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Mohammed-Video im Maischberger-Talk: "Was ist denn das für ein Unsinn?"
DPA

Im Talk bei Sandra Maischberger sollte dem TV-Zuschauer die Furcht vorm Flächenbrand des muslimischen Zorns wegtherapiert werden. Doch Orient-Experte Peter Scholl-Latour hatte keine Lust auf Laberbude. Fakt bleibe: Die Vision einer Versöhnung der Kulturen sei illusorisch. Menschen bei Maischberger: Debatte über Mohammed-Video - SPIEGEL ONLINE

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Koda 19.09.2012, 09:38
50. Mag sein, aber was sind das dann für Figuren

Zitat von GyrosPita
Keine Sorge, in der Requisite stehen schon diverse andere berufsmäßige Talkshow-Gäste bereit, die getrost ihre Wohnung kündigen können weil sie sich praktisch ununterbrochen bei Beckmann, Will, Lanz, Jauch etc. aufhalten...
Leute die herumschwafeln und sich drum herum drücken.
Es gibt einen Spruch den Peter Scholl-Latour immer mit sich herumträgt und der aus dem Orient stammen soll:"Habe Angst vor alten Männern, sie haben nichts mehr zu verlieren." und da ist was dran: Junge Männer wollen sich profilieren, beweisen und geraten dabei häufig ins Extreme, etwas Ältere überlegen sich genau was sie sagen, um sich nicht ins Abseits zu stellen und das zu verlieren, was sie als june Leute gewonnen haben; Alte dagegen haben nichts mehr zu verlieren und íhnen kann es egal sein, ob sie mit einer Aktionen oder Anweisung ein jahrelanges Chaos anrichten, von dem sie vielleicht nichtas mehr mitkriegen müssen.
Das macht es auch leichter, mit der Wahrheit rauszurücken, die wehtun kann!!!

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klaro67 19.09.2012, 09:39
51. Also wollen Sie nur Dilletanten!

Zitat von wolfman11
... doch Herr Scholl-Latour einmal nicht den Eindruck erwecken würde, er wüßte alles und alle anderen seien Idioten. Wenn er doch nur einmal auf seine mit scheinbarer Altersweisheit vorgetragenen Erläuterungen der angeblich so intimen Kenntnisse des Islam verzichten könnte. Er reiht sich - nicht inhaltlich, aber vor allem hinsichtlich der eigenen Unfehlbarkeit - ein, in eine Reihe mit Arnulf Baring, Guido Knopp, Olaf Henkel, Dieter Hundt.... Solche Talkshows wären um ein Vielfaches erträglicher, ohne diese Typen.
Scholl-Latours hat als einziger offensichtlich Ahnung. Seine Prophezeihungen nach den Bosnien-, Afghanistan- und Irakkrieg haben sich samt und sonders bewahrheitet. Insofern höre ich lieber auf solche Leute. Sonst können Sie mit Ihrer Weisheit gerne widerlegen. Ich bin gespannt!

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ofelas 19.09.2012, 09:40
52. Passt nicht zusammen

Zitat von frubi
Gut, also keine Versöhnung. Dann können wir uns auch direkt begriegen, oder nicht? Vor 50 Jahren war es auch noch illusorisch, dass eine Frau Deutschland und ein Dunkelhäutiger Amerika regiert. Für eine Verbesserung der aktuellen Zustände braucht man Visionen aber man braucht vor allem mutige Menschen. Das Scholl-Latour, den ich sehr schätze, dass derart negativ sieht, kann man auf Grund seines Alters und seiner begrenzten Zukunft verstehen. Es ist aber nicht richtig. Für den Moment vielleicht aber nicht für ewig.
Vor 70 Jahren hielt die Welt es fuer illusorisch das Deutschland freiheitlich und demokratisch sein koennte, und das aus guten Gruenden. Es laesst sich vieles Veraendern auch im Nahen Osten.

1. Wir muessen nur die Anzahl der Krawalmacher anschauen, eine veschwindend kleine Gruppe

2. "Wir sind ein Teil des Problems", und damit hat Scholl Latour recht denn wir sagen A und machen B. Saudi Arabien ist restriktiver als der Iran, wir schauen gerne zu wenn dort Wahabiten mit der Oberschicht gemeinsam den radikalen Islam nach Pakistan/Afghanistan ueberall sonst verbreiten. Wir liefern Waffen und schauen gerne weg wenn dort Shiiten fuer Gleichberechtigung streiten. Wir wollen eine sekulaeres Regime in Syrien stuertzen und das mit Hilfe von Salafisten, um den Iran zu treffen. Die Liste ist endlos.

