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Medienkrise: Warum Online-Werbung wichtig fürs Netz ist

Wenn man Online-Nutzer vor die Wahl stellt, ob sie Anzeigen akzeptieren oder für Informationen zahlen wollen, ziehen sie Werbung vor. Immer mehr User verweigern allerdings beides - und gefährden damit den Fortbestand kostenloser Angebote im Web. Medienkrise: Warum Online-Werbung wichtig fürs Web ist - SPIEGEL ONLINE

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schniggeldi 22.03.2010, 11:43
10.

Zitat von Olaf
Also ich surfe mit aktivem Adblocker.
Nun ich nicht einmal - wohl aber mit der Kombination Flashblock+NoScript. Dass das als Nebeneffekt auch eine Menge Werbung vernichtet ist genau das - ein Nebeneffekt. Der Ball geht aber zurück an die Werbetreibenden.
Am Untergang der Popups und Popunders hat man bereits gesehen, was mit zu aufdringlicher Werbung geschieht. Dasselbe wie mit 15-Minütigen Werbe- (wohl eher: Toiletten-) pausen beim TV.

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denglish-hasser 22.03.2010, 11:44
11. .

ich habe nichts gegen Werbung im Internet. Ich habe aber was dagegen, wenn es im Augenwinkel überall wackelt, blinkert und vibriert. Google ist auch deshalb mit seiner Werbung so erfolgreich, weil sie dort *dezent* angeboten wird. Und da habe ich sogar schon mal bewußt draufgeklickt. Was mir bei oben genannten aufdringlichen Angeboten bewußt nicht passiert.

Hat schonmal jemand darüber nachgedacht, daß die aufdringlichen Wackelbilder auch Leute davon abhalten, überhaupt eine ansonsten interessante Seite zu besuchen.

mit freundlichen Grüßen
Denglisch-Hasser
Benutzer von Flashblock und diversen anderen Methoden zum Schutz vor visueller Umweltverschmutzung.

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Freundschafter 22.03.2010, 11:45
12. Resourcen nicht Werbung

Auch ich verwende einen Adblocker und einen Blocker für Flash. Allerdings nicht weil ich die Werbung verweigere sondern um die Ladezeiten (insbesondere Flash) durch ungefragte Animationen oder Großgrafiken zu minimieren.

Zurück zum einfachen Banner ohne Bunti, Bunti, Blinki, Blini und ich schalte meinen Adblocker wieder ab.

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McDugan 22.03.2010, 11:46
13. Werbeblocker? Jein.

Zitat von sysop
Wenn man Online-Nutzer vor die Wahl stellt, ob sie Anzeigen akzeptieren oder für Informationen zahlen wollen, ziehen sie Werbung vor. Immer mehr User verweigern allerdings beides - und gefährden damit den Fortbestand kostenloser Angebote im Web.
Ich habe zwar auch einen Werbeblocker installiert, aber der reagiert nur auf Flash-Werbung. Gegen Werbung als solche bin ich nicht (ab und zu klicke ich sogar drauf, wenn es mich interessiert), aber Flash ist eine wahre Pest. Da werden Texte überblendet, Sounds abgespielt und ähnliches. Animierte GIFs sind schon grenzwertig, weil das Geflacker gehörig an den Nerven nagt.

Wer auch immer diese Art Werbung herstellt, dem sei gesagt: Davon kriegt man Augenkrebs.

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ReneMeinhardt 22.03.2010, 11:46
14. Werbung ist und bleibt eklig

hier werden lobbymäßig zwei dinge miteinander in verbindung gebracht, die nichts mit einander zu tun haben. Wenn ich einen guten Werbeblocker habe, schalte ich ihn auch ein. Sollte ich dadurch kostenlosen Zugang zu einer Seite verlieren, gehe ich zu einer anderen. Und wenn ich einen Dienst für erforderlich halte, dann zahle ich auch dafür. Aber Werbung? Nein Danke! Es reicht schon aus, dass ich mir die blöden Plakate draußen immer anschauen muss.

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Matthias 111 22.03.2010, 11:46
15. Aufdringlichkeit geht zu weit

Es geht ja nicht um Werbung an sich.
Es geht um die Art und die Menge.

Animierte Hochglanz Werbung die die Inhalte überdeckt?
Werbung die sich vor den Inhalten aufbaut?
Werbung die einen anschreit, wenn man doch eigentlich mal Ruhe haben wollte?
Werbung die mit de Inhalten des Textes nichts zu tun hat?

