Forum: Blogs
Kinderpsychologie: Jungen sind verhaltensauffälliger als Mädchen
DPA

ADHS, Rangeleien, Computersucht: Der aktuelle Männergesundheitsbericht offenbart, dass Jungen viel häufiger zu psychischen Auffälligkeiten neigen als Mädchen. Doch für heranwachsende Männer mangelt es an zugeschnittenen Behandlungen - und auch die Ursachensuche wird vernachlässigt. Kinderpsychologie: Jungen sind verhaltensauffälliger als Mädchen - SPIEGEL ONLINE

Seite 1 von 9
bramsel 25.04.2013, 13:20
1.

Zitat von sysop
ADHS, Rangeleien, Computersucht: Der aktuelle Männergesundheitsbericht offenbart, dass Jungen viel häufiger zu psychischen Auffälligkeiten neigen als Mädchen. Doch für heranwachsende Männer mangelt es an zugeschnittenen Behandlungen - und auch die Ursachensuche wird vernachlässigt.

Wir brauchen sofort eine Männerquote für psychische Auffälligkeiten! Schliesslich sind wir doch alle gleich, Männer, Frauen, jung, alt, doof, schlau, usw!

Beitrag melden
callistonairi 25.04.2013, 13:37
2.

Zitat von sysop
ADHS, Rangeleien, Computersucht: Der aktuelle Männergesundheitsbericht offenbart, dass Jungen viel häufiger zu psychischen Auffälligkeiten neigen als Mädchen. Doch für heranwachsende Männer mangelt es an zugeschnittenen Behandlungen - und auch die Ursachensuche wird vernachlässigt.
Das ist jetzt eine Erkenntnis, die man so oder so ähnlich im Grunde eh schon geahnt hat.
Viel interessanter wäre es jetzt für Eltern und solche, die es noch werden wollen, was man jetzt im Einzelnen tun kann, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken? Welche Möglichkeiten hat man denn als Mutter, an den 14jährigen pupertierenden Sohn ranzukommen, ohne, dass einem gleich eine gewisse Gutmenschen-Patina anhaftet? Wirklich, ganz ohne Sarkasmus: Wo erfahre ich sowas?

Beitrag melden
misterpresident75 25.04.2013, 13:48
3. Gestern...

Zitat von sysop
ADHS, Rangeleien, Computersucht: Der aktuelle Männergesundheitsbericht offenbart, dass Jungen viel häufiger zu psychischen Auffälligkeiten neigen als Mädchen. Doch für heranwachsende Männer mangelt es an zugeschnittenen Behandlungen - und auch die Ursachensuche wird vernachlässigt.
die Männer und heute die Jungen.
Startschuss für den erneuten Kampf der Geschlechter.

Beitrag melden
Frieden ist alles 25.04.2013, 13:52
4.

Traurigerweise beschäftigt sich auch dieser Bericht wieder mit Symptomen und einer eher oberflächlichen Betrachtung der Ursachen. Auf die Folgen von Erziehungsmethoden, die ich für die wesentlichste Ursache psychischen Leidens halte wird kaum eingegangen. ADHS ist für mich kaum eine Erklärung für das was im inneren eines Menschen passiert und sagt somit auch wenig über die seelische Not von Jugendlichen aus, sondern eher etwas über das Menschenbild desjenigen der eine solche Diagnose stellt.
Genauso wenig glaube ich daran das Kämpfe und Rangeleien etwas mit Identitätsfindung zu tun haben. Eher wird dabei der Frust über den Mangel an Verständnis und Anerkennung abreagiert, was zu einem Teufelskreis führt, denn auch so wird die Erfüllung dieser Bedürfnisse kaum erreicht. Stattdessen lernen Jugendliche so eher das sie denn erlebten Mangel so kompensieren können und setzen ähnliches Verhalten auch als Erwachsene fort.
So kann sich dann auch echtes zwischenmenschliches Verständnis kaum entwickeln und auch wirkliche Anerkennung, die den ganzen Menschen mit einschliesst und so Selbstwert und Verbundenheit fördert, kann so nicht entstehen. Das Leben bleibt dann ein mühseliger Kampf, bei dem andere Menschen als Gegner gesehen werden. Zu den Folgen gehören Depression, Verlust von Lebenssinn, Angst und Einsamkeit. Das was in unserer Gesellschaft auf allen Ebenen zu finden ist.

Beitrag melden
spon-facebook-10000228292 25.04.2013, 13:54
5. Meine Meinung...

als Elter (Vater) von zwei Söhnen ist, dass jungenhaftes Verhalten im Kindesalter nicht gewünscht und/oder als störend empfunden wird. Sowohl im Kindergarten als auch in der Grundschule sind 95% der Erzieher/Lehrer Frauen und diese haben, zumindestens in den Einrichtungen, welche meine Söhne besucht haben, Resentiments gegenüber Jungen.
Zitat Grundschullehrerin: "Ich komme mit den Jungs nicht zurecht, die sind so laut und rennen immer herum. Mit den Mädchen klappt es viel besser."

