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Lobbyismus: 1000 Euro in 30 Minuten
MARCO-URBAN.DE

Ein Zahnarzt aus Bad Bramstedt wurde zum begehrten Geschäftspartner von Pharmakonzernen - und kassierte als Bundestagsabgeordneter hohe Vortragshonorare.

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w.r.weiß 27.07.2013, 11:56
310. Falsch....

Zitat von einfachmalmutter
Moment mal, da habe ich aber Koschorrek anders erlebt. Ist da vielleicht jemand einfach nur neidisch? Es ist eher peinlich gewesen, wie seine eigenen Parteikollegen ihn abgesägt haben. Und es ist sehr bedauerlich, dass man diesen Artikel hier nur veröffentlicht hat, damit man von Herrn Steinbrüvk ablenken kann. Das ist peinlich.
...peinlich sind lediglich die Versuche, für die sie sich ja anscheinend extra in diesem Forum angemeldet haben, diesen ganzen Sumpf zu relativieren. Da wird dann schnell mal wieder ein anderer nicht parteizugehöriger Politiker rausgekramt "Sie wars, sie wars....ööhem...Er wars er wars...", propagiert was er für ein ganz ein feiner Kerl ist - der tut nichts, der will nur spielen....und nutzt alles nichts kommt zuguterletzt die Neidkeule raus! Nee is klar.

Neid ist ja anscheinend, geht es nach Leuten wie Ihnen, die größte Volkskrankheit in Deutschland!! Dieser immer wieder runtergebetete Schwachsinn ist nur noch ermüdend. Es spricht nur für Menschen mit Ihrem Geisteszustand wenn sie sich noch nicht mal ansatzweise vorstellen können das Kritik, kritische Nachfragen, Unverständnis anhand solcher Raffgier, die Einforderung seiner eigentlichen Aufgabe etc. ...einfach mal nix mit "Neid" zu tun hat!! Jetzt packen se noch schnell den Wutbürger oder Gutmensch aus....dann passt die ganze Sache noch besser ins Bild.....gääääähn.

Stichwort: "Antikorruptionsgesetz"....fragen Sie doch mal den Parteimenschen Ihres Vertrauens! Eine plappernde Meisterleistung die schwarz-gelb in diesem Punkt hingelegt hat. Ja....das schafft Vertrauen, gelle!!

Ich erwarte professionelles unabhängiges handeln von unseren Volksvertretern, egal welcher Coleur! Ist das zuviel verlangt?

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raber 27.07.2013, 15:13
311. Bestechbare Bundestagsabgeordnete

Und so etwas kann in Deutschland ein Bundestagsabgeordneter offiziell machen? Wo bleibt denn da die Compliance? Aber wir wissen ja, dass Bestechung im Bundestag nicht strafbar ist; in anderen Ländern heisst es schlicht und einfach Korruption. Nur weil alles verschleiert ist geht es? Ist doch ziemlich durchsichtig. Die Firmen Astra-Zeneca, Novartis und Pfizer werden erwähnt. Deutsche Firmen machen es also nicht? Kaum vorstellbar. Oder ist es eine selektive Darstellung ohne lokale Konzerne erwähnen zu wollen?

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knieselstein 27.07.2013, 15:47
312. Der erste Absatz

Zitat von dean_reed
Wenn die Argumente fehlen, wird der Autor verunglimpft. Oder wie sonst soll der Leser Ihre Nebelkerzen verstehen???
meines Beitrages ist der letzte Satz des Artikels .....

Der 2 Absatz nennt den Eigentümer der Stiftung, die den Autor
bezahlt hat ....

Der 3. Absatz sagt, daß der Journalistenverein als Kofinanzierer häufig mit der Stiftung zusammenarbeitet.

Der Herr Leyendecker als bekannter investigativer Journalist de SZ lieferte Details zum Verein.

Fakten sind also bereits Verunglimpfungen ?

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gog-magog 27.07.2013, 17:25
313.

