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Magensäureblocker: Das Zaubermedikament wird zum Fluch
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Ärzte verordnen viel zu oft Magensäureblocker - und verkennen, wie sehr die Pillen Patienten schaden können. Und wie schwierig es ist, die Mittel wieder abzusetzen.

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schgucke 10.01.2017, 10:37
1. bin leicht davon losgekommen, trotz jahrelanger Einnahme.

hab nämlich die Nase voll gehabt von der Abhängigkeit, dem Latschen zum Arzt für jedes neue Rezept, der Zuzahlung und dem Gefühl, langzeitkrank zu sein. auch wegen des Sodbrennens dann 20 Kilo abgenommen, und
alles war wieder gut.

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Roland Bender 10.01.2017, 10:42
2. Mal wieder ein Thema, das überhyped wird

Ich habe jahrelang den Kram genommen. Es ist eine echte Erleichterung. Vergangenes Jahr habe ich dann bei einem Bewegungs- und Ernährungsprogramm teilgenommen. Seit dem nehme ich die Dinger nur noch selten. Vielleicht so 1-2 Tabletten pro Monat. Es hat überhaupt keine Probleme gegeben. Weder beim nehmen noch beim Absetzen.

Ich denke, die Medikamente sind gut und sicher.

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Blackwin62 10.01.2017, 11:46
3. Überdreht

Ich kann auch nur feststellen, dass das Medikament - VERANTWORTUNGSVOLL EINGENOMMEN - mir schon sehr geholfen hat. Für mich ist vollkommen klar, dass eine Dauermedikation genauer ärztlicher Kontrolle bedarf und nicht selbstverordnet erfolgen darf. Daher achte ich peinlich genau darauf, nur bei akutem Bedarf ein Omeprazol-haltiges Medikament einzunehmen. Bisher bin ich auch immer beim Kauf darauf hingewiesen worden, ohne ärztliche Begleitung das Präparat nicht länger zu verwenden.
Man sollte doch die Eigenverantwortung des Einzelnen wieder mehr in den Vordergrund stellen, jeder muss selber wissen, was er sich antut.

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StephanLehmann 10.01.2017, 12:00
4. Thema überhyped?

... definitiv nicht. Schön, dass Ihnen das Medikament geholfen hat - im Artikel steht auch nirgendwo, dass das Medikament überhaupt keinen Nutzen hat. Jedoch wird es mittlerweile an jeden Patienten wie Smarties verschrieben.
Gehen Sie mal mit Magenbeschwerden, Reizdarm oder Sodbrennen zum Arzt. Zu 100% bekommen Sie einen Protonenpumpenhemmer. Dabei macht dieser in den meisten Fällen alles (zumindest langfristig) nicht schlimmer, da Magensäure zum verdauen und aufspalten der Nahrung wichtig ist. Etwas was die Medizin leider viel zu wenig auf dem Schirm hat ist der Fall von zu wenig Magensäure, gerade ältere Menschen bekommen Sodbrennen weil sie zu wenig und nicht zu viel von der Säure haben.

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schgucke 10.01.2017, 12:01
5. Nachtrag

ein weiterer Moment, der mich von der Einnahme wegkommen ließ, war der, als ich beim Arzt mit auf seinen Bildschirm gucken konnte und sah, was eine Packung von dem Zeug wirklich kostet.

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dekilla 10.01.2017, 12:16
6. Ich war knapp 8 Jahre abhängig.

Mir wurden die Hemmer wegen eines Reflux mit starken Beschwerden verschireben. Die Linderung der Schmerzen war wirklich umgehend. Leider habe ich dadurch, die Ursache nicht wirklich bekämpft und konnte froh weiter im Übermaß schlemmen. Ich versuchte öffters mit den Hemmern aufzuhören, aber die Beschwerden kamen sofort und immer stärker zurück. Das ging soweit, das ich mir einen Vorrat von den Dingern hortete um nicht in "Gefahr" zu laufen ohne dazustehen. Innerlich aber immer zerrissen was das für Langzeitfolgen haben wird. Im Netz fand sich diesbezüglich ja fast keine Information.
Eine komplette Ernährungsumstellung mit dem Resultat 14kg Balast von den Rippen zu bekommen hat mich letztendlich davon befreit. - Seit knapp 3 Jahren.

Ich schätze das gut 60-70% der Blocker zur Bekämpfung der Symptome von Übergewicht verschrieben werden. Was haben wir da für Ärzte herangezüchtet, die die Patienten, oder heisst das mittlerweile Klienten?
ruigstellen, damit sie weiter ungesund leben?
Somit ist wieder das ganze Gesundheitssystem schuld denn: Der Arzt kann nichts abrechnen, wenn der Patient gesund wird.

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fpa 10.01.2017, 12:51
7. Kefir statt Esomeprazol

Zitat von StephanLehmann
... definitiv nicht. Schön, dass Ihnen das Medikament geholfen hat - im Artikel steht auch nirgendwo, dass das Medikament überhaupt keinen Nutzen hat. Jedoch wird es mittlerweile an jeden Patienten wie Smarties verschrieben. Gehen Sie mal mit .....
Letzteres dürfte bei mir der Fall gewesen sein. Ich habe Es-Omeprazol auch über ca. 10 Jahre gegen Sodbrennen eingenommen. Nicht täglich, aber immer so jeden zweiten/dritten Tag, je nach Bedarf. Dann bin ich durch Zufall auf selbstgemachten Kefir gestoßen - je. Und schon wurden die Einnahmeintervalle immer länger, bis ich die Protonenpumpenhemmer gar nicht mehr brauchte, mittlerweile seit über 2 Jahren.

Und im Nachhinein betrachtet hatten die Protonenpumpenhemmer wohl durchaus versteckte Nebenwirkungen. Ich hatte seltsame völlig unterschiedliche Erkrankungen, deren Gemeinsamkeit eine Schwäche bzw. Irritation auf dem Vagus-Nerv war. Protonenpumpenhemmer gelten als Vitamin B12 Senker. Und jene Beschwerden konnten sich wohl erst in Folge des B12 Mangels entfalten. Also Protonenpumpenhemmer waren wohl nicht ursächlich dafür, aber durchaus als indirekt wirkender Katalysator.

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sedierung@googlemail.com 10.01.2017, 13:06
8. @dekilla

Klar sind mal wieder die Ärzte alleine schuld.
Dabei fordern die Patienten ihre Medikation regelrecht ein. Ist ja auch schön bequem.
Was glauben sie wie zickig Etern werden können wenn man ihr verrotztes Kind ohne ein Magazin an Medikamenten wieder heim schickt? Viel trinken, ab ins Bett und Wadenwickel bei Fieber? Mitnichten!
Klar kann der Hausarzt dem Kunden auch erklären er solle sein Körpergewicht halbieren, das schmalzgebackene und den Alkohol weglassen, dann ist auch das Sodbrennen weg. Aber das würde ja Eigenverantwortung des Patienten erfordern, dann doch lieber eine Pille einwerfen und später auf den Arzt schimpfen. So haben wir es gerne.

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Affenhirn 10.01.2017, 13:14
9. Was ist daran so schlimm?

Verdammt zu einem Leben ohne Kaffee und Alkohol - ist das ein Problem für den Verfasser dieses Artikels?
Das ist für einen Ulkus- oder heutzutage eher nur noch Reflux-Patienten doch wohl nur ein kleines Übel. Andernfalls sollte vielleicht mal die Suchtberatung kontaktiert werden.

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