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Katholische Kirche in Deutschland: Das Erbe des strengen Vaters
AFP/ Osservatore Romano

Es begann mit einem Hochgefühl - und mündete in Ernüchterung: Benedikt XVI. hat die Katholiken in Deutschland mehr polarisiert als geeint. Sein Rücktritt ist für die Menschen in den 27 Bistümern auch eine Art Befreiung. Papst-Rücktritt: Bedeutung für die katholische Kirche in Deutschland - SPIEGEL ONLINE

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ruebenkatze 11.02.2013, 20:23
1. Jedes Ende ist eine Befreiung

Zitat von sysop
Sein Rücktritt ist für die Menschen in den 27 Bistümern auch eine Art Befreiung.
Es ist schon ziemlich naiv, wieder Hoffnungen in eine noch gar nicht bekannte Person zu projizieren, statt selbst die Verantwortung, auch die moralische, für sein Handeln zu übernehmen. Sapere aude...

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Zocker 11.02.2013, 20:25
2.

Zitat von sysop
Es begann mit einem Hochgefühl - und mündete in Ernüchterung: Benedikt XVI. hat die Katholiken in Deutschland mehr polarisiert als geeint. Sein Rücktritt ist für die Menschen in den 27 Bistümern auch eine Art Befreiung.
mir fehlen die worte als ehemaliber Katholik........ Papst, papa...... ein vater darf nicht zurücktreten....... Glaube........... an was glaubt er noch? was sollen allen anderen noch glauben? als papa darf ich nicht zurücktreteten.

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Kurt Köster 11.02.2013, 20:27
3.

Zitat von sysop
Es begann mit einem Hochgefühl - und mündete in Ernüchterung: Benedikt XVI. hat die Katholiken in Deutschland mehr polarisiert als geeint. Sein Rücktritt ist für die Menschen in den 27 Bistümern auch eine Art Befreiung.
Bei allen Diskussionen um den Katholizismus sind zwei Punkte zu beachten:

1. Die katholische Kirche hat weltweit 1,1 Mia Mitglieder. In Europa, gar in Deutschland ist der Katholizismus - nach der Auflösung der katholischen Sozialmilieus - zu einem Minderheitenphänomen zusammengeschrumpft. Deutschland ist für die RKK schlechterdings nicht mehr wichtig.

2. Der Reformeifer von Katholiken findet da seine Grenze, wo sich die RKK vom modernen Protestantismus (= Relativismus) nicht mehr unterscheiden läßt. Wem nützt eine katholische Seelsorge, die an den zentralen Dogmen des Vatikans nicht mehr festhält? Wenn Priester heiraten und Ungetaufte in den Himmel kommen, brauchen wir eine römische Kirche nicht mehr.

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Deutscher__Michel 11.02.2013, 20:28
4. Seehofer

Die Politiker übertreffen sich gerade mal lieber selber am besten war Seehofer: "Wir sind stolz auf das Pontifikat von Papst Benedikt XVI. Deutschland und Bayern haben ihm unendlich viel zu verdanken"

Ich hätte ja gern mal 1 oder 2 Punkte genannt bekommen..fällt irgendwem im Forum etwas ein was Deutschland oder Bayern Benedikt zu verdanken hat.. ausser der Schlagzeile "Wir sind Papst"?
...bei unendlich fällt mir nur Einsteins Zitat dazu ein.. : )

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dackelger 11.02.2013, 20:32
5. Leistungsgesellschaft

Zitat von sysop
Es begann mit einem Hochgefühl - und mündete in Ernüchterung: Benedikt XVI. hat die Katholiken in Deutschland mehr polarisiert als geeint. Sein Rücktritt ist für die Menschen in den 27 Bistümern auch eine Art Befreiung.
Nun wurden ja die Vorgänger nun auch nicht aus dem blühenden Leben gerissen (J-P II!). Der Anstand und Respekt gegenüber Person und Amt verboten bisher eine Kritikan in den letzten Lebensjahren. Nun scheitert der aktuelle Kandidat an den Erwartungshaltungen, den Zielen und seiner schwindenden Kraft.
Kathoische Kirche: Willkommen in der Leistungsgesellschaft!! Vielleicht sollten zukünftige Kandidaten vor den Wahlen eine Programm vorstellen.
Schönen Abend

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Dr.pol.Emik 11.02.2013, 20:43
6. Fest im Glauben …

… da sollte doch niemand meinen, das ganze geschähe jetzt ohne göttlichen Plan? Selbstverständlich ist das alles Vorsehung was da jetzt passiert, nur wird halt nicht darüber berichtet.

Gott Komplott - Papst Benedikt will vorzeitigen Weltuntergang erzwingen … aber man sollte es auch einmal unter dem Aspekt betrachten. Steht doch genug an Offenbarung schon in der Bibel, warum also jetzt das Gezeter und das Hinterhergeweine? Aber vermutlich hat Gott selbst erheblich mehr Humor als hier unter seinen Schäfchen vertreten ist.

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flaschenöffner 11.02.2013, 20:43
7.

Krise hin, Krise her, die hat diverse Ursachen. Die BRD ist nicht der Nabel der katholischen Kirche. Ich, als Katholik in BRD, bin jedenfalls traurig berührt und werde den Papst in seinem jetzigen Amt vermissen.

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donadoni 11.02.2013, 20:44
8. Ein Deutscher als Papst war schon...

von Haus aus problematisch.

Die deutsche Vergangenheit mit den Nazi-Gräueln, umso mehr als H. Ratzinger selbst dieser Generation angehörte, war von Anfang an ein sehr heikel.

Es sei erinnert an die Presseartikel aus England schon 2005.

Es ist eher ein Wunder, dass H. Ratzinger so lange durchhielt. Die wahren Gründe für den Rücktritt werden jedenfalls nicht gesundheitliche sein.

Wir Deutsche sollten uns daran gewöhnen, dass nicht alle Spitzenpositionen für Vertreter aus diesem Land geeignet sind, und seinen diese Personen noch so qualifiziert. Bei Herrn Ratzinger traf selbst das nicht zu. Er war eben nicht die beste Lösung 2005 als Papst.

Die katholische Kirche vor allem in Europa wird sich ändern müssen, will sie noch eine Zukunft haben.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Herr Ratzinger, nach allem was er nun nach acht Jahren Papsttum weiß, selbst aus der katholischen Kirche austritt.

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Wizard of Öz 11.02.2013, 20:45
9. Der

Mir unbegreiflich, wie man mit dieser Ernsthaftigkeit über die Fehlgeleiteten berichten kann. Ich bin mir sicher, daß in 100 Jahren kein Mensch in Deutschland mehr eine Kirche aufsuchen wird, da es sie dann nicht mehr gibt. Genauso wird der Katholizismus nebst anderer religiöser Ausgestaltungen als Randerscheinung ein klägliches Dasein fristen. Schade, daß ich das nicht mehr miterleben darf

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