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Karnismus-Forscherin Joy: "Bio-Fleisch ist ein Mythos"
DPA

Die Sozialpsychologin Melanie Joy beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, warum Menschen Fleisch essen. Ihre provokante These: Wir leben im Karnismus, in einem gewalttätigen System, in dem es nomal und notwendig erscheint, Tiere zu töten. Sozialpsychologin Melanie Joy: Warum essen Menschen Fleisch - SPIEGEL ONLINE

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Gegengleich 24.08.2013, 15:09
1. Bio = weniger Leid???

Wo bitte steht denn geschrieben, daß Bio-Fleisch weniger Leid verursacht!? Die Dame scheint nicht verstanden zu haben, was Bio im allgemeinen und Bio-Fleisch im Besonderen bedeutet! Sozyialpsychologinnen, die sich mit Lebensmittelherstellung auskennen, scheinen wohl eher ein Mythos zu sein...

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amseeistsschön 24.08.2013, 15:14
2. Richtig

Tja, die gute Frau hat leider recht, es ist nun mal der psychologische Kniff eines jeden Fleischessers seine Empathie bezüglich dem, was da auf seinem Teller liegt, abzuschalten. Man weiß zwar, wie es da hinkommt, will es sich aber nicht ständig ins Bewusstsein rufen.

Relativ wenig Fleisch essen ist das Ziel. Es zu etwas Besonderem machen. Man muss ja nicht gleich komplett runterdrehen. Wenn man die Sache ernst meint, sollte man aber irgendwo Protokoll führen wieviel Fleisch man denn tatsächlich isst, sonst lügt man sich selbst in die Tasche.

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atech 24.08.2013, 15:18
3. ungesunde Ernährung

Zitat von sysop
Die Sozialpsychologin Melanie Joy... Ihre provokante These: Wir leben im Karnismus, in einem gewalttätigen System, in dem es nomal und notwendig erscheint, Tiere zu töten
der Mensch ist von Natur aus ein Allesfresser. Fleisch zu essen ist uns angeboren, es ist für uns normal und gesund. Da ist keine Ideologie dahinter, nur Instinkt. Und der gesunde Menschenverstand bei denen, die wissen, dass der Mensch tierisches Eiweiß und Eisen benötigt.

Wer sich aus ideologischen Gründen rein vegetarisch ernährt, der muss sich das vom Körper benötigte Eisen künstlich zuführen oder induziert bei sich und seinen Kindern (!) Mangelerscheinungen, die man sonst nur aus Entwicklungsländern kennt:
Fehlende Mikronährstoffe: Janusköpfiges Eisen
Wenigstens seinen eigenen Kindern sollte man das nicht antun.

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frozen 24.08.2013, 15:19
4. ... der nächste Versuch ...

der demokratischen Umerziehung?
Meines erachtens werden bewusst die durchaus wichtigen Erkenntnisse aus der Ernähungswissenschaft gezogen, die gerade nicht komplett auf Fleisch verzichten sollen ... aber gut, solange ich das nicht plötzlich "vorgeschrieben" bekomme und wieder nciht selber entscheiden darf ...

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dowhepole 24.08.2013, 15:19
5.

Erschreckend, wie man sich als Wissenschaftlerin auf so dünnes Eis begeben kann und das verspeisen von Fleisch als reine Ideologie hinstellen kann.
Der Mensch war schon immer Allesfresser und wird es auf absehbare Zeit auch bleiben.
Das hat weniger mit Ideologie zu tun, sondern mit der Evolution des Menschen.

Nun ist es natürlich in Ordnung, sich darüber zu unterhalten, ob der Mensch mit heutigem wissenschftlichen Stand wirklich so viel Fleisch essen sollte, aber die Argumentation in diesem Interview ist zum fürchten.

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neu_ab 24.08.2013, 15:22
6.

Zitat von sysop
Die Sozialpsychologin Melanie Joy beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, warum Menschen Fleisch essen.
Äh, da hätte die Dame vielleicht einfach einen Biologen fragen müssen. Die wissen nämlich schon seit Jahrhunderten, weshalb Menschen Fleisch essen.

