Forum: Blogs
Multiple Sklerose-Therapie: Vorsichtige Fortschritte
Corbis

Innerhalb eines Jahres sind neue Multiple-Sklerose-Medikamente auf den Markt gekommen, ein Weiteres folgt. Die Mittel können die Therapie nicht revolutionieren, die Krankheit bleibt unheilbar. Doch für manche Patienten wird sich die Behandlung vereinfachen. Multiple Sklerose: Was neue Medikamente wirklich können - SPIEGEL ONLINE

Seite 1 von 11
Meineserachtens 20.12.2013, 20:24
1. Trotzdem ...

Es ist verdammt schwer Menschen, die an bisher unheilbaren oder nicht zu mildernde Krankheiten leiden, Hoffnung zu machen.
Und doch möchte ich dies machen, weil ich seit einigen Jahren den Weg von Dr. Robert Lanza und seinem Team verfolge. Hier wird auf Basis von embryonalen Stammzellen gearbeitet. Das hat dazu geführt, das es seit 2 Jahren, die einzigen zwei von der US-FDA genehmigten Patientenversuche gibt. Hier werden Patienten mit Stargard distrophy und der trockenen Makulardegeneration (Augenkrankheiten) mit RPE-Zellen behandelt, d.h. ihnen werden 50 - 150.0000 RPE-Zellen in ein Auge injiziert. RPE heißt Retinal pigment epithelium Zellen. Diese Zellen werden aus embryonalen Stammzellen gewonnen.
Mittlerweile sind über 30 Patienten in 5 der renommiertesten Augenkliniken der USA und einer in Großbritannien behandelt worden. Im Januar werden die ersten TLD-Timeline data ergebnisse vorgestellt.
Es ist sicher, das fast alle Patienten signifikante Sehverbesserungen zeitigen. Das hat die FDA dazu bewogen, auch jüngere Patienten in einer 2a-Versuchsreihe zu genehmigen. D.h. solche Versuche beginnen sinnvollerweise mit älteren Patienten die schon eine fortgeschrittenere Erkrankung ihrer Sehleistung haben. Zuallererst sollen die Versuche sicher für die Patienten sein. Es hat schon Bestätigungen von zwei, drei Patienten gegeben, die eine Sehverbesserung von zuerst 20/400 auf jetzt 20/40 haben. D.h. sie waren vorher fast blind und können jetzt wieder Auto fahren oder Pferde reiten.
Ist das nicht phantastisch?
Zurücke zur MS.
Das selbe Team um Dr. Lanza und dem Unternehmen ACTC-Advanced Cell Technologies hat auch auf dem Feld der Behandlung von Alzheimer oder Ms schon revolutionäres vorzuweisen. Hier aber auf Basis von Mesenchymal-Stammzellen.
Es wird in Kürze ein Peer Review-Paper dazu veröffentlicht werden, quasi eine Verifizierung durch ein wissenschaftliches Organ wie Science oder Nature.
ACTC ist ein kleines Unternehmen mit ca. 40 Mitarbeitern in Massachusetts/USA, hat aber unter anderem mit Dr. Robert Samuel Langer als wissenschaftlichen Beiratsvorsitzenden einen der profilitiersten Unternehmer und Denker Amerikas gewinnen können.
So, das muß jetzt erstmal reichen. Jeder der gerne möchte kann sich hier selbst schlau machen.
Ich sag abschließend nur eins,
hier kommt leise und ohne Aufhebens eine medizinische Revolution auf uns zu, die regenerative Medizin.
Übrigens konnten sich einige bereits bei der letzten Weltkonferenz der regenaritiven Medizin in Leipzig ein Bild von Robert Lanza machen.
Es klingt alles unglaublich, aber glauben sie mir, es kommt und Dr. Robert Lanza wird 2014 oder 2015 den Nobelpreis der Medizin bekommen und ich, ich weiß das jetzt schon.

Beitrag melden
mariakäfer 20.12.2013, 21:42
2. @meineserachtens

Wie heißt der Typ denn jetzt? Robert Langer oder Robert Lancer?

Beitrag melden
andreas.spohr 21.12.2013, 23:21
3. Im Januar werden die ersten TLD Ergenisse vorgestellt

und da ist schon jetzt "sicher, das "(!)" fast alle Patienten signifikante Sehverbesserungen zeitigen". Was soll dann die Studie noch - so ein Quatsch! Wer das jetzt schon weiß, ist entweder selbst an den Studien beteiligt oder verdient da mit dran, wenn er so wortreich für solche unreifen Therapien wirbt?
Einfältig, wer heute noch solchen vollmundigen wissenschaftlichen Versprechen glaubt!

