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Karnismus-Forscherin Joy: "Bio-Fleisch ist ein Mythos"
DPA

Die Sozialpsychologin Melanie Joy beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, warum Menschen Fleisch essen. Ihre provokante These: Wir leben im Karnismus, in einem gewalttätigen System, in dem es nomal und notwendig erscheint, Tiere zu töten. Sozialpsychologin Melanie Joy: Warum essen Menschen Fleisch - SPIEGEL ONLINE

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wasnulos 25.08.2013, 23:13
60. nunja,

Zitat von quellmeister
Man kann sich bei jedem Einkauf im Supermarkt davon überzeugen, das es so ist. Man wird - selbst wenn man willens ist vegetarisch zu leben wie ich - oft fast schon geradezu gezwungen mit Fleisch zu essen, weil es fast nix anderes zu kaufen gibt. 90% aller Fertig - und Convienence Produkte sind mit Fleisch. In Gaststätten und Restaurants siehts genauso aus, als Vegetarier hat man nix zu lachen (bzw. zu essen). Dabei gibt es durchaus sehr schmackhafte Gerichte mit Saitan und Tofu (oft schmecken sie sogar erheblich besser als die mit Fleisch) nur kriegt man das kaum zu kaufen. Von der Richtigkeit der These kann man sich so gesehen jeden Tag beim Einkaufen überzeugen. Überall nur Fleisch im Supermarkt (mit wenigen Alibi-Ausnahmen, eine gleichwertige Auswahl für Vegetarier gibts nicht mal annähernd).
Randgruppen und Exoten müssen halt auch mit ihrer Entscheidung leben ;)

Versuchen Sie es doch auf der Wiese neben der Gaststätte oder dem Supermarkt, da kommen Sie sogar kostenlos zu dem von Ihnen gewünschten Angebot...guten apetitt .....

liebe Grüße

wasnu

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prefec2 25.08.2013, 23:14
61. Diese Frau ist zutiefst unlogisch

Es ist natürlich Gewalt notwendig um ein lebendes Tier in ein totes Tier zu verwandeln. Aber es ist deshalb nicht unmoralisch. Moral ist ein willkürlich gewählte Menge an Axiomen. Ob wir nun Tiere als gleichwertige Wesen ansehen oder nicht lässt sich nicht sinnvoll diskutieren. Beides sind Glaubensgrundsätze.

Man kann natürlich naturalistisch argumentieren und sich andere Tiere ansehen. Gerade Hühner zum Beispiel fressen sich auch gegenseitig wenn eines verletzt ist. Auch Raubtiere töten und sind somit gewalttätig. Das ist Teil der Natur. Ergo kann man auch annehmen, dass der Mensch so ist als Allesfresser.

Ihr Punkt mit welche Tiere wir essen und welche nicht ist schon immer kulturell determiniert. In China hätte sie sicher eine andere Antwort auf die Hunde-Frage bekommen. Grundsätzlich ist es Fleisch das wir besser vertragen als anderes.

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quengelbengel 25.08.2013, 23:17
62. ...und wieder kommen die trolle aus den höhlen,...

und gehen nicht im Geringsten auf das ein, was hier diskutiert wird... alte Bodybuilder-Weisheiten gemixt mit Stammtischgemotze... Man sollte einfach in der 8.Klasse EARTHLINGS zeigen, aber dann werden diese "Ist-Halt-so-Sapiens" beim Direktor vorsprechen, welch eine Grausamkeit DEN KINDERN angetan wurde... *kopftraurigschüttel*

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prometheus11 25.08.2013, 23:18
63.

