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Künstliche Intelligenz: Leider dumm
Jan Vismann/ DER SPIEGEL

Computer sollen denken lernen wie der Mensch: Bilder verstehen, Autos fahren und uns bald schon als allwissende Butler den Alltag organisieren. Doch sie machen bizarre Fehler - von künstlicher Intelligenz keine Spur.

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Putin-Troll 02.12.2016, 12:09
1. Menschen

Zitat von
Allerhand Experten machen sich inzwischen einen Spaß daraus, die Rechenmaschinen mit immer neuen Tricks zu blamieren
Witz komm raus. Bekanntlich sind auch wir Menschen äußerst anfällig für optische Täuschungen, wenn diese auch aufgrund unseres anders aufgebauten Sehapparats z.T. von anderer Natur sind. Wir sehen z.B. Bewegungen auf unbewegten Bildern, interpretieren zweidimensionale Muster räumlich, nehmen die gleiche Farbe unterschiedlich wahr, je nach Hintergrund, und genau wie die Computer, glauben wir Muster zu erkennen, wo keine sind.
Sind wir deshalb untauglich für den Straßenverkehr?

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Thoregon 02.12.2016, 12:43
2. Wenn die KI

dumm ist, ist das nicht weiter schlimm, das kann man im Laufe der Zeit beheben. Viel bedenklicher stimmt, dass die NI (natürliche Intelligenz) genauso dumm (oder gar dümmer) ist und von einer Besserung nicht im entferntesten die Rede sein kann. Eher im Gegenteil. Beleg: der aktuelle Zustand der Welt.

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murksdoc 02.12.2016, 12:49
3. Eindimensionale Wahrnehmung

Egal, ob ein Computer Optik, Radar, Infrarot, Doppler oder Ultraschall benutzt, am Ende kommt immer das gleiche heraus: ein irgendwie verpixeltes zweidimensionales Bild. Daraus muss er alle seine Schlüsse ziehen. Ein Bus von oben gesehen ist aber ein Viereck und ein Eimer ist nur von oben und unten gesehen rund. Ein Mensch kann nicht nur sehen, er kann auch fühlen, hören, riechen und schmecken. Daraus setzt sich der Mensch sein Bild zusammen und kann dadurch auch "Einbildung" und "Realität" besser unterscheiden. Man kann nämlich darauf warten, dass irgendein Computer mal "psychotisch" wird und eine Simulation mit der Realität verwechselt. Menschen lernen das, wenn sie im Säuglingsalter alles in den Mund stecken, alles anfassen und an allem riechen. Und dann ist man erst bei der Intelligenz des Säuglings angekommen und schon der ist intelligenter als ein Computer. Ein Computer kann vielleicht besser und schneller rechnen, aber das ist nicht "Intelligenz". Sonst wären bei uns die Buchhalter, die pro Zeiteinheit die meisten immer gleichen Formulare stempeln könnten, die Intelligentesten. "Intelligenz" ist, aus seiner Regel auszubrechen, als Steinzeitmensch in einer Höhle zu leben und von einem "Haus" zu träumen, das der Rest der Welt für eine völlig verrückte Idee hält. Der Computer kann diese Höhle genau berechnen und vermessen und der nächste kann das vielleicht noch besser. Aber der ist nicht intelligenter als der andere, nur "besser", was die Benchmarks eines Computers betrifft. Computer sind perfekte Verwaltungsautomaten sich oft wiederholender Tasks. Wer das für "Intelligenz" hält, hat selbst ein Intelligenzproblem.

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shechinah 02.12.2016, 13:22
4. D

Aktuell ist die so genannte KI bestenfalls auf dem Stand eines Huhnes. Wenn alles gut geht, sind wir in 20 Jahren auf dem Stand eines Dackels. Alles andere ist romantisches Wunschdenken. Und Sätze die mit "in Zukunft..." und "schon jetzt kann man..." beginnen, lassen bei mir immer sofort die roten Flaggen hoch kommen. Zu oft gehört, zu oft nix als ein völlig überschätzter Flop. Ich warte immer noch auf mein atomgetriebenes Auto, daß auf einem elektromagnetischem Kissen schwebt - wurde mir seit 1956 immer wieder versprochen.

