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Münchhausen-Check: Die CDU, Frau Steinbach und die Homo-Ehe
dapd

"Wer schützt die Verfassung vor den Verfassungsrichtern?", twitterte Erika Steinbach nach einem Urteil zur sogenannten Homo-Ehe. SPIEGEL ONLINE und die Dokumentationsjournalisten des SPIEGEL machen den Faktencheck: Wer hat hier ein Problem mit der Verfassung, die CDU-Politikerin oder die Richter? Münchhausen-Check: Die CDU und die Homo-Ehe - SPIEGEL ONLINE

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christian10 11.04.2013, 11:30
140. meine werte->deine werte?

Schäuble: "Wenn die CDU Volkspartei bleiben will, dann muss sie veränderte Realitäten zur Kenntnis nehmen."

wolfgang schäuble ist 70. und doch erreichen ihn die typischen psychologischen alterungsprozesse nicht. er ist weder altersmilde noch hat er den alters-starrsinn. sein einmal angenommener wertekanon hat nicht die form, dass er seine werte als zeitlos richtig und für allgemeingültig erklärt. er sieht, dass jede zeit ihre wertprägungen mitbringt.
wir sehen bei dem thema homo-ehe sehr genau, wer welche auffassung vertritt, es sind die üblichen schnittlinien der gesellschaft:
stadt-land; jung-alt, atheist-gläubig, offen-konservativ.
überspitzt: die alten, gläubigen auf dem land wollen den jungen, nichtgläubigen in der stadt vorschreiben, was gut und richtig ist.
wir leben aber im zeitalter der säkularisierung und der prozess schreitet fort. ums persönlich zu sagen: oma erzählt an ostern, wo soll das mit der gesellschaft noch hinführen, wenn immer weniger geglaubt wird. keiner sagt was dazu und jeder ward die pietät und denkt sich seinen teil, bis einer angesprochen wird.
das problem ist, dass es eine gesellschaftgruppe gibt, die -glaubt- das der inhalt der biebel die ewig richtige werteauffassung ist. und provokativ: in anderen gläubigen gesellschaften glaubt man, dass zb. die sharia die ewig geltende werteauffassung ist. folge: wer -glaubt-, seine werteauffassung als allgemeingültig zu erklären säht konflikte. das ist der ursprung so vieler gesellschafts- und religionskonflikte.

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chico 76 11.04.2013, 11:32
141. Der

Knackpunkt bei den Homoehen dürfte für viele das Adoptionsrecht sein.
Solange Hetero-Paare auf Wartelisten stehen, gibt es keinen Grund Homo-Paaren Adoptivkinder zuzuweisen.

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tarson 11.04.2013, 11:41
142. Wollten Sie selbst monogeschlechtlich erzogen werden sein?

Ich bin gegen das Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare, weil es für die Kinder nicht das Beste ist. Eine monogeschlechtliche Erziehung enthält den Kindern die Erziehung und Pflege durch ein zweites Geschlecht vor, dabei unterschieden sich die Geschlechter ja auch biologisch, z.B. Männer und Frauen riechen anders, verschiedene Hormone spielen dabei eine Rolle, sie "ticken" anders usw. Monogeschlechtlich erzogenen Kindern fehlt diese Erfahrung im Vergleich zu den anderen Kindern. Und diese Erfahrungen wird ja später im Leben benötigt.

Ein Recht findet dann seine Grenze, wenn die Rechte andere berührt werden, und das wäre hier der Fall.

Die Kinder bzw. das einzelne Kind soll und kann ja nicht befragt werden (zu klein oder noch gar nicht geboren), was es denn lieber hätte, eine natürliche Erziehung durch zwei verschiedene Geschlechter oder eine monogeschlechtliche Erziehung.

Wie würden denn Sie diese Frage für sich selbst beantworten?

Wollten Sie lieber monogeschlechtlich erzogen werden sein statt die Erfahung mit zwei verschiedenen Geschlechter zu machen?

Ich nicht.

