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Migrationsdebatte: Wer betrügt, wird gewählt
AFP

Wenn es um Ausländer geht, macht Horst Seehofer den Monaco-Franze: A bisserl was geht immer. Angela Merkel wartet und schweigt - und lässt damit zu, dass der Rechtspopulismus sich auch in Deutschland weiter ausbreitet. Augstein-Kolumne: Seehofer und die Migrationsdebatte - SPIEGEL ONLINE

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mundi 06.01.2014, 19:00
270. Nutzen für das Volk

Zitat von Steve Holmes
480 Millionen Euro sind ein Betrag über den man schon ernsthaft reden kann. Glauben sie den Deutschen fällt nichts ein wie man diese Summe zum eigenen Nutzen ausgeben kann?
Es gibt für das deutsche Volk sehr nützliche Ausgaben:

Die misslungene Anschaffung von Drohnen (Hawk-Affäre) kostete Deutschland bisher 668 Millionen Euro.
(n-tv.de/politik)

In der Mache ist bereits ein neues Projekt:
"Das Angebot der USA beinhaltet die Lieferung von drei unbewaffneten MQ-9-Drohnen und vier Bodenstationen. Wie das Verteidigungsministerium jetzt erklärt, verlangen die Amerikaner insgesamt 307 Millionen Dollar (223 Millionen Euro). Hinzu kämen die Umsatzsteuer für Drohnen und Bodenstationen sowie die Kosten für die Muster- und Verkehrszulassung des Systems". (Spiegel)

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hashemliveloirah 06.01.2014, 19:02
271. Wer?

Zitat von jenstw
Wer wandert aus? Junge Familien mit einem Ziel vor Augen oder eher Onkel Pascha mit 8 Frauen und 16 Kindern um vom Sozialamt zu leben?
Ich bin sicher: beide.
Und in beiden Fällen haben sie menschlich mein vollstes Verständnis.
Sowohl die Jungen mit einem Lebensziel vor Augen
als auch der Familienvater, der das gleiche für seine Kinder sucht.

Die Frage bleibt, wie wir die (europäische) Politik dazu bringen, das im Interesse der Menschen (!) und nicht der "Eliten" zu lösen.

Wenn ich verfolge, wie die Politik in UK, F, HUN, Benelux, NOR bereits regelrechte - legale - Wagenburgen errichtet, erscheint mir die Diskussion in D eher von vorne herein fruchtlos zu sein.
Leider.

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Steve Holmes 06.01.2014, 19:03
272.

Zitat von agua
Der Begriff Selektion, ist für mich persönlich, negativ behaftet.
Eine Selektion ist eine Auswahl. Für mich ist es ein wesentliches Element der Freiheit immer aus mehreren Optionen auszuwählen.

Wir können nicht jeden Begriff tabuisieren nur weil ihn ein Nazi einmal verwendet hat, sonst müssten wir gleich auf die Deutsche Sprache verzichten.

Zitat von agua
Deutschland brauchte in den Jahren seines Wirtschsftsaufschwunges Arbeiter, die die Arbeit verrichteten, zu denen sich viele Deutsche zu schade waren.
Und in dieser Zeit hat man gute und schlechte Erfahrungen mit dem Zuzug gesammelt. Auf diese Erfahrungen sollte man heute aufbauen.

Zitat von agua
Heute ist Europa, Dank seiner Politik ein Deasaster, und es geht in dieser Diskussion , um Angst, dass andere Menschen etwas erhalten könnten, von dem gedacht wird, dass es einem selber zusteht.
Da gebe ich ihnen Recht. In der EU wurde vieles übertrieben und es wird Zeit einiges wieder zurechtzustutzen.

Zitat von agua
Mit einer solchen Diskussion erledigt sich das geeinte Europa von selber.
Es erledigt sich nicht, sondern muss nur auf ein gesundes Maß reduziert werden. Es gibt kein europäisches Volk, keine europäische Sprache und auch keine europäische Kultur, sondern viele verschiedene Völker, Sprachen und Kulturen. Das macht Europa ja so reizvoll und sollte wieder mehr beachtet werden.

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GetulioV 06.01.2014, 19:05
273.

