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Mein Leben als Apothekerin: Mein! Medikament! Jetzt! Sofort!
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Ein äußerst schwieriges Studium, erstaunlich viel Bürokratie und nur ein mittelmäßiges Gehalt: Eine Apothekerin berichtet - von "Dr. Google"-Erkenntnissen und Kunden, die Viagra ohne Rezept haben wollen.

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glamax 03.08.2017, 12:24
10.

Also ich wurde in den Apotheken, in denen ich jüngst eingekauft habe, schon beraten, meist sogar sehr gut. Und meine Lieblingsapotheke ist genau deshalb meine Lieblingsapotheke, weil der Apotheker genau das kann: gut beraten.

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maizwilling 03.08.2017, 12:24
11. Was wir doch alle wissen?

Zitat von !!!Fovea!!!
Zudem wissen wir doch alle, dass die Apothekenbesitzer nicht gerade zu einer verarmenden Zunft gehören, wenn ich mir die Preisunterschiede zwischen den Internetapotheken und den niedergelassenen Apotheke anschaue.
Mit etwas betriebswirtschaftlichen Know-how würde man schon wissen, dass die Preisunterschiede (wenn es sie denn gibt) nicht das Vermögen der Apothekeninhaber mehren, sondern durch die höheren Kosten (Personal, Miete, Gewerbesteuer etc.) bedingt sind. Das in Deutschland immer mehr Apotheken schließen liebt bestimmt nicht daran, dass die Gewinne so "hoch" sind.
Ansonsten lese ich in dem Artikel keine medizinische Anmassung der Kollegin, auch kein Jammern, sondern eine neutrale Berichterstattung über den täglichen Betrieb.

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pyrex 03.08.2017, 12:29
12. @jones26

"Als Paedagoge in meinem letzten Job..."..."Mich würde an dem Job der Kundenkontakt nerven. Rentner die einen mit privaten Dingen vollsuelzen, schreiende Kinder und ahnungslose Menschen.... ich würde amoklaufen. täglich!"
Zum Glück für Ihre Mitmenschen war Ihr letzter Job "Pädagoge", und was machen Sie jetzt so?

Übrigens, mit den 24h ist es meistens nicht getan, solange der nächste Tag kein Sonntag ist.

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bernte83 03.08.2017, 12:29
13. Homöopathie und anderer Hokus Pokus

Solange Apotheker nicht gesetzlich verpflichtet sind, nach den Regeln der Kunst zu arbeiten, und ungestraft ungefragt homöopathische Mittel anbieten dürfen, gehört dieser Berufsstand abgeschafft. Der Verkauf in der Drogerie ist weniger gefährlich als eine falsche Beratung durch eine vermeintliche Vertrauensperson.

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royal_flush 03.08.2017, 12:29
14.

Zitat von jones26
2 mal im Monat auf einer Klappliege schlafen? Als Paedagoge in meinem letzten Job durfte ich das zweimal pro Woche in 24h Schichten und das auch an Feiertagen und Wochenenden. da teilt sich nicht eine Wohngruppe mit einer anderen.....
Wenn das nicht die idealen Voraussetzungen für den Beruf des Pädagogen sind ...

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hughw 03.08.2017, 12:30
15. wozu haben wir studierte (Fach) Ärzte?

liest sich als würden wir die nicht mehr brauchen. Die Medikamente abzustimmen ist Sache des Arztes/der behandelnden Ärzte. Da hat die Apotheke nichts drin rum zu pfuschen. Beratung, auch über die Anwendung, macht auch mein jeweiliger Arzt, der hat schließlich seinen entsprechenden Facharzt gemacht. Ab und an telefonieren die auch miteinander, wenn da Bedenken wegen des Zusammenspiels der Medikamente gibt. Die Apotheke soll das Zeug besorgen, und gut ist. Würde meine Stammapotheke versuchen in die Therapie einzugreifen, hätten sie sofort einen Stammkunden weniger.

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lima12666 03.08.2017, 12:33
16. Wo arbeiten Sie?

