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Koran-Verbrennung: Bundeswehr gibt afghanischen Stützpunkt vorzeitig auf
dapd

Die Bundeswehr in Afghanistan zieht Konsequenzen aus den Unruhen nach der jüngsten Verbrennung von Koran-Schriften. Der Außenposten in Talokan wird früher geräumt als geplant. Das kleine Lager war von Steinewerfern attackiert worden und ist schwer zu sichern. Wut über Koran-Verbrennung: Bundeswehr gibt afghanischen Außenposten vorzeitig auf - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

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recardo 24.02.2012, 10:52
80. .

Zitat von sysop
Die Bundeswehr in Afghanistan zieht Konsequenzen aus den Unruhen nach der jüngsten Verbrennung von Koran-Schriften. Der Außenposten in Talokan wird früher geräumt als geplant. Das kleine Lager war von Steinewerfern attackiert worden und ist schwer zu sichern.
Afghanistan ist verloren. Es wird nie eine Demokratie werden. Wir haben verloren. Es wird Zeit dort abzuziehen. Es ist ganz klar eine Niederlage, jetzt schon. Alles war halt auch eine fixe Idee, so mit Demokratie in Afghanistan.

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Hüsse 24.02.2012, 10:52
81. ...

Zitat von strangequark
Die gefährlichste Krankheit ist die virale Infektion der Gedanken.
Die gefährlichte Krankheit ist die Annahme, man sei besser als die anderen.

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k@nt 24.02.2012, 10:53
82.

Zitat von rakatak
[...] Im Übrigen gilt nach wie vor, wenn man so einen Krieg gewinnen will, dann muss man die Herzen der dort lebenden Menschen gewinnen, sonst wird das nie was. [....]
Das mit den Herzen gewinnen ist propagandistischer Unsinn, funktionierte lediglich bei den Deutschen (und teilw. bei den Japanern) nach ihrer uneingeschränkten Niederlage.

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basti313 24.02.2012, 10:53
83. Geschichtskunde tut gut.

Zitat von jasoon
wir sind in deren Land einmarschiert.
Nein, sind wir nicht. Seit 1994 tobt in Afghanistan ein Krieg zwischen den pakistanischen Taliban und der afghanischen Bevölkerung. Wir wurden als Schutztruppe von der rechtmäßigen afghanischen Führung immer geduldet und ins Land gebeten. So viel Geschichtswissen sollte schon da sein, zumal es sich um recht aktuelle Geschichte handelt.

Zitat von jasoon
Ich kann es zwar auch nicht nachempfinden, dass Relegion so extrem ausgelebt werden kann, aber letztendlich muss man die Einstellung akzeptieren und nicht mit aller Macht versuchen westliches Demokratieverständnis - was bei uns ja auch erst seit relativ kurzer Zeit die Grundlage bildet - einzurichten.
Leider befindet sich das Land in einem Teufelskreis: Die fehlende Bildung treibt die Menschen in immer mehr religiösem Extremismus. Steht ja auch so im Artikel, dass es wieder rund geht wenn die Leute am Freitag wieder von den Vorbetern scharf gemacht wurden.
Dieser Extremismus zerstört gleichzeitig jede Chance auf Bildung.

Zitat von jasoon
Die demokratische Grundordnung wird am Hindukusch verteidigt!! Solch einen Schwachsinn konnte und kann ja wohl keiner glauben. Fazit: Außer toten Soldaten, Zivilisten und Spesen nichts gewesen,
Man muss schon über den Rand der Kaffeetasse raus schauen um zu verstehen was damit gemeint ist. Selbstverständlich wird Ihre Freiheit nicht am Hindukusch verteidigt. Es wird die Freiheit der Menschen am Hindukusch verteidigt und diese Pflicht legt uns eigentlich unser Grundgesetz, unsere demokratische Grundordnung auf, denn der Artikel 1 ist nicht auf Deutschland beschränkt.
Wenn wir in Afrika, in der arabischen Welt oder in China wegschauen wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden, dann verschließen wir die Augen vor unserer demokratischen Grundordnung.

Ihr Fazit ist zwei Punkten korrekt. Bei den toten Zivilisten kann ich Ihnen nicht zustimmen. Immerhin wurden die systematischen Massaker der Taliban, die extrem an das 3. Reich erinnern, für über 10 Jahre gestoppt. Sie werden wieder kommen wenn wir weg sind, aber zumindest in den letzten 10 Jahren sind deutlich weniger Menschen gestorben als in den Jahren zuvor unter den Taliban.

