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Karlsruhe: Bundesverfassungsgericht stärkt Adoptionsrecht Homosexueller
DPA

Bringt ein Partner ein Adoptivkind mit in die Ehe, darf der andere es rechtlich als Kind annehmen. So ist es bei Eheleuten, homosexuelle Lebenspartner dürfen das bislang nicht. Das Bundesverfassungsgericht hat diese Regelung nun für verfassungswidrig erklärt. Bundesverfassungsgericht stärkt Adoptionsrecht Homosexueller - SPIEGEL ONLINE

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sponner_hoch2 19.02.2013, 13:50
360.

Zitat von mischpot
Sie reden am Thema vorbei. Es geht hier nicht darum daß homosexuelle Eltern eine einzelne sexuelle Ausrichtung Ihrer Kinder zu akzeptieren haben, sondern daß was Sie Ihrem Kind als natürlich vorleben. Das Kind ist der Verlierer es lernt nichts anderes kennen.
Weil das Kind ja auch nie Kontakt mit anderen Menschen haben wird. Das ist dann übrigens wohl auch der Grund, warum die Kinder heterosexueller Eltern nie und nimmer homosexuell sind - sie lernen es ja nicht kennen und die Sexualitöt ist ha antrainiert.

Zitat von
Was hat Homosexualität mit Gott zu tun?
Was haben gesetzliche Regelungen mit Ihrem Gott zu tun? Glauben si, an was sie wollen - aber bestimmen sie nicht das Leben von anderen Leuten danach.

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olicrom 19.02.2013, 13:51
361. Dann also etwas genauer,

Zitat von hasenmann123
Also Ihre Formulierung ist wirklich pure Diskriminierung! " DER ISLAM" haengt Homosexuelle an Baukraenen auf! Das ist vielleicht in irgendeinem Staat so aber nicht "DER ISLAM" an sich! Das waere genauso als wuerde man sagen "Die Deutschen" haben Auslaender erschossen meint aber eigentlich nur die zwei NSU Moerder!
dann lautet der Satz also: Unsere Verfassung funktioniert! In Zeiten, in denen der mauretanische, somalische, nigerianische, sudanische, jemenitische, iranische und saudi-arabische Islam Homosexuelle an Baukränen aufhängt oder sonst wie in den Tod schickt ist dieses Urteil ein Signal. Bravo, Bundesverfassungsgericht.

Sie können mich übrigens gerne wieder denunzieren, aber irgendwann wird auch der Spiegel kaum anders können, als diese meine Meinung als verfassungsrechtlich geschützt zu akzeptieren.

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schmetterball 19.02.2013, 13:51
362. warum so halbherzig?

Werfen wir doch das überkommene Rollenverständnis komplett über Bord - wenn man sich schon davon verabschiedet, dass ein Kind Mutter und Vater, Yin und Yang, ein Gleichgewicht der Kräfte braucht, sondern nur darauf abstellt, dass zwei Elternteile besser sind als eines, warum dann nicht drei statt zwei? Oder vier? Ein Kind, vier Papas, hey, warum denn nicht? Und kommt mir nicht mit Biologie!

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kobold1704 19.02.2013, 13:51
363.

Zitat von Hannibal72
Da gibt es aber halt auch viele gegenläufige Meinungen! Solange es da berechtigte Zweifel gibt, würde ich mit der Entwicklung von Kindern nicht experimentieren wollen! Ich kann Ihnen leider nur zu einem Teil zustimmen. Natürlich können Homosexuelle Ihre Kinder auch lieben und im gesellschaftlichen Sinn gut erziehen. Aber Ihre Homosexualität hat eine nicht beeinflussbare Auswirkung auf die Kinder. Welcher Art auch immer! Das ist für mich ein Risiko im Bezug auf das Kindeswohl.
Für Sie zum Mitschreiben: es gibt keine "berechtigten" Zweifel. Es gibt nur Zweifel, und die kommen zumeist aus dem erzkonservativen oder klerikalen Lager, also von irgendwelchen Kaspern, die sich Mutti am Herd wünschen oder Priestern, die gerne kleine Jungs betatschen. Und, nochmals für Sie zum Mitschreiben und zu Ihrer einen Beruhigung: Homosexualität ist nicht ansteckend.

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mischpot 19.02.2013, 13:58
364. Äpfel nicht mit Birnen vergleichen.

Zitat von max-mustermann
Genau und welche Auswirkungen das wohl erst auf die Mädchen hat, die sie komischerweise völlig außen vor lassen ? Und überhaupt was ist mit den Millionen Kindern die von Alleinerziehenden aufgezogen werden und auch unter Entzug des "andersgeschlechtlichen" leiden müssen, wie sie schreiben ? Wenn es nach ihnen geht am besten alle ins Heim oder wie ?
Wen ein Kind durch tragische Weise den einen oder anderen Elternteil verliert ist es schon eine Katastrophe. Wenn es beide Elternteile sind und keine Verwandten leben sollten eine noch größere Katastrophe. Wenn das Kind eine Adoptionsfamilie die sich ein Kind wünschen und keines bekommen können, findet ist es eine Alternative. Aber per Gesetz mich dazu zwingen zu lassen für den Balk meines Lebenspartners aufkommen zu müssen, finde ich nicht in Ordnung.

