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Manifest französischer Prominenter: "Hände weg von meiner Hure!"
Tom Craig/ Demotix

In einem "Manifest der 343 Dreckskerle" fordern Prominente in Frankreich das Recht auf käuflichen Sex. Die selbsterklärten Freier machen Front gegen ein Gesetzesvorhaben, das den Besuch bei Prostituierten unter Strafe stellen soll. Prostitution: Französische Prominente fordern Recht auf käuflichen Sex - SPIEGEL ONLINE

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Mvk 30.10.2013, 19:01
1. optional

Das schlimme an diesen Feministinnen ist, das sie für sich die absolute Deutungshoheit beanspruchen und sich so in Dinge einmischen die sie überhaupt nichts angehen und die sie nicht verstehen.
Und das Argument mit den 90 % Ausländerinnen zeigt doch schon was für psychologische Abgründe hinter diesen WeltverbessernINNEN lauern.

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Jasmin Kraft 30.10.2013, 19:04
2. Sehr gut!

Das beruhigt mich, dass es auch Protest gibt gegen diese neuzeitliche Aufwärmung von moralischen Vorstellungen aus dem Mittelalter, wie ich sie jüngst auch von Alice Schwarzer wahrgenommen habe. Mich würde mal interessieren, ob so ein Berufsverbot überhaupt eine Chance vor dem europäischen Gerichtshof hätte. Wo kommen wir denn hin wenn eine Regierung mal eben einen Beruf verbietet, z.B. Fensterputzer. Da haben sich Menschen eine Existenz aufgebaut, Geld investiert und leben von z.B. einer Ich-AG, und dann kommt die Regierung und verbietet das Fensterputzen. Ist das nicht ein Verstoß gegen irgendwelche Menschenrechte? Und wo bleibt der Aufschrei dass hier mal eben zigtausend Arbeitslose produziert werden? Das ist doch sonst immer das Hauptargument gegen jede Schließung.

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a.weishaupt 30.10.2013, 19:12
3. Wieso Dreckskerle?

In Bezug auf Bedürfnisse von Frauen wird immer um Verständnis geworben, egal wie hinderlich oder negativ diese in ihrer Auswirkung sein mögen. Der stärkere Sexualtrieb von Männern aber macht uns gleich zu "Dreckskerlen"...

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ColynCF 30.10.2013, 19:19
4.

Die Wertung der Unterzeichner als "Paschas" im Artikel ist eine Frechheit.

Zu vorderst geht es darum, einen staatlichen Angriff auf die sexuelle Selbstbestimmung erwachsener Menschen abzuwehren.

Hilfe für jede Frau, die aus diesem Milieu aussteigen will! Aber wenn erwachsene Menschen über den gemeinsamen Sex einig sind, darf der Staat nicht in diese Entscheidung eingreifen. Alles andere wäre ein Rückfall in die dunklen Zeiten des miefigen Obrigkeitsstaates.

Die beste Ausstiegshilfe für Huren ist die Akzeptanz der Prostitution und selbstbestimmter Sexualität. Schluß mit der Bevormundung der Frauen und Einpressen in die Opfer-Schlampen Falle.

Freiheit für die selbstbestimmte Prostitution!

Selbsternannter Freier.

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Vergil 30.10.2013, 19:35
5.

Zitat von sysop
In einem "Manifest der 343 Dreckskerle" fordern Prominente in Frankreich das Recht auf käuflichen Sex. Die selbsterklärten Freier machen Front gegen ein Gesetzesvorhaben, das den Besuch bei Prostituierten unter Strafe stellen soll.
So ein Bullshit.

Es gab und gibt ein Bedürfnis nach käuflichem Sex. Es gibt einfach eine gewisse Anzahl von Männern in jeder Gesellschaft, die gelegentlich zu Prostituierten gehen. Da der Sextrieb in uns angelegt ist, behaupte ich einfach mal, dass es das schon immer gegeben hat, auch unter Jägern und Sammlern. Außer vielleicht in nicht monogam lebenden Gesellschaften.

Da es ein Bedürfnis für käuflichen Sex gibt, gibt es auch Anbieter. Es gibt Fälle, wo Frau X, der etwas Geld fehlt, ihrem Nachbarn Y anbietet, mit ihr schlafen zu dürfen, wenn er ihr etwas Geld gibt. Wenn er sich darauf einlässt, wo ist das Problem? Beide sind zufrieden. Erwachsene Menschen dürfen miteinander schlafen, wo, wie, wie oft, in welcher Stellung und wann sie wollen. Und wenn der Mann der Frau dafür Geld gibt, ist das auch allein ihre Sache. Der Staat hat sich in die Schlafzimmer nicht einzumischen.