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GetulioV 24.02.2012, 10:54
84.

Zitat von ralf_gabriel
Im Prinzip gebe ich Ihnen Recht, aber man sollte auch nicht vergessen, daß es dort eben keinen Marshallplan oder vergleichbares gegeben hat. Afghanistan haben wir verloren, weil wir nie die (politische) Absicht hatten den Menschen dort was gutes zu tun. Das war 1) ein Vasallendienst an der Seite des großen Rächers/BRuders nach dem 11.09. und 2) ne Spielwiese zum Waffen testen und Reputation sammeln.
Ein Marshallplan wie es ihn in Europa gab, hätte in Afghanistan ohnehin niemals funktionieren können, weil einfach viel zu geringe Ressourcen an halbwegs gut ausgebildeten Menschen im Lande fehlen. Mit der dortigen Bevölkerung lässt sich einfach keine Volkswirtschaft aufbauen, die international bestehen kann.

Deshalb blieb/bleibt eben nur alimentieren, durchfüttern.

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susiqu 24.02.2012, 10:54
85. Heute

mich treibt heute nur eines um...
ich habe einen Freund im Lager in Masar e Sharif, und ich will, daß er die nächsten Tage überlebt, in 3 Wochen ist sein Dienst dort zu Ende,
er soll gesund nach Hause kommen, so wie alle unsere Soldaten und zwar so schnell wie möglich.

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pdbof 24.02.2012, 10:56
86. Lange Zeit...

Zitat von sysop
Die Bundeswehr in Afghanistan zieht Konsequenzen aus den Unruhen nach der jüngsten Verbrennung von Koran-Schriften. Der Außenposten in Talokan wird früher geräumt als geplant. Das kleine Lager war von Steinewerfern attackiert worden und ist schwer zu sichern.
über lange Zeit habe ich den Einsatz in Afghanistan verteidigt, da ich der Meinung war das man das Volk nicht im Stich und den Taliban überlassen könnte.

Nur anscheinend wollen die es gar nicht anders. Das man empört ist, wenn einige US-Soldaten dusseligerweise gebrauchte und nicht mehr benötigte Koranausgaben verbrennen, ist eine Sache, aber was da jetzt abgeht ist völlig inakzeptabel.

Jetzt also sollte man schnellstens das Land verlassen, die Geldzahlungen einstellen und die stolzen Afghanen wieder den erzieherischen Maßnahmen der Taliban überlassen. Dann kann man sich wieder daran erfreuen, daß Männer ohne Bart verprügelt werden, daß es kein Radio, Fernsehen oder Kulturveranstaltungen mehr gibt und Fußballstadien wieder der Erschießung von unzüchtigen Frauen dient...

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Hüsse 24.02.2012, 10:57
87. ...

Zitat von boecko
Es wäre günstiger, um das ganze Land eine Mauer zu ziehen und daraus einen Mittelalter-Themenpark zu machen. Die Leute müssen zuerst noch ein paar Epochen der Menschheit (z.B. Aufklärung) durchleben, bevor man mit denen spricht. In 100 Jahren kann man sich das ganze ja nochmal anschauen.
Bittesehr, wenn Sie so leben möchten wie in Aldous Huxleys "Schöne Neue Welt".
Sie merken gar nicht, wie Sie bereits in dieser Welt leben.

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drizzt81 24.02.2012, 10:58
88. nein...

Zitat von rakatak
Wenn ich mich in einem fremden Land befinde, dann habe ich mich an die dort geltenden Gewohnheiten zu halten. Wenn die dortige Kultur verlangt, dass man Koran ehrt, dann gilt das auch für mich.
Das kommt ganz auf Ihre Wertevorstellung drauf an. Jemanden wegen der Beleidigung eines Buches/ Religion zu ermorden ist immer falsch. Egal ob nun in Afghanistan, Deutschland oder USA.

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dr_phil 24.02.2012, 10:59
89.

Zitat von grana
...vielleicht Respektlos war, will ich nicht bestreiten, aber nur weil jemand Respektlos ist kann man Menschen töten?
Ich habe nirgends das Töten verteidigt. Vor allem weil aus Respektlosiskeit nicht nur in Afghanistan getötet wird. Aber ich weigere mich die Afghanen hier als Täter hinzustellen. Auch in Europa kommt es immer wieder vor das bei Demonstrationen Menschen getötet werden. Das ist kein afghanisches Problem.

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