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Karnismus-Forscherin Joy: "Bio-Fleisch ist ein Mythos"
DPA

Die Sozialpsychologin Melanie Joy beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, warum Menschen Fleisch essen. Ihre provokante These: Wir leben im Karnismus, in einem gewalttätigen System, in dem es nomal und notwendig erscheint, Tiere zu töten. Sozialpsychologin Melanie Joy: Warum essen Menschen Fleisch - SPIEGEL ONLINE

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Spiegelleserin57 25.08.2013, 08:33
140. Selbstversuch!

Zitat von atech
der Mensch ist von Natur aus ein Allesfresser. Fleisch zu essen ist uns angeboren, es ist für uns normal und gesund. Da ist keine Ideologie dahinter, nur Instinkt. Und der gesunde Menschenverstand bei denen, die wissen, dass der Mensch tierisches Eiweiß und Eisen benötigt. Wer sich aus ideologischen Gründen rein vegetarisch ernährt, der muss sich das vom Körper benötigte Eisen künstlich zuführen oder induziert bei sich und seinen Kindern (!) Mangelerscheinungen, die man sonst nur aus Entwicklungsländern kennt: Wenigstens seinen eigenen Kindern sollte man das nicht antun.
Ich habe selbst einige Zeit bewußt auf Fleisch verzichtet. Mir haben einige Mineralien gefehlt, auch Magnesium. Ich esse sehr wenig Fleisch und nehme zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel. Biofleisch ist kein Mythos, sondern das Fleisch ist wirklich qualitativ hochwertiger.
Wenn ich fleisch esse dann nur Bio. Ich habe Vergleiche gemacht und mußte feststellen besonders Schweinefleisch nicht in der Pfanne schrumpft. Da BSE immer noch nicht ganz verschwunden ist kaufe ich lieber auch da bio da bei Bio kein BSE nachgewiesen worden ist.
Vielleicht forscht die Dame etwas einseitig und vernachlässigt die Medizin und Naturwissenschaften.

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johnnybongounddie5goblins 25.08.2013, 08:33
141. Hilfe

Meine Katze weigert sich konsequent, sich vegan zu ernaehren. Wie konnte sie nur ideologisch so verdorben werden? Zuviel Wiskas-Werbung im TV? Wer hat sie so vom Karnismus ueberzeugt?

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a.m.g. 25.08.2013, 08:35
142.

Zitat von noalk
Mir ist beim Essen immer unwohl in der Seele. Ich bin zwar kein Vegetarier, aber auch beim Verzehren von Obst und Gemüse hsbe ich ein ungutes Gefühl. Schließlich weiß niemand, ob nicht auch Pflanzen ein Schmerzgefühl besitzen und leiden können. Immerhin gibt es ernstzunehmende Untersuchungen, die das vermuten lassen.
Lesen Sie einmal zu diesem Thema aus dem Buch "Küsschen für Alle" von Roald Dahl die Kurzgeschichte »Der Lautforscher« (»The Sound Machine«). Dieser erfand eine Maschine,mit der man Pflanzen hören kann. Der Forscher wird letztendlich verrückt, da die Pflanzen zu schreckliche Schreie ausstoßen, wenn sie verletzt oder gar gemordet werden.

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fleischwurstfachvorleger 25.08.2013, 08:40
143. Nicht umerziehen, sondern umdenken

Zitat von petrasha
wer fleischlos leben möchte, der kann dies doch tun. und wer sein steak liebt, der isst es eben auch. lasst doch diese ideologien weg. manche mögen schwein, die anderen nur huhn usw. und wenn die chinesen eben hund essen, na und? die franzosen essen auch pferd. lasst sie leute wie sie sind und der versuch der umerziehung sollte mal vermieden werden.
Wir Allesfresser sollten schon hinterfragen, wie die Schnitzel bei ALDI und LIDL produziert werden. Wie es in den Ställen der Massentierhaltung zugeht, was dort mit den Tieren passiert, was mit deren Ausscheidungsprodukten, was in den Schlachthöfen mit den Tieren passiert, wie sogar noch Fleischabfälle neu geformt und falsch etikettiert in den Handel kommen, wie die Überproduktion von z.B. Hühnerfleisch die heimischen Märkte in Afrika kaputt macht usw...

Wenn man noch alle Latten am Zaun hat, führt dies m. E. zu weniger Fleischkonsum. Idealerweise von Tieren, die tatsächlich ein schönes (kurzes) Leben auf der Weide hatten, ehe sie für uns sterben mussten.

Als erstes gehören die Subventionen für die Fleischindustrie gestrichen, weil sie falsche Anreize liefern (gilt übrigens auch für den Anbau von Mais für Biogasanlagen). - Aber auch hier kann nur ein Druck gegen die momentan vorherrschende Politik aufgebaut werden, wenn sich die Menschen schlau machen, was mit ihnen und um sie herum passiert.

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kolloq 25.08.2013, 08:43
144. Wir können

Fleisch in Zellkulturen herstellen und Fleisch von Tieren endlich Mord nennen.

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fleischwurstfachvorleger 25.08.2013, 08:48
145. Verkürzt dargestellt haben Sie recht

Zitat von expat_ja
Die Frau hat doch einen an der (eierfreien) Sojamilch-Waffel. Der Mensch ist ein gewalttätiges Wesen. Es ist völlig normal Tiere zum Verzehr zu töten. Deshalb nennt man sie auch Nutztiere.
Es kommt aber darauf an.