Ein Problem ist Prostitution ausschließlich dann, wenn sie mit Gewalt und Unterdrückung hingeht. Da die Prostitution dafür anfällig ist, muss der Staat hier genau hinschauen und bei Anzeichen einschreiten.

Wer Prostitution generell verbietet, der löst kein Problem. Der schafft vielmehr eines, denn die Prostitution wird es weiterhin geben, weil es sie schon immer gegeben hat. Wer Prostitution abschaffen will, wirklich und endgültig, muss den Sexualtrieb abschaffen.

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a-user 30.10.2013, 19:37
6. Illegal - und dann?

Was passiert dann?
Männer, die Sex kaufen wird es immer geben. Die Gründe sind verschieden - weil ihre Partnerin X nicht macht, weil sie keine Partnerin haben, weil sie Abwechslung wollen, weil ...

Frauen, die Sex verkaufen wird es immer geben. Die Gründe sind verschieden - weil sie Geld brauchen, weil es eine einfache Arbeit ist, weil sie gezwungen werden, weil ... Es gibt legale Gründe und illegale Gründe. Wenn alles illegal wird, dann brauchen die Frauen wieder "Beschützer" und alles wird in die dunklen Gassen gedrängt.

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juttakristina 30.10.2013, 19:57
7. Diese Ministerin für Frauenrechte

glaubt doch wohl nicht wirklich, sie könne Prostitution per Gesetz unterbinden! Das haben schon andere Länder versucht und dann verschwindet es eben total im Untergrund. Damit öffnet man aber solchen Abscheulichkeiten wie Mädchenhandel erst recht Tür und Tor. Das kann doch nicht wahr sein! Wenn Frauen und Männer (damit meine ich jetzt Dienstleister und keine Freier) das freiwillig ausüben, ist das auch vollkommen in Ordnung. Ein Prostitutionsverbot würde auch den Partner nicht vom fremdgehen abhalten, wenn er es denn will. Auf was für Ideen kommen die bloß?! Mit mehr Offenheit und mehr rechtlicher Sicherheit hilft man Frauen, die dazu gezwungen werden, wahrscheinlich eher als solche Ideen.

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4qfghei3pers 30.10.2013, 20:00
8. Wieso Berufsverbot?

Zitat von Jasmin Kraft
Das beruhigt mich, dass es auch Protest gibt gegen diese neuzeitliche Aufwärmung von moralischen Vorstellungen aus dem Mittelalter, wie ich sie jüngst auch von Alice Schwarzer wahrgenommen habe. Mich würde mal interessieren, ob so ein Berufsverbot überhaupt eine Chance vor dem europäischen Gerichtshof hätte. Wo kommen wir denn hin wenn eine Regierung mal eben einen Beruf verbietet, z.B. Fensterputzer. Da haben sich Menschen eine Existenz aufgebaut, Geld investiert und leben von z.B. einer Ich-AG, und dann kommt die Regierung und verbietet das Fensterputzen. Ist das nicht ein Verstoß gegen irgendwelche Menschenrechte? Und wo bleibt der Aufschrei dass hier mal eben zigtausend Arbeitslose produziert werden? Das ist doch sonst immer das Hauptargument gegen jede Schließung.
Ist Hure zu sein etwa ein Beruf? Es ist doch wohl eher eine Möglichkeit zum Gelderwerb durch den Verkauf des eigenen Körpers. Es ist tatsächlich mittelalterlich, wenn man in der Neuzeit derartig althergebrachte legale oder illegale Tätigkeit plötzlich als Beruf bezeichnet. Fehlt nur noch eine Lehrzeit von 3 Jahren und Eintritt in eine Berufsgenossenschaft. Liebe Leute, das sind einfach Frauen, die aus diesem oder jenem Grund ihr Geld so verdienen wollen. Das zu vergleichen mit Fensterputzern oder sonstwas geht doch an den Tatsachen völlig vorbei. Und Existenz aufgebaut, Geld investiert und zigtausen Arbeitslose produzieren, gehts noch alberner?

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cato-der-ältere 30.10.2013, 20:00
9. Bigotterie

Es gibt einen empörten Moralismus der mit großer Vorsicht zu genießen ist. Wenn Männer und Frauen frei vereinbaren Sex zu kaufen oder anzubieten dann ist überhaupt nicht zu sehen dass andere sich da einmischen und die Beteiligten kriminalisieren.
Aber die Empörten schreien leider lauter als die anderen und es besteht Gefahr dass sie Erfolg haben. Was früher aus Bigotterie verboten wurde, soll heute wieder verboten werden, aus einer neuen Form von Bigotterie.
Wenn es darum geht Prostituierte zu schützen sollten man sie selbst fragen was sie sich wünschen.

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