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Mein Leben als Apothekerin: Mein! Medikament! Jetzt! Sofort!
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Ein äußerst schwieriges Studium, erstaunlich viel Bürokratie und nur ein mittelmäßiges Gehalt: Eine Apothekerin berichtet - von "Dr. Google"-Erkenntnissen und Kunden, die Viagra ohne Rezept haben wollen.

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thelaughinggravy 03.08.2017, 12:39
20. @hughw

Bis der Arzt einmal einen Fehler macht (wie im Artikel beschrieben) und Sie ploetzlich das falsche Medikament bzw. die falsche Dosis nehmen und sich beschweren, dass der Apotheker das doch wissen muss.

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touri 03.08.2017, 12:39
21. ich lese viel mimimi

Zitat von jones26
2 mal im Monat auf einer Klappliege schlafen? Als Paedagoge in meinem letzten Job durfte ich das zweimal pro Woche in 24h Schichten und das auch an Feiertagen und Wochenenden. da teilt sich nicht eine Wohngruppe mit einer anderen ......
Na zum Glück müssen Sie den Job ja nicht machen, aber trotzdem den Leuten ihr moderates Anfangsgehalt nicht gönnen. Gut wenn man das jetzt mit einem Philosophiestudenten vergleicht, dann ja, ist das Anfangsgehalt vermutlich tatsächlich hoch ;-)

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katzenhalter 03.08.2017, 12:41
22. Mehr Respekt vor Apothekern!

Mich ärgern die negativen Kommentare hier maßlos! Ja natürlich gibt es unfähige Apotheker, so wie es in jeder Branche unfähige Leute gibt. Aber alle über einen Kamm zu scheren ist dumm, respektlos und ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die sich Mühe geben. Und das sind nach meiner Erfahrung viele. Es war zB eine Apothekerin, die bei meinem Arzt (zu dem ich nicht mehr gehe) nachfragte, ob er sich bei einem Medikament für mich wirklich sicher sei. Ich entnahm dem Telefonat, ja, er war sicher, alles i.O. Die Apothekerin wies ihn dann freundlichst auf meine Schwangerschaft hin... Bin dieser Dame für ihre Aufmerksamkeit dankbar.

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touri 03.08.2017, 12:41
23.

Zitat von bernte83
Solange Apotheker nicht gesetzlich verpflichtet sind, nach den Regeln der Kunst zu arbeiten, und ungestraft ungefragt homöopathische Mittel anbieten dürfen, gehört dieser Berufsstand abgeschafft. Der Verkauf in der Drogerie ist weniger gefährlich als eine falsche Beratung durch eine vermeintliche Vertrauensperson.
Habe ich noch nie erlebt. Vielleicht sollten Sie Ihre Apotheke wechseln.

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women_1900 03.08.2017, 12:42
24. das mit der Beratung in der

Apotheke ist so eine Sache. Meine Erfahrung: nur das teuerste Medikament wurde mir empfohlen, auf Nachfrage nach Generika wurde mir beshcieden, dass diese nicht so wirksam seine und zudem erst bestellt werden müssten. Inzwischen müssen auch rezeptpflichtige Medikamente immer häufiger erst bestellt werden. Mein Fazit: in der Apotheke sind Verkäufer/Innen beschäftigt - also wechselte ich zu Internetapotheken.
Und google ist durchaus hilfreich, wenn man nicht unbedingt einen Namen kaufen will, sondern einen Wirkstoff.

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pyrex 03.08.2017, 12:43
25.

Zitat von hughw
liest sich als würden wir die nicht mehr brauchen. Die Medikamente abzustimmen ist Sache des Arztes/der behandelnden Ärzte. Da hat die Apotheke nichts drin rum zu pfuschen. Beratung, auch über die Anwendung, macht auch mein jeweiliger Arzt, der hat schließlich seinen .....
Viel von dem "Rumgepfusche" im Rahmen einer Medikationsanalsyse läuft ohne Wissen des Patienten ab. Trägt sonst nur zur Verunsicherung des Patienten und Erschütterung des Glaubens an die "Götter in Weiß" bei.

