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Kriminalität: "Hey Hase, lebst du noch?"

Notwehr oder nicht: Ein Rentner, der in seinem Haus überfallen und ausgeraubt wird, erschießt einen der flüchtenden Täter. Die Familie des getöteten 16-Jährigen fordert jetzt die Bestrafung des Schützen.

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Mistermambo 28.05.2011, 11:53
270. ---

Zitat von Wavebreaker26
Was mich an dieser Diskussion stört ist dass schon wieder nur alle Augen auf dem Täter sind, sprich dem Jungen. Ein Überfall ist sehr traumatisierend für das Opfer und da kann es halt zu Fehlentscheidungen kommen. Der Dieb hat sich aus freien Stücken für die Kriminalität entschieden, während das Opfer keine Wahl hatte. Der Rentner wird den Rest seines Lebens mit der Schuld leben müssen. Natürlich wäre es wünschenswert gewesen, wenn der Rentner nur "in die Luft geballert" hätte, aber das hat er nun mal nicht. Möge es eine Warnung für alle Nachwuchskriminellen sein.
Es sind eigentlich nur die Augen der Familie, die weniger auf den "Täter" als auf den 16jährigen Sohn gerichtet sind. Es klingt natürlich nach Sprüchen aus der rechten Schublade aber letztlich muss man auch sagen, "wer sich in Gefahr begibt..."

Ich habe - Notwehrlage hin oder her - vollstes Verständnis für jemanden, der sein Hab und Gut, dass er unter Umständen sogar erarbeitet und nicht zusammengeräubert hat, nicht kampflos irgendwelchen Rotlicht-Milieu-Gestalten auf erstes Anfordern überlässt.

Der unstreitige Sachverhalt war doch, dass fünf junge Männer in ein fremdes Haus eindrangen, um den Hauseigentümer um sein Hab und Gut zu erleichtern.

Mit "Wehret den Anfängen" ist da nix mehr zu holen. Man kann davon ausgehen, dass eine Einbrechertruppe aus fünf Leuten auch eher eine Eigendynamik entwickelt als ein einzelner Täter. Die Situation dürfte also für den Überfallenen absolut unkalkulierbar gewesen sein. Nachdem der Alarm losgegangen war, hätten die fünf auch den Rentner umbringen können.

Ich würde in dieser Lage jedenfalls nicht mehr davon ausgehen, dass von den fünfen noch Friedensangebote kommen, wenn die Lage (Alarmanlage) exkaliert ist.

Eher würde ich annehmen, dass die jungen - offenbar integrationsunwilligen - Herren bereits ihren Teil der Abwägung erledigt hatten und sich außerhalb der Rechtsordnung bewegen wollten. Worauf wollen sie sich also hinterher berufen, wenn der Plan nicht aufgegangen ist? Auf Treu und Glauben?

Leider hat hier auch mal wieder der Blick aufs Große Ganze den Blick für's Wesentliche getrübt. Eigentlich geht es hier um einen Raubüberfall, in dem im jetzigen Stadium weder eine Interessenabwägung, noch eine Integrationsdebatte Platz finden kann. Schade eigentlich, dass die Integrations-Debatte hier zur Unzeit eingeführt wurde.

Den Überfallenen würde ich einfach mal pauschal von jeder Schuld freisprechen wollen. Wie der Vorredner sehr richtig anmerkt, hatte der Räuber vorher Zeit zu überlegen, der Überfallene hingegen nicht. Als Mitglied einer Räuberbande darf man wohl auch ohne Studium wissen, dass man so etwas nicht macht und dass es im Falle des Mißerfolges erhebliche Konsequenzen haben kann. Selbst Schuld junger Mann...

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blaudistel 28.05.2011, 11:53
271. Auf die witzige Weise

Zitat von Liberalitärer
Klar lag die Lage vor. Die Täter flüchteten mit dem Diebesgut. Es lag weiterhin ein gegenwärtiger rechtswidriger Angriff auf das Eigentum vor. Das reicht aus. Um das gestohlene Eigentum zu schützen war der Schuss erforderlich und angesichts der gefundenen Summe auch verhältnismäßig. Daher eben Notwehr oder Notstand, obwohl die Familie des Jungen mein Mitgefühl hat. Aber der Rentner handelte rechtmäßig.
vor zwei Tagen hat - glaube in Australien - ein Handtaschenräuber eine etwa 81jährige alte Dame überfallen. Die hat sich unerwartet gewehrt. Ihr kam eine 89jährige alte Dame zu Hilfe welche den Räuber mit der Handtasche attackierte. Damit nicht genug. Eine 71jährige mischte sich noch ein und verpasste dem schon flüchtenden auch noch eine. In Austalien sind sie Heldinnen. Man fragt sich was sie wohl in Deutschland gewesen wären?

http://www.n-tv.de/panorama/Omas-ver...le3438496.html

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Shayman 28.05.2011, 11:53
272. ...