3. Wir verbieten Bilder on Kate-Oben-Ohne, kritisieren Bildern die offen juedische Baenker angreifen und stellen diese als Angriffe gegen eine Gemeinde dar (was sie auch bewirken sollen), aber bei Muslimen ist alles Meinungsfreiheit und darf alles publiziert werden. Alles darf und muss besprochen, analysiert werden inkl. das Verhalten Mohammeds, wo ich sicherlich zustimmen wuerde, bei anderen Themen wollen wir genau diese Diskussion nicht. Ahmedinejad wollte den Holocaust besprechen, und hat mit grosser Sicherheit eine vorgefertigte Meinung was auch anhand der eingeladenen Personen nicht von der Hand zu weissen war, aber entweder stehen wir fuer Meinungsfreiheit, oder eben nicht.

Scholl Latour hat auch recht mit seiner Aussage das eben gewisse Arabische Staaten viel Wohlhabender sind als wir, und diese Staaten sich eben nicht um eine Wohlstandmehrung in den Anreinerstaaten kuemmern. Wer oefter im Mittleren Osten ist wird sehen wir stark die Arroganz bzw der Rassismus (aermer, dunkler, einfach anders) dort ist. Wir hofieren diese Leute aber gerne, sowohl dort als auch hier (hauptsache Kohle..)

In erster Linie ist die fehlende Entwicklung eine Problem dieser Staaten, in zweiter Linie muessen wir aufhoeren das eine zu sagen und das andere zu machen. Uns wird diese Doppelzuengigkeit einholen!

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tamtamm 19.09.2012, 09:40
53.

Zitat von tatortreiniger
Peter Scholl-Latour ist offenbar der Einzige, der die Situation im Nahen Osten richtig einschätzt und vor allem Klartext redet, statt dieses unsäglich politisch-korrekte Geschwurbel abzusondern, hinter dem sich sonst gerne versteckt wird.
Genau - er hat auch den Ross und Reiter genannt. Saudi Arabien mit ihrem fundamentalistischen Islam, der aber noch von USA und Israel hofiert wird, ist weltweit am Vormarsch. Saudi Arabien baut weltweit Madrassen und lässt den Koran in alle Sprachen übersetzen.

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schon,aber 19.09.2012, 09:41
54. Relativismus at its best

Zitat von franzdenker
Peter Scholl-Latout hat in vielen Punkten Recht. Der Westen ist heuchlerisch, macht Waffengeschäfte und spielt noch gern den Oberlehrer. Allein beim völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf den Irak gab es mehrere hunderttausend Opfer, dagegen sind die 3000 Opfer von 9/11 eine numerische Minderheit. Barino Barsoum ist vom radikalen Islamisten zum radikalen Christen geworden und wird sich in seinem Leben wohl immer für die Extreme entscheiden. Khola-Maryam Hübsch hat ein überdimensionales Kopftuch aber ansonsten eine schlüssige Argumentation. Dass sich die friedliebende Mehrheit der Moslems nur so selten äußert, liegt wohl eher an unseren Medien die eher auf Krawall aus sind. Allein in der letzten Wochen wurden in Afghanisten 8 Zivilisten ermordet. Darüber gibt es aber keine Diskussionen und Headlines. Der Mord an den Anderen ist Normalität geworden. Nur bei eigenen Verlusten schreien wird sehr laut ...
So ein Post nennt man auch Rosinenpickerei.
Immer schön da herausgepickt, was ins eigene Weltbild eines friedlichen und properierenden Islam passt.
Und natürlich: die bösen Christen, der böse Westen, die bösen USA – halt, stopp, hat gefehlt.
Wie schön, die 3000 Opfer von 9/11 heruntergebrochen auf eine numerische Größe und die 100.000 Toten im Irak voll auf das Konto der USA verbucht.

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Ylex 19.09.2012, 09:42
55. Immer diese Araber und so

Zitat: „Was also bedeutet es, wenn extrem Bekloppte auf ein extrem beklopptes Filmchen extrem bekloppt reagieren?“

Erst einmal, dass sie sich erwartungsgemäß verhalten, denn sie sind ja extrem bekloppt – andererseits hätten sie auf ein nicht extrem beklopptes Filmchen wahrscheinlich auch nicht so bekloppt reagiert, was zu denken gibt und darauf hindeutet, dass Beklopptsein anfallsweise auftreten kann. Anfallsweise bin ich auch aus dem Dämmerzustand hochgeschreckt, in den mich Talk-Sendungen mit Frau Maischberger regelmäßig zu versetzen pflegen, aber nicht angesichts der ausgeleierten Langspielplatte Schwarzer, sondern bei dem grantigen Gekrächze von Scholl-Latour – der alte Mann hat die wunderbare Eigenschaft, zu überzeugen, ohne dass man verstehen muss, was er sagt, es ist immer düster, immer diese Araber und so. Bei Schünemann habe ich die Zipfelmütze vermisst, ein braver Bürger mit einem ausgeprägten Sinn dafür, dass Ordnung sein muss, auch in muslimischen Köpfen und Wohnstuben.

