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Limburger 31-Millionen-Residenz: Bischof Tebartz-van Elst verteidigt seinen Protzbau
DPA

Die Kritik an Franz-Peter Tebartz-van Elst wird immer schärfer, Katholiken drängen ihn zum Rücktritt. Doch daran denkt der Limburger Bischof nicht. In einem Zeitungsinterview kommentiert er erstmals die Kostenexplosion seiner 31 Millionen Euro teuren Residenz: "Ich brauche keinen pompösen Lebensstil." Limburger Bischof: Tebartz-van Elst verteidigt Protzbau - SPIEGEL ONLINE

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ch.e 10.10.2013, 08:21
70.

Zitat von sysop
Die Kritik an Franz-Peter Tebartz-van Elst wird immer schärfer, Katholiken drängen ihn zum Rücktritt. Doch daran denkt der Limburger Bischof nicht. In einem Zeitungsinterview kommentiert er erstmals die Kostenexplosion seiner 31 Millionen Euro teuren Residenz: "Ich brauche keinen pompösen Lebensstil."
Und der deutsche Kirchensteuerzahler zahlt... Immer wieder frage ich mich bei solchen Geschichten, warum die menschen nicht reihenweise aus der Kirche austreten. Ich jedenfalls habe wegen dieser Verschwendungssucht schon lange die konsequenz gezogen...
Jetz mag einer der Oberschlauen bemerken, dass für den Bau nur ein geringer Anteil aus der Steuer kommt und der Rest aus dem Vermögen des Bistums, aber woher hat das Bistum denn das Vermögen? Aus unseren Steuergeldern! Und was hätte man mit dem Geld nicht alles Besseres anfangen können: KiTas, Altenheime, ....

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berbatof 10.10.2013, 08:21
71. Ganz grundsätzlich

Wir treten einen Schritt zurück, holen einmal ruhig und tief Luft und stellen klar, dass dieses Bauprojekt den Bischof einfach viel zu sehr fasziniert hat. Und das ist nicht seine Aufgabe und Berufung.

Leider ist er dann noch mit einem bemerkenswerten ästhetischen Erscheinungsbild gesegnet (wenigstens den Segen hat er schon mal...). Das Bild vom Bübchen, das mit beiden Händen in der Bonbonkiste erwischt wird, drängt sich schon auf.

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ewspapst 10.10.2013, 08:21
72.

Zitat von sysop
Die Kritik an Franz-Peter Tebartz-van Elst wird immer schärfer, Katholiken drängen ihn zum Rücktritt. Doch daran denkt der Limburger Bischof nicht. In einem Zeitungsinterview kommentiert er erstmals die Kostenexplosion seiner 31 Millionen Euro teuren Residenz: "Ich brauche keinen pompösen Lebensstil."
Am Mittwoch konnten die Limburger in der "Nassauischen Neuen Presse" jedoch lesen, dass allein die Badewanne ihres Bischofs 15.000 Euro gekostet haben soll. konnten wir hier lesen.

So teuer muss die Wanne auch sein, denn sonst könnte der Bischof sich doch nicht richtig reinwaschen. Das ist eine Wanne, mit deren Hilfe auch ein Bischof völlig sauber der Öffentlichkeit wieder gegenüber treten kann, wenn man daran glaubt. Ich leider nicht.

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Deutschland, Deutschland 10.10.2013, 08:22
73. Disckussion?

Was ist denn da eigentlich noch zum diskutiere? Kann mir das irgendjemand sagen? Von 6 millionen Euro auf 31 milionen Euro? Die sollten ihn erhängen.

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Berg-neu 10.10.2013, 08:22
74.