Das ist alles sehr stillos.
Und es kostet Zeit bis die sich aufbaut, und bringt manchmal den Rechner zum Absturz, wenn man nicht den neuesten Flash installiert hat, der vlt. auch nicht mit dem Browser kompatibel ist.
Ich glaube euch ja gerne dass ihr Werbung zum Überleben braucht, aber am Print-Spiegel kann mehr sehr schön sehen, dass diese Menge von Werbung nicht nötig wäre.

Ich lese den Spiegel seit den 70ern, damals war vlt. alle 4-5 Seiten Werbung drin, manchmal auch nur eine viertel Seite.

seit den 90ern besteht der Spiegel zum Großteil auch Werbung.
Der fängt mit 4 Seiten Werbung an, dann kommt das Inhaltsverzeichnis, dann kommen wieder 2 Seiten Werbung und so geht das durch das ganze Heft.

Wozu soll man dann noch den Heftpreis zahlen, wenn der Spiegel zu einem Werbeträger verkommen ist.
Und so sehe ich das auch im Web.
Gegen einige gut platzierte intelligente Werbebotschaften hätte niemand etwas einzuwenden.
Aber diese aggressive, alles überdeckende Art zu werben macht einem die Produkte sowieso unsympathisch.
Und das will man den Herstellern ja nicht zumuten, nicht wahr.

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tarvos 22.03.2010, 11:46
16. Wettrüsten

Ich denke, hier findet eine Art Wettrüsten statt. Die User aktivieren AdBlocker, die Content-Anbieter schalten mehr und auffälligere Werbung, um die Einnahmeausfälle zu kompensieren, wodurch noch mehr User genervt einen Werbeblocker einschalten.

Würde man sich auf dezente Werbung (mittelgroße Banner) beschränken, gäbe es wohl auch nicht so viele Ausweichreaktionen. Inzwischen sind aber selbst auf seriösen Seiten Layer-Ads, Pop-Ups und riesige Eckbanner zur Normalität geworden.

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Geziefer 22.03.2010, 11:46
17. Dann eben nicht.

Umsonst ist nur der Tod. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass Ihr Online-Angebot für mich kostenlos ist? Solange ich den PC mit Zubehör kaufen, die Software installieren, das DSL-Modem betreiben, die Flatrate bezahlen muss, ist die Inanspruchnahme Ihres Angebotes eben nicht umsonst und kostenlos.

Und wenn Sie mir mit Bezahl-Inhalten kommen, werde ich die Nutzung Ihres Angebotes ganz einfach einstellen.

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harald997 22.03.2010, 11:46
18. Was nichts kostet, ist nichts wert

Ich will keine Werbung gucken und bin gerne bereit zu zahlen. Meine Spiegel-Online-Besuche finanziere ich mit dem Abonnement des Spiegels quer. Find ich fair.

Onlinewerbung blocke ich konsequent (weil ich keine Lust auf die bunten, schrillen, lauten Zwischenrufer habe, die mich zwischendurch erschlagen wollen.

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pulegon 22.03.2010, 11:46
19. Qualitätsjournalismus

Zitat von sysop
Wenn man Online-Nutzer vor die Wahl stellt, ob sie Anzeigen akzeptieren oder für Informationen zahlen wollen, ziehen sie Werbung vor. Immer mehr User verweigern allerdings beides - und gefährden damit den Fortbestand kostenloser Angebote im Web.
Es ist also mal wieder soweit, der egoistische, selbstgerechte Internetnutzer treibt qualitativ hochwertige, pulitzerpreiswürdigen Qualitätsjournalismus in den Ruin, weil er die Kostenlosmentalität des Webkommunismus einfach nicht aufgeben will.
Ups entschuldigung, da kam mir doch ein bischen Ironie hoch.

Es ist doch so. Auf der einen Seite wurde bei der Erstellung und Recherche von Nachrichten jahrelang gespart, Journalisten wurden zu Hungerlöhnen beschäftigt oder gleich entlassen.
Auf der anderen Seite wurden Nachrichtenseiten über und über mit Werbung beflastert.
Das i-Tüpfelchen bildete dann noch der Gefälligkeitsjournalismus, billige PR in Artikelform.

Was das dem User gebracht hat?
Gleichgültigkeit.
Jetzt gehen die Einnahmen runter und die Gewinnmargen fallen.
Jetzt soll der Nutzer wieder einspringen und das was qualitativ nicht besser geworden ist noch mit der Erduldung von Flackerwerbebannern honorieren.

Vllt macht das ja auch Jemand.
Aber ehrlich gesagt haben die SPON-Artikel über die Leistungsgesellschaft bei mit gefruchtet.
Keine Leistung, keine Klick auf den 'Werbung an'-Button.
Schönen Tag noch.

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