Und da die betroffenen Kinder sich nicht gegen eine monogeschlechtliche Erziehungsentscheidung der Erwachsenen wehren oder dagegen aussprechen können, dass sie meist ja noch gar nicht geboren oder Kleinkind sind, z. B. bei lesbischen Paaren, ist das Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare zum Schutze der Kinder abzulehnen.

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winni1234 11.04.2013, 11:53
143. Jeder soll nach seiner Façon glücklich werden

Zitat von marcaurel1957
Das die Väter und Mütter der GG so gedacht haben mag sein, ist aber irrelvant. Sittliche Gebote, gesellschaftliche Ansichten und Normen ändern sich im Zeitablauf nunmal und die Auslegung der Verfassung bleibt davon nicht unberührt. Heute versteht man unter dem Begriff "Ehe und familie" nunmal etwas ganz anderes als 1949! Wenn Menschen auf freiwilliger Basis ein gemeinsames Leben führen möchten, so ist dies deren Sache und es steht anderen nicgt zu, dies als "unnatürlich" zu bezeichnen. Welche Sexualpraktiken dabei bevorzugt werden, ob Kinder dadurch gezeugt werden oder nicht, geht Sie oder andere abolut nichts an. Ihre These, daß Sex der Fortpflanzung dient, ist wohl aus einem andeeren Jahrhundert gefallen. Falls Sie es noch nicht wissen: Sex macht Spaß!
Ich bin auch der Meinung, dass jeder nach seiner Façon glücklich werden soll. Nur leuchtet mir nicht ein, das der Artikel 6 GG, der Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung stellt, auch auf Homoehen angewandt werden soll. Wenn ich sage, das von Natur aus die Sexualität der Fortpflanzung dient, dann ist das biologisch gemeint. Und dem werden Sie kaum widersprechen können.

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indosolar 11.04.2013, 11:53
144. ich bin kein Dogmatiker

Zitat von nick4242
.....Frau setzt nicht 3 Kinder in die Welt, um die dann mit Freude alleine großzuziehen....
sicher nicht, aber jeder will heute eben immer alles, was schwer möglich ist .



Zitat von nick4242
Der Punkt ist doch der, dass sich unsere Gesellschaft so weiterentwickelt, dass immer weniger von den "in Stein gehauenen Regeln" noch greifen würden. ...
gerade deswegen sollte man nicht ständig neue Gesetze machen

Zitat von nick4242
Waren die Kinder, die "damals" von verbitterten Eltern großgezogen wurden also wirklich besser dran?...
natürlich nicht, aber es geht darum, dass viel Verbitterung in die Familien getragen wird, z.B. über Ideologien wie Feminismus (Frau muss arbeiten und gesell. Rolle übernehmen, darf sich nicht ernähren lassen) oder Religionen (umgekehrt wie Feminismus) und daraus Handlungszwänge abgeleitet werden, die die Gesellschaft zwar verändern aber nicht den Bedürfnissen der Individuen Rechnung tragen. Ebenso werden kognitive Dissonazen aller Art erzeugt, wegen Anstachlung zum Konsum, Erfüllung gesellschaftlicher Normen usw. Hier im Forum ist meist nur pro und contra, selten ein sowohl als auch, dass nervt. Toleranz die jeder einfordert, wird denjenigen mit anderen Standpunkten meist verweigert.

Zitat von nick4242
In diesem Sinne müssten eigentlich ganz andere Fragen quer durch die Gesellschaft diskutiert werden. ZB - was bedeutet es wirklich für uns glücklich zu sein? Was ist dafür notwendig, und was hindert uns eher? Messen wir den Fortschritt unserer Gesellschaft ... nur an den Kennzahlen der Wirtschaft? ...
genau!!!... und offensichtlich leider ja!