Zitat von atech
der Mensch ist von Natur aus ein Allesfresser. Fleisch zu essen ist uns angeboren, es ist für uns normal und gesund. Da ist keine Ideologie dahinter, nur Instinkt. Und der gesunde Menschenverstand bei denen, die wissen, dass der Mensch tierisches Eiweiß und Eisen benötigt. Wer sich aus ideologischen Gründen rein vegetarisch ernährt, der muss sich das vom Körper benötigte Eisen künstlich zuführen oder induziert bei sich und seinen Kindern (!) Mangelerscheinungen, die man sonst nur aus Entwicklungsländern kennt: Wenigstens seinen eigenen Kindern sollte man das nicht antun.
Sie haben ernaehrungsphysiologisch leider keine Ahnung, Ihre Behauptungen sind 100% haltlos. Kein Vegetarier muss sich Eisen kuenstlich zufuehren, das ist zum Beispiel in gruenem Blattgemuese ausreichend drin. Informieren Sie sich erstmal, bevor Sie solchen Unsinn absondern. Dass Fleisch ungesund ist, ist ausreichend bewiesen und ist auch kein Geheimnis mehr. Aus welchem Jahrjundert stammen Ihre Weisheiten?

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wurmfortsatz 25.08.2013, 23:18
64.

Lasst alle Hunde und Katzen verhungern. Die fressen auch Fleisch. Böse Tiere. Gebt ihnen nun noch Gemüse. Aber Logik setzt wohl beim Verzicht auf Fleisch beim Menschen zu erst aus.

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bsantina 25.08.2013, 23:33
65. Die Überschrift

Ernährung ist zunächst evolutionsbiologisch und physiologisch bedingt. Keine Frage, dass auch soziale Normen eine Rolle spielen. Aber die unangemessene Gewichtung sozialer Faktoren zeigt, dass "Sozialpsychologie" ziemlich willkürliche, unreflektierte und ideologisch geleitete Bereiche von Pseudowissenschaft umfasst, die keine sachliche Argumentation mit Wissenschaften wie der Biologie ermöglicht. Insbesondere der Absolutheitsanspruch von Thesen wie der von Frau Joy macht einen unglaubwürdigen und sektiererischen Eindruck. Ein Hinweis auf eine wissenschaftlich glaubwürdige Begründung ist dem vorliegenden Interview nicht zu entnehmen.

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Pollowitzer 25.08.2013, 23:35
66. BIO-Fleisch ist wahrlich ein Mythos

BIO ist Leben und Fleisch ist tod.
Erst mal ist Fleisch futtern "normal" weil anerzogen - aber wie bei allen anerzogenen Dingen sollte man irgendwann hinterfragen ob man es beibehält oder ablegt - Fleisch zu futtern sollte jeder ablegen weil es schadet - es schadet dem Leben.
Mir persönlich ist es auch wirklich unverständlich wie jemand es über sich bringen kann in der Fleischindustrie arbeiten zu können - auch das tötet doch irgendwas in den Menschen damit sie fähig werden den Blutjob zu machen - sie sind arm drann.
Ich verurteile das nicht - ich beobachte das.

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aquarelle 25.08.2013, 23:44
67.

Tja, bei der Frau Joy hat es damals wohl nicht zum Biologie-Studium gereicht, weil sie keine Frösche sezieren wollte.
Naturvölker leben auch in Einklang mit der Natur, indem sie jagen gehen...
Mich, als weiblichen Fleischesser, kann solch eine Predigt nicht hinter dem Ofen hervor locken. Wenn sie ernsthaft glaubt, Fleischkonsum sei eine Ideologie und nicht Werk der Evolution, sollte man ihr ganz schnell die Professur entziehen.

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snowbow 25.08.2013, 23:47
68. Erklärung

Zitat von expat_ja
Die Frau hat doch einen an der (eierfreien) Sojamilch-Waffel. Der Mensch ist ein gewalttätiges Wesen. Es ist völlig normal Tiere zum Verzehr zu töten. Deshalb nennt man sie auch Nutztiere.
Ich glaube nicht, dass Tiere deshalb existieren, damit der Mensch sie benutzen kann. Das wäre unmoralisch, die Natur ist bestimmt nicht unmoralisch. Das wär ja krank,

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nsa 25.08.2013, 23:47
69.

Das brutalste Volk muss für Frau Joy ja die Inuit sein, die sich früher fast ausschließlich von Fleisch ernährt haben. Ich denke aber daran liegt keine Grausamkeit oder mangelnde Empathie Tieren gegenüber, sondern es gibt in ihrem Lebensraum einfach keine Alternativen.

Der Hinweis dass auch Elefanten Veganer seien, überzeugt mich nicht - können Elefanten überhaupt tierische Nahrung verdauen?

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