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Mohammed-Regisseur Nakoula: Das Sündenregister des Provokateurs
Sam Bacile

Nakoula Basseley Nakoula, Regisseur des antimuslimischen Mohammed-Films, hat sein Ziel erreicht, Wut und Hass in der muslimischen Welt. Die Biographie des Provokateurs ist bewegt: Tankstellenpächter, Drogenproduzent, Betrüger, Bankrotteur. Muss er nun zurück ins Gefängnis? Die traurige Biografie des Mohammed-Regisseurs Nakoula - SPIEGEL ONLINE

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bayrischcreme 15.09.2012, 17:53
60.

Zitat von fr.rottenmeier
Nun ihren Aufruf in allen Ehren, aber welche Werte gilt es denn zu verteidigen? Einen Film, der ganz offensichtlich versucht eine Weltreligion lächerlich zu machen und ihre Anhänger zu beleidigen. Das sind nicht meine Werte. Wenn es die Ihren sind, dann fahren Sie fort mit der Verteidigung.
Ach gottchen.
Eine Weltreligion sollte doch die nötige Gelassenheit haben sich nicht durch einen billigen Youtube-Clip oder eine Karrikatur in einer Lokalzeitung zur Raserei bringen zu lassen.
Meinen Sie nicht?

Können Sie sich persönlich vorstellen, dass es einen umgekehrten Fall überhaupt geben könne? Dass also ein in Arabien gedrehtes Filmchen oder eine Karrikatur dazu führen könnte dass christlicher Mob arabische Botschaften stürmt?

Zitat von fr.rottenmeier
Meine Werte basieren auf einem friedlichen Miteinander, Verständnis und Toleranz.
Schön. Ein wenig Toleranz und Gelassenheit wäre hier durchaus angebracht.

Zitat von fr.rottenmeier
Also sprechen Sie bitte nicht mehr vom Verteidigen "unserer Werte". Sie sehen ja an meinem posting, dass sich "unsere" Werte nicht decken. Natürlich sehe ich, dass Sie eine Menge Kameraden hier im Forum verstammelt haben. ....verstammelt? upps ein Freud'scher Versprecher, entschuldigung.
Soll das ein Argument sein?

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atech 15.09.2012, 17:55
61. Aufruf an mitlesende Muslime

haben Sie gesehen, wie die Sudanesen vor der deutschen Botschaft auf unserem deutschen Bundesadler herumgetrampelt sind? Unglaublich. Hat deswegen ganz Deutschland jetzt dazu aufgerufen, den Übeltätern die Füße abzuhacken wegen dieses Frevels? Nein. Na also.

Mitlesende Muslime: jetzt überlegt Euch mal, warum mehr und mehr Europäer zu dem Schluß kommen, dass nicht die Karikaturen oder Filme über Euren Glauben das Problem sind. Und was Ihr dagegen tun könntet. Mein Vorschlag: eine Gegendemonstration, in der Ihr Euch von der Gewalt Eurer Glaubensbrüder distanziert. In so vielen Großstädten der Welt und mit so vielen Teilnehmern wie es Euch möglich ist.

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Hans58 15.09.2012, 17:56
62.

Zitat von ohminus
Bei "Das Leben des Brian" haben fundamentalistische Christen aber auch die Mainstream-Kirche Zeter und Mordio geschrien. In Deutschland gilt im Übrigen immer noch, dass die Verächtlichmachung ganzer Religionen oder Volksgruppen in einer Art und Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, strafbar ist.
Auf Grund des Filmes sind aber in "christlichen" Staaten keine Botschafter getötet worden oder Botschaften in Brand gesetzt worden.

Ihre Auslegung des § 130 StGB hinsichtlich der (pauschalen) Verächtlichmachung wird nicht durch die Rechtsprechung nicht gedeckt.

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chang55 15.09.2012, 17:56
63. Einige kluge Gedanken

...in den Kommentaren; die Gewaltdominanz in den patriarchalischen muslimischen Gesellschaften spiegelt sich eben in allen Lebensbereichen wieder, schlieslich weiss jeder aus Erfahrung, das es absolut unmoeglich ist mit Muslimen in Frieden zu leben, weil der Mohammedanismus eben herrschen will; wobei natuerlich noch eine Menge nationalistischen Bloedsinns dazukommt. Absolut irre aber ist es, wie hier teilweise versucht wirt, die gestoerten Religioesen auch noch zu verteidigen. Zero tolerance, fahrt zur Hölle:)

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gute_frage 15.09.2012, 17:57
64. Was soll der unsinnige Vergleich ?