Damit war für mich alles gesagt. Zum Glück hat sie nach zwei Jahren ein Kind (Mädchen) bekommen und mein Sohn eine neue Lehrerin, die selbst Söhne hat.

Ich bin auch der Meinung, dass durch die Emanzipation der Fokus zu sehr auf die Bedürfnisse der Frauen geachtet wurde. Ich finde, Emanzipation gilt für beide Geschlechter und sollte deren spezifischen Bedürfnisse und Eigenschaften berücksichtigen.

Beitrag melden
psychologiestudent 25.04.2013, 13:55
6.

vollkommen sinnfreier Artikel. "Jungen" sind schon immer auffälliger als "Mädchen" durch häufigere expansive Störungen wie HKS oder SSV etc, ist ein alter Hut, liegt auch ein bißchen an der geschlechtstypischen Entwicklung und den Rollenbildern. Dafür nimmt das im Jugendalter ab und die Mädchen übernehmen die "Führung" mit Depression, Ängsten etc.

Beitrag melden
u30 25.04.2013, 13:59
7. optional

Obwohl ich den Artikel gut finde, finde ich den Rat am Ende doch etwas seltsam. Jungs sind also aggressiv und wettbewerbsorientiert. Das können sie nicht ausleben. Deshalb sollen die Väter Schwäche zeigen? Hm. Also nix gegen Väter die Schwäche zeigen, find ich super. Aber sollte man nicht vielleicht auch ne Rauf-Ag, Jungs-Ag oder ne im Wald-Lagerfeuer-und-Hausbau-Ag gründen? Einen Rahmen schaffen in denen die Jungs ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben können?

Beitrag melden
!!!Fovea!!! 25.04.2013, 14:01
8.

Zitat von callistonairi
Das ist jetzt eine Erkenntnis, die man so oder so ähnlich im Grunde eh schon geahnt hat. Viel interessanter wäre es jetzt für Eltern und solche, die es noch werden wollen, was man jetzt im Einzelnen tun kann, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken? Welche Möglichkeiten hat man denn als Mutter, an den 14jährigen pupertierenden Sohn ranzukommen, ohne, dass einem gleich eine gewisse Gutmenschen-Patina anhaftet? Wirklich, ganz ohne Sarkasmus: Wo erfahre ich sowas?
Vielleicht mal damit anfangen, dass der Bub im Stehen pinkeln darf?!
Vielleicht die Entwicklung fördern anstatt den Jungen immer darauf zu verweisen, "du bist wie Dein Vater"?
Mutter/Frau kann halt nicht wie ein Mann denken, auch nicht durch Frauenquote, Genderdiskussion und Emma!
So lange der Erzeuger nur in finanzieller Hinsicht interessant erscheint, werden die Verhaltensauffälligkeiten der Jungen weiterhin bleiben. Oder wie manche alleinerziehende Mutter mir schon sagte: "Hauptsache der Vater zahlt, mehr braucht den (!) nicht zu interessieren!"

--> das sind Sprüche der "Gutmenschen Patina", warum erklärt Mutti nicht, dass sie Männern nicht kann????

Beitrag melden
Frieden ist alles 25.04.2013, 14:05
9.

Zitat von callistonairi
Das ist jetzt eine Erkenntnis, die man so oder so ähnlich im Grunde eh schon geahnt hat. Viel interessanter wäre es jetzt für Eltern und solche, die es noch werden wollen, was man jetzt im Einzelnen tun kann, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken? Welche Möglichkeiten hat man denn als Mutter, an den 14jährigen pupertierenden Sohn ranzukommen, ohne, dass einem gleich eine gewisse Gutmenschen-Patina anhaftet? Wirklich, ganz ohne Sarkasmus: Wo erfahre ich sowas?
Eine Möglichkeit zu lernen mehr auf die eigenen Bedürfnisse und auch auf die Bedürfnisse anderer einzugehen, ist die "gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg.
Dabei geht es darum eine Sprache zu entwickeln die auf gegenseitiges Verständnis und Verbindung angelegt ist und die sich an Gefühlen und Bedürfnissen orientiert. Dies ermöglicht es, das zu suchen was wir gemeinsam haben und Lösungen zu finden die auf die Bedürfnisse aller Beteiligten eingehen.
Ich glaube das dies gerade für Eltern sehr hilfreich sein kann, denn so erhalten sie eine Möglichkeit zu verstehen worum es ihnen selbst und auch ihren Kindern wirklich geht. Oft wird dies durch erlernte Sprachbarrieren erschwert oder sogar verhindert.
Meiner Erfahrung nach braucht es allerdings einiges an Zeit und Geduld um neue Sprachmuster zu erlernen. Ich meine das es sich lohnt diese zu investieren. Jedes Mal wenn es gelingt die gewohnten Muster zu verändern und zu einem anderen miteinander zu finden, weiss man das sich gelohnt hat.

Beitrag melden
Seite 1 von 9
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!