Zitat von magetasalex
Eine Partei die den Krieg in Afganistan gut heißt (jaja, ich weiß, das einfache Grünenfußvolk tut das nicht) ist jedenfalls füt mich unwählbar.
Die CDU, SPD und FDP ja dann ebenfalls.

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spon-facebook-10000030174 28.07.2013, 10:36
314. Nicht lamentieren- handeln

Das geht quer durch alle Parteien, nur manche übertreibens halt. Steinbrück hat man wegen seiner gut dotierten Vorträge mit einer heuchlerischen Debatte überzogen und davon abgelenkt, dass viele Parlementarier im Glashaus sitzen. Die Nähe zur Wirtschaft, vorallem von schwarz/gelb, trübt den Blick auf das Auseinandertriften der Gesellschaft, wo Hartz IV Empfänger als Schmarotzer gelten während man zu den wahren Schmarotzern, bewundernd, mit leuchtenden Augen aufschaut.

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Milmo 28.07.2013, 12:40
315. Die Diskussion hier im Forum ...

... Zitat von sysop
Ein Zahnarzt aus Bad Bramstedt wurde zum begehrten Geschäftspartner von Pharmakonzernen - und kassierte als Bundestagsabgeordneter hohe Vortragshonorare.
... zeigt, daß der Spiegel diesen Sommer in ein Wespennest gestochen hat. Ich bin mit früheren Anläufen offenbar an den technischen oder personellen Ressourcen des Spiegel online gescheitert. Ich bleibe aber undverdrossen:

Dieser Artikel wurde aus öffentlich zugänglichen Daten zusammengestellt. Punkt. Wer's nicht glaubt, prüfe die Informationen unter Bundestag.de und ergoogele sich den Rest.

"Leute, im Interet surfen ist der neue investigative Journalismus!"

Okay. Ich frage mich aber, ob jemand ein Stipendium und die Unterstützung des Netzwerks Recherche braucht, um einen Artikel zu schreiben, für den er keinen Fuß vor die Tür setzt und kein Telefonat führt, sondern bereits öffentliche Daten so präsentiert, daß der Abgeordnete Koschorrek offenbar ein bezahlter Pharmaknecht ist.

"Aber der Kerl ist doch ein Pharmaknecht!"

Offenbar hat er sich nicht von der Industrie bezahlen lassen, um seinen Kollegen in den Fraktionen von deren Meinung zu überzeugen, sondern er hat vor der Industrie vorgetragen, wie die Politik bestimmte Dinge sieht. Das ist so ziemlich das Gegenteil dessen, was der Artikel insinuieren möchte.

"Aber der hat doch Geld bekommen!"

Ich würde mir auch tatsächlich Sorgen machen, wenn der Abgeordnete Koschorrek Hunderttausende bekommen hätte. So was kommt ja auch vor. Bei Herrn Koschorrek aber offenbar gerade nicht.

Er hat jeweils ein Vortragshonorar kassiert, das nicht unbedeutend ist, aber auch nicht das übersteigt, was jemand erhält, wenn er auf einer Fortbildung, einem Lehrgang oä. spricht.

"Was denn, 1000 Euro in einer halben Stunde?"

Die halbe Stunde ist nur ein Ausschnitt des tatsächlichen Aufwandes. Hinzukommen Verhandlungen mit dem Veranstalter, Organisationsaufwand und Reiseplanung. Weiter muß den Vortrag irgendjemand schreiben, das wird der Abgeordnete wohl nicht selbst machen, sondern einem Assistenten überhelfen, und der verursacht natürlich auch Kosten (und wenn es nur so ist, daß er in der Zeit nix anderes macht). Schließlich ist der Abgeordnete Koschorrek überhaupt nur deshalb in der Lage, 30 Minuten über ein Pharmathema zu sprechen, weil er eine ärztliche Ausbildung hat und sich mit seinem berufsspeziefischen Know-How mit diesen Fragen beschäftigt.

Wers nicht glaubt, frage bitte seinen eigenen Zahnarzt, Anwalt oder Automechaniker.

"Aber keiner hätte den doch eingeladen, wenn er nicht Entscheider wäre und im Bundestag säße!"

