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Krisen: "Plop, plop, plop"

Die Medienwissenschaftlerin Miriam Meckel über ihr Buch "Brief an mein Leben", in dem sie ihr Burnout beschreibt, über die gesellschaftlichen Ursachen der seelischen Erschöpfung und über ihre Beziehung zur Fernsehmoderatorin Anne Will

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Gayling 09.03.2010, 16:15
1. na und?

Also ich kannte die Dame nicht einmal. Aber ich kenne mindestens ein halbes Dutzend Personen, die einen Burnout hinter sich haben, obwohl sie wahrscheinlich nur ein Zehntel des Einkommens von Frau Meckel für sich verbuchen konnten.
Selbstbeweihräucherungen dieser Art zeigen nur allzu deutlich, den Untergang des Abendlandes auf. Wenn tausende von Armleuchtern die Zeit erübrigen können, sich Geschwurbel dieser Art reinzuziehen, bleibt keine Zeit für wirklich wichtiges.

Ihr Journalisten solltet solchem Zeugs nicht auch noch eine Plattform bieten - meinem Geschwurbel übrigens auch nicht. Bin ja mindestens ebenso behämmert, dass ich die Zeit erübrige und auf dieses Geschwurbel, schwurbelnderweise zu antworten.

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Caldwhyn 09.03.2010, 16:21
2. Interessante Behandlungsmethoden

Also mir als Psychologen der nahezu täglich auch mit Burnout-Patienten zu tun hat verschlägt es bei diesen Berichten geradezu die Sprache.

Ich fürchte, ich muss mir nun dieses Buch kaufen, um wenigstens herauszufinden, in welchem Haus man solche fragwürdigen Interventionen einsetzt und wie man nachweislich hochintelligente Menschen dazu bekommt, so einen - entschuldigen Sie meine deutliche Ausdrucksweise - Scheiß auch noch tatsächlich mitzumachen. Die Burnoutler die ich so kenne geben jedenfalls nicht ihren klaren Verstand an der Klinikpforte ab.

Jemandem seinen linken Schuh geben... ja sowas fällt bestimmt unter "evidence based medicine" die ja in Deutschland nach Ansicht von diversen Kammern alle Behandlungen und (Psycho)Therapien genügen müssen.

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kerstinfliege 09.03.2010, 16:22
3. Stimme Gayling zu

Gayling hats schon gesagt. Oh jeeeee, das arme arme "Burnout"-Opfer. So ein Schwachsinn!

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mcmurdo 09.03.2010, 16:26
4. Seite neu laden Auf Thema antworten Willkommen, mcmurdo

Zitat von sysop
Die Medienwissenschaftlerin Miriam Meckel über ihr Buch "Brief an mein Leben", in dem sie ihr Burnout beschreibt, über die gesellschaftlichen Ursachen der seelischen Erschöpfung und über ihre Beziehung zur Fernsehmoderatorin Anne Will
Was die gute Meckel da langatmig absondert, ist hier, im Pott, seit über 150 Jahren in einem Satz geagt:
"Ich hab mich platt malocht!"
Nur, für diese banale Erkenntmnis gibts weder Geld noch Ruhm - weder würde sich Frau Will mit einer Lidl Kassierein verpaaren.
Oh, schnöde Welt!

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Olaf 09.03.2010, 16:27
5. Plop

Zitat von sysop
Die Medienwissenschaftlerin Miriam Meckel über ihr Buch "Brief an mein Leben", in dem sie ihr Burnout beschreibt, über die gesellschaftlichen Ursachen der seelischen Erschöpfung und über ihre Beziehung zur Fernsehmoderatorin Anne Will
Das ist das Schöne, wenn man prominent ist. Man kann über die Tatsache das man überfordert ist ein Buch schreiben und Geld damit verdienen.

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Websingularität 09.03.2010, 16:28
6. Ganz recht!!!

Zitat von Gayling
Also ich kannte die Dame nicht einmal. Aber ich kenne mindestens ein halbes Dutzend Personen, die einen Burnout hinter sich haben, obwohl sie wahrscheinlich nur ein Zehntel des Einkommens von ......
Sie bringen es auf den Punkt!
Es gibt in unserer Ausbeutergesellschaft genug Leute welche sich den Hintern aufreißen.
Man sollte mit dieser einkommensstarken Elite nicht nachsichtig sein.
Die Frau ist ja selber schuld. Sie hätte bestimmt auch mit der Hälfte an Tätigkeiten gut leben können, während andere Menschen nicht wissen wie und wo sie Arbeit finden bzw. über die Runden kommen.
Nein, ich habe keine Verständnis mit den Privilegierten.
Mich interessiert auch nicht ob ein Herr Ackermann ein Burnout hat. Sollen diese doch am Strassenrand vor sich hin siechen. Die haben genug abgestaubt.
Absolut kein Verständnis!!!

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myspace 09.03.2010, 16:36
7. Depression

Burnout ist wie die Interviewer schon sagen keine Krankheit, Burnout ist ein Codewort für Depression.
Wenn man schon ein Buch darüber schreibt, dann finde ich es äußerst schade, daß man die Sache nicht beim Namen nennt. Es wäre eine Chance gewesen mehr Bewußtsein für Depression in der Öffentlichkeit zu schaffen und klar zu machen, daß es eine Krankheit ist, die *jeden* treffen kann.

Statt dessen bleibt Depression weiterhin mit dem Makel behaftet, daß es nur Menschen trifft die mit ihrem Leben nicht zurecht kommen. Folglich schämt sich jeder Depressive und verkauft seine Krankheit als Burnout oder chronisches Erschöpungssyndrom.

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Fragwürden 09.03.2010, 16:39
8. Kartoffelsäckchen umgefallen

Sonntag war's in der FAZ zu lesen: Ein Kartoffelsäckchen war umgefallen. Mehr lässt sich auch zu Frau Meckel nicht sagen.

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monzaman 09.03.2010, 16:41
9. Das ist wirklich

sowas von absurd.
Jammert über Burn Out Syndrom, und "verkauft" ihr Buch dann als Teil der Therapie.
Jetzt macht sie die obligatorische Talkshow- und Interviewrunde, hält landauf, landab Lesungen und katapultiert damit sich und ihre TV Dame ins grelle Medienscheinwerferlicht mit Erkenntnissen, die in keinster Weise neu sind.

Klingt sehr entspannend.

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