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Kriminalität: "Hey Hase, lebst du noch?"

Notwehr oder nicht: Ein Rentner, der in seinem Haus überfallen und ausgeraubt wird, erschießt einen der flüchtenden Täter. Die Familie des getöteten 16-Jährigen fordert jetzt die Bestrafung des Schützen.

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rkinfo 28.05.2011, 07:49
1. Natürlich keine 'normale' Notwehr, ABER ...

Zitat von sysop
Notwehr oder nicht: Ein Rentner, der in seinem Haus überfallen und ausgeraubt wird, erschießt einen der flüchtenden Täter. Die Familie des getöteten 16-Jährigen fordert jetzt die Bestrafung des Schützen.
Muß den heute jeder Rentner so geistig fit bleiben wie Sylvester Stallone oder Bruce Willis bleiben wenn er hart am eigenen Tod sich befindet ?

Zudem - hätte der 16-jährige den Rentner getötet wäre 'schwere Kindheit' plus Jugendstrafrecht zur Anwendung gekommen. Bei guter Führung einige Jahre Jugendknast mit Resozialisierung. Natürlich sinnvoll aber auch nicht wirklich angesichts des fiktiven Opfers.

'Wer sich in Gefahr begibt' ... kommt eben auch als 16-Jähriger ggf. dabei zu Tode. So ist eben das Leben ...

Es ist daher ein Skandal wie dieses Überfallopfer Rentner auch noch von der Familie des Agressors verfolgt wird. Der Rentner schoß wahrscheinlich zu Unrecht aber das war in seiner Situation als Restrisiko Überreaktion psychologisch und menschlich nachvollziehbar. Im Unterschied zu Rentner hatte die Angreifer viel länger Zeit diese Tat incl. Risiken vorzubereiten. Der Rentner wurde hingegen in körperlich geschwächter Phase überrascht und brutal in Todesangst versetzt. Da wird keine Justiz im Land, in der Welt und auch jener unserer Vor- und Nachfahren je so einem gequälten Menschen auch noch rechtlich angehen.

Im Bericht lese ich eher zwischen den Zeilen dass der Anwalte und die Familien sich Vorteile versprechen den Rentner weiter zu quälen. Da bleibt mein Verständnis klar beim gequälten Opfer.

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polizeiphilosoph 28.05.2011, 08:02
2. Es ist die ewig...

...gleiche Leier.

Der arme Sohn, das gefallene Bambi. Ich kann es nicht mehr hören. Der Herr Sohnemann war ein Schwerstkrimineller, der sich zu einem derartig feigen und brutalen Überfall hat hinreißen lassen. Nur das Opa nun nicht so ganz wehrlos war, wie ursprünglich erhofft und nun ist der gute Lab deswegen tot.

Die Reaktion der Familie ist mir als Polizeibeamten mehr als bekannt, es ist immer das Gleiche. Der eigene Sohn wird glorifiziert, während alle anderen das personifizierte Böse sind. Nicht der alte Mann ist auf den Grund und Boden des Jungen eingedrungen, hat ihn bedroht, gewürgt und geschlagen. Andersherum. Und das wurde ihm nun zum Verhängnis. So spielt das Leben, wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.

Sollte der Rentner angeklagt werden, würde ich noch 10 Euro spenden, für seine Verteidigung. Niemand muss sich in Deutschland in seinen vier Wänden ausrauben und mißhandeln lassen.

Wenn es den Herrschaften nicht paßt - im Kosovo wird sowas sicherlich ganz anders geregelt. Oder doch nicht?

Geh mal im Kosovo in ein fremdes Haus, verprügel den Opa und stehle sein Geld. Wie würde wohl die Familie denken, wäre es der eigene Opa gewesen? Dann würde der Täter für alle Zeit in Lebensgefahr schweben. Aber hier war's ja nur der Sohn, der Sunnyboy, der niemanden was zuleide tun konnte...

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Wavebreaker26 28.05.2011, 08:07
3. Täterfrage

Was mich an dieser Diskussion stört ist dass schon wieder nur alle Augen auf dem Täter sind, sprich dem Jungen. Ein Überfall ist sehr traumatisierend für das Opfer und da kann es halt zu Fehlentscheidungen kommen. Der Dieb hat sich aus freien Stücken für die Kriminalität entschieden, während das Opfer keine Wahl hatte. Der Rentner wird den Rest seines Lebens mit der Schuld leben müssen. Natürlich wäre es wünschenswert gewesen, wenn der Rentner nur "in die Luft geballert" hätte, aber das hat er nun mal nicht. Möge es eine Warnung für alle Nachwuchskriminellen sein.

