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Karnismus-Forscherin Joy: "Bio-Fleisch ist ein Mythos"
DPA

Die Sozialpsychologin Melanie Joy beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, warum Menschen Fleisch essen. Ihre provokante These: Wir leben im Karnismus, in einem gewalttätigen System, in dem es nomal und notwendig erscheint, Tiere zu töten. Sozialpsychologin Melanie Joy: Warum essen Menschen Fleisch - SPIEGEL ONLINE

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Alphabeta 26.08.2013, 16:39
650. Sie verstehen gar nichts

Zitat von Olaf
Nö, dazu reicht die Erfahrung, dass andere auch nur mit Wasser kochen und das es allwissende daher nicht geben kann. Etwas mehr Skepsis den allwissenden Heilsbringern gegenüber hätte den Menschen viel Leid erspart.
von dem, was ich schreibe, weil Sie es nicht verstehen wollen. Ohne die großen Vordenker im antiken Griechenland, von denen viele übrigens damals schon vor dem Fleischverzehr und vor der Überbevölkerung gewarnt haben, hätten wir unsere gesamten westlichen Philosophenschulen nicht und auch keine demokratischen Staatsformen. Das Fleischessen bringt uns jedenfalls kein Heil, dann lieber doch die Heilsbringer!

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fufuverymuch 26.08.2013, 16:43
651. Zum Glück falsch!

"Wer sich aus ideologischen Gründen rein vegetarisch ernährt, der muss sich das vom Körper benötigte Eisen künstlich zuführen oder induziert bei sich und seinen Kindern (!) Mangelerscheinungen, die man sonst nur aus Entwicklungsländern kennt: Fehlende Mikronährstoffe: Janusköpfiges Eisen (http://www.taz.de/Fehlende-Mikronaehrstoffe/!119717/) Wenigstens seinen eigenen Kindern sollte man das nicht antun."
Hallo atech!
Ich lebe seit über 15 Jahren vegan und habe in meiner ganzen Pflanzenfresserlaufbahn nicht ein einziges mal künstliche Vitamine oder dergleichen zu mir nehmen müssen. Mein Blutbild ist konstant im grünen Bereich und auch sonst bin ich kerngesund, so geht es fast allen Veganern die ich kenne. Das der Mensch ein Allesfresser dank der Industrie GEWORDEN ist, dass kann ich bestätigen. Aber von der Natur ist das so nie vorgesehen gewesen. Der Mensch hat halt das Glück ein sehr flexibles Tier zu sein, der auch in pflanzenarmen Gegenden sich ernähren kann, Bsp. Inuit.
Aber von unserem ganzen Aufbau, also Körper und Co. sind wir als reine Pflanzenkonsumenten konzipiert. Ich hab da eine sehr übersichtliche Liste(leider nur englisch) die Vergleiche zwischen Mensch und fleischfressenden Tieren bzw pflanzenfressenden aufzeigt.
Hier ist der Link:
http://de.swoopshare.com/file/008bbb1704fbf7f39b9caa9815049eab/ImageResource.axd?tags=ImageResource.axd&lang=de

Viel Spaß beim Lesen!

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Alphabeta 26.08.2013, 16:46
652. Schön

Zitat von Emmaa
Wieder mal ein Beispiel für absolute Unwissenheit, bitte, informieren Sie sich! Um ihre Thesen mal abzuarbeiten: 1) Instinkt ~ Ich weiß ja nicht, ob Sie mal vor einer Kuh standen und das Bedürfnis hatten, ihr in die Halsschlagader zu beissen, DAS nennt sich nämlich Instinkt, können Sie gerne ausprobieren. 2) Eisenmangel ~ sehr witzig, ich bin Veganerin und meine Eisenwerte sind super, ich nehme keine Präparate o.ä., meine Freundin (Fleischesserin) hat einen Eisenmangel, das hat rein garnichts mit Veganismus zu tun, vor alldem schadet das den Kindern nicht. 3) Fleisch ist gesund ~ nein, ist es nicht, jenes aus Massentierhaltung erst recht nicht, das wissen alle relativ intelligenten Menschen 4) Es ist uns angeboren ~ ich weiß nicht wie ich das zu verstehen habe. Als Baby ist man noch sehr hilfebedürftig und würde sich wohl kein rohes Stück Fleisch zu essen nehmen, wenn dann wird es von den Eltern als normal abgestempelt und anerzogen. 5) Der Mensch benötigt tierische Eiweiße etc. ~ Ich bin wohl einer der (vielen) lebenden Beweise, dass der Körper diese Stoffe eben NICHT braucht. Ich bin vollkommen gesund, 16 Jahre, befinde mich also noch im Wachstum und trotzdem hat meine Ernährung keine Auswirkungen auf meine Gesundheit. Das wird sie auch nicht in 30 Jahren, das versichere ich Ihnen.
auch mal wieder etwas positives zu lesen. Ich gebe Ihnen in allem recht und finde, daß Sie für Ihre 16 Jahre erstaunlich klar durchblicken und formulieren. Aber in der jetzigen Zeit der ganz großen Entscheidungen in der Welt sind wir vielleicht sowieso alle gleich alt!:)