Ansonsten war die Gesprächsrunde wie gewöhnlich, eine routinierte Lager-Talkshow zum Clash of Civilizations aus der Perspektive deutscher Befindlichkeit, alles pflichtschuldigst konträr, der eine redete so, die andere so, jeder kam mal dran, durfte sprechen und widersprechen. Und am Ende der Sendung stellte es sich dann wieder ein – das Durcheinander im Kopf.

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Andreas J. 19.09.2012, 09:42
56. Auch Muslims sind entspannt

Zitat von HAL3000
Was lernen wir daraus? Viele Christen sind vermutlich deutlich entspannter als sie vllt. denken.
Das ist bei Muslims nicht anders. Wenn aber die Christen so entspannt sind, warum regen Sie sich denn auf. Betrachten Sie doch einmal die radikalen Christen in den USA und anderswo. Die verbrennen heute noch Bücher und predigen gegen Darwin. Darüber regt sich kein Mensch auf. Aber über eine ismalische Sekte mit ähnlichen Ansichten wird hergezogen. Wo ist denn da die Gelassenheit?

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blackkwood 19.09.2012, 09:43
57. Guter Vorschlag!

Zitat von Egberth
Warum eigentlich müssen wir Werte verhandeln? Können wir nicht einfach akzeptieren, dass wir unsere und die ihre haben? Warum müssen wir westliche Werte immer zwanghaft exportieren? Ist das noch immer der Gedanke von "The White Man's Burden"?
Leben und leben lassen - guter Vorschlag, funktioniert aber leider nicht, solange Muslime in der ganzen Welt sich alleine schon dadurch provoziert und beleidigt fühlen, dass wir im Westen eben keine Muslime sind, und dass wir weiter unser freiheitliches (nach Ansicht der Muslime: Gotteslästerlich und allzu freizügiges) Leben leben wollen ....

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air plane 19.09.2012, 09:44
58. Mein Profil

Zitat von frubi
Gut, also keine Versöhnung. Dann können wir uns auch direkt begriegen, oder nicht? Vor 50 Jahren war es auch noch illusorisch, dass eine Frau Deutschland und ein Dunkelhäutiger Amerika regiert. Für eine Verbesserung der aktuellen Zustände braucht man Visionen aber man braucht vor allem mutige Menschen. Das Scholl-Latour, den ich sehr schätze, dass derart negativ sieht, kann man auf Grund seines Alters und seiner begrenzten Zukunft verstehen. Es ist aber nicht richtig. Für den Moment vielleicht aber nicht für ewig.
Nee, so einfach ist das nicht, und die Ursachen liegen nicht bei uns.
Für den durchschnittlich-religiösen Moslem sind schon praktizierende Christen granzwertig; Unreligiöse Christen oder gar Atheisten sind völlig inakzeptabel. Nochmal: Es geht nicht darum, wen WIR integrieren, respektieren oder tolerieren, diese Zeiten sind längst vorbei. Inzwischen sind wir es, "die mit dem Rücken zur Wand stehen", nicht so sehr durch den islamischen Terror, sondern, Alice Schwarzer liegt hier richtig, durch die gesellschaftlichen Umwälzungen hierzulande.

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spiekr 19.09.2012, 09:45
59. Barino Barsoum

gefiel mir am besten, weil er Einblicke in das Geschehen in einer muslimischen Gemeinde bot. Die mentale Situation vieler Muslime scheint eine hurmorvolle Distanz zu ihrer Ideologie unmöglich zu machen. Das gilt auch für intelligente und gebildete wie Imane und die 9/11 Terroristen. Ich vermute Gehrinwäsche und Indoktrination seit deren frühestem Kindesalter.
Die Todesdrohung "seines" Iman gegen Barino Barsoum habe ich so direkt noch nie gesehen. Bibel, Koran und Thora müssen wegen Volksverhetzung verboten werden, weil sie gewalttätige Handlungsanweisungen gegen Andersgläubige enthalten.

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