Beitrag melden
andreas.spohr 21.12.2013, 01:59
4.

und das schon vor Veröffentlichung der TLD-Studie! Was soll das ganze dann noch? Meineserachtens kann doch eh keiner glauben, was da alles vollmundig versprochen und prophezeit wird. Wer den Mund so voll nimmt und so viel zu wissen angibt, ist entweder an der Sache beteligt und hofft auf eine Karrieresprung oder auf viel Geld. Einfältig wer heute noch den sog. wissenschaftlichen Studien arglos glaubt....

Beitrag melden
Steuerzahler0815 21.12.2013, 06:45
5.

Zitat von bankenpeter
Dass die Kompetenz der deutschen Ärzte leider nicht mit ihrem übersteigerten Selbstbewusstsein mit hält,ist mittlerweile bekannt. Dass in 2 Monaten promoviert wird und Ärzte fälchlicherweise glauben, sie hätten einen Titel der Teil des Namens ist, ebenso. Dass aber mit unnützen Therapien die 90 K,die jeder Facharzt an der Uniklinik ungerechtfertigt verdient, durch uns alle mitfinanziert werden, ist neu
Was haben ihnen Ärzte eigentlich getan und sollten sie als Banker nicht still sein?

Beitrag melden
foramen-nigra 21.12.2013, 07:52
6. Hört sich gut an...aber

Was am Ende den Menschen mit MS hilft ist den Betroffenen egal. Auch wer wieviel und womit verdient spielt für Sie natürlich keine Rolle. Es ist wünschenswert, dass das wirtschaftliche Interesse nach Profit in den Hintergrund gedrängt wird! Aber wie soll das funktionieren bei der Lobby und Klientel-Gesundheitspolitik? Mit Hr. Gröhe??Manchmal liegt das Preiswerte so nah! Evidenzbasierte Physiotherapie! Aus meiner tgl. therapeutischen Arbeit mit MS- Pat. weiß ich was die motorischen Hauptsymptome sehr gut beeinflussen kann! Es muss jenseits vom Budget des Verordnenden hochfrequente Physiotherapie aufgeschrieben werden! Von dem Thema geeignete Therapie-Hilfsmittel für die Betroffenen mal ganz zu schweigen! Verordnet mehr liebe Ärzte! Wie gesagt, wir Physios machen das für 20,08 €pro Behandlungseinheit.

Beitrag melden
Alphabeta 21.12.2013, 08:18
7. Wieder nicht geschafft

den ganzen Artikel bis zum Ende durchzulesen. Es ist einfach zu langweilig und ärgerlich immer wieder über die gleichen perversen Arzneimittelmaipulationen der Pharma zu lesen, bei denen es doch nie um wirkliche Heilung geht, sondern in erster Linie um Gewinnvermehrung und angebliche Reduzierung der Nebenwirkungen , was aber auch alles andere als verlässlich ist, wie man auch hier wieder liest. Krankheiten sind dazu da, um wirklich geheilt zu werden und nicht, um mit ihnen Geld zu verdienen! Mit dieser Medikamentenindustrie wird das meiste Geld verdient und das meiste Leiden auf der Welt vermehrt(Tierversuche)und verlängert(Erkrankte). Ach ja, vergessen hatte ich noch die immense Umweltverseuchung, die von der Pharma ausgeht! In dieser kaputten, sinnverzerrten Welt ist es zugegebenermaßen schwierig, profilaktisch zu forschen, da die wirklich heilenden Faktoren, die nur eine gesunde Umwelt noch bieten kann, so nicht mehr gegeben sind wie Ruhe und Stressfreiheit, gute Atemluft, reines Wasser und unvergiftete Nahrung. Aber wenn man wirklich irgendetwas oder irgendwen in dieser Welt heilen will, dann muß man dort ansetzen und nicht noch mehr Gifte mischen und verteilen! Ich glaube, es gäbe nichts, was dieser Welt heute mehr Heilung brächte, als das Einstellen dieser schrecklichen Forscherei!

Beitrag melden
Werner Winkler 21.12.2013, 09:58
8. Parallel ...

