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Mietwohnung: Gericht rechtfertigt Kündigung wegen starken Rauchens
DPA

Nach dem Rauchverbot in Restaurants und Kneipen drohen Nikotinabhängigen nun auch zu Hause Probleme. In Düsseldorf hält ein Richter die fristlose Kündigung einer Mietwohnung für rechtens: Der 74-jährige Bewohner hatte zu stark geraucht. Gericht rechtfertigt Kündigung wegen starken Rauchens - SPIEGEL ONLINE

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mindphuk 05.07.2013, 11:31
10.

Zitat von sysop
Die Kündigung hält der Amtsrichter angesichts "der veränderten Beurteilung der Gefahren des Passivrauchens" für berechtigt,

Die Justiz nähert sich damit der Politik an: Es zählen keine Fakten mehr, nur noch Glauben in zweifelhafte Studien. Beweise sind egal, solange es nur politisch gewollt ist. Wie das Rauchen in einer Mietwohnung andere Mieter beeinträchtigen soll, erklärt der Richter nicht, er glaubt einfach, dass das so ist. Rechtsstaat ist was anderes.

Natürlich wäre es im Falle einer Beschädigung der Wohnung durch Rauch etwas anderes, aber gerade das hat der Richter ja nicht als Argument angeführt.

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schinkenpizza 05.07.2013, 11:31
11. finde ich....

völlig gerechtfertigt.

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Le Commissaire 05.07.2013, 11:32
12. optional

Es geht hier ja nicht primär ums Rauchen, sondern um Belästigung Dritter. Rauchen ist da nicht anders einzustufen als laute Musik, Grillen o.ä.

Rauchen ist eine schwere Sucht, daher wird die Einhaltung zivilisatorischer Grundstandards von den Betroffenen erwartungsgemäß stark bekämpft. Lediglich in der Gastronomie haben sich solche Grundstandards noch nicht vollkommen durchgesetzt, aber wie die Beispiele Bayern und NRW zeigen, ist das selbst im Raucherparadies Deutschland nur noch eine Frage der Zeit.

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tabernakelmenetekel 05.07.2013, 11:32
13. wenn der nachbar auf dem balkon

Raucht dann zieht das auch in alle offenen fenster rein und somit kann man auch nicht lüften. Freue sich wer einen kettenrauchenden nachbarn hat...

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infonix123 05.07.2013, 11:32
14. Obwohl ich Nichtraucher bin, aber ...

das geht zu weit. Sind Mieter Mieter oder Mietsklaven?-

Raucher, lasst euch das nicht gefallen!

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khaja 05.07.2013, 11:33
15.

Zitat von xanathos1st
Holzboden, Tapetten, Holzdecken, Einbauküche, alles mussten wir ersetzen, weil unser Mieter ein starker Raucher war. Die Wohnung blieb 3 Monate leer stehen und wurde in der Zeit durchgehend gelüftet um den Gestank rauszubekommen. Sachschaden im 5 stelligen Eurobereich + Mietausfall.
Ich habe deswegen letztens eine eigentlich recht nette Mietwohnung nicht gemietet, weil der Mieter unter mir starker Raucher war.

Kommt halt bei der Besichtigung der Wohnung nicht gut an, wenn das erste, was man bemerkt, der Rauch vom Untermieter ist (plus: er hatte noch einen nervig kläffenden Köter).

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Gerdtrader50 05.07.2013, 11:33
16. Bin selbst Nichtraucher seit längerer Zeit

aber weil ich das selbst wollte. Sowohl die Einschätzung des Amtsrichters, dass Abmahnungen wegen starken Rauchens in den eigenen Wohnräumen eine Rechtskraft hätten, als auch die Entscheidung, weil er glaube, dass eine Gegenwehr gegen sein vorgefertigtes Urteil kaum Erfolg zeitigen könnte und er daher im Vorfeld eine offensichtlich benötigte Prozesskostenhilfe verweigerte, denke ich, dass bei entsprechender Vorgehensweise: Zum Beispiel: Ablehnung des Vorsitzenden wegen Befangenheit, die Sache anders aussehen lassen dürfte. Mit Rechtssprechung hat das nichts mehr zu tun. Ich gehe davon aus, der Richter ist Nichtraucher.

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kenterziege 05.07.2013, 11:33
17. Klar

Zitat von sysop
Nach dem Rauchverbot in Restaurants und Kneipen drohen Nikotinabhängigen nun auch zu Hause Probleme. In Düsseldorf hält ein Richter die fristlose Kündigung einer Mietwohnung für rechtens: Der 74-jährige Bewohner hatte zu stark geraucht.
Das ist Sachbeschädigung! Nach dem Tod dieses Mannes ist eine Kernsanierung erforderlich. So wie Raucherautos nahezu unverkäuflich sind, ist auch so eine Wohnung nur schwer wieder vermietbar. Der Vermieter hat Recht. Es gibt schon genügend Urteile und Gesetze, die das Vermieten von Wohnungen sinnlos machen. Erst wenn jeder Richter eine zu vermietende Eigentumswohnung besitzt, wird sich die Rechtsprechung ändern!

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Blaufrosch 05.07.2013, 11:34
18. Juristische Einzemeinung

... eines Amtsrichters... kennen wir ja... die nächsten Instanzen werden das schon gerade rücken.

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megaptera 05.07.2013, 11:34
19. Schlimmer als die faschos

Faschismus ist fast gar nichts dagegen.

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