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der.tommy 11.04.2013, 11:53
145. @tarson

alles gut und schoen aber sie verkennen die realitaet. es ist nicht so dass adoptivkinder in den luxus kaemen aus 20 familien auszuwaehlen welche denn jetzt toll waere. man sollte erstens nicht vergessen, dass es meist die alternativen "heim" oder adoption sind, die in der realitaet bestehen. gegenfrage zu ihrer: wuenschen sie einem kind eine kindheit im heim oder bei homosexuellen verpartnerten?
ausserdem: sie lassen ausser acht dass es genug alleinerziehende gibt. wollen sie denen verbieten homosexuell zu werden? wollen sie alleinerziehenden die kinder wegnehmen weil da der andersgeschldchtliche part ja auch fehlt? ihre argumente, die sie gegen das adoptionsrecht anfuehren, sinn wenig stichhaltig.
ausserdem bedenken sie bitte: homosexuelle paare entscheiden sich bei einer adoption wie alle anderen auch absolut bewusst fuer das kind. diese tatsache sollte man nicht unberurcksichtigt lassen wenn es um das kindeswohl geht. denn entgegen ihren ausfuehrungen, dass homosexuelle eltern schlecht sind, haben die sich absolut bewusst fuer ein kind entschieden, wohingegen es genug heterosexuelle familien gibt, die zwar kinder hervorbringen, dies aber nie beabsichtigt haben und sich daher nicht wirklich fuer das kind entschieden haben.

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bolonch 11.04.2013, 11:59
146. Adoption

Zitat von chico 76
Der Knackpunkt bei den Homoehen dürfte für viele das Adoptionsrecht sein. Solange Hetero-Paare auf Wartelisten stehen, gibt es keinen Grund Homo-Paaren Adoptivkinder zuzuweisen.
Warum eigentlich nicht? Es gibt in Deutschland fast keine gesunden Babys und Kleinkinder die man adoptieren könnte.

Ein gesundes Kind von unter zwei Jahren im normalen Adoptionsverfahren zugewiesen zu bekommen ist seltener als ein Sechser im Lotto.

Wenn Sie ein Kind adoptieren wollen, müssen Sie sich bewusst für ein krankes, ein behindertes oder ein deutlich älteres Kind entscheiden.

Sie können auch jahrelang Pflegefamilie sein, immer mit der sehr hohen Wahrscheinlichkeit, dass das Jugendamt der leiblichen Mutter (oder dem Vater) doch wieder das Sorgerecht überträgt. Solange noch die kleinste Chance besteht, dass die leiblichen Eltern sich irgendwann wieder um ihre Kinder kümmern werden, wird es keine Adoption geben.

Wer einen dieser steinigen Wege geht, sollte auch adoptieren dürfen und wenn ein homosexuelles Paar doch einmal durch extremes Glück ein gesundes Baby oder Kleinkind zugewiesen bekäme (wir sprechen hier nach statistischer Wahrscheinlichkeit von weniger als einem Fall pro Jahr - warum nicht? Für die vielleicht 100.000 anderen verschieden- oder gleichgeschlechtlichen Paare, die auf genau so ein Kind warten, macht das absolut keinen Unterschied.

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Wildes Herz 11.04.2013, 12:07
147.

Zitat von tarson
Ich bin gegen das Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare, weil es für die Kinder nicht das Beste ist. Eine monogeschlechtliche Erziehung enthält den Kindern die Erziehung und Pflege durch ein zweites Geschlecht vor, dabei unterschieden sich die Geschlechter ja auch biologisch, z.B. Männer und Frauen riechen anders, verschiedene Hormone spielen dabei eine Rolle, sie "ticken" anders usw. Monogeschlechtlich erzogenen Kindern fehlt diese Erfahrung im Vergleich zu den anderen Kindern. Und diese Erfahrungen wird ja später im Leben benötigt.
Da ein Kind nicht nur bis zu seinem 18. Geburtstag im Elternhaus lebt, sondern von einer Vielzahl von Menschen (Kindergarten-Erzieher/innen, Lehrer/innen) erzogen wird und das jeweils andere Geschlecht spätestens im Kindergarten kennenlernt, erübrigt sich dieses Argument. Zumal alles, was Sie da beschreiben, auch für Kinder von Alleinerziehenden gilt. Außerdem ging es bei der aktuellen Rechtsprechung des BVerfG um Kinder, die *ohnehin* schon bei homosexuellen Eltern aufwachsen, und das leibliche Kind nur eines der beiden Partner sind. Was für einen konkreten Nachteil für das Kind sehen Sie darin, dass der zweite Partner auf dem Wege der Adoption auch Verantwortung für das Kind übernimmt?