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Rübezahl 28.05.2011, 08:08
4. Emigranten in Deutschland

Zitat von sysop
Notwehr oder nicht: Ein Rentner, der in seinem Haus überfallen und ausgeraubt wird, erschießt einen der flüchtenden Täter. Die Familie des getöteten 16-Jährigen fordert jetzt die Bestrafung des Schützen.
Wenn man das Gesetz heranzieht ,war es keine Notwehr mehr, weil der unmittelbare Überfall durch das Anspringen der Alarmanlage abgebrochen wurde.

Der 16 - Jährige aber war kein Tugendknabe sondern ein Einbrecher !

Die Familie des Einbrechers ist auch nicht besser , so wie sie den alten Mann jetzt drangsaliert!

Sicherlich wird der Fall noch vor Gericht aufgearbeitet werden.

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schneemann3 28.05.2011, 08:09
5. Originelle Auslegung

Leute überfallen und bedrohen ist also in Ordnung, so lange niemand der Überfallenden zu Schaden kommt? Jegliche Gegenwehr des Überfallenen ist also verboten, sogar rechtswidrig.
Das ist ja mal ne nette Auslegung. Bin gespannt, wie die Sache ausgeht.
Ist bestimmt wieder so ne Geschichte wos um um die Ehre von sonstjemanden geht um die Eltern nicht wahr haben wollen, dass ihr süßer kleiner Schatz doch nicht so lieb und unschuldig ist, wie sie sichs vorstellen.

Freispruch!

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dashaeseken 28.05.2011, 08:10
6. .

Zitat von sysop
Notwehr oder nicht: Ein Rentner, der in seinem Haus überfallen und ausgeraubt wird, erschießt einen der flüchtenden Täter. Die Familie des getöteten 16-Jährigen fordert jetzt die Bestrafung des Schützen.
Die anderen Mittäter sollen froh sein, daß sie nicht auch eine Kugel abbekommen haben. Wenn mich als stark gehbehinderten alten Mann 5 Männer überfallen würden, mir eine Waffe an den Kopf hielten und mich brutal verprügelten und ich dann eine scharfe Waffe in die Hände kriegte....ich würde ebenfalls schießen. Solche Vorfälle werden sich häufen, wenn die Politik, die Justiz und die Polizei nicht mal durchgreift. Wobei die Polizei ja die Buhmannfunktion innehat...greift sie ein und durch, tut sie es nicht, sind es Weicheier und Versager. Dabei stecken die zwischen Baum und Borke. Schuld ist die Kuscheljustiz der vergangenen Jahre.

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Selvan 28.05.2011, 08:14
7. Zeitfenster verfehlt

Zitat von sysop
Notwehr oder nicht: Ein Rentner, der in seinem Haus überfallen und ausgeraubt wird, erschießt einen der flüchtenden Täter. Die Familie des getöteten 16-Jährigen fordert jetzt die Bestrafung des Schützen.
Wer jemandem in einer Bedrohungssituation eine Pistole an den Kopf hält, muss damit rechnen, selbst getötet zu werden.

Da die Tat allerdings passierte als die Räuber bereits flohen, liegt keine Notwehr mehr vor.

Es müsste zum Prozess kommen.

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OneTwoThree 28.05.2011, 08:16
8. Nun,

.wer sich aktiv dafür entscheidet, kriminell zu werden/sein, der muss dann halt damit rechnen, die Konsequenz dafür präsentiert zu bekommen.
Tja und die Eltern, die ´´schwarz sehen´´ wollen: Etwas mehr Erziehung, besonders in Hinblick auf Recht und Unrecht hätten sicherlich geholfen, dem jugenldichen Täter ein längeres Leben zu ermöglichen. Aber es ist ja bequemer, einen 77jährigen, der wahrscheinlich mehr Angst als alles andere hatte, für die eigene verpfuschte Erziehung des Nachwuchses verantwortlich zu machen.

Das mit dem ´´schwarz sehen´´ würde ich persönlich übrigens als Drohung ansehen.

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mrempf 28.05.2011, 08:17
9. unfassbar

Also muß sich der Rentner ausrauben und verprügeln lassen damit ein 16 jähriger seine Jugend ausleben kann.

Auch ich war mal 16 aber das Überfallen von Rentnern gehörte nicht zu meinem damaligen Repertoir. Vorwürfe sollte die Familie den Komplizen machen und nicht dem Rentner der sich nur gewehrt hat. Aber so kann es halt passieren, wieviele haben diese Leute wohl schon überfallen?

Es ist nicht nötig einen 77 jährigen zu Überfallen oder ein Strafregister bei der Polizei zu haben soviel sollte sogar ein Kosovo Albaner dessen Familie angeblich seit 20 Jahren in Deutschland lebt wissen. Hier von Bestechung zu Sprechen nur weil man bei der Erziehung der eigenen Schneeflocke brutal versagt hat ist schon pervers.
Wenn ich mich gegen Gewalttaten nicht mehr wehren darf was bleibt dann noch?

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