Würden Sie jemanden einladen, der die tollsten Ideen hat, aber nix zu melden? Und würde sich dafür ein Publikum finden?

Klar, es spricht nun auch nicht für den Abgeordneten Koschorrek, daß er laufend Vorträge hält. Obwohl - etwa zehn Veranstaltungen im Jahr ...

Der Artikel wirkt für mich aus diesen Gründen etwas arg aufgebauscht.

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inci2 28.07.2013, 13:11
316.

Zitat von tageskolumne
- Werden "Nebeneinkünfte", die schamlose 3.500 Euro im Monat übersteigen, verboten?
Wieso werden Nebeneinkünfte für Politiker nicht generell verboten. Angehörige des Parlaments haben ihren "Hauptjob" im Parlament. Dafür wurden sie gewählt. Und der Verdienst, den man dort bekommt, ist ja auch nicht gerade knapp über Hartz 4.

Von den recht guten Sozialleistungen wie die Pensionen, die man sich in kurzer Zeit erarbeitet, einmal abgesehen.

Die Politiker beklagen sich doch immer, wie stark sie durch die Arbeit vereinnahmt seien. Und doch haben sehr viele noch Zeit, allerlei Vorträge zu halten.

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inci2 28.07.2013, 13:17
317.

Zitat von rodelaax
Unsere Politiker sind korrupt, beziehen Gelder von Interessengruppen, bekommen nach ihrem Ausscheiden aus der Politik hochbezahlte Jobs zugeschachert und richten ihre Entscheidungen nach diesen Geldgebern. Besonders die derzeitige Regierung ist durch und durch korrupt! Deutschland gehört, dank schwarz/gelb zu den wenigen Ländern auf der Welt, die die UN-Konvention gegen Korruption (UNCAC) noch nicht ratifiziert haben. Was die Korruption angeht steht Deutschland in einer Reihe mit Afghanistan, Syrien, Nord Korea und Saudi Arabien. Wer sich über Politikverdrossenheit "wundert", kann nur ein Heuchler sein.
Das ist nicht nur schwarz/gelb. Das ist auch rot/grün. Gerade unter rot/grün mit Schröder und Fischer hat da noch eine weitere Eskalationsstufe des Sittenverfalls stattgefunden.

Rot/Grün hat mit dem Regierungsumzug nach Berlin begonnen, sogenannte "Partnerschaften" mit der Industrie zu beginnen, im Rahmen dessen seit dieser Zeit die Lobbyisten direkt im Zentrum der Macht, in den Ministerien, im Auftrag ihrer Arbeitgeber schalten und walten konnten.

Das war übrigens eine sehr einseitige Kooperation, denn es wurde niemals darüber berichtet, daß Ministeriale z.B. bei den Fachverbänden im Austausch gearbeitet hätten.

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w.r.weiß 28.07.2013, 18:15
318. Nun.....

...wenn Sie sich schon auf das Gebiet "Recherche" wagen, dann recherchieren Sie doch bitte mal Aussage, Inhalt und mögliche Quelle des ersten Absatzes: "Was auch immer Rolf Koschorrek jetzt sagt, ist mindestens 1000 Euro wert. Der Bundestagsabgeordnete sitzt auf einem Podium der Saarländischen Landesvertretung in Berlin, es geht um Lieferengpässe bei Arzneimitteln. Koschorrek wirft ein paar dürre Sätze in die Diskussion, nebenbei tippt er auf seinem Handy, zum Abschied werden fleißig Hände geschüttelt. Als der CDU-Mann zielstrebig den Ausgang ansteuert, flüstert ihm eine Dame zu: "Ganz, ganz toll, dass du eingesprungen bist."....."
Na was meinen Sie wohl?
a) Hat die Veranstaltung im Wohnzimmer des Autor stattgefunden!
b) Das konnte man bei bundestag.de googeln...!

