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Kulturstreit in Israel: Unzüchtige gegen Ultrafromme

Militante Ultrareligiöse fordern Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit. Doch Tausende Israelis wehren sich gegen deren wachsenden Einfluss und die zunehmende Diskriminierung von Frauen. Es*geht um*mehr als Gleichberechtigung - sie*kämpfen um den Charakter ihres Staates. Israel: Kulturkampf der Ultrafrommen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

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johann_krautmann 30.12.2011, 09:44
80. Tschu tschu

Zitat von chang55
..die erwähnten Bücher haben innerhalb der drei monotheistischen Sekten eine andere Bedeutung. Und? Märchenbuch ist vielleicht nicht völlig korrekt, trifft es aber im Kern doch sehr gut. Für einen Außenstehenden sind die erwähnten Unterschiede marginal und genauso uninteressant wie die "Unterschiede" zwischen den deutschen Blockparteien CDU und SPD.
Und hier kommt auch extra für Sie der Wayne Train! Tschu Tschuu

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hubertrudnick1 30.12.2011, 09:44
81. Ultrafromme

Zitat von sonnemond
Hey, ein sehr interessanter Artikel und ebenso spannende Hintergrundinformationen! Die ultrafrommen Juden erinnern doch sehr an die Islamisten. was für ein Witz. Frauenfeindlich, in höchstem Maße unbewusst und direkt im Mittelalter anzusiedeln (Ultra-Christen passen in den gleichen Sack) - wie halt glaubensorientierte Religionen so sind. Erfahrungsorientierte Religionen wie Buddhismus, Taoismus etc. sind da um Lichtjahre voraus.
Ultrafromme in den Religionen, oder Ideologien sind über all gleich, sie leben rückwärtsgewandt, sie akzeptieren die Gegenwardt und Zukunft nicht.
In einer weiterentwickleten Welt muss man ihnen ihre Grenzen aufzeigen.
Wenn wir in Mitteleuropa nicht die Zeit der Aufklärung durchlaufen hätten, dann würde es mit der Religion auch bei uns noch wie im Mittelalter sein, darum ist es sehr wichtig für alle Länder eine strikte Trennung zwischen Staat und Religion durchzusetzen.
HR

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Mononatriumglutamat 30.12.2011, 10:09
82.

Zitat von hugahuga
Ohne es nachweisen zu können, kann vermutet werden, dass die Fertilitätsrate auch als ,Waffe zur Veränderung' eingesetzt werden soll.
IIRC war es Jassir "the dead terrorist" Arafat, der erklärt hat, seine stärkste Waffe sei die Gebärmutter der palästinensisch-arabischen Frau.

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markus_wienken 30.12.2011, 10:19
83.

Zitat von atech
Menschenrechtsverletzungen gehen uns alle etwas an.

Menschenrechtsverletzungen gehen nur diejenigen etwas an die diese Werte auch anerkennen.
Andere Menschen/Kulturen/Länder haben andere Werte als die menschenrechte und halten diese dann auch für wichtiger.

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atech 30.12.2011, 10:19
84.

Zitat von Mononatriumglutamat
Dass es dort um die Siedlungen ginge, ist nichts als die (zugegeben sehr professionelle und leider erfolgreiche) Propaganda der palästinensischen Friedensfeinde. Es geht nicht um die Siedlungen. Es geht um Israels Existenz, und sonst um rein gar nichts.
das aktuelle Forumsthema sind ausnahmsweise mal nicht die illegalen Siedlungen, sondern die Frage, welche Art Gesellschaft Israel sein möchte.
Eine Gesellschaft, in der Frauen gleichberechtigt sind, oder eine Gesellschaft, in der Frauen aus dem öffentlichen Leben verdrängt werden. In der sie - wenn es nach den Ultraorthodoxen geht - in der Armee keine Männer mehr ausbilden oder befehligen dürften, in der Öffentlichkeit weder singen noch vorne im Bus mitfahren dürften, in Geschäften nur in "züchtiger Kleidung" bedienen und sich an getrennten Kassen anstellen müssten. Eine Gesellschaft, in der sie schon als 8-jährige Mädchen verhüllt werden müssten, um erwachsene Männer nicht sexuell zu erregen. Usw.

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atech 30.12.2011, 10:31
85. ist das Ihr Ernst?

Zitat von markus_wienken
Nö Menschenrechtsverletzungen gehen nur diejenigen etwas an die diese Werte auch anerkennen. Andere Menschen/Kulturen/Länder haben andere Werte als die menschenrechte und halten diese dann auch für wichtiger.
mit dieser Einstellung kann man sich einen Kommentar zu allem, was ausserhalb des eigenen Landes geschieht, ersparen. Denn das was anderswo geschieht, ist schliesslich der anderen Kultur geschuldet. Krieg, Folter und Menschenrechtsverletzungen gehen uns dann alle nichts an.

