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Kosovo-Konflikt: 14-stündige Verhandlungen enden ohne Ergebnis
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Selbst nach 14 Stunden Verhandlungen haben sich die Regierungen Serbiens und des Kosovo nicht einigen können - die Gespräche über die Rechte die serbischen Minderheit im Nordkosovo endeten ohne Ergebnis. Die Europäische Union hatte vermittelt und kündigte an: Das war das letzte Mal. Kosovo-Konflikt: Verhandlungen enden ohne Ergebnis - SPIEGEL ONLINE

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Atheist_Crusader 03.04.2013, 09:18
1.

Wen wundert es? Der Kosovo war eines der ersten modernen Schlachtfelder, in denen Demographie als Waffe eingesetzt wurde. Jahrhundertelang war es serbisches Land. Dann wuchs die albanische Minderheit plötzlich so stark an, dass sie zur Mehrheit wurde. Und damit waren sie automatisch die Guten, als es zum Krieg kam. Da überrascht es nicht, wenn sie den Kontrollverlust so schlecht verkraften.

Genausogut könnten wir jetzt wieder anfangen, Leute nach Ostpreußen und Elasass-Lothringen zu schicken, mit dem Auftrag, dort zu leben und sich massig zu vermehren. In 20-30 Jahren fängt man dann an, immer mehr Recht zu fordern und bei Verweigerung selbiger jammern wir dann von der Unterdrückung der deutschen Minderheit durch die bösen Franzosen. Dann sind wir nur noch eine Propagandakampagne und einen kurzen Krieg davon entfernt, unser Staatsgebiet zu erweitern.

Es ist eine dreckige Methode, und ich fürchte von der Art wird man in naher Zukunft noch mehr sehen. Gerade gegen den Westen gerichtet. Unser Demokratieglaube in Verbindung mit der gewaltigen Differenz in Geburtenzahlen bietet es förmlich an.
Wir werden von unbewaffneten Bauern überrannt werden. Unsere militärische Überlegenheit wird uns nicht helfen, weil wir zu politisch korrekt sind um abzudrücken. Und unsere Gesetze werden uns nicht helfen weil die Mehrheit, die sie macht, nicht mehr unsere Mehrheit sein wird.

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soziologe79 03.04.2013, 09:21
2. kein Staat

Von den meisten Staaten wird Kosovo nicht als unabhängiger Staat
anerkannt. Dafür gibt es gute Gründe.
Zitat von sysop
Selbst nach 14 Stunden Verhandlungen haben sich die Regierungen Serbiens und des Kosovo nicht einigen können - die Gespräche über die Rechte die serbischen Minderheit im Nordkosovo endeten ohne Ergebnis. Die Europäische Union hatte vermittelt und kündigte an: Das war das letzte Mal.

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N.Danilewski 03.04.2013, 09:56
3.

Zitat von Atheist_Crusader
Wen wundert es? Der Kosovo war eines der ersten modernen Schlachtfelder, in denen Demographie als Waffe eingesetzt wurde. Jahrhundertelang war es serbisches Land. Dann wuchs die albanische Minderheit plötzlich so stark an, dass sie zur Mehrheit wurde. Und damit waren sie automatisch die Guten, als es zum Krieg kam. Da überrascht es nicht, wenn sie den Kontrollverlust so schlecht verkraften. Genausogut könnten wir jetzt wieder anfangen, Leute nach Ostpreußen und Elasass-Lothringen zu schicken, mit dem Auftrag, dort zu leben und sich massig zu vermehren. In 20-30 Jahren fängt man dann an, immer mehr Recht zu fordern und bei Verweigerung selbiger jammern wir dann von der Unterdrückung der deutschen Minderheit durch die bösen Franzosen. Dann sind wir nur noch eine Propagandakampagne und einen kurzen Krieg davon entfernt, unser Staatsgebiet zu erweitern. Es ist eine dreckige Methode, und ich fürchte von der Art wird man in naher Zukunft noch mehr sehen. Gerade gegen den Westen gerichtet. Unser Demokratieglaube in Verbindung mit der gewaltigen Differenz in Geburtenzahlen bietet es förmlich an. Wir werden von unbewaffneten Bauern überrannt werden. Unsere militärische Überlegenheit wird uns nicht helfen, weil wir zu politisch korrekt sind um abzudrücken. Und unsere Gesetze werden uns nicht helfen weil die Mehrheit, die sie macht, nicht mehr unsere Mehrheit sein wird.
Die Albaner waren aber in Serbien genauso eine Minderheit wie die Serben in Kroatien. In der "Krajina" stellten die Serben die Mehrheit, sowie sie die Albaner im Kosovo stellen. Im ersten Fall hat man die ethnische Säuberung akzeptiert, wenn nicht sogar unterstützt, und im zweiten ist man gegen die serbische Mehrheitsbevölkerung vorgegangen.