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mundusvultdecipi 26.08.2013, 16:51
653. Interessanterweise..

Zitat von litholas
Auf diesem Niveau kann man auch eine Menge Spass haben wenn man den Besitzer eines Sportwagens tötet und mit dem Ding eine Spritztour macht.
...würde den Fleischessern das Töten des Sportwagenfahrers auch leichter von der Hand gehen.......wie Frau Dr.Joy schon umschrieb,es ist auch eine Frage der Moral!

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gabrieljuge 26.08.2013, 16:52
654.

Zitat von JolietJakeblues
Es ging aber nicht um "Medikamente und Krankma cher" sondern um Verfettung. Übrigens gibt es etwas Namens Lebensmittelüberwachung...
Es ging um körperliche Folgen allgemein. Das hatte ich geschieben, sie haben es zitiert und in Frage gestellt.

Lebensmittelüberwachung?Pferdefleischlasagne oder Tonnen von Gammelfleisch? Kinderprodukte mit unglaublich falschen Werbeversprechen? Funktioniert gut, wirklich.

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gabrieljuge 26.08.2013, 16:55
655.

Zitat von boeseHelene
das hat aber auch etwas mit überbehüteten Kindern zu tun, gerade auf dem Land haben die Kinder es früher mitbekommen und mussten helfen. Eine ältere Tante von mir hat mir erzählt, dass es zu ihren Aufgaben gehört hat die Kaninchen die später geschlachtet werden sollten jeden Tag vor der Schule zu füttern.Sie ist auf einem Bauernhof im schlesischen aufgewachsen und ist immer noch Fleisch obwohl sie einige Schlachtungen miterlebt hat schon in der Kindheit. Und woher wollen sie wissen, dass die Menschen dort psychische Probleme haben? Ich kauf mein Fleisch direkt beim Bauern und der wirkt eigentlich sehr gefestigt und fröhlich obwohl er selber schlachtet. Ich habe als Kind schon gewustet woher das Fleisch kommt und irgendwann im Fernsehen sogar Bilder aus den Schlachthöfen gesehen, ich esse immer Fleisch. Inzwischen direkt beim Bauern und ja ich kenne sogar die Tiere die ich später esse.
Es ging nie um den Bauernhof und die Schlachtung dort, die der Bauer selbst macht. Es geht um Schlachthöfe und das Ausmaß an perverser Grausamkeit und Maßlosigkeit, die dort abgeht. Das wussten die Kinder früher auch bloß nicht, selbst wenn ihre Eltern oder Großeltern Bauern waren. Warum zeigt man in der Schule keine Filme wie "Earthlings" und Co.? Wieso klärt man Heranwachsende nicht über die Realität hinter der Nahrung auf? Weil es in der realen Dimension kaum auszuhalten ist. Es ist nicht wie auf dem netten Bauernhof, wo das schlachten auch schwer fällt. Es ist eine Millionenfache Steigerung davon. Einfach ansehen, falls Sies nicht glauben.

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mundusvultdecipi 26.08.2013, 16:56
656. Könnten..