Zitat von tarson
Die Kinder bzw. das einzelne Kind soll und kann ja nicht befragt werden (zu klein oder noch gar nicht geboren), was es denn lieber hätte, eine natürliche Erziehung durch zwei verschiedene Geschlechter oder eine monogeschlechtliche Erziehung.
Dieses in derartigen Diskussionen immer wieder wiedergekäute Argument ist eine Binsenweisheit, denn KEIN Kind wird üblicherweise gefragt, ob es mit seinen jeweiligen Eltern einverstanden ist und dort leben möchte, ganz egal ob homo- oder heterosexuell.

Zitat von tarson
Wie würden denn Sie diese Frage für sich selbst beantworten?
Ich könnte diese Frage so pauschal gar nicht beantworten, da man eine solche Frage immer nur in Bezug auf ein ganz konkretes Elternpaar beantworten kann. Es gibt liebevolle homosexuelle Eltern und schreckliche heterosexuelle Eltern - und umgekehrt. Es kommt auf den Einzelfall an. Ich wüsste nicht, wie man eine solche Frage allein anhand des Kriteriums "sexuelle Orientierung der Eltern" beantworten können sollte. Zumal sich gerade dieser Aspekt (Sexualleben der Eltern) üblicherweise ohnehin jenseits der Wahrnehmung von Kindern abspielt.

Zitat von tarson
Und da die betroffenen Kinder sich nicht gegen eine monogeschlechtliche Erziehungsentscheidung der Erwachsenen wehren oder dagegen aussprechen können,
Warum nicht? Das Kind kann jederzeit um Inobhutnahme beim Jugendamt bitten (vgl. § 42 SGB VIII).

Zitat von tarson
dass sie meist ja noch gar nicht geboren oder Kleinkind sind, z. B. bei lesbischen Paaren, ist das Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare zum Schutze der Kinder abzulehnen.
Das BVerfG hat aber gerade genau Gegenteiliges entschieden, und zwar auf Basis von gutachterlicher Stellungnahme, die gerade den Aspekt des Kindswohls genau beleuchtete.

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Thaeve 11.04.2013, 12:08
148.

Zitat von tarson
Ich bin gegen das Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare, weil es für die Kinder nicht das Beste ist. Eine monogeschlechtliche Erziehung enthält den Kindern die Erziehung und Pflege durch ein zweites Geschlecht vor, dabei unterschieden sich die Geschlechter ja auch biologisch, z.B. Männer und Frauen riechen anders, verschiedene Hormone spielen dabei eine Rolle, sie "ticken" anders usw. Monogeschlechtlich erzogenen Kindern fehlt diese Erfahrung im Vergleich zu den anderen Kindern. Und diese Erfahrungen wird ja später im Leben benötigt. Ein Recht findet dann seine Grenze, wenn die Rechte andere berührt werden, und das wäre hier der Fall. Die Kinder bzw. das einzelne Kind soll und kann ja nicht befragt werden (zu klein oder noch gar nicht geboren), was es denn lieber hätte, eine natürliche Erziehung durch zwei verschiedene Geschlechter oder eine monogeschlechtliche Erziehung. Wie würden denn Sie diese Frage für sich selbst beantworten? Wollten Sie lieber monogeschlechtlich erzogen werden sein statt die Erfahung mit zwei verschiedenen Geschlechter zu machen? Ich nicht. Und da die betroffenen Kinder sich nicht gegen eine monogeschlechtliche Erziehungsentscheidung der Erwachsenen wehren oder dagegen aussprechen können, dass sie meist ja noch gar nicht geboren oder Kleinkind sind, z. B. bei lesbischen Paaren, ist das Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare zum Schutze der Kinder abzulehnen.
Die Frage, die Sie da aufwerfen stellt sich doch (noch) überhaupt nicht.
Unabhängig davon, ob ich ihre Einlassungen dazu teile oder nicht ging es beim Urteil des Verfassungsgerichtes doch gar nicht darum.
Es ging darum, ob ein durch einen der Partner bereits adoptiertes Kind auch vom anderen adoptiert werden kann, was hauptsächlich Probleme in der Rechtsstellung des zweiten Partners berührt.