Zitat von Adolfrausch
wenn Ihnen ein stockbesoffener Randalierer eine Maß Bier über den Anzug schüttet und dann mit dem Krug den Lack von Ihrem Auto zerkratzt. Es geht hier nicht um einen schlechten Film, sonderen um die Beleidigung von ach so selten gewordenen Vorbildern. Leider kennen wir so was nicht mehr, denn unser einziger Fetisch ist heutzutage meist das Auto und die Fussballmannschaft.
Eine empfundene Beleidigung kann doch nicht zu Sippenhaft und Blutfehde führen und diese auch rechtfertigen wollen.
In Ihrem Beispiel ist der Randalierer mit dem Bier eindeutig der Verursacher, die getöteten Botschaftsangehörigen und die Sicherheitskräfte haben dagegen mit dem Film nichts zu tun und nicht mal von seiner Existenz gewusst und dehr niemanden beleidigt.
Wieso hat man dann unbeteiligte Unschuldige umgebracht ?

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maxxi 15.09.2012, 17:57
65. Sachlich bleiben...

Liebe SPON Leser,

auch wenn dies ein ein tolles Thema dafür ist jede Sachlickeit unter den Tisch Fallen zu lassen und Emotionen, Ängste und Wut über was auch immer (Angst vor "Fremden", einer "Abschaffung" Deutschlands, einer Überwanderung, wirtschaftlichen Misslagen, düsterer Aussichten auf dem Arbeitsmarkt, etc.) sprechen zu lassen, sollte man das ganze doch nüchtern betrachten.

1.) Ich finde hier hat ein Mann, einen geschmacklosen Film über eine Religion bzw. über den Propheten einer großen Religion gedreht. Dies ist nicht illegal und vermutlich wird ihn auch niemand hierfür einsperren. Er ist lediglich in Untersuchungshaft. Er hat aber etwas geschmackloses gemacht und gleichzeitig etwas dummes, nämlich anderen dummen Gruppierungen (hier islamistischen Fundamentalisten) schön zugespielt. Diese haben jetzt ein Instrument mehr, Ärger und Hass zu verbreiten, ja sogar zu predigen! Dies hat, auch wenn es vielleicht nicht die Schuld diesen Mannes war, zu einer Tragödie geführt. Wenn allerdings als Konsequenz hiermit aufgefallen ist, dass er nebenbei gegen irgendwelche Bewährungsauflagen verstoßen hat, so wird er hierfür wieder zurück in den Bau müssen und ehrlich gesagt werde ich um ihn keine Träne vergießen! Pech gehabt! Dass sich Obama und Clinton von diesem geschmacklosen Film und dessen Regisseur distanziert haben fand ich zumindest eine schöne Geste und förderlich für das Fortsetzen von diplomatischen Beziehungen.

2.) Auf der anderen Seite ist es wichtig, dass die Regierungen in den arabischen Ländern zunächst von den Angriffen auf die betroffenen Botschaften distanzieren und alles mögliche unternehmen, die Verantwortlichen zu bestrafen und die weitere Sicherheit der Diplomaten und weiterer westlicher Ausländer zu garantieren! Der ägyptische Präsident Mursi hat sich bereits hiervon distaziert und die Gewalt scharf verurteilt. Ich denke das ist ein guter erster Schritt und weitere arabische Staatschefs sollten nachziehen. Sie müssen deutlich machen, dass weder ein Video, noch irgendetwas ähnliches, gewaltsame Demonstrationen gegen andere Menschen rechtfertigen. Ein hartes Vorgehen gegen die Verantwortlichen ist m.M. sehr wichtig.

MfG

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ofb2000 15.09.2012, 17:57
66. optional

Es muß endlich Schluß sein mit der Appeasement-Politik gegenüber den arabischen Staaten und dem Islam. Wir haben leider erleben müssen, wohin solch eine Politik 1933-1939 geführt hat mit den fatalen Folgen für Europa und die Welt. Die Grenzen sind längst erreicht. Wollen wir im Namen ein falsch verstandenen Toleranz uns alles von den Muslimen gefallen lassen.

Ich will hier nicht die Versäumnisse und Fehler entschuldiden, die sich der Westen im Laufe der Zeit so geleistet hat, aber was in den arabischen Länder im Namen Allahs abgeht, daß haben wir glücklicherweise schon einige Zeit hinter uns gelassen.

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ohminus 15.09.2012, 17:58
67.

Zitat von Apologet
Richtig. Das Gesetz wurde unter Rot-Grün in der Art geändert. Vorher war es nämlich verboten, Gotteslästerungen auszusprechen. (Was der Film ja gar nicht tut). JETZT ist es nur verboten, WENN es geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören. Sprich, eine entsprechende Äußerung wird dadurch strafbar, dass die sich beleidigt fühlende Religion oder Volksgruppe Randale macht. Das ist praktisch eine Einladung dazu, es zu tun.
Falsch. Sie wird nicht dadurch strafbar, dass die andere Seite Randale macht, sondern dadurch, dass sie GEEIGNET ist, dafür zu sorgen, dass IRGENDEINE Seite Randale macht. Das schließt eben auch ein, dass sie nicht zu Gewalt gegen die andere Seite animieren sollte.