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Mononatriumglutamat 30.12.2011, 10:34
86.

Zitat von dadanchali
Lieber Spon, es ist 1:15 und nur 35 Threats zu diesem Thema?
Was Sie meinen, sind nicht Threads (ja, mit "d" -- "thread" heißt auf englisch soviel wie "Faden", hier im Sinne von "Diskussionsfaden", "threat" jedoch soviel wie "Bedrohung"), sondern Postings. Und dass Sie nachts um 1:15 nicht durchkommen, hat einen einfachen Grund: nachts schlafen die Moderatoren doch.

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marit 30.12.2011, 10:38
87.

Zitat von pamiri
das ist eine typisch "westlicher" blick... die sache ist, wie bei jeder kultur, viel komplexer.
Dieser „westliche“ Blick von mir wurde in den letzten 15 Jahren vor allem geprägt durch nicht Orthodoxe Juden.
Von denen mir einige schon vor 15 Jahren die Ohren vollgejammert haben weil diese [zensiert] sie nicht in Ruhe lassen und sich ständig in ihr Leben einmischen.
Würde ich hier nur die Hälfte der Formulierungen verwenden die diese damals im Studium verwendet hätten, dann würde ich hier gesperrt werden.

Zitat von pamiri
und wenn jemanden nicht die gleichen normen und werte teilt als "im mittelalter verhaftet" oder als unterdrueckt zu betrachten, engt das blickfeld viel zu sehr ein.
Ich denke nicht das ihr Sichtfeld zu sehr eingeengt war.
Und warum ist mein Sichtfeld eingeengt wenn ich anmerke das es selbstverständlich ist, wenn eine Frau alles für ihren Mann tut wenn sie nichts anders darf und sie nichts anderes gelernt hat.
Warum ist aber kein eingeengtes Sichtfeld wenn Orthodoxe ihren Lebensstil auf andere übertragen wollen und andere dazu zwingen sich ihrem Leben anzupassen?

Zitat von pamiri
es gibt eine menge frauen in anderen laendern, die sehr negativ ueber die "westliche" kultur denken - und sie "mitleid mit den frauen in europa" empfinden. die welt ist bunt, das sollte man nie vergessen!
Und warum denken sie negativ darüber?
Weil sie es nicht anders kennen? Weil sie keine Verantwortung übernehmen möchten? Weil sie etwas anderes gar nicht denken dürfen? Weil sie alles verlieren würden (Familie, Mann, Kinder, EHRE) wenn sie selbst über ihr Leben bestimmen?

Zitat von pamiri
die "modernen" israelis, die haben angst, weil sie die macht der demographie sehr gut kennen...
Und weil es sie stört, das sie diejenigen beschützen und finanzieren müssen, die ihren Lebensstil zerstören wollen.

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Oi!Olli 30.12.2011, 10:38
88.

Zitat von Apologet
Also wie viele Foristen hier willig über dieses Stöckchen springen, das SPON ihnen hinhält. Mit einer riesigen Lupe wird ein absolut vernachlässigbares Problemchen aus Randgruppen der israelischen Gesellschaft beleuchtet. Netanyahu lässt keinen Zweifel daran, dass Israel eine offene und tolerante Gesellschaft ist und bleibt. Und er ist der Konservative! Keine Gefahr also in Verzug. Reisen Sie nach Israel - Sie werden schon sehen.

Das dieses Problem zu vernachlässigen ist sehen selbst die Israelis anders wenn ich mir so die Postings meiner israelischen Bekannten in den sozialen Netzwerken so angucke.

Und es wäre ja nicht das erste Mal das eine Minderheit versucht ihren Willen durchzusetzen. Egal ob in Israel oder woanders da kann man also schon darüber berichten.

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Oi!Olli 30.12.2011, 10:46
89.

Zitat von Tuxeedo
Guter Witz. Da sehe ich jetzt etliche Mönche und Nonnen vor Lachen unterm Tisch liegen, z.B. die Benediktiner vom Kloster Andechs, die ca. 25 Millionen Jahresumsatz machen.

Die Frage ist nicht wie viel Umsatz man macht sondern wie viel Gewinn. Umsatz alleine heißt nichts.

Und auch wenn sein Beitrag ziemlich polemisch war die meisten "kirchlichen" Einrichtungen hier werden zum Großteil vom Staat getragen. Bestimmen dürfen aber die Kirchenoberhäupter obwohl sie den Betrieb und den Großteil des Personals nicht mal finanzieren.

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