Zitat von jenstw
Diese Frage überhaupt zu stellen ist bereits dämlich - gerade wir Deutsche waren im 19. Jh. die Auswanderernation, unsere dem Land verlorenen Generationen haben nicht nur Amerika Wachstum und Wohlstand gebracht. Wir sollten Einwanderer bei uns willkommen heißen und bei ihrem Neubeginn unterstützen!
Moment, Sie übersehen da einen kleinen, aber feinen Unterschied: Diejenigen, die damals nach Amerika auswanderten, waren vom ersten Tag an darauf angewiesen, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, womit auch immer. Von einem staatlich garantierten Mindestlebensstandard konnte da keine Rede sein. Ein weiterer Unterschied war, dass es damals reichlich Arbeit auch für gering Qualifizierte gab - was man von Deutschland 2014 nicht behaupten kann.

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dhanz 06.01.2014, 19:10
274.

Zitat von tosi01
Es ist schon erstaunlich feststellen zu müssen, das es eine große Anzahl von Kommentatoren gibt, die die Zuwanderung von Sozialschmarotzern begrüssen bzw. dulden, einfach nicht erkennen wollen, dass H.Seehofer nicht die fleissig arbeitenden Zuwanderer meint, sondern die betrügerischen Sozialschmarotzer, die unser Land überfluten und überproportional in den Kriminalitätsstatistiken vertreten sind. In deutschen Gefängnissen sind die Zuwanderer darüber hinaus sehr sehr stark vertreten, nämlich zu ca. 80 % (bereinigt bzgl des prozent. Anteils an der dt. Bevölkerung). Die einzigen die sich darüber freuen und sogar begrüssen ist das Großkapital, da sie sich aus einem riesigen Pool von billigen Arbeitskräften nach Belieben bedienen können.
Blödsinn.
Der Personenkreis, um den es hier geht, hat überhaupt kein Interesse daran, hier zu arbeiten. Schon gar nicht zu Löhnen, die nicht höher sind als die staatlichen Leistungen.
Abgesehen davon: Welch ein Arbeitgeber hat Interesse an einer Arbeitskraft, die noch nicht einmal ausreichend die Landessprache beherrscht.

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schreiberausthür.89 06.01.2014, 19:14
275. Böse CSU

Ach Herr Augstein, mal wieder nichts als Merkel/Seehofer/CDU/CSU- Bashing, und dazu weltfremdes Geschwafel! Auch wenn die CSU sich ein wenig im Ton vergriffen hat, so spricht die Partei wenigstens die Probleme an, die viele Bürger beschäftigen. Es gibt doch schon heute unstrittig Armutsflüchtlinge in Deutschland, und es ist nun nicht völlig absurd, dass die Armuts- Migration nun noch mehr zunehmen wird. Mithilfe von „Selbständigkeit“ kommt man dann auch recht einfach an Hartz 4 und andere Sozialleistungen, auch ohne vorher schon mal in Deutschland sozialversicherungspflichtig gearbeitet zu haben. Alles schon lange bekannt und „praxisbewehrt“. Den Menschen, welche aus den armen Ländern nach Deutschland kommen, um hier ein besseres Leben u.a. auf Kosten des Staates zu führen, kann man natürlich keinen Vorwurf machen. Deswegen darf man es aber noch lange nicht dulden. Schließlich geht das alles auf Kosten des hart arbeitenden Durchschnittssteuerzahlers. Darunter zähle ich selbstverständlich auch alle Bürger ohne deutsche Staatsangehörigkeit, welche hier arbeiten und Steuern/Sozialabgaben zahlen. Dieses Geld fehlt dann wieder anderorts, bereits heute zittern viele Gemeinden unter der Last der Sozialausgaben. Das geht alles auf Kosten von Bildung, Forschung, Infrastruktur und Sicherheit. Der deutsche Bürger zahlt allerdings keine exorbitanten Steuern und Abgaben, um die sozialen Probleme anderer Länder zu lösen. Ich behaupte jetzt einfach mal so frech, dass die breite Mehrheit der Bevölkerung in diesem Land mir da zustimmen würde!

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noregrets 06.01.2014, 19:14
276. Opportunismus, Herr Augstein?

