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Legendärer US-Scharfschütze: Im Fadenkreuz des Teufels

Er hat mehr als 160 Menschen erschossen, als "Teufel von Ramadi" fürchteten ihn seine Feinde: Chris Kyle gilt als erfolgreichster Scharfschütze der US-Elitetruppe Navy Seals. In seiner Biographie berichtet er über Einsätze im Irak, den Moment vor dem ersten Abdrücken - und Reue. Legendärer US-Scharfschütze: Im Fadenkreuz des Teufels - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

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alex12 12.01.2012, 13:36
200. Die 160 ...

Zitat von leser_81
Eine Heldenverehrung wie diese finde ich zum brechen ! Ein Mann fällt zusammen mit einer militärischen Supermacht in ein Land ein, besetzt es, benimmt sich wie die "Axt im Walde" und erschießt dann noch aus dem Hinterhalt 160 Menschen. So ein Mensch wird jetzt hier als Held gefeiert ?
... wollten zum glück niemand aus dem hinterhalt töten? Die waren nur blumen flücken, ist ja allseits bekannt das dass eine der beliebtesten tätigkeiten in einem Krieg ist.
Das er die Iraker aus seiner sicht weiter als "Wilde" sieht ist doch klar, wenn er sie jetzt als menschen sehen würde könnte er keine Nacht mehr ruhig schlafen weil ihn die Bilder wieder einholen würden. Aus seiner sicht ist das doch verständlich.

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ratbag 12.01.2012, 13:36
201. Beruf?

Zitat von vlupme
Dieser man wurde über Jahre hinweg dazu ausgebildet mit einem Gewehr aus großer Distanz mit einem einzigen Schuss zu töten, er möchte sein erlerntes können nur anwenden. Erlerntes in die Realität umzusetzen ist im Berufsleben selbstverständlich, dieser Mann hat nur einen Beruf den viele hier als anstößig empfinden. Ein Film der diese Gier nach dem ersten Abschuss zeigt "Jarhead" könnten sie sich mal ansehen.
Den Film habe ich mir angesehen.

Es ist richtig wenn man die Verantwortung nicht nur diesem Mann gibt. Letztlich ist er auch nur Opfer. Opfer von einem moralisch vollkommen maroden System welches Kinder (was anderes sehe ich nicht in den ganzen amerikanischen Garnisonen die meinen Heimatort herum sind) zu solch kranken Mördern ausbildet.
Um dann weltweit andere Staaten zu überfallen und auszuplündern.

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Iulius Caesar 12.01.2012, 13:38
202. alle schuldig?

Zitat von
Laut englischem Wiki sind es 255 Tötungen, 160 davon offiziell bestätigt.
Und diese 255 waren natürlich alle schuldig, jeder einzelne?
Er steht in einem fremden Land. Nicht im eigenen Land gegenüber Angreifern, mit dem Rücken zur Wand. Sondern in einem fremden Land. Er knallt 255 Einheimische ab; aber die waren ja alle "schuldig, und hatten es verdient"?
So blöd kann doch nicht einmal solch ein Mitläufer sein.

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juttaweise 12.01.2012, 13:39
203. .

Zitat von killjoy
Dieser Mann hat seine Pflicht getan. Er ist weder ein Kriegsheld, noch ein Massenmörder. Diese moralisierende, falsche Empörung ist unangebracht. Klar kann man sich als 'besserer' Mensch fühlen, wenn man warm, satt und sicher in seinem Bürostuhl sitzt und seinen Zorn über die Grausamkeit der Welt in einem Internet-Forum herauslässt. Ist ganz einfach, dauert nur 5 Minuten, oder? Und sollte ich jemals in Lebensgefahr geraten, habe ich lieber einen Menschen wie Chris Kyle an meiner Seite als hundert Wohlstandspazifisten. Ein interessantes Buch, das auf meiner Leseliste gelandet ist.
ER war eben nicht ein einfacher Soldat, das ist das Perverse an dieser Geschichte. Man muss wohl ein ganz besonderer Mensch sein, um sich als Sniper ausbilden zu lassen, meinen Sie nicht? Welche Qualitäten muss so ein Mensch haben?

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FreiesGermanien 12.01.2012, 13:40
204. Begriffsbestimmung

Zitat von denkdochmalmit
War diese Frau nicht vielleicht eine Freiheitskämpferin ? Die Terroristen tragen schließlich die Uniform de US-Armee! Bitte nehmen sie die Tatsachen zur Kenntnis
Das ist keine Tatsache sondern eine Meinung.

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1203 12.01.2012, 13:40
205. ...

