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Mit 24 ins Kloster: Strahlende Nonne
Thekla Ehling

Sie wird nicht heiraten, keine Kinder bekommen, auf Besitz größtenteils verzichten und jeden Tag mindestens vier Stunden beten. Die 24-jährige Martha wird Nonne. Warum? Ordensschwester: Studentin Martha will ihr Leben im Kloster verbringen - SPIEGEL ONLINE

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Peter Werner 05.12.2013, 15:47
130.

Zitat von markus_wienken
Wenn sie damit glücklich ist und ein erfülltes Leben findet, was ist daran falsch?
Weil sich die entsprechende Person in eine nicht existente Traumwelt/Phantasiewelt flüchtet, welche mit der Realität nicht das Geringste zu tun hat.
Ob dies nun ein "erfülltes Leben" genannt werden kann, ist Sache der Auslegung. Sie verzichtet jedenfalls hiermit auf das real existierende Leben bzw. auf die real existierende Umwelt.
Einige mögen dies als "erfülltes Leben" betrachten, ich sehe dies eher als ein Leben in einer selbst auferlegten geistigen Armut.

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bertholdalfredrosswag 05.12.2013, 15:48
131. optional

Sie sollte mal die biblische Genesis lesen und das mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen vergleichen. Doch wenn ihr der klösterliche Lebensstiel gefällt ist das was sie möchte. Es wird sich zeigen wie sie ihr biologisches ICH in den Griff bekommt. Das Himmelreich nach dem Hiersein wird sie vergeblich erwarten. Das existiert in dieser biblischen Version nicht.

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smersh 05.12.2013, 15:48
132.

Zitat von smersh
(...)aber die Frage ob er an Götter glaubt, kann auch er nur mit "ja" (-> Gläubiger) oder "nein" (=Atheist
"...beantworten." Bevor hier jemand denkt, mich hätte Zeus mitten im Satz weggeblitzt. :)

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Tikal69 05.12.2013, 15:49
133. Widerspruch

Zitat von MtSchiara
Ich wußte nicht, daß Naturwissenschaft im Widerspruch zu einer religiösen Weltanschauung steht. Oder hat die Naturwissenschaft das Bewußtseinsproblem etwa schon gelöst? Gibt es die Möglichkeit, Bewußtsein zu messen?
Da muss ich sie leider enttäuschen - widersprüchlicher könnte etwas kaum sein.
Ich will das jetzt nicht alles aufführen - einfach mal im Internet googeln.

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markus_wienken 05.12.2013, 15:49
134. .

Zitat von Kurti23
Das Mädchen in dem Artikel sieht erstens nicht so aus wie eine normale Studentin sondern wie die typische junge Christin. Mauerblümchen hoch 10.
Hm... ich fahre jeden Tag mit dem Bus zur Arbeit, auf dem Weg liegt die Universität, die "typische" Studentin oder Studenten habe ich noch nicht gesehen.

Zitat von Kurti23
Ihr Verstecken hinter den Mauern eines Klosters ist für mich absolut unverständlich.
Geht mir auch so, und?
Solane es sie glücklich macht ist es OK für mich.
Zitat von Kurti23
Die übernimmt keinerlei Verantwortung für sich selbst noch für andere.
Was noch nicht ist kann doch noch werden.
Und selbst wenn nicht, Zivilversager finden Sie auch im weltlichen Leben, so what.

Zitat von Kurti23
Sie hilft niemandem und betet einen Mann an der vor 2000 Jahren gestorben ist. Wahrscheinlich beginnt sie irgendwann noch missionarisch tätig zu werden und versucht irgendwem zu erzählen ihr Religion wäre besser als die ihres gegenübers.
Meinen Sie?
Die mir bekannten Ordensleute haben noch nie versucht mich zu missionieren. Man ladet mich gerne zum Gottesdienst ein, wir diskutieren (nicht nur aber auch) über religiöse Themen weil sie mich auch als Atheist interessieren, aktive Missionatätigkeit habe ich "von denen" noch nicht erfahren.
Wenn ich mal "keinen Bock" auf religiöse Themen habe sprechen wir über Anderes.
Mal eine FGrage: Wie viele (agressiv?) missionierende Ordensleute sind Ihnen bekannt?

Zitat von Kurti23
Ich weiß schon warum ich jegliche Religionen ablehne
Da habe ich meine Zweifel

Zitat von Kurti23
und sage, dass sie nur von Menschen gebraucht wird die nicht mit sich selbst im Reinen sind und sich jetzt an etwas höheres klammern wollen.
Nicht bei allen aber bei den meisten Personen, die ihren Glauben ernst nehmen und die ich kenne habe ich durchaus das Gefühl dass sie mit sich selbst durchaus im Reinen sind.

Zitat von Kurti23
Wacht endlich auf und seht was in dieser Welt für leid entsteht bzw. entstanden ist weil ihr an irgendwelche imaginäre Freunde glaubt.
Sie sehen Religion zu einseitig. Religion verursacht Leid, zweifellos, schenkt aber vielen Menschen auch Kraft.
Und wer glaubt dass die Welt ohne Religion eine Bessere oder gar Friedlichere wäre, der irrt.