Wenn die Frage des generellen Adoptionsrechtes auf den Tisch kommt (und das wird sie wohl), könnte ich mit Ihrem Argument auch die Adpotion durch Alleinerziehende untersagen.
Dazu kenne ich die Rechtslage nun nicht, aber falls es diesen bereits erlaubt ist, können Sie mit ihrem Argument es den gleichgeschlechtlichen Paaren nicht verwehren (wo wir dann nämlich bwieder bei Art.3 wären).
Es sei denn Sie Klagen gegen das Recht nicht-hetero-verheirateter-Paare generell adoptieren zu dürfen und können dies mit dem Kindeswohl belegen.

Ihre subjektive Einschätzung dazu ist allerdings nicht beweiskräftig.
Sollten Sie das jedoch belegen können, könnten Sie versuchen Art.6 geltend zu machen.
Ich glaube nur nicht, daß Ihnen das gelingen würde.

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phaeno 11.04.2013, 12:09
149. Knapp vorbei...

Zitat von tarson
Ich bin gegen das Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare, weil es für die Kinder nicht das Beste ist. Eine monogeschlechtliche Erziehung enthält den Kindern die Erziehung und Pflege durch ein zweites Geschlecht vor, dabei unterschieden sich die Geschlechter ja auch biologisch, z.B. Männer und Frauen riechen anders, verschiedene Hormone spielen dabei eine Rolle, sie "ticken" anders usw. Monogeschlechtlich erzogenen Kindern fehlt diese Erfahrung im Vergleich zu den anderen Kindern. Und diese Erfahrungen wird ja später im Leben benötigt. Ein Recht findet dann seine Grenze, wenn die Rechte andere berührt werden, und das wäre hier der Fall. Die Kinder bzw. das einzelne Kind soll und kann ja nicht befragt werden (zu klein oder noch gar nicht geboren), was es denn lieber hätte, eine natürliche Erziehung durch zwei verschiedene Geschlechter oder eine monogeschlechtliche Erziehung. Wie würden denn Sie diese Frage für sich selbst beantworten? Wollten Sie lieber monogeschlechtlich erzogen werden sein statt die Erfahung mit zwei verschiedenen Geschlechter zu machen? Ich nicht. Und da die betroffenen Kinder sich nicht gegen eine monogeschlechtliche Erziehungsentscheidung der Erwachsenen wehren oder dagegen aussprechen können, dass sie meist ja noch gar nicht geboren oder Kleinkind sind, z. B. bei lesbischen Paaren, ist das Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare zum Schutze der Kinder abzulehnen.
ist auch daneben. Ihre Antwort reagiert auf Fragen, die gar nicht zur Debatte stehen. Wären Sie auf dem Laufenden, dann wüssten Sie, dass es um ein Adoptionsrecht von Partnern in einer Lebensgemeinschaft geht, in der sowohl die Gleichgeschlechtlichkeit als auch das Kind sowieso bereits existieren. Daraus folgt, dass die Kinder in diesem Rahmen die von Ihnen als für die Entwicklung des Kindes notwendig bezeichnete Erfahrung einer zweigeschlechtlichen Familie sowieso nie machen können. Die Adoption berührt hier vielmehr die Sicherheit des Kindes, wenn z.B. der momentan alleinsorgeberechtige Elternteil stirbt. Dann würde das Kind ggf. aus seiner gewohnten Umgebung gerissen werden. Das gilt es zu verhindern. Die Vorstellung, dass ein Kind eine zweigeschlechtliche Erziehung bräuchte, ist im Übrigen unzutreffend. Die geschlechtliche Ausrichtung ist keine anerzogene Qualität und auch keine ansteckende Krankheit. Das es völlig unerheblich ist, erkenntman z.B: schon daran, dass die Entwicklung von Kindern alleinerziehender Eltern genauso gut laufen kann, wie von zweigeschlechtlichen. Und schlechte Familienverhältnisse finden Sie ebenfalls in allen Mischungen. Somit unterstelle ich Ihnen, dass es einfach nur um das Ausleben homophober Gefühle geht. Ziemlich billig, finden Sie nicht?

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