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Mohammed-Video im Maischberger-Talk: "Was ist denn das für ein Unsinn?"
DPA

Im Talk bei Sandra Maischberger sollte dem TV-Zuschauer die Furcht vorm Flächenbrand des muslimischen Zorns wegtherapiert werden. Doch Orient-Experte Peter Scholl-Latour hatte keine Lust auf Laberbude. Fakt bleibe: Die Vision einer Versöhnung der Kulturen sei illusorisch. Menschen bei Maischberger: Debatte über Mohammed-Video - SPIEGEL ONLINE

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tylerdurdenvolland 22.09.2012, 02:10
280.

Zitat von heiko1977
Die Mehrheit der Muslime sind hier geboren wohin sollen sie also "zurückzukehren". Zeigt nur wieder die unsinnige Annahme Ihrerseits Muslime seien Fremde. Ausserdem gibt es keine politische Forderung nach der Einführung der Scharia. Es gibt Wahhabiten, Evangelikale und radikale Katholiken die eine Abschaffung des GG fordern. Fordern wir dann auch vielleicht bald auf ultra orthodoxe Juden auf "zurückzukehren" oder alt-gläubige Christen oder Islamophobe? Unsere Kultur und Zivilisation ist "weiterentwickelt"? Sorry ich kann mir das lachen nicht verkneifen! Also NPD gibt es nun seit bestehen der BRD unter verschiedenen Namen. Auch die Anhänger Sarrazins waren schon immer vorhanden, war es früher der Zentralrat der Juden ist es jetzt der Zentralrat der Muslime. Das Objekt des Anstosses hat sich verändert aber die Argumente sind gleichgeblieben.
1. Lesen......

2. Versuchen zu verstehen, was andere tatsächlich schreiben....

3. Antworten

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M. Michaelis 22.09.2012, 11:27
281.

Zitat von heiko1977
Nun theologisch ist es Richtig, lesen Sie einfach den Koran.
Ich habe den Koran zu Hause und gelesen.

Zitat von heiko1977
Das Judentum kennt überhaupt keine Toleranz gegenüber anderen Religionen dort sind alle Nicht-Juden Ungläubige
Das ist falsch, denn das Judentum missioniert nicht. Es gibt daher keinen Expansionsanspruch und damit eine automatische Koexistenz. Man kann eigentlich nicht nachträglich Jude werden, auch wenn in der Moderne die in machen Fällen trotzdem ermöglicht wird.

Intolerant ist das Judentum gegenüber solchen die sich vom Judentum abwenden. Strafen wie Islam werden aber schon seit Jahrhunderten nicht mehr vollzogen.

Zitat von heiko1977
m Vergleich dazu ist der Koran tolerant gegenüber anderen monotheistischen Religionen. Im NT werden die alten gesetze nicht aufgehoben damit gelten auch die alten Strafen aus den Büchern Moses, mit wenigen ausnahmen..
Das ist falsch. Lesen sie einfach die Bergpredigt. Im übrigen ist das ja der wesentliche Unterschied zwischen Judentum und Christentum. Das Opfer des Messias hat die Strafe stellvertretend auf sich genommen.

Ihre theologische Kenntnis der Religionen ist ausgesprochen mangelhaft.

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M. Michaelis 22.09.2012, 11:30
282.

Zitat von heiko1977
Na dann beschäftigen Sie sich noch mal mit dem irischen Konflikt.
Genau das habe ich. Es geht nicht um Religion sondern um den Konflikt zwischen der Krone und dem unabhängigern Irland. Diese manifestiert sich in der konfessionellen Zuordung da die Queen das Oberhaupt der anglikansichen Kirche ist.

Es geht bei diesem Konflikt um Unabhäbigkeit von Grossbrittanien und nicht um theologische Fragen oder die Verteidigung oder Verbreitung einer Religion oder Konfession.

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M. Michaelis 22.09.2012, 11:36
283.

Zitat von heiko1977
Der Koran gestattet so etwas nicht.
Der Koran ist die Grundlage der islamischen Glaubensschulen. Deren Exegese macht den Islam aus. Deshalb gibt es auch ständig innerinslamische Konflikte und Machtkämpfe.

Der Koran ist kein monolitisches Werk wie e.g. die christliche Bibel, sondern eine Textsammlungen die zu erheblichen Teilen exegetischer Natur sind und dazu dienen die Religion auf den Lebensalltag anzuwenden.

Daher gint es auch zu jeder Sichtweise den passenden Koranvers. Das Ordungsschema des Koran ist nicht kontextbezogen, die Verse stehen isoliert und werden nach externen Kriterien sortiert.

