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Kulturstreit in Israel: Unzüchtige gegen Ultrafromme

Militante Ultrareligiöse fordern Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit. Doch Tausende Israelis wehren sich gegen deren wachsenden Einfluss und die zunehmende Diskriminierung von Frauen. Es*geht um*mehr als Gleichberechtigung - sie*kämpfen um den Charakter ihres Staates. Israel: Kulturkampf der Ultrafrommen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

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lalü 29.12.2011, 18:48
10. Warum still bleiben?

Ohne die Gottgläubigen gebe es vielleicht kein Judentum mehr.
Orthodoxe zum Militär, sie lehnen den Dienst an der Waffe ab. Sie verbringe den größten teil ihres Leben mit dem Studium der Tora und haben in der Regel viele Kinder. Dadurch bekommen sie ein Übergewicht in Israel und kollidieren mit dem Liberalen, das so zwangsläufig zu etwas Spannungen führt.
Die Busfahrten sind für Europäer eh gewohnheitsbedürftig und man sollte die Schlagfertigkeit Israelischer Frauen nicht unterschätzen.
Ich kann mir nicht vorstellen dass es zu Ausschreitungen kommen kann, den Orthodoxen beim Steine werfen zuzuschauen ist ein Schmunzeln wert. Ihre stärke liegt im Wort.

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vali.cp 29.12.2011, 18:54
11. den kann ich sehr wohl erkennen...

Zitat von nobby_l
Ich kann keinen Unterschied erkennen zwischen Ultras in Jerusalem und Islamisten an anderen Orten - beide Typen sind bereit, geradewegs wieder ins Mittelalter zurückzugehen.
Ich kenne das Problem der, man kann durchaus sagen, radikalen Juden nicht wirklich gut.

Allerdings sind mir bisher keine Fälle bekannt, bei denen Männer und Frauen gesteigt , Buddha Statuen gesprengt, Radio & TV verboten wurden.

Die Tötung von andersgläubigen als völlig ok angesehen wird.

Zu Weihnachten Anschläge auf Kirchen verübt werden.

Anhänger der gleichen Religion beim Gang zur Gottesstätte in die Luft gejagt wurden.

_Liste biliebig fort zu setzen_

Und der wesentliche Unterschied, der hier höchste Anerkennung verlangt, ist, dass sich die Allgemeinheit der Juden, die so genannten gemäßigten (wenn man so will) von den radikalen distanzieren und öffentlich gegen diese radikalen Kräfte kämpfen. Der Präsident öffentlich dazu aufruft dagegen vor zu gehen!

Ein Zustand den man in der islamischen Welt bisher nicht sehen konnte. Mir ist jedenfalls keine Demonstration von Muslimen bekannt, die gegen radikale Einflüsse in den jeweiligen Ländern stattgefunden hat. Und bitte kommen Sie mir jetzt nicht mit vereinzelten Frauen aus Saudi Arabien, die demonstrativ Auto fahren.

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hello07 29.12.2011, 19:03
12. Wann wird die Welt endlich vernünftig?

Zitat von sysop
Militante Ultrareligiöse fordern Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit. Doch Tausende Israelis wehren sich gegen deren wachsenden Einfluss und die zunehmende Diskriminierung von Frauen. Es*geht um*mehr als Gleichberechtigung - sie*kämpfen um den Charakter ihres Staates.

und kommt zur Einsicht dass Religionen ins Reich des Mittelalters gehören?

Die Schöpfung des Universums sieht nämlich ganz anders aus...

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hello07 29.12.2011, 19:10
13.