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habenichts2 03.04.2013, 10:15
4. Kosovo- ein künstlicher Staat

Zitat von sysop
Selbst nach 14 Stunden Verhandlungen haben sich die Regierungen Serbiens und des Kosovo nicht einigen können - die Gespräche über die Rechte die serbischen Minderheit im Nordkosovo endeten ohne Ergebnis. Die Europäische Union hatte vermittelt und kündigte an: Das war das letzte Mal.
Man sollte nicht vergessen, dass die jetzige Situation ein Ergebnis der verfehlten EU-Politik ist. Aus politischen gründen wurde ein Staat mit kriegerischen Mitteln gegründet, der nicht lebensfähig ist. Und völkerrechtlich ist er nicht einmal von allen EU-Ländern anerkannt.

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jurawel 03.04.2013, 10:38
5. EU-Vermittlung?

Wo vermittelt Frau Ashton denn? Die EU will der serbischen Minderheit eine albanische Oberhohiet aufzwingen, die durch nichts legitimiert ist. Nichteinmal alle EU-Staaten erkennen diesen Retortenstaat von Amerikas Gnaden an! Was ist übrigens mit dem völkerrechtlichen Recht der vetriebenen oder geflüchteten Serben auf Rückkehr? Nichts, aber die Kroaten mußten es erdulden dass auch Druck der USA die Kraina-Serben trotz aller Untaten zurückkehren durften. Und was ist eigentlich mit dem Ermittlungsverfahren des Internationalen Jugoslawien Tribunals gegen Herrn Thaci? Der war doch während des Kosovo-Krieges UCK-Führer? Aber für den gilt wohl der Schutz der USA?

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tonibln 03.04.2013, 10:51
6. optional

Lieber Hr. Atheist crusader,

woher haben sie diese informationen, das die albaner angeblich über geburten den kosovo erobert haben? Die albaner sind autochton, das heisst die nachfahren der illyrer, was heute von der wissenschaft nicht mehr angezweifelt wird, ausser vielleicht von den serben. Es ist eher das gegenteil der fall und zwar das die eingewanderten slawen, die albaner auf die heutigen gebiete (Kosovo, Albanien usw.) zurückgedrängt haben.
Es gibt ca. 2 millionen albener im kosovo und ca. 3 millionen in Albanien das macht zusammen 5 millionen. Im gegensatz dazu ca 13-15 millionen serben und noch als beispiel für eine explosionsartige kanickelvermehrung 80-90 millionen deutsche. Und da behaupten sie allen ernstes das die albaner sich über geburten den kosovo erobert haben?
Die albaner waren vorher katholiken und orthodoxe christen. Erst während der 500 jährigen osmanischen besatzung sind viele zum islam konvertiert. Googeln sie mal Skanderbeg! Der albanische könig, der vom papst den titel "Athleta Christi", als verdienst für die kämpfe gegen die osmanen, verliehen bekam. Also nichts da mit geburteneroberung, es ist eher das gegenteil der fall. Und zwar das die albanische bevölkerungszahl im kampf gegen slawen und osmanen eher zurückgegangen ist.
gruß

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dmdhl 03.04.2013, 10:54
7. Wo ist das Problem?

Ist es denn wirklich wichtig, ob man aus A oder B kommt? Sind nicht alle Menschen gleich wichtig? Muss man Rechte abhängig davon machen, wo sie herkommen? Und was ist mit der Minderheit der Bayern in Preußen? Ist doch absurd, oder?

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N.Danilewski 03.04.2013, 10:56
8.

Zitat von jurawel
Nichts, aber die Kroaten mußten es erdulden dass auch Druck der USA die Kraina-Serben trotz aller Untaten zurückkehren durften.
Das scheint ja nicht zu stimmen.

Vor Ausbruch des Kroatien-Krieges im Jahr 1991 lebten in Kroatien etwa 581.663 Serben, was etwa 12,1 Prozent der Gesamtbevölkerung Kroatiens entsprach.

2001 lebten in Kroatien laut Zensus noch 201.631 Serben, also 4,54 % von 4.437.460 Einwohnern.

Serben in Kroatien

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N.Danilewski 03.04.2013, 11:01
9.

Zitat von tonibln
Die albaner sind autochton, das heisst die nachfahren der illyrer, was heute von der wissenschaft nicht mehr angezweifelt wird, ausser vielleicht von den serben.
Die Hypothese der illyrischen Abstammung

Die Hypothese der dakischen Abstammung

Albaner

Eine Hypothese (altgriechisch ὑπόθεσις, hypóthesis = ‚Unterstellung‘, ‚Voraussetzung‘, ‚Grundlage‘) ist eine Aussage, deren Gültigkeit man für möglich hält, die aber nicht bewiesen oder verifiziert ist.

Hypothese

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