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elikey01 22.09.2012, 12:56
284. *Wahrnehmungs- und Meinungsvielfalt*

Zitat von heiko1977
Offenbar haben Sie nicht verstanden um was es in der Taqiyya (so die richtige Schreibweise) geht. Die Darstellung, die Sie hier zeigen ist die Interpretation der Islamophoben. Der echte Zweck der Taqiyya liegt darin in Zeiten der Unterdrückung des Islams und bei gefahr für Leib und Gut heilige Pflichten zu missachten oder heimlich auszuführen. Es gestattet ebenso die Verleumdung Allahs unter Zwang. Das gleiche gilt im übrigen auch im Judentum. Nach zulesen im Ecyclopaedia of Islam. Eine Übersetzung von einer Uni in Pakistan. Nun ja dort gibt es ja nur 110 staatliche und private Universitäten deren religiöse Ausrichtung von liberal bis zu wahhabitisch reicht. Haben Sie keine genaueren Angaben? Haben bei reconquista.de nichts gefunden oder können diese Ihnen nicht weiter helfen? Richtig durch Fatwas werden Tötungen "gestattet" was aber individuell vom Iman abhängt und dessen Auslegung. Der Koran gestattet so etwas nicht. Damit obliegt der Einfluss einer solchen Fatwa auf die persönliche Autorität des Verfassers. Sie als Experte werden ja gewiss wissen das die Muslime verschiedene Rechtsschulen haben, von denen die Hanafiten die wichtigste ist.
Gerne gebe man den besserwisserischen Oberlehrer (auch eine solch spezifische Form des Ausdrucks von Meinungsfreiheit verträgt mein Demokratieverständnis), der sich gar an einem Verschreiber "aufhängt", erwarte jedoch keinen inhaltsbezogenen Kommentar auf einen Polemik-Beitrag.

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heiko1977 24.09.2012, 12:11
285.

Bei mehrfach Posting entschuldige ich mich, hatte jedoch einige Probs mit meinem PC.
Zitat von M. Michaelis
Das ist falsch, denn das Judentum missioniert nicht. Es gibt daher keinen Expansionsanspruch und damit eine automatische Koexistenz. Man kann eigentlich nicht nachträglich Jude werden, auch wenn in der Moderne die in machen Fällen trotzdem ermöglicht wird.
Richtig das Judentum missioniert nicht, sieht dennoch alle Nicht-Juden als Ungläubige und als minderwertig an. Deshalb haben Ehen zwisch Juden und Nicht-Juden im Judentum keine Gültigkeit.
Zitat von M. Michaelis
Intolerant ist das Judentum gegenüber solchen die sich vom Judentum abwenden. Strafen wie Islam werden aber schon seit Jahrhunderten nicht mehr vollzogen.
Die Strafen in den Heiligen Büchern wurden nie aufgehoben, nur wurden diese nicht ins weltliche Rechtssystem übernommen, im Gegensatz bei isl. Ländern wo eben diese Strafen ins weltliche Rechtssystem übernommen wurde.
Zitat von M. Michaelis
Das ist falsch. Lesen sie einfach die Bergpredigt. Im übrigen ist das ja der wesentliche Unterschied zwischen Judentum und Christentum. Das Opfer des Messias hat die Strafe stellvertretend auf sich genommen.
Jesus sagt in der Bergpredigt:"Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen." (Mt 5, 17) Auch der Tod Christi hat eine andere Bedeutung, damit soll die menschheit von ihrer "Erbsünde" (die nur im Christentum existiert) befreit werden und die Möglichkeit der Wiederauferstehung sichern (deswegen auch Ostern).

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heiko1977 24.09.2012, 12:16
286.

Zitat von M. Michaelis
Der Koran ist die Grundlage der islamischen Glaubensschulen. Deren Exegese macht den Islam aus. Deshalb gibt es auch ständig innerinslamische Konflikte und Machtkämpfe. Der Koran ist kein monolitisches Werk wie e.g. die christliche Bibel, sondern eine Textsammlungen die zu erheblichen Teilen exegetischer Natur sind und dazu dienen die Religion auf den Lebensalltag anzuwenden. Daher gint es auch zu jeder Sichtweise den passenden Koranvers. Das Ordungsschema des Koran ist nicht kontextbezogen, die Verse stehen isoliert und werden nach externen Kriterien sortiert.
Nun die einzige Glaubensschule die Konflikte auslöst ist die des Wahhabismus die anderen älteren kommen gut mit einand er aus. Weiterer Konflikt gibt es zwischen Schiiten und Sunniten. Aber es freut mich das sie erkennen das der Koran eine große Interpretationsmöglichkeit lässt die sowohl den Radikalen als auch den Liberalen Erklärungen zulässt. Leider haben momentan sowohl in der arab. als auch in der westl. Wahrnehmung die radikale Interpretation die Meinungshoheit erlangt. Dieser Interpretation muss man sich entgegenstellen denn diese ist nicht der Kern des Islams.

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