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Mein Leben als Apothekerin: Mein! Medikament! Jetzt! Sofort!
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Ein äußerst schwieriges Studium, erstaunlich viel Bürokratie und nur ein mittelmäßiges Gehalt: Eine Apothekerin berichtet - von "Dr. Google"-Erkenntnissen und Kunden, die Viagra ohne Rezept haben wollen.

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!!!Fovea!!! 03.08.2017, 11:40
1. Letzte Woche der "Heulsusen" Artikel

eines 22-jährigen (!) Rettungssanitäter der Katheter wechseln dürfte und Totenscheine ausstellte.
Nun haben wir eine Apothekerin, die Kunden medizinisch berät?! Also brauchen wir keine Ärzte mehr...

Sicher haben Apotheker ein Basiswissen "Medizin", aber wenn ich einen unbelehrbaren Kunden vor mir habe, sollte der Anstand so weit gediehen sein, dass man einen solchen Typ zum Arzt schickt.
Zudem wissen wir doch alle, dass die Apothekenbesitzer nicht gerade zu einer verarmenden Zunft gehören, wenn ich mir die Preisunterschiede zwischen den Internetapotheken und den niedergelassenen Apotheke anschaue. ( ja, ja, ich weiß, jetzt kommt wieder das Argument der persönlichen Kundenberatung....)
Daher lieber SPON, was sollen diese halbgaren Berichte aus medizinischen Nischen?

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touri 03.08.2017, 11:58
2.

Zitat von fatherted98
...etwas übertrieben das Ganze. In der Apo bin ich noch nie beraten worden...sogar wenn die "nette" Dame die Einnahmemenge und Zeit vom Rezept auf die Packung schreiben soll, stöhnt sie..."können Sie sich doch merken"....ansonsten sind Apotheker einfach nur Medi-Verkäufer...sonst gar nix. Dazu brauchts weder Studium noch Fachwissen...die Beipackzettel kann ich selber lesen.
Ich schon, z.B. welches Schmerzmittel bei bestimmten Kopfschmerzen am schnellsten wirkt oder welche Salbe sich für Muskelschmerzen am ehesten anbietet. Einmal wurde mir auch ein Medikament herausgesucht, welches gegen mein (zum Glück) temporäres fructoseaufspaltungsproblem half.

Man muss halt danach fragen.

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Sokrates1939 03.08.2017, 12:06
3. Helfersyndrom

Vor Jahrzehnten gab es in Hamburg recht große Apothekenbezirke, für die jeweils nur eine Apotheke konzessioniert wurde. Diese Apotheken waren für den Inhaber wahre Goldgruben. Heute gibt es hier Straßen und Plätze, wo sich alle 30m oder rundherum Apotheken befinden. Täglich machen neue auf.Möglicherweise aus Konkurrenzgründen wird nach meinem Eindruck in vielen Apotheken neuerdings auch unnötige und unerwünschte Beratung geleistet. Ob die Kraft im weißen Kittel nun approbierte Apothekerin oder Apothekenhelferin ist, ist in der Regel nicht zu erkennen. Das Helfersyndrom wird wie bei anderen "Helferberufen" dem Berufsalltag häufig nicht standhalten. Ich halte ketzerisch den Wunsch, viel Geld zu verdienen, nicht für das schlechteste Motiv für Ärzte usw

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grabenkaempfer 03.08.2017, 12:08
4.

man mag es kaum glauben, aber wenn man tatsächlich den Apotheker vor sich hat und nicht den Apothekergehilfen/assistent wird man beraten. Und ein Apothekenbesitzer muss nicht der sein, der hinter dem Tresen steht.

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jones26 03.08.2017, 12:09
5. ich lese viel mimimi

2 mal im Monat auf einer Klappliege schlafen? Als Paedagoge in meinem letzten Job durfte ich das zweimal pro Woche in 24h Schichten und das auch an Feiertagen und Wochenenden. da teilt sich nicht eine Wohngruppe mit einer anderen den Bereitschaftsdienst. ich verstehe nicht, warum ein umfassendes Studium notwendig ist? Rezepte kontrollieren, Wirkstoffe kennen und Risiken und Nebenwirkungen, dass kann ich auch in 3 Jahre Ausbildung packen und den Praxisanteil hochschrauben. Pharmakant ist auch "nur" ein Ausbildungsberuf und die mischen die Drogen. Das Einstiegsgehalt ist recht hoch. Studierte aus anderen Bereichen duerfen sich meist mit weniger zufrieden geben. Mich würde an dem Job der Kundenkontakt nerven. Rentner die einen mit privaten Dingen vollsuelzen, schreiende Kinder und ahnungslose Menschen.... ich würde amoklaufen. täglich!

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sven2016 03.08.2017, 12:10
6.

Na na, nicht alle studierten Pharmazeuten sind Besitzer derApotheke, in der sie arbeiten.
Und Beratung gibt es da schon. Zumindest wird man immer auf mögliche Unverträglichkeiten und auf die Anwendung hingewiesen.

Bei rezeptfreien Dingen ist das ein normales Geschäft, in dem gerne sehr teure, neue Produkte angeboten werden, z.B. die Kopfschmerztabletten mit Sofortwirkung ( dann für 15 Euro pwr 30 statt 3,95 normal). Ist halt so. Caveat

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trader_07 03.08.2017, 12:12
7.

Zitat von fatherted98
ansonsten sind Apotheker einfach nur Medi-Verkäufer...sonst gar nix. Dazu brauchts weder Studium noch Fachwissen...die Beipackzettel kann ich selber lesen.
Wenn man wirklich null Ahnung von einer Sache hat ist man übrigens nicht gezwungen, hier im Forum was dazu zu schreiben.

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der_unbekannte 03.08.2017, 12:20
8. @fatherted98 Stimmt nicht

Zitat von fatherted98
...etwas übertrieben das Ganze. In der Apo bin ich noch nie beraten worden...sogar wenn die "nette" Dame die Einnahmemenge und Zeit vom Rezept auf die Packung schreiben soll, stöhnt sie..."können Sie sich doch merken"....ansonsten sind Apotheker einfach nur Medi-Verkäufer...sonst gar nix. Dazu brauchts weder Studium noch Fachwissen...die Beipackzettel kann ich selber lesen.
Wenn ein Kunde Beratung wünscht, wird kein Apotheker ihn abweisen, sondern versuchen die Fragen mit besten Wissen und Gewissen zu beantworten. Dazu benötigt man schon ein sehr umfangreiches Wissen. Zudem müssen Apotheker teilweise Medikamente selber herstellen. Ich finde ihren Kommentar sehr beleidigend, auch wenn ich kein Apotheker bin.

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Newspeak 03.08.2017, 12:21
9. ...

Ich fand den Bericht gut. Sehr ausgewogen. Tatsaechlich scheint die Autorin aber einen kleinen Helferkomplex xu haben. Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass manche Apotheker wirklich sehr gut beraten und besser sind, als der Arzt in diesem Punkt.

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