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max-mustermann 03.08.2017, 12:45
26.

Ach gottchen die armen armen Apotheker denen es ja so schlecht geht. Deswegen gibt es ja auch in jedem Kaff an jeder Ecke zig Apotheken, jedenfalls deutlich mehr als Bäcker und Metzger zusammen. Aber keine Sorge bald ist die FDP wieder im Bundestag und vielleicht sogar in der Regierung dann geht es wieder steil nach Oben.

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chb_74 03.08.2017, 12:47
27. Die Besserwisser wieder...

Leider habe sich unter den ersten Kommentatoren wieder ein paar "Dick from the Internet" versteckt, die an allem etwas zu nörgeln finden. Erstens: Ein Apotheker stellt keine Diagnosen, das macht der Arzt. Die Fachkollegin (ich bin selbst Apotheker, allerdings in der Industrie) maßt sich aber keineswegs etwas an, wenn sie eine Erstbegutachtung von Symptomen vornimmt und dann entscheidet, ob und ggf. wohin sie einen solchen Kunden sinnvollerweise verweist, oder ob das ein klassisches Selbstmedikationsproblem ist, wo sie sehr wohl tätig werden kann (und darf!). Man sollte es nicht glauben: Apotheker lernen ein wenig Anatomie, viel Pathophysiologie und sehr viel Pharmakologie recht intensiv im Studium (letzteres übrigen das große Dunkelfeld vieler Ärzte!).

Natürlich gibt es Apotheken, in denen nicht gut beraten wird. Es gibt auch schlechte Busfahrer und inkompetente Bankkaufleute, die ihre Kunden passiv oder gar aktiv schädigen. Apotheker sind keine "Heiligen", sollten aber als Heilberufler ein hohes Ethos haben. Genau das zeigt die Kollegin hier, zusätzlich noch Empathie. Offizinapotheker neigen häufig zu dem, was hier "Helferkomplex" tituliert wird, weil einfach ein bestimmter Menschenschlag oft Apotheker wird: die, die bewusst kranken Menschen durch Beratung und zeitgerechte Belieferung mit passenden Arzneimitteln helfen wollen. Was ist daran denn negativ? Ich nenne das "Empathie".

Als Kunde darf man auch um Beratung nachsuchen, und wer der Meinung ist, dass er mit dem Beipackzettel allein klar kommt: prima! Die meisten Laien überschätzen sich allerdings in der Frage erheblich.

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women_1900 03.08.2017, 12:48
28.

Zitat von maizwilling
Mit etwas betriebswirtschaftlichen Know-how würde man schon wissen, dass die Preisunterschiede (wenn es sie denn gibt) nicht das Vermögen der Apothekeninhaber mehren, sondern durch die höheren Kosten (Personal, Miete, ......
zum betriebswirtschaftlichen Know- how gehört auch die Arzneimittel-Preisverordnung (AMPreisV) zu kennen. Aus der geht hervor, was Apotheken je Fertigarzneimittel abrechnen können.
https://www.gkv-spitzenverband.de/presse/themen/apothekenhonorierung/thema_apothekenhonorierung_1.jsp

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Chrischn 03.08.2017, 12:50
29.

Zitat von hughw
liest sich als würden wir die nicht mehr brauchen. Die Medikamente abzustimmen ist Sache des Arztes/der behandelnden Ärzte. Da hat die Apotheke nichts drin rum zu pfuschen. Beratung, auch über die Anwendung, macht auch mein jeweiliger Arzt, der hat ......
Achso, wenn also ein viel zu hohe Dosis auf dem Rezept steht, sollte der Apotheker nichts sagen, da es ja Sache des behandelnden Arztes ist?
Also ich bin froh, dass es dieses 4 Augen Prinzip gibt. Jeder macht mal Fehler, auch ein Arzt kann sich vertun. Aber wenn sie dem Arzt so vertrauen, dann müssen sie ja nichts befürchten. Sie würden dem Apotheker sicherlich auch keine Vorwürfe machen, wenn er ihm eine viel zu Hohe (vom Arzt verordnete) Dosis zuteilt

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