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Landwirtschaft: Äcker könnten vier Milliarden Menschen mehr ernähren
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Ein Viertel der Ernte wird Tierfutter, mehrere Prozent Biotreibstoff: Nahrungspflanzen werden alles andere als optimal verwendet. Forscher haben berechnet, wie viele Menschen wirklich satt werden könnten. Heutiges Ackerland könnte vier Milliarden Menschen mehr ernähren - SPIEGEL ONLINE

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willi.mueller.1919 02.08.2013, 15:29
1. Wahrheit

Vier Millarden mehr Menschen mit Essen zu versorgen hieße auch, dass diese Menschen weil sie keinen Hunger leiden sich vermehren und wovon sollen dann die nächsten viere Millarden ernährt werden. Noch mehr unserer Spezies verträgt der Planet jetzt schon nicht.

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mps58 02.08.2013, 15:43
2. Das sollten wir besser vermeiden

Selbst wenn man vier Milliarden mehr Menschen ernähren könnte, sollten wir einen solchen Bevölkerungszuwachs tunlichst vermeiden, da jeder zusätzliche Bewohner auf diesem Planeten für zusätzliche Verschmutzung und zusätzliche Zersiedelung unseres Planeten sorgt. Diese Studie ist ungefähr so sinnvoll, wie die Guinness-Rekordversuche möglichst viele Personen in einen VW-Käfer zu quetschen.

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a_friend 02.08.2013, 15:46
3. Nicht die Menge ist entscheidend...

Die Frage in unserem Wirtschaftssystem ist nicht, ob genug Essen für alle vorhanden ist, sondern ob wir uns das Essen in Zukunft noch leisten können!

Spekulationen auf Nahrungsmittel, Gewinnmaximierung in der Agrarindustrie (z.B. duch GMO), Verschwendung von Nahrungsmitteln als Biotreibstoff und nicht zuletzt unsere Überflußkultur (man schaue sich mal an, was morgen abend wieder bei vielen Supermärkten in der Mülltonne landet) führen dazu, daß selbst Grundnahrungsmittel in ärmeren Ländern teilweise unerschwinglich für die Bevölkerung geworden sind.

Und bei der Studie wurde nicht die zukünftige Entwicklung der Ackerfläche weltweit beachtet - durch den Klimawandel wird diese in den nächsten Jahren drastisch abnehmen.

Sollten wir nicht mal langsam umdenken?

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anonymousx 02.08.2013, 15:51
4. Vorsicht!!

Zitat von sysop
Ein Viertel der Ernte wird Tierfutter, mehrere Prozent Biotreibstoff: Nahrungspflanzen werden alles andere als optimal verwendet. Forscher haben berechnet, wie viele Menschen wirklich satt werden könnten.
An Alle die hier das Bedrohungsszenario einer noch schneller steigenden Weltbevölkerung heraufbeschwören:

Wie sieht es denn in den Ländern aus, die einen höheren Lebensstandard haben? Die Geburtenrate ist viel niederiger als bei Ländern mit niedrigem Lebensstandard. Oftmals werden doch aus genau dem Grund der Versorgungssicherheit mehr Kinder gemacht als eigentlich notwendig. Wenn alle Menschen einen ausreichenden Zugang zu Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Medizin und vor allem Bildung hätten, dann wäre das Übervölkerungsproblem in null komma nix gelöst, denn die Wachstumsraten in Afrika und den anderen Problemgebieten wären Geschichte. Ebenso das Abwandern von Bevölkerung z.B. übers Mittelmeer und damit das oft hervorgehobene Überfremdungsproblem. Also an Stelle der unmenschlichen Lösung die hier ernsthaft in Erwägung gezogen wird, nämlich weiterhin wenig Nahrung produzieren, damit das Zuviel an Menschen verhungert, sollten die entwickelten Länder endlich aufwachen.

Es geht keinesfalls darum mehr Menschen zu haben die davon ernährt werden sondern den Irsinn aufzuzeigen, dass, obwohl wir wesentlich mehr Menschen ernähren könnten, verhungern und verdursten Jährlich genauso viele Menschen weltweit wie es Opfer in den 6 Jahren des zweiten Weltkriegs gab.

Mehr Lebensstandard heisst weniger Kinder, so einfach ist das. Und damit meine ich nicht Fernseher oder sowas, sondern banale Dinge wie Essen und Trinken. Aber wer das nicht begreift.... Hauptsache die vielen Menschen verhungern, damit wir nicht zu viele werden. ekelhaft ist das.

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hansiii 02.08.2013, 15:56
5. optional

Also ich soll kein Rind mehr essen damit die Bauern ihre Produktion von Futtermittel auf Nahrungspflanzen ändern und diese dann anschliessend kostenlos an Länder wie z.B. den Jemen verteilen damit die Leute dort auch in Zukunft 4 Ehefrauen und 20 Kinder bekommen können?

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heyheymymy 02.08.2013, 15:56
6. optional

Der Artikel lässt leider den Fakt unter den Tisch fallen, dass in den westlichen Industrienationen über 50% der produzierten Nahrungsmittel wieder entsorgt werden.

Nimmt man diesen Faktor mit in die Berechnungen, würde man wahrscheinlich zum Ergebnis kommen, dass mit den heutigen Anbauflächen und -techniken mehr als 15 Milliarden Menschen ernährt werden könnten.

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deepfritz 02.08.2013, 15:58
7.

So lange wir ein starkes Bevölkerungswachstum haben bringt alle Ressourcensparsamkeit nichts. Pro Kopf wird weniger verbraucht, in reinen Zahlen aber mehr!

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fusselsieb 02.08.2013, 15:58
8. 4 Mrd mehr

4 Mrd mehr, die irgendwann Autofahren wollen, die heizen oder kühlen wollen, kurzum die alle ein Recht auf einen gehobenen Lebensstandard haben.

Nur, woher nehmen?
Da wird der Mensch reduziert auf's Essen, die anderen Bedürfnisse sind offenbar egal.

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chronos-kronos 02.08.2013, 16:05
9. Wie viele Menschen ernährt werden KÖNNTEN

Zitat von sysop
Ein Viertel der Ernte wird Tierfutter, mehrere Prozent Biotreibstoff: Nahrungspflanzen werden alles andere als optimal verwendet. Forscher haben berechnet, wie viele Menschen wirklich satt werden könnten.
... ist irrelevant, solange Millionen Menschen an Hunger und den Folgen von Unterernährung sterben.
... ist irrelevant, solange der Agrarmarkt auf Maximalprofit getrimmt ist und zur "Preisgestaltung" Nahrungsmittel vernichtet oder wegen nicht verkaufbarer Überproduktion vernichtet wird.
... ist irrelevant, so lange die weltweiten Sozialsysteme nur in relativ wenigen Ländern existieren.

Die Menschen in den armen Ländern (oder in Bevölkerungsschichten nicht so armer Länder) "produzieren" Kinder, weil diese für die Altersvorsorge notwendig sind und die Kindersterblichkeit so hoch ist, das man 4-5 Kinder braucht, weil man damit rechnen muss, dass nur 2-3 Kinder überleben. Wie in der Steinzeit, als nur eine bestimmte Größe das Überleben der Sippe sichern konnte.

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