Zitat von flower power
auch in Europa eine Militarisierung der Religion festzustellen. Sog. Bibeltreue wollen einen scharfen Glauben leben, bei dem die Frau dem Manne Untertan ist. Alles ist auf den Mann abgestimmt. Rechts , oder wie man das auch beschreiben möchte, der Volksreligionen ist ein erbitterter Kampf um Entrückung und richtigen Glauben ausgebrochen. Alles wird nur unter der Pflicht dem Herrn zu dienen und ihm zu loben ausgerichtet. Zirkel und andere Konstruktionen haben sich gebildet und kämpfen mit allen taktischen Maßnahmen gegen den andersgläubigen. Israel wird als das untastbare Land Jesu dargestellt. Leute, es ist Zeit sich der echten Inhalte eines friedlichen Miteinanders zu besinnen. Ultras helfen da wenig, auch keine ewig Gestrige. Und schon gar verwerflich ist es, denen Sonderrechte einzuräumen. Doch auch der zügellose Kapitalismus und der uneinsichtige Egoismus sind die falsche Wahl. Die Zeichen stehen eben auf Sturm.

Da teile ich ihre Meinung aber nicht vollständig. In Deutschland ist
ein Trend weg von den Religionen feststellbar. Hierzulande steht man den Kirchen und ihren Vertretern eher misstrauisch gegenüber...

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yaelle.schlichting 29.12.2011, 19:12
14. Ihr Kommentar freut mich

Zitat von lalü
Ohne die Gottgläubigen gebe es vielleicht kein Judentum mehr. Orthodoxe zum Militär, sie lehnen den Dienst an der Waffe ab. Sie verbringe den größten teil ihres Leben mit dem Studium der Tora und haben in der Regel viele Kinder. Dadurch bekommen sie ein Übergewicht in Israel und kollidieren mit dem Liberalen, das so zwangsläufig zu etwas Spannungen führt. Die Busfahrten sind für Europäer eh gewohnheitsbedürftig und man sollte die Schlagfertigkeit Israelischer Frauen nicht unterschätzen. Ich kann mir nicht vorstellen dass es zu Ausschreitungen kommen kann, den Orthodoxen beim Steine werfen zuzuschauen ist ein Schmunzeln wert. Ihre stärke liegt im Wort.
Ich freue mich darueber, dass Sie die noetige Distanz wahren und die Sache so beschreiben, wie sie ist. Die Israelische Gesellschaft wird das selber regeln und die extremeren Hareidim werden ihren Platz finden.

Ich schaetze die Hareidim als sehr gebildete Gespraechspartner und wir sind in den wenigen Gespraechen, die ich mit ihnen fuehren durfte immer sehr schnell auf einen gruenen Zweig gekommen. Diese Menschen lassen sich ja auch ueberzeugen, nur muss man mit anstaendigen Argumenten daherkommen. Westliches Gefasel beeindruckt diese Leute ueberhaupt nicht. Nur wer die Torah von vorne bis hinten wirklich kennt und verstanden hat (und zwar in Juedischer Auslegung) kriegt in dieser Sache wirklich einen Fuss auf den Boden.

UND: Ihre eigenen Frauen staerken ihnen den Ruecken! Die sind wirklich wie Pech und Schwefel!

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Lochblech.19 29.12.2011, 19:12
15. Da,

Zitat von ernie78
soweit ich gehört habe leben die ultra-orthodoxen von almosen, weil sie keiner arbeit nachgehen. und zum militär gehen sie auch nicht. eine schönes leben.
hat aber einer den Artikel sowas von gelesen! Aber,... mal wieder nur ein Teil herausgepickt und dann losgeteufelt. Bitte schon das ganze lesen und verstehen: Wenn es der Staat Israel in seiner Gründerzeit so für die Orthodoxen eingerichtet hat, dann tun jetzt auch nichts wmit man mit dem Finger zeigen muss. Jedoch kann der Staat Israel mal darüber nachdenken was mit diesen Previlegien fördert und ob es noch im Sinne des Saates und Allgemeinwohl ist.

