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Landwirtschaft: Äcker könnten vier Milliarden Menschen mehr ernähren
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Ein Viertel der Ernte wird Tierfutter, mehrere Prozent Biotreibstoff: Nahrungspflanzen werden alles andere als optimal verwendet. Forscher haben berechnet, wie viele Menschen wirklich satt werden könnten. Heutiges Ackerland könnte vier Milliarden Menschen mehr ernähren - SPIEGEL ONLINE

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silverhair 02.08.2013, 22:29
80.

Zitat von menschzweiterklasse
... Tja, mal langsam anzudenken, dass die Erde nicht unbegrenzt Menschen aufnehmen kann, ist ja höchst unbeliebt. Stattdessen wirft die Politik den Vermehrungswütigen noch Geld hinterher. Liebe Eltern, eure angeblich so geliebten Kinder haben eine apokalyptische Zukunft vor sich. Ihr seid sowohl für deren Leid als auch für die Apokalypse verantwortlich.
tja,, nun, die Regierung die Banken erzeugen Zahlungsmittel - kein "Geld" . Geld ist ein Vertrag auf gegenseitigkeit - und das Geld was sie bekommen kommt immer von anderen, und sie müssen es anderen geben damit es überhaupt eine Bedeutung hat!

Zahlungsmittel - das ist ein Schuldverprechen von "anderen Menschen" - und deshalb produziert man davon unendliche Mengen - mit einem fingersnip in der Hoffnung das man auch noch andere Menschen hat die diese "Schuld" mal begleichen!

Kurz, ist ist vollkommen egal ob sie Geld haben /sparen oder nicht, ohne die Menschen die ihnen dafür etwas geben ist es einfach wertloser Müll!

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nixda 02.08.2013, 22:40
81. rotten wir die Viecher aus

weg mit dem Regenwald, dann könnten nochmals 2 Milliarden Menschen mehr "leben". Wenn wir jede Fussballwiese, Golfplatz, jedes Naturschutzgebiet auch noch platt machen und zu überdüngten Feldern machen dann liegen vielleicht nochmals ein paar hundert Millionen Menschen drin.

Oder Friedhöfe, auf denen könnte man doch auch noch Gemüse anbauen.

Ganz wichtig ist jedoch, dass wie jedes Tier ausrotten, dass Gemüse wegfrisst. Dadurch könnten sicher nochmals ein paar hundert Millionen Menschen leben. Hei wird das lustig.

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Hermes75 02.08.2013, 23:08
82.

Zitat von silverhair
Vergessen sie das mit ihren Ideen von Wachstumseinschränkung! Ihr "Wohlstand" kommt nicht aus Heilsversprechen, sondern aus von den anderen Menschen immer, und das was die an Wohlstandsverzicht in die Westlichen Staaten transportieren fehlt dort eben genauso wie es in Europa fehlen wird! Das gesamte Wirtschaftssystem der westlichen Natiionen war nur erfolgreich, weil man immer mehr Menschen einbinden konnte - Autos wurden erst rentabel als es genügend Menschen die es kauften gab, handys brauchen gigantische Mengen an "anzurufenden" damit sich das überhaupt lohnt - und Flugverkehr, Computer , alles was wir produzieren existiert nur weil wir gigantische Massen an Konsumenten laufend einbinden! Um zwischen 1800 und 1900 stieg die zahl der Menschen auf diese 2 mrd. - und der "Wohlstand" bestand darin sich ein Pferd leisten zu können. Wenn die Anzahl der Menschen wieder auf diesen Stand sinkt, wird auch die technik im gleichen Maße verschwinden - und sie landen dann wahrscheinlich aber nicht beim Pferd, sondern als Leibeigener irgendeines selbsternannten Warlords der ihnen dann mit dem Hammer auf dem Kopf diesen Unsinn mal genau erklären wird!
Mit Verlaub, aber was Sie sich hier zusammendichten ist ausgemachter Unfug. Die Weltwirtschaft spielt sich zu 90% in Nordamerika, Europa und Ostasien ab.
Bruttoinlandsprodukt
Würden morgen Afrika oder Südamerika von der Landkarte verschwinden, so hätte das nur geringe Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Es würden ein paar Rohstoffe und Güter fehlen, aber die Nachfrage würde sich kaum ändern.

