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Kinder in Trauergruppen: Leben mit dem Tod
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Kleine Kinder brauchen, lieben, ja, vergöttern Mama und Papa. Manchmal stirbt ein Elternteil viel zu früh. Wie gehen Kinder damit um? Und was hilft ihnen in ihrer Trauer?

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metbaer 14.03.2014, 16:04
1. Der Tod

eines Elternteils ist immer schrecklich für ein Kind. Ich war 28 als mein Vater starb. Ich fühlte mich wie 6.

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widower+2 14.03.2014, 16:20
2. Ganz wichtig!

Ganz wichtig ist es, die Kinder Abschied nehmen zu lassen. Wer die Kinder in einem solchen Fall von der Trauerfeier fern hält, macht einen schweren Fehler.

Außerdem sollte man, wie es ja auch im Artikel steht, so dicht wie altersgerecht möglich bei der Wahrheit bleiben. Jede Lüge in dieser Beziehung fliegt einem irgendwann um die Ohren.

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ocmone 14.03.2014, 18:22
3. Danke für diesen Artikel

Ich war 9 Jahre alt, als meine Mutter bei einem Autounfall ums Leben kam. Mein Vater machte das komplette Gegenteil von dem, was hier empfohlen wird. Heute, fast 40 Jahre später, hält das Ereignis noch immer mein Leben und auch das meiner Schwester wie eine Zange in seinem Würgegriff. Beim Lesen des Artikels brach ich zwar fast zusammen, aber dennoch bin ich froh und im Nanen dieser Kinder dankbar, dass es mittlerweile gute Hilfsangebote und Methoden gibt.

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Stabhalter 14.03.2014, 18:56
4. ich war

Zitat von ocmone
Ich war 9 Jahre alt, als meine Mutter bei einem Autounfall ums Leben kam. Mein Vater machte das komplette Gegenteil von dem, was hier empfohlen wird. Heute, fast 40 Jahre später, hält das Ereignis noch immer mein Leben und auch das meiner Schwester wie eine Zange in seinem Würgegriff. Beim Lesen des Artikels brach ich zwar fast zusammen, aber dennoch bin ich froh und im Nanen dieser Kinder dankbar, dass es mittlerweile gute Hilfsangebote und Methoden gibt.
sechs Jahre alt,als mein Vater starb,heute mit fast 70 Jahren habe ich dieses Drama grösstenteils verarbeitet,da gab es keine Trauerarbeit für Kinder,man musste sich selbst darüberhinweghelfen.Erst als ich heiratete
hat mir meine Frau beigestanden und versucht in langen Gesprächen dieses Trauma zu verarbeiten,was ihr auch gelungen ist als stinknormale Hausfrau und Mutter.

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wanderer2014 14.03.2014, 19:31
5. Es kommt..

auch auf das Vertraurnsverhaeltnis an, das man zu den Eltern hatte. Es verfolgen mich immer noch die Bilder vom Tod meiner Eltern. Wenn keine Klaerung von rueheren Ereignissen vor dem Tod des jeweiligen Elternteiles statgefunden hat, belasten die Ereignisse den zukünftigen Weg.

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mikesch0815 14.03.2014, 19:39
6. Es gibt keinen Königsweg..

...und man sollte Kinder nicht dümmer halten als sie wirklich sind. Mein Vater verunglückte tödlich, als ich sieben Jahre alt war. Ich fand es wichtig, daß ich damals einigermaßen vernünftig informiert wurde, auch das Wrack des verunglückten Autos sehen durfte und bei der Beerdigung wie ein "Erwachsener" teilnehmen durfte.

Heute, 35 Jahre später trage ich seine Armbanduhr, es ist das einzige, was blieb.

Ich kann nicht sagen, was besser oder schlechter gewesen wäre, weil ich nur diesen Weg damals gegangen bin.

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kraichgau12 14.03.2014, 19:45
7. der tod kommt nie zur rechten zeit,aber für kinder is es horror

ich bin selbst betroffen und glaube nicht,das trauerhelfer eine grosse hilfe sind
wichtiger meiner meinung nach waere die selbstbeherrschung der übrig gebliebenen erwachsenen,denn deren verantwortung für die kinder geht über eigene triebe bzw deren selbstverwirklichung viel weiter hinaus,als sie vielleicht zu realisieren im stande oder bereit sind
ich bin ein gegner der patchwork/sonstwie genannten restfamilien unter wechselnden familiennamen und bleibe es aus erfahrung

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exilberlinerin2 14.03.2014, 20:25
8. Danke an alle Trauerbegleiter

Als Mutter ging mir der Artikel besonders nahe. Denn allein die Vorstellung meine Kinder nicht aufwachsen zu sehen, ist kaum auszuhalten. Ich finde es toll, dass der Umgang mit dem Tod sich geändert hat. Gerade wenn Kinder einen geliebten Elternteil verlieren, ist die Trauer ein wichtiger Wegbegleiter. Ich finde es enorm wichtig den Kindern alles zu erklären und in den Trauerprozess mit einzubinden. Denn sie müssen schließlich auch den Verlust verkraften. Von daher habe ich absolute Hochachtung vor Trauerbegleitern. Es ist bestimmt nicht immer einfach, den Beruf auszuüben. Ein großes Danke dafür! Ich finde es schön zu wissen, dass Kinder im Trauerfall so tolle Unterstützung erfahren können. Ich stelle es mir auch für den verbliebenen Elternteil wahnsinnig schwierig vor. Man muss den Verlust seines geliebten Partners verkraften und gleichzeitig stark für seine Kinder sein. Ich wünsche es Niemanden, auch wenn der Tod nunmal zum Leben dazu gehört.

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widower+2 14.03.2014, 21:15
9. Das ist in der Tat schwer

Zitat von exilberlinerin2
Ich stelle es mir auch für den verbliebenen Elternteil wahnsinnig schwierig vor. Man muss den Verlust seines geliebten Partners verkraften und gleichzeitig stark für seine Kinder sein. Ich wünsche es Niemanden, auch wenn der Tod nunmal zum Leben dazu gehört.
Die Verantwortung verdoppelt sich und die Kraft halbiert sich. Es ist ein ständiger Kraftakt.

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