Zitat von killjoy
Dieser Mann hat seine Pflicht getan. Er ist weder ein Kriegsheld, noch ein Massenmörder. Er ist nur ein Soldat.
Wo genau ist da der Unterschied zum Wehrmachtsoldaten?
Beide sind willige Helfer im dreckigen Geschäft eines auf Lügen basierten Angriffskrieges.
Der einzige Unterschied ist, dass dem ersteren seine gerechte Strafe zuteil wurde.
Beim Zweiten bleibt nur die Hoffnung auf dasselbige.

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frubi 12.01.2012, 13:41
206.

Zitat von Leser161
Der Mann war Soldat, nicht Philosoph. Ihm bzw. seinem Buch mangelnde Differenzierung vorzuwerfen geht irgendwie daneben und zu kurz. Das Buch ist danach zu beurteilen ob es einen guten Einblick in diesen Mann gibt, daher ob die beschreibung authentisch ist, ob der Mann wirklich so gefühlt hat, oder ob es sich um ein Propagandabuch handelt, dass dem Mann gewisse Aussagen in den Mund legt. Das ist zwar schwierig zu beurteilen, aber es hat nie jemand behauptet, dass es einfach ist eine gute Buchkritik zu verfassen.
Das ist mir zu einfach. Der Mann ist oder war zwar Soldat, dass bedeutet aber nicht, dass er sein Hirn ausschaltet sobald er die Uniform anzieht. Diese Entschuldigungen dürfen spätestens seit dem 2ten Weltkrieg nicht mehr durchgehen.

Es ist aber auch bekannt, wo das amerikanische Milität bevorzugt Leute anwirbt. Der Großteil der Streitkräfte besteht nicht aus Harvard Absolventen oder Leute aus dem gehobenen und mittlerem Mittelstand sondern aus der unteren Mittelschicht, der Unterschicht oder aus erzkonservativen Kreisen.

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grafheini2 12.01.2012, 13:41
207. Auch in der DDR

Zitat von bundesnetzagent
Richtig. Ich finde es schon seltsam, dass man Teile dieser ostdeutschen Grenzer wegen ihrer "Todesschüsse" vor ein bundesdeutsches gericht gestellt hat. Nur weil man auf bundesdeutscher Seite diese (aus DDR-rechtlicher Sicht legitimen) "Todesschüsse" anders bewertet, ändert nichts an der damals in der DDR herrschenden Rechtslage.
war Töten (außer Notwehr) wohl kaum per Gesetz erlaubt Ohne Quell lasse mich gerne eines Besseren belehren). Der Befehl war also auch nach DDR Recht illegal.

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aliaxe 12.01.2012, 13:41
208.

Zitat von ratbag
Erklären sie mir bitte nur eine einzigste Situation in der Geschichte wo ein Iraki ihren Wohlstand oder ihre Freiheit bedroht hat? Oder den Wohlstand und die Freiheit der Amerikaner? Wann und wo soll das passiert sein?
Wenn man mit Irakern zusammenarbeitet und in diesem Land arbeitet (wie es es getan habe) hat weis man, dass Saddam und seine Anhänger bestialische Mörder, unterdrücker und Kriegstreiber waren.
Natürlich haben die USA und die Verbündeten dies nicht aus reiner Liebe zum irakischen Volk gemacht, sie vergessen aber, dass Hussein auch andere Länder überfallen hat. Dafür, das sich nun die Bevölkerung des Landes die Köpfe selbst einschlägt haben die Amerikaner nicht zu verantworten. Glorifizieren sie bitte nicht die Attentäter, die für ihr Vaterland "kämpfen". Sie tun das aus rein religiösen Hintergründen für Menschen mit weltlichen Machtansprüchen.
Über kurz oder lang sind die Iraker besser dran ohne Hussein. Mich würde sehr interessieren, was Sie von einer Befreiung von Nordkorea halten würden?

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Dr.Nimmerklug 12.01.2012, 13:42
209. Wir brauchen auch Öl

Zitat von pförtner
Auch Deutschland braucht ... solche Soldaten ...
Falludscha hatte sich bis 2004 zur freien Zone mit funktionierender Infrastruktur erklärt und wollte die ersten Wahlen im Irak boykottieren. Für Amnesty International war der US-Sturm der Stadt mit Kriegsverbrechen begleitet aber es gab schließlich keinen anderen Weg als alles Verfügbare an Bomben, Phosphor (nicht nur als Blendwaffen) etc. einzusetzen. Außerdem liefen immer mehr irakische Soldaten zum Widerstand über. Lieber ein Ende mit Schrecken ...

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