.

Und da ist es egal, ober der Konflikt durch Behinderungen der Eltern, Immigrationshintergründe, Scheidungen, Patchworkfamilien oder eben homosexuelle Partnerschaften hervorgerufen wird. Sofern man dem Kind gegenüber offensiv damit umgeht, lernt es sehr schnell das Normilität alles sein kann. Nur wenn man dem Kind nicht zugesteht, selber entscheiden zu können, wie es oft bei Scheidungen der Fall ist, wirdes ein Problem.
Machen Sie nicht etwas zu einem Problem, dass du die Gesellschaft hervorgerufen wird, zu einem Problem des Kindes und der Eltern.
Mein Sohn muss z.B. auch erklären, warum Ihn mal Mama, mal Stiefpapa und mal Papa abholt. Und da wir ganz selbstverständlich damit umgehen, ist es das für ihn auch und wenn einer fragt, gibts nur die Antwort, weil ich halt 3 Eltern hab.

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RenegadeOtis 19.02.2013, 13:37
346.

Zitat von bayernmuenchen
Endlich wieder eine richtige Entscheidung des BVerfG, nachdem auch dort schon Fehlentscheidungen getroffen wurden. (...)
Denn das Maß aller Rechtstaatlichkeit ist und bleibt der User bayernmünchen. Mit welcher Chuzpe Sie per Handstreich das Bundesverfassungsgericht für inkompetent erklären - ist das noch Ego oder schlichtweg Blödheit?

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Yestoertchen 19.02.2013, 13:37
347.

Zitat von jaidru
Liebes Yestörtchen, Sie sind weiter den rechtsmethodologischen Vorstellungen der 50er-Jahre verhaftet. Werfen Sie mal einen Blick in das aktuelle Methodenschrifttum und in die methodologische Rechtsprechung des BVerfG der letzten 4 Jahre! Danach werden Sie vielleicht nicht mehr so unbefangen der teleologischen Auslegung das Wort reden.
Aha, haben Sie ein Beispiel für diese Behauptung? Die aktuelle Methodenlehre spricht zumindest immer noch für eine Bevorzugung der teleologischen Auslegung gegenüber der historischen Auslegung. Auch das BVerfG entscheidet da nicht stoisch nach dem Willen längst Verstorbener.

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enni3 19.02.2013, 13:39
348.

Zitat von mischpot
Ob die Verfassungsrichter tatsächlich und offensichtlich die aktuelle Lage der Forschung kennen, das ist mit diesem Urteil nur zu bezweifeln. Einfach mal googeln was für die Entwicklung des Kindes wichtig ist. Und da ist ein harmonisches und liebevolles Umfeld eine Grundvorraussetzung und genau aus diesem Grunde sollte die Sexuelle Orientierung wie hier im Urteil geschehen diesem nicht übergeordnet werden.
Ach und homosexuelle Partnerschaften sind natürlich immer unharmonisch und lieblos?
Heterosexeulle Beziehungen sind dagegen natürlich immer das pure familiäre Paradies?

Wollen Sie das suggerieren?

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Achmuth_I 19.02.2013, 13:39
349.

Zitat von avalon12
Verfassungsrechtlich ist eine andere Entscheidung wohl kaum denkbar, für die Kinder ist es nicht unbedingt eine gute Entscheidung. Jedes Kind braucht gleichermassen Vater und Mutter für eine glückliche Kindheit ...Ich glaube nicht, dass das altmodisch ist, sondern das ist die Zukunft...
Bitte Artikel nochmal durchlesen, darum ging es nicht.

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