Masse oder Klasse.

Der Dreck, der konventionell praktisch via Fließband hergestellt wird, ist ekelerregend und macht sicherlich nicht gesünder, insbesondere wenn er dreimal am Tag auf den Tisch kommt.

Hin und wieder ein schönes Steak ist wunderbar.

Ich habe aber etwas dagegen, dass unsere Politik mit Milliarden von Subventionen die Massentierhaltung und Überproduktion von Fleisch unterstützt. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes ungesund.

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fpwinter 25.08.2013, 08:54
146. Was ist eigentlich...

eine "Sozialpsychologin"? Klingt pseudo-wissenschaftlich.
So ein Satz wie "Ohne Gewalt, ohne das Töten gibt es kein Fleisch." ist natürlich ausgesprochen dumm.
Es gibt viele Vieh-Halter, die jene Tiere zum Schlachthof bringen, welche eines natürlichen Todes gestorben sind. (Will hier meinen: nicht von Menschenhand umgebracht.)

In Deutschland beruht z. B. das gesamte Pferde-Schlachtwesen auf dieser Prämisse, wie der Spiegel seinerzeit beim Lasagne-Skandal selbst berichtete.
Pferde-Fleisch ist zumindest bei uns ethisch unbedenklich, vielseitig verwendbar, wohlschmeckend, in der Breite verfügbar (in jeder größeren Stadt gibt es Ross-Schlachtereien) und von guter Qualität.

Ebenso kann man auch Schweinefleisch, Rindfleisch und Geflügelfleisch von Tieren bekommen, die ihr Leben zuende gelebt haben. Es ist nur teuer, und man muß danach suchen.

Aber natürlich: Mit einem schönen Schlagwort und einer kruden These kann man ein Buch schreiben, daß sich sicher gerade in veganen Kreisen bestens verkauft, und jedesmal, wenn die Medien über Skandale in der Fleischindustrie berichten, gehen die Verkaufszahlen rauf...

Interessant übrigens auch, daß der Non-Karnismus mit keinem Wort erwähnt wird - die Lust des Menschen, zu töten, ohne dabei Fleisch für den Verzehr zu gewinnen -- was die eigene Art nachhaltig mit einschließt...

Und wie nennt man eigentlich sozialpsychologisch fachgerecht das Töten von Menschen zwecks Gewinnung innerer Organe für Transplantationen? *grübel*

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Name bereits vergeben 25.08.2013, 08:54
147. optional

Seit wann greifen Aasgeier regelmäßig Lämmer an? Höchstens in ausnahmefällen, wenn kein Aas da ist. Zum Thema "evolutionärer" Erfolg, Allesfresser usw. ist anzumerken, dass das zwar vor Miollionen Jahren zutraf, aber heute wohl eher in eine Sackgasse führt. Ich denke gerade an die übergewichtigen Supermarktkunden, die neben Cola mehrere Packungen Hack, Koteletts usw. im Einkaufswagen übernanderstapeln um sich wahrscheinlich die ganze Woche von fettem Fleisch zu ernähren. Ich bezweifle, dass so Weiterentwicklung aussieht. Der zweite Punkt ist, dass wir als Menschen durchaus reflektieren können und nicht nur unseren Trieben folgen müssen. Darauf ist schließlich die Gesellschaft aufgebaut, oder nicht? Ich selber bin zwar kein Vegetarier, aber will etwas ändern, also seltener, dafür Fleisch aus verträglicherer Produktion kaufen. Fisch aus nicht überfischten Beständen kann auch eine Alternative sein.

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rainer24 25.08.2013, 08:58
148. Simpsons

In einer der besten Folgen wird dieses Thema behandelt. Der Vertreter der Tierverwertungsindustrie gab folgende Antwort: "Wenn Kühe Fleisch essen würden, würden sie auch Menschen essen."

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fleischwurstfachvorleger 25.08.2013, 09:00
149. Da widerspreche ich Ihnen

Zitat von gerhard38
Ich habe selten so viel "geistigen Dünnschiss" gelesen wie die Antworten der Melanie Joy. Wenn diese Dame ohne Fleisch leben will, ist das fein. Da der Mensch ein Allesfresser ist, sollte es jedem überlassen sein, was auf den Teller kommt. Veganer als bessere Menschen darzustellen ist nicht nur anmassend sondern auch albern.
Wie die Frau Joy lebt, ist mir letzten Endes Wurst. Jeder soll sein Ding machen.

Dass Milliarden von Subventionen in die Fleischindustrie gehen, ist allerdings ein Irrweg, der nicht unbedingt zu Qualitätsfleisch führt.

Das massenhaft produzierte Fleisch und die daraus entstandenen Abfallprodukte werden in einen immer kleiner werdenden Markt gedrückt. Die geringer werdenden Margen "zwingen" teilweise zu kriminellem Handeln, um aus Dreck und Scheiße auch noch Geld zu machen.

Man muss sicherlich nicht vegan leben, aber man sollte sich schon überlegen, ob man mafiöse Strukturen der Lebensmittelindustrie unterstützen möchte.

Geht aber nur, wenn man die Hintergründe recheriert und nachdenkt, was hier in der Symbiose von Politik und Wirtschaft abgeht.

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