Der Großteil des Bevölkerungswachstums findet in Entwicklungsländern statt, wo die Menschen kaum Kaufkraft haben.
Für die Wirtschaft sind aber nur die Leute interessant, die sich auch etwas kaufen können.
Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf

Massenfertigung hilft zwar die Produktionskosten zu senken, aber prinzipiell wird keine Technologie verschwinden, nur weil etwas weniger Menschen da sind.

Ihr Szenario vom Ende der Zivilisation wird viel eher eintreten, weil die Rohstoffe knapp werden, die für unsere moderne Technologie essentiell sind.
So sind die westlichen Industriestaaten z.B. auf unglaubliche Mengen an Energie und Erdöl angewiesen. Eine Verknappung des Erdöls wäre eine viel größere Bedrohung unseres Wohlstandes als wenn morgen ein oder zwei Mrd. Menschen weniger auf der Welt lebten.

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weltverkehrt 03.08.2013, 01:19
83.

Zitat von kulinux
Und ja, wie schon jemand bemerkte, dass sind jährlich mehr als im II. Weltkrieg. Dies ist kein "Wirtschaftssystem", dies ist ein Mordsystem: Genauso wie die IG Farben und die Rüstungsindustrie unter den Nazis (bzw. hinter den Nazis) die Arbeitssklaven der KZ brauchte, um zu "funktionieren" (= Profit abzuwerfen), genauso braucht unser Wirtschaftssystem die Hungertoten, um zu funktionieren.
Nun mal langsam!

Natürlich hat der zweite Weltkrieg auch Hungersnöte zur Folge gehabt und dadurch auch Tote. Vielleicht nicht in Zentralafrika, da nicht wichtiger Schauplatz, aber in vielen Ländern der Welt insbesondere Europas. Zweitens: Tatsächlich gab es auch Zwangsarbeit unter den Nazis in Deutschland in der Landwirtschaft. Innerhalb meiner Verwandtschaft musste auch ein Pole auf dem Hof aushelfen, verordnet, da der Familienvater im Krieg verstorben war und die Nahrungsversorgung kriegswichtig war. Auch wenn es zunächst Zwang war, blieb er noch einige Jahre nach dem Krieg und seiner Befreiung auf dem Hof und mit ihm und seiner späteren Frau in Polen gab es eine beständige Freundschaft und auch Besuche, sofern möglich, bis zu deren Tod. Tatsache ist nebenbei, dass schon vor dem Krieg viele Polen als Erntehelfer in die Region geholt wurden, genau wie heute auch und diesen natürlichen Zwang zumindest in dem Fall keineswegs als schlimmstes Übel empfanden, sondern als Angebot. Das wissen die wenigsten.

Drittens: Wenn in Teilen Afrikas als Beispiel 6 Menschen pro Hektar ernährt werden können oder weniger, Familien aber oftmals nichtmal einen Hektar Land haben, aber dafür 10 Familienmitglieder inklusive der Alten ernähren müssen, was hat das Leid mit Kapitalismus zu tun in einer dörflichen Wirtschaft? Und wenn die dann noch als ganzen Stolz eine Kuh/Ziege oder ein paar haben, wobei die Kühe abwechselnd den Pflug oder anderes Gerät ziehen, wollen Sie diesen Mindeststandard verbieten? Die Kuh/der Ochse mag zehnmalmehr Nahrung verbrauchen, sie schont aber die Gesundheit der Familie, insbesondere dann, wenn die Ernte schlecht war.

So funktioniert eben leider die "nachhaltige Erzeugung" in der Landwirtschaft nach Prinzip "Vor-Mittelalter". Bevor der Mensch dran glaubt, glaubt erst das Nutztier dran. Das möchten Sie wohl gerne überspringen...?

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OneTwoThree 03.08.2013, 06:43
84.