Da macht es sich Herr Augstein auch sehr einfach-Populismus umgekehrt? Alle wettern gegen die CSU, auch wenn die mal unbequeme Wahrheiten ansprechen. Ach nee, das ist kein Populismus das ist Opportunismus, herzlichen Glückwunsch, Herr Augstein.

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Spiegelkritikus 06.01.2014, 19:14
277. Plädoyer für eine sinnvoll gesteuerte Einwanderungspolitik

Ist es gerecht, wenn ein gerade zugezogener Migrant die gleiche Sozialleistung bezieht wie ein alteingesessener Bürger, der viele Jahre in Deutschland gearbeitet und Sozialversicherungsbeiträge bezahlt hat?
Die meisten deutschen Bürger sagen: nein, das ist absolut unfair.
Darüber hinaus haben die wenigsten Bürger Verständnis dafür, dass überhaupt Leistungen an Leute bezahlt wird, die nicht als lebensbedrohte Asylanten anerkannt sind, sondern sich einfach wirtschaftlich verbessern wollen.

Und genau darum geht es bei der Armutsmigration aus dem Osten und sonst woher. Deutschland hat derzeit noch eine Mogrationspolitik, die zum Scheitern verurteilt ist, weil die Armut in dieser Welt leider gewaltig ist und dieses Land niemals alle Bedürftigen aufnehmen kann. Deutschland kann auch nicht alle Armen der EU aufnehmen und alimentieren, das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Auch wenn es Grünen unf Co. nicht passt, muss man sich dieser Tatsache stellen.

Deutschland braucht endlich eine sinnvoll gesteuerte Migration, die an Kriterien beruflicher und sprachlicher Qualifikation orientiert ist. Alle anderen begehrten Einwanderungsländer praktizieren das seit langer Zeit ganz selbstverständlich, denn sie haben erkannt, dass es keine andere Lösung gibt. Je früher auch Deutschland diese Lektion lernt, desto besser. Aber es wird hier wie immer länger dauern.

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kugelsicher 06.01.2014, 19:16
278. verzerrte Wahrnehmung

Zitat von rumbohh
Die Medien sind generell ein Problem, es wird schamlos manipuliert und propagiert: Gestern in "Berlin direkt" hat das ZDF wieder verschwiegen, daß 64% der Rumänen/Bulgaren kein Berufsausbildung haben und 30% "geringfügig beschäftigt" arbeiten. Stattdessen wurden andere Zahlen aus demselben Bericht des IAB serviert. Angeblich kommen nur Fachkräfte! 3. Wenn Augstein meint, es finde keine Einwanderung in die Sozialsysteme statt, dann sollte er Zahlen präsentieren, die diese Aussage belegen oder - besser - falsifizieren könnten. Das macht er aber nicht!
Wenn sie von Manipulation von Seiten des ZDF reden, sollten sie aber bei der Wahrheit bleiben.
Dort wurde nicht behauptet, es kämen NUR Fachkräfte. Da müssen sie eine andere Sendung gesehen haben. Ich habe sie gesehen.

Dort wurden Zahlen mit denen von anderen ausländischen Gruppen verglichen.

Außerdem behauptet A. nicht, dass kein einziger in die Sozialsysteme einwandert, sondern dass keine MASSENWEISE Einwanderung dorthin stattfindet, wie von der CSU behauptet und besonders schon damals 2010 falsch behauptet.

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agua 06.01.2014, 19:23
279. An #277 Steve Holmes

Nur, wenn ich in dieser Diskussion so manchen Beitrag lese, dann rückt die Geschichte doch sehr nahe.
"Wie konnte das nur geschehen"?
Eine Frage, die oft gestellt wurde, nach der unrühmlichen deutschen Geschichte.
Ist man nicht schon wieder mittendrin, die Fehler, zwar in anderer Weise, aber dennoch zu wiederholen?
Nur es bemerkt kaum jemand, weil man selber dabei ist, teilhat am Geschehen und denkt, dass sich etwas ändern muss.
Nach Portugal kamen die Bulgaren schon 2009.
Einige leben , gerade in Lissabon in der absoluten Misere.
Die Schuld liegt nicht an den Menschen.Im Grunde ist es das, was Sie in manchem Beitrag fordern, es ist das streben nach einem anderen Leben, und es gibt viele, die daran scheitern.

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