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Konservativer Sexismus: Unser Hirn ist gefährlicher als die Homo-Ehe
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Der gemeine Sexist fühlt sich angegriffen: In Deutschland verteidigen Katholiken sogenannte Therapien für Schwule, in Frankreich protestieren Hundertausende gegen das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare. Warum kämpfen sie nicht gegen ihre geistige Beschränktheit? Sibylle Berg über Homo-Ehe - SPIEGEL ONLINE

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discotieren 30.03.2013, 15:28
190. Delphine, Koalabären und Pferde

Seit Jahrmillionen sind ca. 3,77 % aller Säugetiere homosexuell. Auch der Mensch ist ein Säuger. Gott hat die Säugetiere so geschaffen. Nach seinem Ebenbild. Jesus jedenfalls würde diese Menschen nicht als sündig verteufeln. In die Depression und in den Suizid werden sie dennoch von der Kirche seit Jahrtausenden geschickt.
Nicht die Homosexuellen verachten die Schöpfung, die Kirche tut's. Jesus würde weinen, erlebte er den Missbrauch des Menschen in seinem Namen. Das Säen von Verachtung und Hass durch die Homophoben. Jesus würde Homosexuellen die Füße waschen.
Ich stehe der kathol. Kirche nahe und bin nicht homosexuell.
Ich bin ein Mensch und gehöre - biologisch - zur Gattung der Säugetiere. Und finde unsere Schöpfung göttlich.

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waldfee9876 30.03.2013, 15:29
191. "Die Freiheit ...

des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt."

Schränkt es die Freiheit eines Heterosexuellen in irgendeiner Form ein, wenn sein homosexueller Nachbar, Arbeitskollege, Bruder usw. heiraten will? Nein, mir fällt jedenfalls keine Beschränkung ein.

Obwohl es mir - hetero - ehrlich gesagt schwerfällt zu verstehen, warum gleichgeschlechtliche Paare so etwas Konservatives wie die Ehe eingehen wollen.

Füreinander dazusein, in "guten wie in schlechten Tagen", ist meiner Meinung nach etwas höchst Privates. Warum braucht man dafür überhaupt einen Trauschein einer Behörde? Und warum braucht man beim Scheitern der Beziehung ein Urteil?

Ich würde mir wünschen, die vom Staat eingetragene Ehe abzuschaffen und ins Private zu entlassen.

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wassagen1 30.03.2013, 15:30
192. Andere Meinungen sind geistig beschränkt?

Zeugt es von geistiger Beschränktheit eine andere Meinung als die Authorin zu vertreten und hierfür zu demonstrieren? Ging es in dem Artikel nicht auch um Toleranz? Und wofür waren noch einmal die ersten beiden Abschnitte gut?

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waltersubject 30.03.2013, 15:30
193. Marry my shorts!

So wenig Homosexuelle einer Therapie bedürfen, so klar dürfte sein, daß sich Homophobie nicht aus den Köpfen prügeln läßt. Obgleich ich auch einige der meist - sagen wir mal: eher so intuitiven ergriffenen - Positionen der Kolumnistin kritikabel finde - teile ich doch ihre Frankophilie. Und bin dementsprechend traurig, daß es im geliebten Nachbarland auch nicht mehr aufgeklärter zugeht als auf dem restlichen Kontinent. Wenn schon die jeweilige Staatsraison progressiver ist als der Ruf von der Straße, ist´s wohl nicht überzogen, vom (europaweiten) Ende der Zivilgesellschaft auszugehen.

Wie läßt sich da noch gegensteuern? Frau Sibylle beweist dieses Mal nen ganz guten Riecher: Mit neuen Familienmodellen gewiß nicht. Wenn der Mob archaische Doktrinen aufwärmt, wäre vielleicht auch der verdutzte linksliberale Rest gut beraten, die radiaklen Kernforderungen der Vergangenheit noch mal rauszukramen. Denn da war doch mal was...
http://bit.ly/13GgeD3

Kleiner Kritikpunkt zum Schluß: Der Ausritt ins Theater und ins teure Hotel war überflüssig. Auch die Überschrift gefällt mir nicht. Die Gefahr, die von "Homo-Ehen" ausgeht, liegt etwa bei -3. Das kommt bei dem Komperativ ("gefährlicher als...") nicht so deutlich rüber. Ist - wie erwähnt - ne Kleinigkeit, daher: nix für Ungut.

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sitges 30.03.2013, 15:30
194.

Zitat von pepe80
Wo genau steht das in diesem Wortlaut? Die Wiederholung einer Aussage belegt diese nicht. Mit genauer Quellenangabe (Vorzugsweise Artikel, Absatz, Satz) ist es für den Leser nachvollziehbarer. Danke!