Parallel wäre es sinnvoll, nochmal genau nachzusehen, warum es in der Nähe des Äquators so gut wie keine MS-Erkrankungen gibt und welche Rolle eine optimale Versorgung mit Vitamin B12 bei der Gesunderhaltung der Myelinschicht spielt bzw. ob nicht bei einigen Patienten eine Unverträglichkeit gegen einige tierische Eiweiße das Immunsystem durcheinanderbringt ... hier müsste dir Politik sich einmischen und den Wert von Prävention mindestens ebenso hoch ansetzen wie den von Behandlung. Was würde denn geschehen, wenn herauskäme, dass ausreichend Vitamin D und B12 mit 99% Wahrscheinlichkeit den Ausbruch von MS gänzlich verhindern?

Beitrag melden
lenny1000 21.12.2013, 10:07
9. @bankenpeter

Teil 1
@bankenpeter:
Oh nein, nicht schon wieder Sie!
Ca.90% Ihrer Einträge in den Foren bezieht sich auf die bösen Ärzte, denen Sie nur monetäre Interessen unterstellen. Auch Ihre Zahlen (90000 Euro/Jahr) werden nicht richtig, nur weil Sie sie gebetsmühlenartig wiederholen. Wie bereits einmal geschrieben dürfen Sie gerne sich die Liste der Gehälter der Klinikärzte beim Marburger Bund anschauen, diese einzusehen liegt jedem offen. Und was sehen Sie da? Erstes Jahr Facharzt kommt was unter 5500Euro brutto raus - wie Sie daraus 90000/Jahr machen, liegt entweder an einer eklatanten Rechenschwäche, oder eben an dem Neid, der Sie ganz offenbar zerfrisst.

Mit Ihrer Bemerkung von wegen "Promotion" haben Sie durchaus sogar Recht - wobei das "Doktor" eben geschichtsbedingt zum Beruf des Arztes gehört - in vielen Ländern wird der Titel mit Abschluss des Medizinstudiums vergeben. In der Tat sind wohl nur die allerwenigsten Doktorarbeiten mit denen z.B. in Physik oder Medizin zu vergleichen. Aber warum stört Sie das so? Warum der geradezu Hass auf die Ärzteschaft?

Man muss wohl noch nicht einmal ein Hobbypsychologe sein, um zu erkennen, was bei Ihnen abläuft. Als Facharzt tippe ich jedoch auf eine schwere Kränkung bei narzisstischer Persönlichkeitsstörung. Anders ist Ihr Verhalten hier im Forum nicht zu erklären.
Was hat Ihnen denn die böse Ärzteschaft angetan? Wollten Sie Medizin studieren, wurden aber aufgrund der schlechten Abiturnote nicht zugelassen? Wahrscheinlich hätten Sie ja auch soooo gerne einen einfach zu erlangenden Doktortitel erhalten, um sich damit zu schmücken und ihr Ego damit zu befriedigen? Stattdessen sitzen Sie neidzerfressen in Ihrer Bank, ganz ohne Titel und vielleicht sogar ohne Studium, ganz ohne Doktortitel und kommen nicht vorwärts, was Ihnen jeden Abend aufgrund Ihrer narz. Persönlichkeit großen Kummer verbreitet?
Eigentlich tun mir solche Leute wie Sie nur noch leid.


Und um nun auf den Artikel selbst zu sprechen zu kommen: in der Tat stellen die neuen Medikamente ein bedeutendes "plus" für die weitere Therapie der bisher immer noch unheilbaren Erkrankung MS dar. Die bisherige Basistherapie bestand im Spritzen einer jeden Tag, oder jeden 2. Tag oder 3 mal in der Woche anzuwendenden subcutan-Spritze, alternativ i.m. ein mal pro Woche. Und das bei nur mäßiger Schubratenreduktion. Die chronisch progrediente MS ist immer noch eine Krankheit, die sich sehr schlecht behandeln lässt - zum Frust der Behandler und natürlich vor allem der Patienten selbst.
Immerhin gab es mit der Einführung von Tysabri ein Mittel, das eine deutliche Schubratenreduktion garantierte - bei jedoch in einem kleinen Teil der Fälle gravierenden Nebenwirkungen. Aber die Patienten schätzen dieses Medikament sehr und es bedeutet eine große Entlastung und vor allem nimmt es die Angst vor erneuten Schüben.

Beitrag melden
Seite 1 von 11
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!