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spon-facebook-10000073402 24.08.2013, 15:27
7. Ich bin schockiert

Ich bin wirklich fassungslos, solche Sätze von einer akademisch gebildeten Frau zu lesen. Kategorisch einen unterschied zu machen, zwischen dem Leben von Tieren und Pflanzen entspricht ja genau ihren Thesen der unterscheidung und herabsetzung von kategorisch anders geartetem Leben. Ich finde es unerträglich einer argumentation zu folgen, die so diskreminieren und gewalttätig ist. Jedem philosophisch denkendem Mensch ist doch klar, dass es sich um eine rein willkürlich, wohl kulturell bedingten, abgrenzung handelt. Wo ist kategorisch der Unterschied zwischen dem beenden eines Lebens eines Tieres und einer Pflanze? So meine liebe Dame gehe ich den Weg nicht mit. Es mag ja sein, dass es bequem ist, so zu argumentieren, um sich nicht gewalttätig zu verhalten, aber es ist leider kategorisch Leben, dass beendet wird, um des den Magensäften unseres Leibes zuzuführen. Ich bin weiterhin keiner Lösung des Problems, unserer Maschine, lebensnotwendige Energie zuzuführen, auf der Spur. Ich hoffe der Diskussion anregung gegeben zu haben.

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abcdef 24.08.2013, 15:29
8. ...

Sie sollte sich fragen warum Fleisch Menschen schmeckt und warum sie es verdauen können, dann kommt man nämlich zum Ergebnis ,dass der Mensch ein Omnivore und kein Phytophage ist.
Allerdings muss sich in der Fleischindustrie tatsächlich etwas andern.

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ilytch 24.08.2013, 15:30
9. ilytch

Die gute Frau greift sich den Menschen losgelöst von allen anderen Lebewesen heraus. Der einzigste Unterschied zu anderen ist das er am höchsten entwickelt ist, geistig zumindestens, und so in der Lage ist seine Umwelt logisch zu erklären und sie für sich zu nutzen. Die Ernährungsweise ist davon unabhängig. Es ist müßig darüber zu diskutieren ob jemand Fleisch ist oder Gemüse oder sonstetwas. es beschwert sich ja auch niemand darüber das ein Löwe eine Antilope reisst. Kritikabel sollte eher der Grund sein das unsere Ernährung ob nun mit Fleisch oder Vergatarisch, vegan nichts weiter ist als eine ökonomische Grundlage für den Profit. Dementsprechen ist die Produktion auch industrialisiert mit all den unschönen Nebenergebnissen. Es werden Lebewesen bei der Produktion gequält, die Umwelt wird verschmutzt, die lebensmittel sind qualitativ oft minderwertig und mit Antibiotika und ähnlichem durchzogen. Um dies zu veränderm muss man auch erkennen das dies nur ein teil einer gesamten kapitalistischen Ökonomie ist. Das wird nicht dadurch verhindert das man weniger Fleisch ist sondern dadurch das man es abschafft.Wenn der mensch in diesem System weniger Fleisch ist wandert die Karavane weiter und plündert die Umwelt auf einem anderen Gebiet aus. wenn ich weniger Fleisch esse dann nur deshalb weil es ekelhaft ist zu wissen wie es produziert wurde und was für ein Dreck darin steckt. Ich habe aber auch nichts dagegen einen Hühnerbraten zu geniessen wenn ich ihn beim Bauern um die Ecke hole von dem ich weiss das die Hühner hier nicht gemästet sind in 30 tagen sondern diese frei auf der Wiese herumspazieren und ein Jahr alt werden.
Wenn jemand Fleisch essen mag so ist es ok, wichtiger ist noch immer wo dieses herkommt und wie es produziert wurde.
Solange aber Lebensmittel nichts weiter sind als eine Geschäftsgrundlage muss man sich nicht wundern wenn auch Lebewesen nur als solche behandelt werden.

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