Zitat von anonymousx
An Alle die hier das Bedrohungsszenario einer noch schneller steigenden Weltbevölkerung heraufbeschwören: Wie sieht es denn in den Ländern aus, die einen höheren Lebensstandard haben? Die Geburtenrate ist viel niederiger als bei Ländern mit niedrigem Lebensstandard. Oftmals werden doch aus genau dem Grund der Versorgungssicherheit mehr Kinder gemacht als eigentlich notwendig. Wenn alle Menschen einen ausreichenden Zugang zu Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Medizin und vor allem Bildung hätten, dann wäre das Übervölkerungsproblem in null komma nix gelöst, denn die Wachstumsraten in Afrika und den anderen Problemgebieten wären Geschichte. Ebenso das Abwandern von Bevölkerung z.B. übers Mittelmeer und damit das oft hervorgehobene Überfremdungsproblem. Also an Stelle der unmenschlichen Lösung die hier ernsthaft in Erwägung gezogen wird, nämlich weiterhin wenig Nahrung produzieren, damit das Zuviel an Menschen verhungert, sollten die entwickelten Länder endlich aufwachen. Es geht keinesfalls darum mehr Menschen zu haben die davon ernährt werden sondern den Irsinn aufzuzeigen, dass, obwohl wir wesentlich mehr Menschen ernähren könnten, verhungern und verdursten Jährlich genauso viele Menschen weltweit wie es Opfer in den 6 Jahren des zweiten Weltkriegs gab. Mehr Lebensstandard heisst weniger Kinder, so einfach ist das. Und damit meine ich nicht Fernseher oder sowas, sondern banale Dinge wie Essen und Trinken. Aber wer das nicht begreift.... Hauptsache die vielen Menschen verhungern, damit wir nicht zu viele werden. ekelhaft ist das.
Und was wollen Sie uns damit sagen?

Ich persönlich zwinge niemanden, Kinder in die Welt zu setzen.
Allerdings erwarte ich von denen mit Kindern auch, dass diese mir nicht ihre Probleme aufbürden.
Jemand in einem 3.Welt-Land möchte viele Kinder?
Fein, soll er. Er soll sich bloss nicht beschweren, dass 5 von 8 Kindern verhungern/verdursten.
Das sowas in der Regel passiert, ist den Leuten dort schon selber klar, sie sehen es ja jeden Tag. Und trotzdem werden dort immer mehr Kinder geboren. Ich habe dort kein Mitleid. Denn einerseits wird erwartet, dass man die Kultur der entsprechenden Bevölkerungsgruppen achtet, andererseits wird gefordert, dass man unterstützen soll.
Die Leute dort sind auch genau so egoistisch wie wir in der ´´zivilisierten Welt´´ - die Kinderschar ist nur Mittel zum Zweck und ist mangelnder Verhütung, urzeitlichen Strukturen und einer allgemeinen Gleichgültigkeit gegenüber der eigenen Verantwortung seiner Umwelt gegenüber geschuldet.

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Uwe S. 03.08.2013, 07:33
85. Was für schwachsinnige...

Aussagen. Natürlich müssen auch Tiere ernährt werden und natürlich werden die Pflanzen unseref Äcker auch zu anderem als nur zum Essen verwendet, z. Bsp. zur Textilherstellung. Und sollten tatsächlich 4 000 000 000 Menschen mehr diese Erde kahlfressen. Die wirkliche 'Heuschreckenplage' sind doch wir Menschen. Und was tun wir nicht alles dieser Erde an? Als ob uns die Geschichte nicht gezeigt hätte, zj was das führen wird !

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el`Ol 03.08.2013, 08:31
86. Algen

Zitat von sunnycinderella
Medienberichten zufolge sind die Phosphatvorkommen, die derzeit noch hemmungslos vor allem für die Düngemittelproduktiion ausgebeutet werden, in 5 bis 6 Jahrzehnten erschöpft. Und dann???
Da muss ich noch mal eine Lanze für die Algen brechen. Die werden die preisgünstigste Methode sein, Phosphat aus dem Meer zu gewinnen, und mit den richtigen Stämmen bekommen wir dabei auch noch Sprit geliefert.

