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Koalitionspoker: Grüne ohne Moral

Der Kampf um die Deutungshoheit ist entbrannt: Was ist grüne Politik, und wer sind die Grünen? Wenn sie jetzt mit Angela Merkel über eine Koalition sprechen, sollte die Partei bedenken: Ihr winkt nicht eine Partnerschaft, sondern die Übernahme. Augstein-Kolumne zum Koalitionspoker: Grüne ohne Moral - SPIEGEL ONLINE

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Europa! 07.10.2013, 13:59
1. Sackgasse

Zitat von sysop
Der Kampf um die Deutungshoheit ist entbrannt: Was ist grüne Politik, und wer sind die Grünen? Wenn sie jetzt mit Angela Merkel über eine Koalition sprechen, sollte die Partei bedenken: Ihr winkt nicht eine Partnerschaft, sondern die Übernahme.
Die Grünen haben sich mit dem Verzicht auf ihre namengebenden Kernthemen wie Natur-, Umwelt und Klimaschutz selbst ins Abseits gestellt. Eine Partei, die bloß "moralische" Symbolpolitik treibt, braucht keiner.

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thorsten wulff 07.10.2013, 14:00
2. Keine Sorge

Die Grünen können vier Jahre am Image feilen, der Cem macht das schon. Siggi dagegn hat die Vizekanzlerschaft im Sack, und Nahles sucht schon Bilder für ihr Ministerinnenbüro aus…

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boblinger 07.10.2013, 14:04
3. Moral?

Zitat von sysop
Der Kampf um die Deutungshoheit ist entbrannt: Was ist grüne Politik, und wer sind die Grünen? Wenn sie jetzt mit Angela Merkel über eine Koalition sprechen, sollte die Partei bedenken: Ihr winkt nicht eine Partnerschaft, sondern die Übernahme.
Meine Güte, geht's noch ein paar Drehungen mehr? Wieso müssen wir Linke eigentlich vor der Machtfrage immer erst die Moralfrage diskutieren? Interessiert die auf der Gegenseite etwa irgendwen? In der Konsequenz sitzen dann Leute wie Seehofer an den Hebeln. Und das linke Lager führt mal wieder in der Opposition eine Grundsatzdebatte.

Wer auf Bundesebene nicht an die Macht will, der soll es mit der Politik einfach lassen.

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tropfstein 07.10.2013, 14:10
4. Raus aus dem Wolkenkuckucksheim

Die Grünen hatten wirklich mal Visionen: grüne Wiesen statt Straßen oder Industrie, Bleiberecht für alle, die kommen wollen bei erhöhter Sozialhilfe, Verteidigung durch Gänseblümchen statt Panzern, Freimüsli für alle. Nunja, wenn man mitregieren will, muss man sich auch den Realitäten stellen. Und die gibt es, egal wie moralisch man die Welt gerne hätte.

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meerwind7 07.10.2013, 14:10
5. Was geht jetzt, was geht 2017?

Themen wie Staatsbürgerrecht, Asylrecht, Steuererhöhungen und Mindestlohn können die Grünen mit gutem Gewissen auf 2017 vertagen und dann mit der SPD zügig durchziehen - eine Mehrheit vorausgesetzt. Sie wären gut beraten, in einer Koalition mit der CDU das durchzusetzen, was mit der SPD eben nicht läuft und schon mit Kanzler Schröder nicht lief. Also ökologische Politik inklusive Energie- und Verkehrswende. Ob das dann nun mit Verboten (z.B. Tempolimit) oder mit ökonomischen Instrumenten (z.B. PKW-Maut und höhere Energiesteuern) erreicht wird, ist zweitrangig - Hauptsache ist das Ergebnis (z.B. weniger Flugverkehr, Abschaltung und Ersatz der Braunkohlekraftwerke).
Das sollte die Grüne Verhandlungs-Agenda sein.
http://www.j-fa.de/sg.html
Die Union kann sich dann immer noch überlegen, ob sie die Konzept der Sozialdemokraten bevorzugt.

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qwertz64 07.10.2013, 14:11
6. Augstein hat völlig recht

Mit einer grün angestrichenen, aber eigentlich tiefschwarzen Politik, wie sie gerade in Baden-Württemberg stattfindet, werden die Grünen auf Dauer überflüssig. Da wählen die Leute dann doch lieber das Original.
Diese Erfahrung wird Herr Kretschmann im Übrigen früher machen, als ihm lieb ist. Er ist u.a. wegen dem Widerstand gegen S21 gewählt worden und wird aus dem gleichen Grund auch wieder abgewählt:
Weil bei ihm und seinen Parteifreunden der politische Wille fehlt, dieses unsinnige Milliardengrab endlich zu beenden.

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Pega123 07.10.2013, 14:11
7. Augstein will Rot-dunkelrot-grün

Wir haben es langsam verstanden, Herr Augstein.

Für Sie kommt nur eine rot-rot-grüne Koalition in Frage. Alles andere kann nicht funktionieren und ist sowieso Blödsinn.

Also holen wir erst einmal alle altbekannten Argumente aus Mottenkiste... z.B. die schwarze Witwe Merkel, die die Grünen um die Ecke bringen wird. Kann ja auch passieren, muss aber nicht!
Interessant finde ich die Argumente die aus Ihrer Sicht gegen die Koalition sprechen Aus meiner Sicht zieht keines:
Das Staatsbügerschaftsrecht, Panzerdeals und Asyl werden entweder zu Rot-Grün geändert oder eben auch dort nicht angefasst. Verschärft hat die Union nichts... warum sollte das also nicht passen. Die Grünen sind dort doch schon bei den Roten "umgefallen".

Bei der Klimazielen muss man sagen, dass dort die politischen Positionen zwischen SPD und Union nahezu austauschbar sind. Folglich geht schwarz-grün immer wenn rot-grün geht.
Also ist alles wie immer in einem Augstein-Kommentar: viel Lärm um nichts!

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staatsbuerger 07.10.2013, 14:12
8. GRÜNE ins Abseits zur FDP

Das ist doch eine schöne Option: Die GRÜNEN landen in 4 Jahren da, wo sich die FDP bereits befindet: Im Abseits. Bestimmt ist es kein Zufall, dass FDP und GRÜNE traditionell in den Villenvierteln der Großstädte sowie in den Universitätsstädten die besten Wahlergebnisse haben: Sie haben dieselbe Klientel, nämlich gut gebildete Besserverdiener. Die GRÜNEn sind natürlich etwas sympathischer als die FDP: Während die FDP-Wähler in allererster Linie stets ihr Bankkonto im Blick haben, wollen die GRÜNEN wenigstens eines saubere Umwelt (und die nützt ja auch allen anderen Mitbürgern). Nichtsdestotrotz: Klientelparteien brauchen wir nicht im Bundestag, deshalb: GRÜNE Adieu ;-)

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chico 76 07.10.2013, 14:13
9. Ich bitte Sie,

Zitat von sysop
..... Ihr winkt nicht eine Partnerschaft, sondern die Übernahme.
mit den Grünen will die CDU/CSU nicht koalieren, man schwätzt a bissele miteinander.
Damit die SPD Ministerpostenforderungen nicht ins uferlose treibt.
Übernehmen will die schon gar keiner.
Man holt sich keine Krankheit ins Haus.

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