Zitat von sysop
Die Kritik an Franz-Peter Tebartz-van Elst wird immer schärfer, Katholiken drängen ihn zum Rücktritt. Doch daran denkt der Limburger Bischof nicht. In einem Zeitungsinterview kommentiert er erstmals die Kostenexplosion seiner 31 Millionen Euro teuren Residenz: "Ich brauche keinen pompösen Lebensstil."
Ich bin kein Kirchenmitglied und hätte keinen Grund, die Katholen, die Bischöfe etc in Schutz zu nehmen. Aber wenn sich die Kirche als Bauherr für sauteure Kathedralen, Dome, Klöster, Kirchen, Kapellen usw. betätigt, die alle zu nichts Praktischem nütze sind als nur der Gottesanbetung, dann wird ja wohl auch eine denkmalsgerechte Sanierung eines alten Fachwerkhauses mit einem Zweckbau zum Zwecke der Dienstausübung und des Wohnens zu ertragen sein. Und wie ich las, war es der Vorgänger des jetzigen Bischofs, der den Bau in Auftrag gegeben hat.

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freilich 10.10.2013, 08:23
75. Nicht zu vermitteln

egal, wer nun die bislang bekannten 31 Mio. zu verantworten hat, diese Bausumme ist wohl der Bevölkerung nicht zu vemitteln. Die Empörung ist daher nachvollziebar, macht aber einen Neuanfang sicher nicht leichter. Druck erzeugt Gegendruck, leider.

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milub 10.10.2013, 08:23
76. ...in den höchsten Tönen lobpreisen...

Spekulationen über Geltungssucht hin oder her – ich finde das entstandene Ensemble beachtenswert. Im 14. Und 15. Jhd. gab es noch keine Boulevardpresse und noch keinen „Spiegel“, den Spiegel-Online schon gar nicht. Wenn es sie doch gegeben hätte, wäre wohl manche Kathedrale und mancher Dom nicht entstanden. Bauen ist teuer! Also rechnet der Bauwillige seinen Geldgebern das günstigste Szenario vor. Das ist bei Regierungsbauten so, bei großen Verkehrsbauten und eben auch hier. Ebenso klar muß jedem Beteiligten sein, daß es (dem Bauherrn) einerseits zwar Spaß macht, „neue Ideen“ während des laufenden Bauvorhabens zu entwickeln, daß es andererseits Doppelbearbeitungen pruduziert und nicht die Kosten senkt.
Historische Befunde nicht klammheimlich zu beseitigen, sondern in einen Neubau zu integrieren, ist löblich und kostet natürlich weiteres Geld.

Im Gegensatz zum „Hauptstadtflughafen BER“ und zu „Stuttgart 21“ ist das Projekt immerhin fertig geworden, was für die Kraft des Bauherrn spricht.

Wenn der Bischof vor 500-600 Jahren gelebt hätte, würden wir (und die örtlichen Reiseführer und Lokalpolitiker) seine Excellenz in den höchsten Tönen lobpreisen.

So finden wir es nicht mehr ganz zeitgemäß – das stimmt schon….

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Feerix 10.10.2013, 08:25
77. Sphären des Jenseits

Ich denke, dass der Bischof von seinen Dienstreisen mit den Ideen ankam und davon seinen Zuträgern schwärmte und diese im vorauseilendem Gehorsam dies umsetzten.

Finanzielle Angelegenheiten sind dem Bischof womöglich sehr zuwider und außerdem sind es für ihn auch nur belanglose Zahlen.

Ich glaube kaum, dass er wollte, dass die Zahlen so sehr aus dem Ruder laufen.

Ansonsten ist es eben wie im öffentlichen Dienst: fremdes Geld ist Spielgeld.

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hradschin 10.10.2013, 08:25
78.

Und selbst wenn der Bischof am Ende Recht haben sollte und nur Opfer sein sollte, müsste er doch die politische Verantwortung tragen und nun zurücktreten. Der entstandene Schaden ist bereits unermeßlich hoch. Gläubige verlassen die Kirche und das Ansehen der katholischen Kirche auch in den Augen von Atheisten oder Angehörigen anderer Religionen, die auch Gutes in einer Organisation, die sich um viele Bedürftige kümmert, sinkt weiter

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jasper366 10.10.2013, 08:25
79.

Zitat von Andreas Gonzales
In den 80ern bin ich wegen der Ereignisse um Eugen Drewermann aus der Kirche ausgetreten. Seither finanziere ich diesen Pharisäerhaufen nicht mehr mit.
Natürlich tun Sie das weiterhin, wenn auch nicht mehr in dem maße wie früher, oder zahlen Sie keine regulären Steuern?

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