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rkinfo 03.08.2013, 08:34
87. Globale Kornkammer EU

Ab 2015 wird die EU den Globus zusehens mit Nahrung fluten und gleichzeitig der EU Nahrungsmarkt per Freihandelszone USA massiv Importe erleben. Afrika benötigt mehr eigene Kornkammern für bald 2 - 3 Mrd statt über 1 Mrd Einwohner. Aber ohne Importe plus variable Biosprit Produktion (aus afrikanischen Zucker, Öl Pflanzen) wird es kaum wirtschaftlich klappen. Ohne Biosprit haben wir das Problem Preisverfall sobald Entwicklungsländer einfach Produktionsmengen erhöhen.
Um den Hunger instand zu beenden wären Lebensmittelkarten und freier Export für EU und US Bauern angebracht. Nach wenigen Tagen wäre die Welt hungerfrei.

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Jochen Binikowski 03.08.2013, 09:31
88.

Zitat von weltverkehrt
Drittens: Wenn in Teilen Afrikas als Beispiel 6 Menschen pro Hektar ernährt werden können oder weniger, Familien aber oftmals nichtmal einen Hektar Land haben, aber dafür 10 Familienmitglieder inklusive der Alten ernähren müssen, was hat das Leid mit Kapitalismus zu tun in einer dörflichen Wirtschaft?
Wobei es in Afrika noch eine andere weit verbreitete Variante gibt: Kleinbauer besitzt 5 Hektar bestes Land, hat aber nur eine Hacke und ein Buschmesser sowie kein Startkapital. Deshalb kann er nur notdürftig mit schlechten Saatgut und zuwenig Dünger einen halben Hektar bewirtschaften und erntet dort mit Glück eine Tonne Mais. Würden alle 5 Hektar optimal bewirtschaftet sind locker 50 Tonnen Ernte drin.

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xtechnokratx 03.08.2013, 09:57
89. Ich

Zitat von OneTwoThree
Und was wollen Sie uns damit sagen? Ich persönlich zwinge niemanden, Kinder in die Welt zu setzen. Allerdings erwarte ich von denen mit Kindern auch, dass diese mir nicht ihre Probleme aufbürden. Jemand in einem 3.Welt-Land möchte viele Kinder? Fein, soll er. Er soll sich bloss nicht beschweren, dass 5 von 8 Kindern verhungern/verdursten. Das sowas in der Regel passiert, ist den Leuten dort schon selber klar, sie sehen es ja jeden Tag. Und trotzdem werden dort immer mehr Kinder geboren. Ich habe dort kein Mitleid. Denn einerseits wird erwartet, dass man die Kultur der entsprechenden Bevölkerungsgruppen achtet, andererseits wird gefordert, dass man unterstützen soll. Die Leute dort sind auch genau so egoistisch wie wir in der ´´zivilisierten Welt´´ - die Kinderschar ist nur Mittel zum Zweck und ist mangelnder Verhütung, urzeitlichen Strukturen und einer allgemeinen Gleichgültigkeit gegenüber der eigenen Verantwortung seiner Umwelt gegenüber geschuldet.
glaube eher in Afrika könnten eine Familie 40-50 Kinder haben und sie würden trotzdem noch weniger Ressourcen, Schäden an der Umwelt und Müll produzieren als hier ein einzelner in Europa.... Jetzt könnte man mal sehen was wir in den letzten 150 Jahren so verschwendet haben, da haben die Afrikaner ein Budget das reicht noch lange, irgendwie scheint mir ihr Motto ist verschwenden und alles ausbeuten darauf eine Zivilisation aufbauen und wenn dann andere nachziehen schnell mit dem Finger hinzeigen hey ihr dürft jetzt nicht auch noch dazu kommen ansonsten wird es zuviel. Vielleicht sollten wir erst einmal unsere Schäden der letzten 100 Jahre korrigieren....

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