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betty.ford 29.12.2011, 19:13
16. ganz einfach

Zitat von Mario V.
Ach, aber warum soll es uns dann was angehen, wenn in Afghanistan oder Saudi-Arabien Frauen unterdrückt werden?
in diesen ländern ist die unterdrückung von frauen gesellschaftliche norm. israel ist eine fortschrittliche und (auch in geschlechterfragen) recht tolerante gesellschaft. vorgänge wie diese sind die ausnahme. und wie jedes andere zivilisierte land hat sich halt auch israel mit radikalen minderheiten herumzuschlagen. Sie können sich also bedenkenlos weiter gegen die systematische frauenunterdrückung in unrechtsstaaten wie s.-arabien engagieren, ohne demokratisch-egalitäre staaten mit ratschlägen in sachen extremismusbekämpfung beglücken zu müssen.

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vaclaus 29.12.2011, 19:15
17. warum arbeiten?

Zitat von ernie78
soweit ich gehört habe leben die ultra-orthodoxen von almosen, weil sie keiner arbeit nachgehen. und zum militär gehen sie auch nicht. eine schönes leben.
Warum sollen sie arbeiten? Die katholischen Priester, Ordenbrüder und Ordenschwester arbeiten im Sinne "Leistung muß sich wieder lohnen" auch nicht. Sie werden, ähnlich wie die Ultra-orthodoxen durch Almosen, Kirchensteuer, Kollekte usw. am Leben gehalten. Dafür studieren sie die heiligen Texte, ähnlich wie die Ultra-orthodoxen und beten für uns Sündigen.

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yaelle.schlichting 29.12.2011, 19:21
18. wir sind gluecklicherweise nicht "Ueberall"

Zitat von nobby_l
Ich kann keinen Unterschied erkennen zwischen Ultras in Jerusalem und Islamisten an anderen Orten - beide Typen sind bereit, geradewegs wieder ins Mittelalter zurückzugehen. Strikteste Trennung von Staat und Kirche, das wünsche ich mir überall, auch in Deutschland. Ich brauche kein Kreuz in einem Gerichtssaal, auch wenn ich christlich erzogen wurde.
1. Ich kenne das Problem, dass die Leute den Unterschied zwischen ultra-Orthodoxen und Islamisten nicht erkennen koennen.
Schauen sie sich die beiden Gesellschaften mal genau an, die Juedische und die Islamische, dann sehen vielleicht auch Sie den Unterschied.

2. Es ist ein Glueck, dass jeder nach seiner Façon gluecklich werden darf, solange er andere nicht in ihren Rechten einschraenkt. Und wir Juden haben das grosse Glueck, dass wir einen Juedischen Staat aufbauen konnten. Sie tun sich damit vielleicht schwer, aber es ist nicht ihr Problem, oder leben sie vielleicht in Israel?

Zudem ist Israel ein freies, pluralistisches Land, in dem die Sekularen eben auch sekular leben duerfen. Es gibt ein paar Probleme, bei denen die Buerger Israels den Kopf schuetteln, aber bei genauer Betrachtung gibt es auch dafuer Loesungen und zudem sind das wieder keine Deutschen sondern Israelische Probleme.

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Lochblech.19 29.12.2011, 19:23
19. Stimmt,

Zitat von lalü
Die Busfahrten sind für Europäer eh gewohnheitsbedürftig und man sollte die Schlagfertigkeit Israelischer Frauen nicht unterschätzen.
und überhaupt sind die Frauen ja selber Schuld (wollen Sie uns sagen?). Wow, was ein Thread!!

Zitat von lalü
Ich kann mir nicht vorstellen dass es zu Ausschreitungen kommen kann, den Orthodoxen beim Steine werfen zuzuschauen ist ein Schmunzeln wert. Ihre stärke liegt im Wort.
Auch das stimmt, wenn man den Artikel vollständig gelesen hat: "Hure" hat er sie genannt. Ein starkes Wort, aber die argumentative Stärke der Orthodoxen, die Sie ja mit Ihrem letzten Satz andeuten wollen, die vermag man nicht zu erkennen. So,n Wort schafft auch ein Grundschüler mit der gleichen Sinnlosigkeit.

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