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Mütter in Frankreich: Stillender Protest
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Eine neue Generation von Müttern verändert Frankreich. Tausende Frauen wollen mehr Zeit für sich und ihre Kinder, beruflich treten sie kürzer. Viele fühlen sich als Feministinnen, doch sie stoßen auf Widerstand. Frankreich: Mütter wollen mehr Zeit mit Kind verbringen - SPIEGEL ONLINE

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muellersusanne 27.10.2013, 06:25
70. welche Absicht

verfolgt der Spiegel mit diesem Artikel? Wie viele Frauen sind das, von denen man in der französischen Presse nichts hört? Welcher politischen Richtung hängen diese Frauen an? Christlich? Front National? In welchen Städten passiert das? Auf dem Land oder in der Stadt? Bitte um Aufklärung

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Scheidungskind 27.10.2013, 09:00
71. ...

Zitat von renee gelduin
Multitasking: Würde mich schon ineterssieren als wa sgenau Sie arbeiten. In Projekten die über einen längeren Zeitraum gehen kann man nicht einfach so ersetzt werden. Oder wie soll eine Frau eine Firma leiten wenn sie sich mal eben für ein paar Jahre in die Babypause verabschiedet? Ab mittlerem management wenn die Aufgaben individueller und qualitativ anspruchsvolelr werden kann man nciht einfach halbtags arbeiten oder mehrmonatige oder sogar jahrelange Pausen machen. Solange Urlaubssperren kein problem sind, aber Frauen nach Familienplänen und Schwangerschaft zu fragen illegitim ist, würde ich bei gleich- oder fast gleichwertigen Bewerbern keine Frau unter 40 für wichtige Positionen einstellen.
Dann muss man Sie eben mit einer Frauen oder Mütterquote dazu zwingen. Sie leben hier nicht auf einer einsamen Insel, sondern in einer hochentwickelten Zivilisation, der Sie annähernd alles verdanken. Wenn jeder Entscheider denkt, Mutterschaft und Familien seinen nur Hindernisse, ist es damit schnell vorbei.

Klar ist auch, dass die Firmen zur Überbrückung schwangerschaftsbedingter Ausfälle finanziell unterstützt werden sollten.

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suomy 27.10.2013, 09:24
72. An der Realität vorbei

Ich habe länger in Frankreich gelebt und bin mit einer Französin verheiratet. Die in diesem Artikel beschriebenen Frauen gibt es sicher, aber sie sind eine sehr klare Minderheit. Darum müssen sie wahrscheinlich auch so laut schreien um gehört zu werden. Wir Deutschen sollten uns davor hüten, das jetzt als ein "Umdenken" hin zum deutschen Modell der Mutter zuhause zu deuten. Unsere deutschen Vorstellungen von Beruf, Familie, Partnerschaft und Kindheit scheinen ja auch nicht so ganz gut hinzuhauen, denn für die real existierenden Kinder lassen sie irgendwie keinen Platz. Oder wie war das noch mit den Geburtenraten in Deutschland und Frankreich?

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Esib 27.10.2013, 13:19
73. Damit schieben Sie sich selbst ins argumentativ Abseits

Zitat von Europa!
Abgesehen davon, dass Firmen besser funktionieren, wenn Mütter dort mehr zu sagen haben.
Das ist - sorry - ziemlicher Blödsinn. Halten Sie sich doch einfach an die Fakten.

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Esib 27.10.2013, 13:26
74. Zu einseitig

Zitat von Europa!
Nein, nein, nur eine Mütterquote" könnte es schaffen, die Interessen der Mütter und der Gesellschaft wieder in Einklang zu bringen.
Sie gehen extrem einseitig an die Sache heran und es interessiert Sie offensichtlich nicht ansatzweise, ob auch wieder die Interessen der Väter in Einklang mit der Gesellschaft gebracht werden. Wichtig und richtiger wäre es die Interessen der Eltern und damit der Familie wieder mit der Gesellschaft in Einklang zu bringen. Nur das Mütter, Mütter, Mütter erinnert fatal an den Mütterkult, den wir aus gutem Grund hinter uns lassen sollten. Deshalb: Wenn schon Quote, dann Elternquote - wobei die Höhe der Förderung bei Müttern auf Grund der biologischen Gegebenheiten automatisch größer wäre. Aber wenn man sich die aktuelle Politik ansieht, weiß man, dass bei einer Umsetzung einer solchen Mütterquote, die Väter wieder einmal völlig auf der Strecke bleiben, wie auch bei der Riesterrente und den Rentenansprüchen bei der Kindererziehung - selbst wenn sie die Hauptleistung erbringen würden.
Deshalb Mütterquote ein klares Nein von mir, für die Elernquote ein klares Ja.