Bitte schön.
Quelle: Wikipedia, GG Schutz von Ehe und Familie

QUOTE
Deutschland [Bearbeiten]

Der Schutz von Ehe und Familie durch den Staat ist in Deutschland in Artikel 6 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland geregelt.
Dieser stellt Ehe und Familie als Institution sowie die familiäre Erziehung unter den besonderen Schutz des Staates und gewährleistet Grundrechte für Ehepartner sowie Eltern und deren Kinder.
Diese besondere Wertschätzung der Familie beruht darauf, dass sie nach Ansicht des Verfassungsgebers das ideale Umfeld für das Heranwachsen von Kindern ist, ohne die auf Dauer keine staatliche Gemeinschaft existieren kann. Die Bedeutung der Ehe liegt darin, dass sie – quasi als „Keimzelle des Staates“ – Vorstufe zur Familie ist (so ausdrücklich noch Art. 119 Abs. 1 der Weimarer Reichsverfassung: „Die Ehe steht als Grundlage des Familienlebens und der Erhaltung und Vermehrung der Nation unter dem besonderen Schutz der Verfassung.“).
Schutzbereich [Bearbeiten]
Schutz der Ehe [Bearbeiten]
Träger des Grundrechts (persönlicher Schutzbereich) ist jede natürliche Person, nicht etwa nur der Verheiratete.
Der sachliche Schutzbereich des Art. 6 Abs. 1 GG ist nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts die „auf Dauer angelegte, in der rechtlich vorgesehenen Form geschlossene, grundsätzlich unauflösliche Lebensgemeinschaft von Mann und Frau.“ Lediglich die monogame Beziehung verschiedengeschlechtlicher Paare fällt demnach in den Schutzbereich des Art. 6 GG, was aus der Funktion als Vorstufe der Familie folgt. Entgegen der Annahme vieler in der Gesellschaft ist der Begriff der Ehe in der Kommentierung und in der Urform der Schaffung des Art. 6 nicht grundsätzlich geregelt. Es wird die Form einer Bindung, die als Keimzelle für Nachwuchs der deutschen Gesellschaft verstanden wird, steuerlich und andersweitig gefördert.
UNQUOTE

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Apologet 30.03.2013, 15:47
195. Darauf lasse ich es ankommen

Zitat von yaenz
aha. kinder bekommen also beigebracht, dass ein verständnisvoller umgang mit mitmenschen, die andere lebensentwürfe haben, was wünschenswertes ist. unerträglich für leute wie sie, stimmt's?
Kinder bekommen in der Schule beigebracht, und zwar alle Kinder, dass die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gleichwertig ist wie die "Ehe" zwischen einem Mann und einem Mann.

Das ist ein anderes Thema als andere Menschen mit anderen Meinungen respektvoll zu behandeln.

Denn aus der Ansicht, andere Menschen mit anderen Meinungen respektvoll zu behandeln folgt in keiner Weise, dass die "Ehe" zwischen einem Mann und einem Mann als gleichwertig mit der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau angesehen werden muss.

Es bringt nichts, in einer Diskussion alle Dinge zu vermischen, die nichts miteinander zu tun haben.

Und das war meine Antwort darauf, dass jemand behauptet hat, dass es ja doch keine Auswirkungen auf die Mehrheit der Gesellschaft hat, ob die Homoehe eingeführt wird oder nicht, sondern nur sehr wenige betrifft.

Um das zu wiederlegen habe ich dieses Beispiel gebracht, dass es alle in unserer Gesellschaft betrifft. Und sie haben ja zugegeben, dass es stimmt. In Ihrer Sicht ist das wünschenswert, in meiner Sicht ist es nicht wünschenswert dass meine Kinder oder die Kinder meiner Kinder in der Schule lernen müssen, dass die sogenannte "Ehe" zwischen einem Mann und einem Mann gleichwertig ist mit der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau.

Und so wird für manche vielleicht auch besser verständlich, warum es gegen diese Bestrebungen gesellschaftlichen Widerstand gibt. Es handelt sich um die Verantwortung für unsere Kinder und Kindeskinder.

Zitat von yaenz
sie sind ein unmensch. sie hassen und evrachten. und wenn irgendwas von dem mist, den sie glauben, wahr ist, kommen sie in die hölle.
Das überlassen wir mal lieber dem, der dafür zuständig ist. Darauf lasse ich es ankommen.

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carolane 30.03.2013, 15:51
196. Pille gegen HS

Ich frage mich als Vater/Mutter: Wenn es denn mal gelingt herauszufinden was die wirkliche Ursache von HS ist und, es einen Test gibt der bei einem Säugling feststellt ob es hs ist und, es eine Wunderpille oder gar Impfung gibt die den Schalter von HS auf Normal umlegen kann, ja wenn was würde ich und die meisten Eltern dann wohl bei meinem/ihrem Söhnchen tun.