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Skalla-Grímr 05.12.2013, 15:52
135. Helfen oder Beten

Zitat von sarandanon
Was denn zB? Shoppen? Fensehen am großen Flatscreen? Sich alkoholisieren in Kneipen? Dem schnöden Mammon hinterherrennen?
Eine typisch christliche Polemik, laut deren außerhalb des Christentums nur sinnentleerte, wenn nicht gar verwerfliche Tätigkeiten denkbar sind. Wer Kinder erzieht und ihnen säkulare, aufklärererische Werte mitgibt, leistet aus meiner Sicht viel mehr als jemand, der sein Leben hinter Klostermauern mit Meditation zubringt.

Zitat von
Wie schon angemerkt: Mitglieder von Klöstern engagieren sich vielfältig in sozialen Einrichtungen
Wenn sie das denn tut, ist es auch der Anerkennung wert (außer es wird geholfen, um missionieren zu können). Aber im Text ist eher von ausgiebigem Beten die Rede.

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Limus 05.12.2013, 15:52
136. Geschwätz

Die Schwester hat schon recht, Flucht vor der Realität.

Und zu solchem Bla wie "Ich bin mir sicher,"... "dass Gott niemanden ohne Antwort lässt. Auch wenn es manchmal etwas dauert." frage ich mich immer, ob sie mal in Auschwitz war. Haben die Ermordeten dort nicht lange genug auf die Antwort des liebenden Gottes gewartet? Oder bestand die Antwort im Zyklon B? Aber das waren ja Juden. Für die gelten bestimmt andere Antwortzeiten als für katholische Betschwätzern. Widersprüche in ihrer Religion vom angeblich liebenden Gott können solche Leute wahrscheinlich nicht wahrnehmen, weil ihr blinder Fleck ungefähr das ganze Universum umfasst. Wach auf, Schwester, Dein Gott existiert entweder nicht oder er ist ein verabscheuungswürdiges Monstrum. Beides keine Empfehlung für Anbetung...

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4qfghei3pers 05.12.2013, 15:53
137. Alle Achtung!

Sie fühlt sich berufen und geht ihren Weg, der allemal besser ist als das, was viele Personen sonst von Selbstverwirklichung verstehen. In einer Welt, die materialistischer kaum sein kann, verzichtet sie auf persönliches Eigentum und praktisch alles weltliche, dies allein verdient schon größten Respekt. Es ist wohltuend zu lesen, daß es noch solche Menschen gibt und nicht alles den Bach hinuntergeht, was ja von der Mehrheit der Menschen offenbar mittlerweile akzeptiert wird.

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sarandanon 05.12.2013, 15:54
138.

Zitat von Skalla-Grímr
Wessen Ängsten und Sorgen wendet sie sich denn zu? Den eigenen entkommt sowieso niemand, und ansonsten schottet sie sich von der Gesellschaft ab. Wenn ich eine Familie gründe, muss ich mich mit viel mehr Ängsten und sorgen auseinandersetzen als im Kloster. Letzteres nimmt mir die meisten Sorgen ab und ist prima geeignet für Menschen, die ungern Entscheidungen über ihr eigenes Leben treffen.
Haben Sie überhaupt eine Ahnung vom Ordensleben? Gleuben Sie wirklich, dass sich die Ordensmitglieder den ganzen Tag hinter den Klostermauern eingschlossen "bespaßen" lassen?

Es steckt sehr viel soziales und kirchliches (Gemeinden betreffend) Engagemant dahinter, welches absolut nicht realitätsfremd ist. Na klar, das geistliche Leben spielt natürlich auch eine große Rolle, ist aber längst nicht alles.

Jeder hat meinen Respekt, der sich aufopfernd um seine Familie kümmert. Das ist heutzutage wahrlich nicht für jeden einfach. Ordensmitglieder kümmern sich dafür u.a. zB um die Menschen, die von unserer Gesellschaft ausgegrenzt werden, die krank, alt und behindert sind. Das nimmt Ihnen und mir tatsächlich auch Sorgen ab.

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JolietJakeblues 05.12.2013, 15:55
139.

Zitat von unimatrix
Als Naturwissenschaftlicher sollten Ihnen aber bekannt sein, was eine Theorie ist. Und rein theoretisch könnte es einen lieben Gott geben. Stimmt's? Ich Bitschubser, als Mittelding zwischen Formal- und Experimentalwissenschafter gehe da lieber den Weg des Agnostikers. Da können sich die Anderen ruhig zoffen und/oder besser fühlen. Mir ist das schnurzpiepe, so lange man mich nicht in irgendeine Richtung agitieren will.
Als "Mittelding" solltest du wissen, dass du da maximal von einer Hypothese sprichst.
Schließlich müsste eine Gott-Theorie falsifizierbar formuliert sein. So etwas gibt es aber nicht.

Die Entscheidung dieses Mädels ist so ungewöhnlich ja nicht. Es gibt viele Menschen, die gerne einen geregelten Tagesablauf und die Eigenverantwortung lieber an andere abgeben möchten. In Haftanstalten oder Therapieeinrichtungen lassen sich da einige finden.
Vier Stunden beten klingt für normale Menschen natürlich blödsinnig, aber wenn's Spass macht...

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