Und gerade in Deutschland sollte man das verstehen. Es waren schließlich nicht die Juden, die solche Machwerke wie Jud Süß als Rechtfertigung für Gewalt gesehen haben...

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StFreitag 15.09.2012, 17:59
68. optional

Der "Film" ist zweifellos schlecht. Jede Entschuldigung denen gegenüber, welche sich von diesem Machwerk beleidigt und zur Gewalt aufgerufen glauben, ist fehl am Platz. Es ist in den westlich oreintierten Ländern möglich, auch geschmacklose Kritik an Religionen, Parteien, Ideologien und historischen Personen zu üben (obwohl es ja auch Forscher gibt, welche die Historizität des Mohammed bezweifeln), ohne dass die strafbar wäre. Die Regeln der islamischen Ideologie dürfen hier um keinen Preis Geltung erlangen. So schwer es fällt, hier ist nur darauf hinzuweisen, dass auch ein solche Geschmack- und kunstloses Machwerk veröffentlicht werden darf und es dafür keinerlei staatliche Verantwortung gibt. Die Gewalttäter sind ein Fall für die Polizei und notfalls das Militär.

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sanctum.praeputium 15.09.2012, 18:00
69. Verwechslung von Ursache und Wirkung

Zitat von eifelginster
in den islamischen Ländern sind zuviel junge Männer ziellos unterwegs; ihre Staaten halten keine Perspektive für sie bereit. Die Eltern schon gar nicht. Gewaltige Minderwertigkeitskomplexe sind die Folge. Eine leicht manipulierbare Melange. Viel Dummheit mit viel Muskeln gepaart wartet nur auf Hass, wenn dies von moslemischen Predigern bzw. Manipulatoren provoziert wird. Film hin oder her, verantwortlich für die Ausschreitungen sind die sog. Demonstranten und die moslemschen Drahtzieher dahinter. Diesen albernen Filmemacher triff keineSchuld, auch wenn er viellicht seinen gefährlichen Spaß daran hat. Dies ist übrigens ein ganz anderer Fall als seinzeit der des dänischen Karikaturisten. An ihm kann man klarer sehen, woran die moslemische Welt leidet. Sie fühlen sich zu kurz gekommen und der Westen ist daran schuld. Eine äußerst simple Sichtweise. Das jedenfalls ist mein Eindruck. Wie wär's mit Familienplanung? Dann hätten die jungen Männer zu einem Großteil Arbeit, damit keine Zeit und keine Motivation mehr, sich als manipuliertesHerdentier in Hasstiraden zu gefallen. Ich wünsche diesen Leuten etwas Relexionsfähigkeit und damit Abstand, Filme oder Zeichnungen, die ihnen nicht gefallen, einfach mit Schulterzucken und Nichtachtung zu bestrafen. Diese maßlose Empfindlichkeit ist kindisch und gehört mit Polizeimitteln hart bekämpft. Es ist ein Skandal, dass der US-Botschafter ermordet wurde. Und die USA bleiben erstaunlich gelassen. Meine Hochachtung. Aber ob das richtig ist, weiß ich ganz sicher nicht.
In der Überschrift des Artikels steht folgender Satz: "Nakoula Basseley Nakoula, Produzent des antimuslimischen Mohammed-Films, hat sein Ziel erreicht, Wut und Hass in der muslimischen Welt."
Mir scheint hier ein Ursache-Wirkungsverhältnis intendiert zu sein, dass doppelt fehlschlägt.
Einerseits war "Wut und Hass in der muslimischen Welt" schon vor diesem absolut lächerlichen Film vorhanden - die Medien überschlagen sich schon seit Jahren über Wut und Hass der Muslime. Und andererseits wird stets außer Acht gelassen, wer sich von was provozieren lässt. Tatsächlich gibt es eine Wechselseitigkeit zwischen Provoziertem und Provozierendem. Manche Menschen halten es nämlich für unter ihrer Würde, sich von Niederträchtigem provozieren zu lassen. Vermutlich war es dem Produzenten ein Anliegen, durch diesen in Form und Inhalt miserablen Film, die Wut-und Hassschwelle bestimmter Gruppen aufzuzeigen.
Um meinem Mitforisten noch das Wort zu reden, möchte ich auf ein Buch von Gunnar Heinsohn hinweisen ("Söhne und Weltmacht"), das einen sehr handhabbaren Ansatz zur Erklärung der zurzeit akuten Probleme in den genannten Ländern bietet.
Gunnar Heinsohn

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