Zitat von sysop
Notwehr oder nicht: Ein Rentner, der in seinem Haus überfallen und ausgeraubt wird, erschießt einen der flüchtenden Täter. Die Familie des getöteten 16-Jährigen fordert jetzt die Bestrafung des Schützen.
Wenn ich mich an meine letzte Rechtsvorlesung, genau zu so einem Thema.
Täter gebrechlich, kann sich nicht bewegen. Ihm wird etwa gestohlen was von großem, Wert ist.

Dann hat der alte Mann wohl gute Karten, den Fall auch zu gewinnen.

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timtaler_5 28.05.2011, 11:54
273. Da ist es wieder...

dass Unrechtsbewusstsein welches hervor geholt wird, wenn es einen selbst trifft. Treffend und typisch auch dafür […] Im Internet drohen junge Migranten dem Todesschützen mit Vergeltung […] Da kommt nicht mal die Idee, dass der Jugendliche eine Mitschuld/Hauptschuld trägt. Was machen die auf anderer Leut‘s Eigentum???

Natürlich möchte ich nicht, wie auch immer geartet die Sache ist, mein Kind verlieren. Aber es heißt schon in der Bibel „Wer sich in Gefahr bringt kommt darin um“. Trotz allem habe ich Mitgefühl mit den Eltern, ein Kind zu verlieren ist so mit das Schrecklichste was man sich vorstellen kann.

Dem Rentner in solch einer Situation noch rationales Handeln abzuverlangen halte ich für mehr als übertrieben. Von der Polizei kann ich das erwarten, die werden darauf geschult, aber von dem alten Mann, auch wenn er Jäger ist??

Für mich absolut befremdlich der Rechtsbeistand der Familie und seine Aussage „Wie würde die Justiz reagieren, wenn der Schütze Ali oder Fitim hieße und der Getötete Manfred oder Michael?“
Da kann ich nur sagen, und man sieht es immer und immer wieder, zum Glück hieß er nicht so, denn dann würde über den Fall gar nicht mehr geredet werden. Und das ist Fakt.

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Karl_der_Zweite_ 28.05.2011, 11:56
274. keine Chance , Selvan

Zitat von Selvan
... Da die Tat allerdings passierte als die Räuber bereits flohen, liegt keine Notwehr mehr vor. Es müsste zum Prozess kommen.
Keine Chance. Nicht jeder Überfallene schlägt in seiner Erregung erst im Gesetzbuch nach, ob er noch bedroht wird. Eine Bande (!) hat einen Alten an Krücken mit einer Waffe (Gaspistole-->Graben) überfallen.

Wie sollst du in einer solchen Stresssituation einschätzen, ob die Räuber weg sind? Und der junge Taugenichts (Faulenzer, kein Abschluss) hatte noch dessen Geld bei sich.

Wenn sich die Familie auf den Minderjährigenstatus berufen will, dann hatte sie die Verantwortung für dessen Taten! Sie müsste also für den Überfall gerade stehen? Oder fehlt denen die Ehre? Lassen einen Greis überfallen!

Ich finde, der Einwandererhintergrund spielt beim ganzen Geschehen doch gar keine Rolle.

Alles andere ist gesagt: "Wer zur Waffe greift, muss damit rechnen, verletzt zu werden."

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reinhard_m 28.05.2011, 12:00
275. Mein Respekt und meine Symphatie

gelten dem tapferen alten Mann, der ein Zeichen für Zivilcourage gesetzt und sich mutig dem Verbrechen in den Weg gestellt hat.

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ricocoracao 28.05.2011, 12:01
276. Frechheit...

Jemanden bestrafen zu wollen der von diesem Straftäter beraubt werden sollte und sich wehrt...wo sind wir denn?
In anderen Ländern wie Mittel- und Südamerika wäre er bei lebendigen Leibe verbrannt worden..auch als Abschreckung für die Nächsten.. Ein Raubüberfall ist kein Diebstahl!