Zitat von boeseHelene
das nicht gewagt sondern richtig die deutsche KK bezahlt sogar beides und nebenbei sie können auch als Vegetarier Darmkrebs bekommen oder auch einen anderen Krebs. Und die Wissenschaft unterscheidet sehr wohl zwischen Sucht und Krankheit. Nochmal am Rand es wäre nicht, dass erste mal wenn die Studie nach ein paar Jahren schon wieder nicht aussagekräftig wäre weil es neue Erkenntnisse gibt. Und soweit ich weiß gibt es eine Kranheit die sich Fleischsucht nennt nicht ;)
..Sie mir erklären,in welcher Form die Wissenschaft zwischen "Sucht und einer Krankheit"unterscheidet?Allein diese Formulierung impliziert,dass Sucht keine Krankheit ist!

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dr.ummer 26.08.2013, 17:12
657.

Was sollen eigentlich die ständigen Verweise beider Seiten auf die Gesundheit? Darum geht es überhaupt nicht.
Es gibt ja wohl kaum einen Fleischesser, der nur aus Gesundheitsbewusstsein Fleisch ist. Selbst wenn Fleischessen gesund wäre, gäbe das aus meiner Sicht niemandem das Recht Fleisch zu essen.
Es geht letztlich nur um eine Frage: Kann ich es mit meinem Gewissen vereinbaren, das Tiere für mich sterben oder nicht? Ich kann es nicht. Dafür muss ich niemandem beweisen, dass eine vegetarische Ernährung gesund ist.

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ThinkTwiceKA 26.08.2013, 17:15
658. Die Frau trifft es auf den Punkt

Es wird endlich Zeit, dass jemand den Wahnsinn den wir mit "Nutztieren" anstellen analysiert und benennt. Mit der Untersuchung und Darstellung des Karnismus kommen wir endlich in die Situation, dass sich nicht nur diejenigen rechtfertigen müssen, die nicht mehr mitmachen wollen (also die Vegan-Fraktion, die ja alle ethischen, medizinischen, moralischen und umwelt-technischen Argumente auf ihrer Seite hat), sondern auch, die in dem System gefangen sind (und nur Genuss, Tradition, Selbstbestimmung und veraltete medizinische Argumente dagegenhalten können). Innerhalb der menschlichen Spezies gibt es ja einen Konsens, dass die Freiheit des einen aufhört, wo die des anderen anfängt. Glücklicherweise verschiebt sich langsam die Grenze, indem dieser Grundsatz gilt über unsere Spezies hinaus. Die heftigen Abwehr- und Verteidigungsreaktionen der im System verankerten Kommentatoren bestätigen nur noch mehr, wie richtig die implizite Kritik ist, die allein durch die Beschreibung des karnistischen Systems hervorgerufen wird.

Die Geschichte wird zeigen ob einmal mehr die Ratio des Menschen siegen wird und Fleisch essen zum Tabu wird oder ob die Gesellschaft sich weiterhin entscheidet, die Fakten zu verdrängen.

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taglöhner 26.08.2013, 17:16
659. Ganau lesen!

Zitat von srette7
ihr link zum artikel, dass pflanzliche nahrung landstriche und deren (tierische) bewohner eliminiert, macht den klassischen denkfehler: es braucht ein massives zigfaches an pflanzen für die teirernährung! rechnen wär auch noch gut.... wenn 1 pfund rindsfleisch 16 pfund pflanzennahrung verbraucht- ist es doch klar, dass wenn sich menschen fortschrittlicherweise nur von pflanzen ernähren müssten, auch weniger landstriche und tiere an arsch gemacht würden. hier auch noch ein link, demfall:
Der Aufsatz des Ökologieprofessors vergleicht die Anzahl der getöteten Tiere mit der Menge des jeweils erzeugten Proteins.

Sie können das selbst auf unsere an Weidewirtschaft insgesamt eher arme Landwirtschaft übertragen, wenn Sie berücksichtigen, dass das bevorzugte Mastmittel Mais ist, dessen Monokulturen im Gegensatz zu übrigem Getreideanbau 0 Kleinnager beherbergen. Am schlimmsten ist diesbezüglich Biolandwirtschaft, klar.

Diese kleinen, intelligenten und sensiblen Tiere haben auch Aufmerksamkeit verdient und nicht, dass man aus ideologischen Gründen ihr Schiksal ignoriert.

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