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humpalumpa 19.02.2013, 13:59
365. Käse

Zitat von tobifr
Für ein Kind ist es wichtig sowohl einen Vater als auch eine Mutter zu haben!
Ich würd mal eher sagen, wichtig ist es für ein Kind, eine liebende Familie zu haben! In welcher Aufstellung, ist dann wohl Nebensache!

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nasodorek 19.02.2013, 14:00
366.

Zitat von Hannibal72
Sie könnten doch einfach auch mal die wissenschaftlichen Beiträge lesen, die Ihrer Meinung widersprechen! Mal schauen, wie wir dann diskutieren!
Dann nennen Sie doch mal eine Quelle. Die Aussage "das kann man in wenigen Minuten ergoogle" ist wenig evident.

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M.Suckow 19.02.2013, 14:01
367. Das Kindeswohl kann leicht zum Totschlagargument werden

Zitat von Hannibal72
Da gibt es aber halt auch viele gegenläufige Meinungen! Solange es da berechtigte Zweifel gibt, würde ich mit der Entwicklung von Kindern nicht experimentieren wollen! Ich kann Ihnen leider nur zu einem Teil zustimmen. Natürlich können Homosexuelle Ihre Kinder auch lieben und im gesellschaftlichen Sinn gut erziehen. Aber Ihre Homosexualität hat eine nicht beeinflussbare Auswirkung auf die Kinder. Welcher Art auch immer! Das ist für mich ein Risiko im Bezug auf das Kindeswohl.
"Es gibt Zweifel" ist nicht genug. Sehen Sie, ich könnte auch einfach ein vermeintliches Risiko postulieren -als bewusst absurdes Beispiel: "Eltern, die Jazz hören, gefährden das Kindeswohl" -, und dann sagen, solange es keine Studien gibt, die das absolut klipp und klar widerlegen, sollte man sicherheitshalber Kinder nicht von Jazzhörern erziehen lassen.

Dieser Vergleich ist keineswegs aus der Luft gegriffen. Die Vorstellung, dass zur Erziehung zwei gegengeschlechtliche Elternteile benötigt werden, hat ihren Ursprung in Traditionen, sie basiert auf bestimmten Vorstellungen von Familie und Geschlecht die nicht ewig sind, sondern historisch. Es ist völlig willkürlich zu sagen, dass in Abwesenheit klarer wissenschaftlicher Argumente automatisch die Traditionen gelten, denn diese Traditionen haben ihren Ursprung nicht in der Vernunft, sondern lediglich in den kontingenten Lebensumständen und Weltsichten früherer Generationen, die wir in den meisten anderen Fragen zurecht nicht zum Wegweiser machen.
Dazu kommt, dass es hier nicht nur um das vermeintliche Kindeswohl geht, sondern auch um die Möglichkeit, Lebensentwürfe zu realisieren. Man schuldet jenen Paaren (oder auch Einzelpersonen), die ein Kind adoptieren möchten, eine viel bessere Begründung als "wir sind uns nicht zu 100% sicher".

Und ein letztes Wort zum Risiko: Adoptionen sind sowieso schon viel stärker reguliert als Geburten - Alter, Beruf, psychologisches Profil etc. werden geprüft. Selbst wenn die Geschlechter der Eltern relevant WÄREN, könnten Adoptionen immer noch weniger Riskant sein, weil es all diese Kontrollen gibt.

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max-mustermann 19.02.2013, 14:01
368.

Zitat von BeitragszahlerwiderWillen
In die Klapse müßte allerdings ggf. der Elternteil, der für die Scheidung verantwortlich ist, da er das Gebot "bis das der Tod euch scheidet" außer acht gelassen hat...
Ach wirklich, das scheint der Standesbeamte bei mir versäumt zu haben zu erwähnen, in welchem deutschen Gesetzbuch steht das nochmal gleich ??

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iarexx 19.02.2013, 14:02
369.

Zitat von salsabiker
Heiraten ja, Kinder adoptieren halte für zuviel des Guten. Den Kindern wird die Chance genommen, in einer Familie mit Mutter und Vater groß zu werden. Das halte ich für grundfalsch.
Alleinerziehende haben auch Kinder und dürfen auch Kinder adoptieren, wollen Sie das auch abschaffen?

Welch eine Anmaßung einem anderen Menschen das Recht absprechen zu wollen Kinder zu haben. Die allermeisten Kinder die durch homosexuelle Paare adoptiert werden, leben längst in diesen Familien. Ihnen wird jedoch aktuell noch das Grundrecht vorenthalten zu BEIDEN Elternteilen auch eine rechtliche Eltern-Kind-Beziehung zu haben.

Soll eine homosexuelle Mutter die mit einer Frau verheiratet ist ihr Kind in eine heterosexuelle Familie abgeben? Ist das Ihr Verständnis von Fürsorge für diese Kinder?

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