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opinio... 02.12.2016, 15:26
5. Kein Herz und keine Seele

Das sind die Vorzüge und gleichzeitig die Gefahren von KI. Unerbittlich, gnadenlos folgt sie den Vorgaben - schlimmer als gute Steuerbeamte oder Staatsanwälte.

Wer jedoch beherrscht die Software dazu? Menschen, Machtmenschen - oh weih, das geht nicht gut

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reverend.speaks 02.12.2016, 15:32
6. Mal andersherum denken

das Problem ist gar nicht, dass KI sich so mühsam entwickelt. Das Problem ist, dass selbst unausgegorene Ideen mehr und mehr unseren Alltag beeinflussen. An diese neu entstehende Roboterrealität passen wir uns zwangsweise mehr und mehr an. Also nicht die KI entwickelt sich zum Menschen hin, sondern der Mensch ordnet sich einem starren technischen System unter. Quasi eine freiwillige Unterwerfung unter eine Diktatur der Algorithmen Die Begründung lautet: Effizienz, Handlungssicherheit, Planbarkeit, also die bekannten Mantren unserer modernen Welt. In den uralten Sanskrit-Schriften über das vedische Wissen finden sich Texte über die verschiedenen "Orte"/Dimensionen des Seins. Dort heißt es sinngemäß: Die Schattenwelt imitiert die Lichtwelt, um mit Artefakten die Menschen zu täuschen. Bingo.

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veritas31 02.12.2016, 15:33
7. KI ist dummes Zeug

Natürlich haben Rechner und "Maschinen" immenses Potential und sind in vielen Belangen uns Menschen "überlegen" aber ein Prozessor wird nie in der Lage sein, Intuition allein durch rechenleistung zu generieren.
Ein Prozessor wird nie zu unlogischem Verhalten in der Lage sein - es sei denn, ein Mensch hat vorher diesen Algothytmus geschrieben.
Ein Computer wird nie einfach so kreativ sein können, es sei denn, ein Mensch hat ihn so programmiert.
Wir Menschen erschaffen und zerstören weil wir es können und weil wir es einfach tun - ohne Sinn und Zweck oder einfach nur, weil es Spaß macht.
Eine "KI" käme nie auf die Idee, sich selbst zu zerstören - ein Mensch macht es...
Eine "KI" würde nie von sich aus, ohne durch einen Menschen festgelegten Algorhytmus, ein Lied komponieren.
Eine "KI" würde nie, entgegen jeder Logik, den linken Weg nehmen...ein Mensch macht es, einfach so....aus Lust und Laune
Fazit: Maschinen werden immer schneller, besser und haben immer größere Rechenleistung aber sie werden NIE eine Form der Intelligenz ex nihilo erlangen

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leo_stern 02.12.2016, 16:36
8. Der Stein der Weisen

Oder anders gesagt: KI ist das Perpetuum Mobile der Informatik. Viele glauben daran, aber es wird nie zu erreichen sein. Denn Intelligenz ist die Fähigkeit, Probleme zu lösen die einem unbekannt sind. Mit dem Computer lassen sich sehr mächtige Wissenssysteme aufbauen, die schneller und eben wissender als jeder Mensch sein können. Nutzen wir diese Stärke und lassen uns von diesen Systemen unterstützen. Aber entscheiden kann der Computer nur über das, was im der Programmierer einspeiste.

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Putin-Troll 02.12.2016, 17:50
9. Einige hier werden sich noch ganz schön wundern...

Da wir natürliche Intelligenz erst bruchstückhaft verstanden haben, steckt dementsprechend auch die künstliche noch in den Kindenschuhen. Aber selbst das bisschen reicht schon, um ganze Berufszweige auf absehbare Zeit verschwinden zu lassen. Letztendlich gibt es kein physikalisches Gesetz, dass verhindern würde, dass elektronische Computer irgendwann all das und mehr können, was biochemische Computer (=Gehirn) schon heute leisten.

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