Zitat von Milmo
... Dieser Artikel wurde aus öffentlich zugänglichen Daten zusammengestellt. Punkt. Wer's nicht glaubt, prüfe die Informationen unter Bundestag.de und ergoogele sich den Rest. "Leute, im Interet surfen ist der neue investigative Journalismus!" Okay. Ich frage mich aber, ob jemand ein Stipendium und die Unterstützung des Netzwerks Recherche braucht, um einen Artikel zu schreiben, für den er keinen Fuß vor die Tür setzt und kein Telefonat führt, sondern bereits öffentliche Daten so präsentiert, daß der Abgeordnete Koschorrek offenbar ein bezahlter Pharmaknecht ist. ....
Den Rest erspar ich mir mal lieber....gerade in punkto Reiseplanung, Koordination mit Veranstalter, Redevorbereitung durch Assistenten etc. blahblah. Sie besitzen sie nicht oder wollen einfach keine Ahnung über Möglichkeiten oder sonstige finanzielle Ressourcen eines Bundestagsabgeordneten haben. Für mich ein weiterer naiver (oder bewusster?) Versuch noch eine Relativierungsfackel zu zünden. Gääähn.

Wie sollte man da wohl Ihren Beitrag bezeichnen? Aufgebauscht??

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Milmo 28.07.2013, 22:09
319. Ihre heftige Reaktion ...

Zitat von w.r.weiß
...wenn Sie sich schon auf das Gebiet "Recherche" wagen, dann recherchieren Sie doch bitte mal Aussage, Inhalt und mögliche Quelle des ersten Absatzes: "Was auch immer Rolf Koschorrek jetzt sagt, ist mindestens 1000 Euro wert. Der Bundestagsabgeordnete sitzt auf einem Podium der Saarländischen Landesvertretung in Berlin, es geht um Lieferengpässe bei Arzneimitteln. Koschorrek wirft ein paar dürre Sätze in die Diskussion, nebenbei tippt er auf seinem Handy, zum Abschied werden fleißig Hände geschüttelt. Als der CDU-Mann zielstrebig den Ausgang ansteuert, flüstert ihm eine Dame zu: "Ganz, ganz toll, dass du eingesprungen bist."....." Na was meinen Sie wohl? a) Hat die Veranstaltung im Wohnzimmer des Autor stattgefunden! b) Das konnte man bei bundestag.de googeln...! Den Rest erspar ich mir mal lieber....gerade in punkto Reiseplanung, Koordination mit Veranstalter, Redevorbereitung durch Assistenten etc. blahblah. Sie besitzen sie nicht oder wollen einfach keine Ahnung über Möglichkeiten oder sonstige finanzielle Ressourcen eines Bundestagsabgeordneten haben. Für mich ein weiterer naiver (oder bewusster?) Versuch noch eine Relativierungsfackel zu zünden. Gääähn. Wie sollte man da wohl Ihren Beitrag bezeichnen? Aufgebauscht??
... zeigt, daß ich eine "wunden Punkt" dieser Reportage getroffen habe.

Aha. Sitzt in der Landesvertretung und schreibt eine SMS.

"Aller Augen starrten auf die Bewegungskameras. Die Hände des Präsidenten waren gefaltet, und er stützte sein Kinn entschlossen auf. Sein Stellvertreter war deutlich nervöser. Zitternd umfaßten seine Finger einen Rosenkranz. "Was", dachte er, "wenn sie ihn endlich kriegen. Und vor allem - was, wenn nicht." "Ready for Action" murmelte der Präsident. "Wie bitte, Sir?" Die Vizepräsidentin wollte sichergehen. Nicht, daß nachher einer meinte, er habe sich verhört. "Zugriff! Jetzt!", sagte der Präsident leise, aber klar, und jeder im Raum wußte, was er da gehört hatte. "God bless you, Jungs," schoß es der Außenministerin durch den Kopf.

Und so weiter, und so fort.

Und - war ich dabei?

Neulich hat ein Journalist sogar eine Preis bekommen, weil er so schön beschrieben hat, wie Horst Seehofer Modelleisenbahn fährt.

Es ist sicherlich ein Zeichen für erfolgreiches Schreiben, dem Leser das Gefühl zu geben, daß er sich verstanden fühlt.

Knallharter investigativer Journalismus sieht allerdings anders aus.

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