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Esib 27.10.2013, 13:29
75. Macht Eltern stark

Zitat von DorotheaBöhm
Mütter sorgen für die nächste Generation. Ihre Liebe und die Beziehung zum Kind sind die Blaupausen für alle späteren Beziehungen eines Menschen.
Ja, Mütter gebären Kinder, aber nein, nicht nur Mütter sondern auch Väter sorgen fü doe nächste Generation. Und auch die Liebe Väter und deren Beziehung zum Kind sind die Blaupausen für alle späteren Beziehungen eines Menschen.

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alasiaperle 27.10.2013, 15:07
76.

Zitat von suomy
IOder wie war das noch mit den Geburtenraten in Deutschland und Frankreich?
Mich würde eher interessieren, wie die Geburtrate von "Bio-Französen" aussieht im Vergleich zu den Zugezogenen.

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lale.berlin 27.10.2013, 15:49
77. Die

Wie kann es sein, dass Frauen unter dem Vorzeichen des Feminismus immer noch nach gesellschaftlicher Gutheißung heischen wenn es um ihr Muttersein geht - ganz egal ob sie nun Verfechterinnen des Stillens sind oder eben vorziehen, nicht zu stillen. Warum geben sie eine Entscheidung, die sie ganz alleine treffen können und sollen der öffentlichen Debatte preiß? Solange Mütter sich und andere in das Konzept der "Rabenmutter", "Übermutter" oder "Milchkuh" pressen lassen, meinen, für das eine oder andere Konzept kämpfen zu müssen, schränken sie sich gegenseitig ein. Für mich ist eine Frau erst dann emanzipiert, wenn sie sich von den gesellschaftlich vorgegebenen Mutterrollen löst und sich lediglich danach richtet, was ihr und der Beziehung zu ihrem Kind guttut. Eine Mutter, die nicht stillen möchte, und dies auch nicht tut,darf dafür nicht verurteilt werden. Denn sie tut das beste, was sie tun kann, um die Beziehung zu ihrem Kind nicht zu belasten. Aber warum muss sie ihre persönliche Einstellung als allgemeingültig möglichst allen Frauen aufdrücken? Und warum muss dies eine Mutter tun, die ihr drei jähriges Kind immer noch stillt? Entweder die Damen beginnen eine genauso beherzte Debatte über die Frage, was einen "guten Vater" ausmacht, oder sie sollten bitteschön mit dem Gezanke über die "GUTE MUTTER" endlich aufhören - sie machen sich lächerlich...

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lale.berlin 27.10.2013, 15:53
78. Die

Wie kann es sein, dass Frauen unter dem Vorzeichen des Feminismus immer noch nach gesellschaftlicher Gutheißung heischen wenn es um ihr Muttersein geht - ganz egal ob sie nun Verfechterinnen des Stillens sind oder eben vorziehen, nicht zu stillen. Warum geben sie eine Entscheidung, die sie ganz alleine treffen können und sollen der öffentlichen Debatte preiß? Solange Mütter sich und andere in das Konzept der "Rabenmutter", "Übermutter" oder "Milchkuh" pressen lassen, meinen, für das eine oder andere Konzept kämpfen zu müssen, schränken sie sich gegenseitig ein. Für mich ist eine Frau erst dann emanzipiert, wenn sie sich von den gesellschaftlich vorgegebenen Mutterrollen löst und sich lediglich danach richtet, was ihr und der Beziehung zu ihrem Kind guttut. Eine Mutter, die nicht stillen möchte, und dies auch nicht tut,darf dafür nicht verurteilt werden. Denn sie tut das beste, was sie tun kann, um die Beziehung zu ihrem Kind nicht zu belasten. Aber warum muss sie ihre persönliche Einstellung als allgemeingültig möglichst allen Frauen aufdrücken? Und warum muss dies eine Mutter tun, die ihr drei jähriges Kind immer noch stillt? Entweder die Damen beginnen eine genauso beherzte Debatte über die Frage, was einen "guten Vater" ausmacht, oder sie sollten bitteschön mit dem Gezanke über die "GUTE MUTTER" endlich aufhören - sie machen sich lächerlich...