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Runner84 28.05.2011, 12:01
277. Verkehrte Welt

Der Täter wird als bedauernswertes Opfer unserer Gesellschaft dargestellt, das Opfer als Lustgreis, der den Überfall bei weniger Geprahle?! selbst hätte verhindern können?... Sehr seltsamer Artikel.

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Hotzenplotz13 28.05.2011, 12:02
278. Hase tot

Zitat von sysop
Notwehr oder nicht: Ein Rentner, der in seinem Haus überfallen und ausgeraubt wird, erschießt einen der flüchtenden Täter. Die Familie des getöteten 16-Jährigen fordert jetzt die Bestrafung des Schützen.
Das auftreten der Familie nach dem "Arbeitsunfall" (schließlich war der Getötete Intensivtäter) ihres Sohnes, spricht Bände.

Nein, nur das ausüben von sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten ist kein Indikator für Integration. Es gibt hunterttausende abhängig beschäftigte Migranten in diesem Land, die trotzdem nach wie vor bestimmen wollen, neben wem ihre Töchter, Schwestern etc... den Rest ihres Lebens jeden Morgen aufwachen sollen.

Nein, das ausüben von Psychoterror gegen den Schützen mit Hilfe eines Altars, Marterls oder was auch immer diese "Gedenkstätte" darstellen soll ist auch kein Ausdruck von gelungener Integration. Der Getötete ist mit 4 Komplizen bei diesem Mann eingebrochen, man hat dem Rentner eine Waffe an den Kopf gehalten und ist mit der Beute geflohen. Solche Menschen sind zwar immer noch Söhne und man kann ihnen ein Andenken bewahren, aber nicht in dieser Form. Das ist billig, durchschaubar und ein klarer Hinweis, dass selbst langjährig in Deutschland wohnende Migranten ganz selbstverständlich auf dem Klavier des anerzogenen deutschen Schuldbewusstseins spielen, wenn sie sich einen Vorteil davon erhoffen.

Nein, wer durchblicken lässt, dass man auch anders könne und die archaische Tradition der Blutrache wieder aufleben lassen könnte, wenn die Justiz des Gastlandes nicht alle Erwartungen an eine Verurteilung erfüllt ist in diesem Land nicht angekommen und hat auch nicht realisiert, das genau dieses Denken das eigene Herkunftsland immer noch in einem Sumpf, von organisierten Verbrechertum, Korruption und Blutrache verharren lässt.

Ich für meine Person verbuche das Auftreten dieser albanischen Familie und ihre unterschwellige Drohung mit Selbstjustiz unter "Verrat an der deutschen Gastfreundschaft"

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objectiveview 28.05.2011, 12:03
279. .

Zitat von Emil Peisker
Was Sie meinen ist, wenn er in Abwehr einer vermeintlichen Gefahr für sein Leben, einen Täter tötet, der schon aufgegeben hat und flüchtet, in den Rücken schießt? Überschreitung der Notwehr? Das ist keine Abwehr von akuter Gefahr für sein Leben, das ist zumindest Totschlag aus Empörung und Frust. Gemeinhin Rache genannt. Die Sympathie für den Todesschuss kommt unter diesen Umständen wahrscheinlich nur von Dirty Harry-Anhängern. Dass es keine staatsanwaltliche Untersuchung gibt, hängt wohl damit zusammen, dass der Erschossene wenig Sympathien genießt, sein Verhalten eindeutig bewaffneter Raub war, und dass die zuständige Staatsanwaltschaft ein mehr als sublimes Verständnis für den Schuss in den Rücken hatte. Meine Meinung fußt auf den veröffentlichten Informationen.
Wie kommen sie eigentlich darauf, dass sie die Rechtslage in diesem Fall besser kennen, als die Staatsanwaltschaft, die wahrscheinlich keine Anklage erheben wird. Wenn sie es nicht tut, war das Verhalten des Rentners offensichtlich mit den Gesetzten dieses Landes (aber nein, sie haben ja ihre ÖFFENTLICHEN Informationen und wissen es deshalb ja besser)vereinbar und es erübrigt sich jede Diskussion über die Rechtfertigung des Schusses. Man kann danach lediglich über die moralische (aber nicht juristische) Verwerflichkeit diskutieren und das Verhalten des Rentners ist mit meinen moralischen Grundsätzen auf jeden Fall vereinbar.

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