Wahrscheinlich würde man so eine Pille dann verbieten wollen. Denn was nicht krank ist darf man ja nicht heilen oder?

Natürlich werden jetzt alle aufgeklärten Menschen aufschreien und sich empören. Aber langsam, keine Panik, bis es diese Wunderpille gibt wird's wohl noch dauern. Daher meine ich, man sollte die Betroffenen jetzt akzeptieren und ihnen helfen das Beste aus ihrem Leben zu machen. So wie man das auch bei all den anderen macht denen man nicht wirklich helfen kann.

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helloandgoodbye 30.03.2013, 15:59
197. genug

Frau Berg, ich denke nicht das diese 100tausende Franzosen eine erweiterte Hirnkapazität brauchen.
Ich finde es dagegen mutig das diese Menschen auf die Strasse gehen und der Politik ganz deutlich
sagen was Ihnen gefällt oder eben nicht. Gendermainstream sollte seine Grenzen kennen.
In einer Zeit, wo in unserer Hauptstadt Kindern im Grundschulalter Homosexuelle
praktiken erklärt werden, muss man doch ganz deutlich feststellen das an der ein
oder anderen Stelle etwas zuviel von "oben" gelenkt und eingegriffen wird. An dieser Stelle, wo
leider keine direkte Demokratie und ein wirkliches Mitentscheiden der Bürger möglich ist, wird politischer
Wille umgesetzt der nicht jedem gefällt. Daher ziehe ich meinen Hut vor den mutigen Franzosen, die hier
auf die Strasse gehen und die Ihre Meinung sagen. Und noch etwas - bei einer Adoption sollte immer geprüft
werden ob das Kind in ein gesundes soziales Umfeld kommt. Jedes Kind braucht Mutter und(!) Vater davon bin
ich überzeugt. Ich kann mir nicht vorstellen das es gesund für das Kind ist, wenn es bei einem homosexuellen
Paar aufwächst.

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pepe80 30.03.2013, 16:01
198. Warum heiratet man?

Zitat von Apologet
Kinder bekommen in der Schule beigebracht, und zwar alle Kinder, dass die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gleichwertig ist wie die "Ehe" zwischen einem Mann und einem Mann. Und so wird für manche vielleicht auch besser verständlich, warum es gegen diese Bestrebungen gesellschaftlichen Widerstand gibt. Es handelt sich um die Verantwortung für unsere Kinder und Kindeskinder.
"Ich nehme dich zu meine(m/r) angetrauten Mann (Frau),
ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens,
in guten und in schlechten Zeiten, in Gesundheit und Krankheit.
Bis das der Tod uns scheidet."
Ist das nicht der Kern der Ehe? Wenn sich Homosexuelle lieben, ist das dann nicht gleichwertig mit der Liebe zwischen Heterosexuellen? Die Ehe ist doch nur ein Ausdruck dieser Liebe. Ich verstehe ihre Abwehrhaltung nicht.
Wovor wollen sie ihre Kinder genau schützen, vor der Liebe zwischen zwei mündigen Menschen?

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josha52 30.03.2013, 16:01
199. Ach du liebes Bisschen.

Zitat von sysop
In Deutschland verteidigen Katholiken sogenannte Therapien für Schwule …
Das soll also schon ein Beleg für einen gefährlichen Geisteszustand sein? Da wird wohl umgekehrt ein Schuh daraus. Sofern Homosexualität von manchen Homosexuellen als Bürde empfunden werden sollte, von der sie sich gern (wieder) befreien wollen, und wenn es denn psychologische Ansätze gäbe, die ihnen dabei helfen könnten – wieso wäre es dann gefährlich, sich dafür einzusetzen, dass solchen Menschen solch ein Weg offengehalten wird? Will hier etwa der Zeitgeist die Homosexuellen partout dazu zwingen, zu bleiben, was und wie sie sind?
Dass dann das Weltbild des einen oder anderen Kolumnisten ein wenig erschüttert wird, dürfte das geringere Übel sein. Diese Leute richten doch sowieso ihr Fähnchen nach dem Wind, der sich gerade als schick und "fortschrittlich" geriert.
Also, liebe Homosexuellen, lasst Euch nicht beirren. Prüft eingehend, was und wie ihr wirklich sein wollt. Und dann sucht. Das Internet ist groß und weit. Der Autor Richard Cohen mag verschrieen sein, aber entscheidend ist auch hier wieder nur, wer denn da schreit. Und warum.

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