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Schonhoeft 27.10.2013, 18:33
79. Fremdbetreut = total gestört?

Seit einigen Wochen verfolge ich mit zunehmend großer Besorgnis eine Debatte in deutschen Mütterforen und Mom-Blogs, die der Artikel „Liebe auf Distanz“ in der "Zeit" losgetreten hat. Nun legt auch Spiegel online nach, ebenfalls sehr undifferenziert und dilettantisch redigiert.
Hesse behauptet zwar, sie ist ja nicht blöd, diese Frauen seien doch Feministen, bloß andere. Und fröhlich werden eine Reihe von Mitstreitern zitiert, die in Frankreich allerdings auf keinen Fall der feministischen Ecke sondern vielmehr dem rechten Rand zugeordnet werden, schaut man denn mal genauer hin. Der zitierte Lyoner Kinderarzt Adrian Serban zum Beispiel ist bekannt für seine reaktionären Kommentare. Der Artikel unterschlägt polemisch, dass mehrere Millionen Frauen in Frankreich recht froh sind über die Errungenschaften des Feminismus und die Uhr nicht zurückdrehen möchten.

Zwar wird erwähnt, dass die Frauen sich gestresst fühlen, weil die Männer sich von der Hausarbeit schon recht gern fernhalten, und die Firmen sich wenig kooperativ zeigen. Doch statt weiter darauf einzugehen, beschwört die Autorin Ängste vor der„Fremdbetreuung“. Sie spricht vom „Weggeben“ der Kinder, als würden sich die fiesen Rabenmütter einfach ihrer Kleinen entledigen. Die Langzeitwirkungen von früher Krippen- und Kita-Betreuung sind sehr gut untersucht. Bei guter Qualität der Betreuung ist nicht zu befürchten, dass eine ganze Generation „fremdbetreuter Kinder“ schwer gestört in die Grundschulen stolpert, in denen die Ganztagsbetreuung ihnen dann den Rest gibt.
In Schweden und Dänemark sind die frühkindlichen Betreuungsquoten noch wesentlich höher als in Frankreich, dort arbeiten noch mehr Mütter Vollzeit. Sie werden allerdings auch von ihren Männern besser unterstützt und profitieren von familienfreundlichen Arbeitsstrukturen.

Frauen, die Vollzeit arbeiten, fühlen sich nicht zwangsläufig entfremdet von ihren Kindern. Es gelingt auch vielen Vollzeit-Müttern nicht, eine enge, tiefe Bindung zu ihren Kindern aufzubauen. Das hat psychologische Ursachen, und diese Bindungsstörungen gehören in die professionelle Hand eines Psychologen.

Die amerikanische Anthropoloin Sarah Blaffer Hrdy hat in vielen kulturübergreifenden Studien gezeigt: Kinder geht es am besten in Gesellschaften, in denen Kinderaufzucht als so wichtig erachtet wird, dass man sie nicht allein den Eltern überlassen will. Wo immer sich auf der Welt traditionelle Lebensformen erhalten haben, ist solidarisches Babysitten die Regel. Es braucht eben ein ganzes Dorf, um Kinder zu erziehen. Die Erzieherinnen meiner kleinen Töchter erlebe ich, aber auch vor allem meine Kinder, nicht als „Fremdbetreuerinnen“ oder gar „Verwahrerinnen“. Sie sind enge Vertraute, agieren mütterlich, schwesterlich, freundschaftlich. Sie verschaffen meinen Töchtern in den Stunden, in denen mein Mann und ich arbeiten, zudem einen anderen Blick auf die Welt.

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