In meiner langjährigen Erfahrung mit Apothekerinnen ist mir noch nie passiert, dass ich ausführlich über rezeptfreie Medikamente beraten worden bin. Immer wurde erst das gerade in der Apothekenumschau beworbene superteure Supermittel empfohlen, alternativ dazu das Mittel mit dem "Homöopathischen Trikomlex" (was um Gottes Willen ist das?). Wenn ich dann ein Generika verlangt habe, sah ich schon das geistige Nasenrümpfen der Apothekerin. Also meide ich Apotheken und halte mich an die Weisheit: Ein Schnupfen dauert mit Arznei 7 Tage und ohne Arznei 1 Woche. Aber Sie hätte ich gerne mal kennengelernt und würde gerne wissen, ob Ihr Chef oder Ihre Chefin Sie bei Ihrer "selbstlosen" Arbeit am Patienten unterstützt oder auf Gewinnmaximierung dringt!

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hughw 03.08.2017, 12:34
17. wozu haben wir studierte (Fach) Ärzte?

liest sich als würden wir die nicht mehr brauchen. Die Medikamente abzustimmen ist Sache des Arztes/der behandelnden Ärzte. Da hat die Apotheke nichts drin rum zu pfuschen. Beratung, auch über die Anwendung, macht auch mein jeweiliger Arzt, der hat schließlich seinen entsprechenden Facharzt gemacht. Ab und an telefonieren die auch miteinander, wenn da Bedenken wegen des Zusammenspiels der Medikamente gibt. Die Apotheke soll das Zeug besorgen, und gut ist. Würde meine Stammapotheke versuchen in die Therapie einzugreifen, hätten sie sofort einen Stammkunden weniger.

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voyager_2000 03.08.2017, 12:35
18. Oberflächlicher Artikel, pauschale Vorurteile

Die Zeiten, wo die Bäume bei den Apothekern in den Himmel wuchsen, sind lange vorbei. Ich persönlich kenne zwei Apotheker die in Konkurs gegangen sind. Einige verdienen noch ganz gut aber das ist ja wohl in jeder Branche so. Neben dem Apotheker als Besitzer der Apotheke, gibt es auch noch die Angestellten Apotheker, die natürlich entsprechend weniger verdienen. Sie sind aber auch keine Unternehmer mit dem entsprechenden Risiko.
Wer in der Apotheke beraten werden möchte, wird das in der Regel auch. Natürlich wollen manche einfach nur ungestört ihre Medikamente kaufen. Das ist ja auch okay so. Das Wissen um die einzelnen Substanzen variiert natürlich von Person zu Person. Aber den einen oder anderen guten Tipp habe ich von der Apothekerin meines Vertrauens schon bekommen.
Bei den Preisen muss man unterscheiden zwischen rezeptpflichtigen Medikamenten, bei denen der Apotheker heutzutage pauschal 9 € pro Preis pro Packung verdient und freiverkäuflichen Medikamenten wo die Preise sehr stark variieren. Da lohnt sich für größere Mengen schon mal der Einkauf bei der Versandapotheke.
Durch den Einfluss der EU ist mit einer stärkeren Deregulierung des Apothekenmarktes ist auf absehbare Zeit zu rechnen. Dann werden die großen Ketten kommen (wie in den USA) und das Apothekensterben beginnt. Da ist mir der persönliche Service auf Kosten der Krankenkasse dann doch lieber. Heute wird auch noch das eine oder andere Mittelchen auf Kulanz unter der Ladentheke verkauft. Das ist dann auch vorbei. Im schlimmsten Fall werden uns wie in den USA die Tabletten exakt abgezählt. Gott bewahre uns vor der Eintragung unserer Medikamente auf der elektronischen Patientenkarte.
Und ja ich gönne der Oma das Schwätzchen mit der Apothekerin. Es ist schön dass das heute noch drin ist.

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pyrex 03.08.2017, 12:36
19. @jones26

... ach ja, das durchschnittliche Bruttogehaltes eines Pharmakants in der Industrie liegt bei 2800,-€ im ersten Tarifjahr. Auch nicht schlecht für "nur" 3 Jahre Ausbildung.

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