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Multiple Sklerose-Therapie: Vorsichtige Fortschritte
Corbis

Innerhalb eines Jahres sind neue Multiple-Sklerose-Medikamente auf den Markt gekommen, ein Weiteres folgt. Die Mittel können die Therapie nicht revolutionieren, die Krankheit bleibt unheilbar. Doch für manche Patienten wird sich die Behandlung vereinfachen. Multiple Sklerose: Was neue Medikamente wirklich können - SPIEGEL ONLINE

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Alphabeta 22.12.2013, 08:21
30. Die Ärzte

Zitat von hopinia
Meine Mutter ist 1988 an den Folgen ihrer MS-Erkrankung gestorben.Da waren wir Kinder noch klein. Sie hätte bestimmt alles ausprobiert um gesund zu werden,bzw die Krankheit zu verzögern,hätte es damals nur etwas gegeben.Gab es aber noch nicht. Umso erfreulicher das es heute Medikamente gibt die helfen können mit MS länger und besser zu leben.Ärztebashing finde ich auch total daneben. Die Meisten Ärzte die ich kenne sind keine geldgeilen Profilneurotiker die am Tropf der Pharmalobby hängen sondern engagierte und bei weitem nicht so überbezahlte Vertrauenspersonen zu denen ich auch gerne hingehe.Klar gibt es auch die beschriebenen Weisskittel die sich,Kraft eigener Selbstherrlichkeit,für omnipotent erklären und reichlich Kohle abgreifen,aber bitte nicht gleich alle Mediziner in einen Topf werfen.
können insofern nichts dafür, als sie die Medikamente, die sie für die Krankheiten zur Verfügung haben, nicht selbst entwickelten. Der Fehler liegt im System und im falschen wissenschaftlichen Denken, das immer noch gelehrt wird!

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Roller 22.12.2013, 12:59
31.

Zitat von ariovist1966
meinerseits! Habe zwar nur Neuroborreliose, aber Symptome sind häufig MS ähnlich.
Na endlich mal jemand der nicht hoehnt und spottet.
Leider sind das die haeufigsten Reaktionen, wenn ich versuche von meinen Erfahrungen zu berichten, um viele Leidensgenossen wieder Hoffnung zu geben.
Zitat von ariovist1966
Da ich mich nach der schulmedizinischen Therapie nicht mit deren "Erfolg", mache ich mit Antibiose weiter.
Diesen Entschluss habe ich auch gemacht und habe eigenmaechtig die Verschreibungspflicht ausgehebelt und meine Behandlung selber uebernommen mit sehr gutem Erfolg.
Seit ca. 10 Jahren nehme ich jetzt die verschiedensten AB´s und es geht mir prima, nach 35 Jahren falscher Behandlung durch Aertzte .
Ich kann nur jedem mit Gelenkbeschwerden empfehlen, es mal mit einer Antibiose zu versuchen.
Viele meiner Leidensgenossen , die ich beraten habe und es ebenfalls versucht haben, konnten fast alle eine Besserung erfahren.
Nach ein paar Wochen wird aber die AB-Behandlung meistens wieder abgebrochen, weil es ihnen so gut geht und ihr behandelnder Arzt keine weiteren AB verschreiben will.
Auch die Krankenkassen rebellieren angeblich dagegen.
Dann geht das Leiden meistens wieder langsam von Neuem los und wird dann einfach als "Autoimmunerkrankung" diagnostiziert.
Ab diesem Zeitpunkt ist man dann verloren.
Dann geht der gemeinsame Kampf von Arzt und Patient gegen den boesen, dummen Koerper erst richtig los.

.
Zitat von ariovist1966
Allerdings hören das die Antibiotika-Phobiker nicht so gerne.
Ich kenne Leute, die sind so krank und krumm, dass sie den Horizont gar nicht mehr sehen koennen, geschweige den Himmel, aber sie wuerden es niemals mit AB probieren.
Lieber sterben als AB nehmen.

Der Patient soll immer schoen krank bleiben und seinen Krankenschein brav regelmaessig abliefern.
Solche Patienten, wie Sie und ich, sind doch die Goldesel der Aertzte, weil sie niemals gesund werden und man alles mit denen anstellen kann. Ich hatte wohl das Pech es nur mit korrupten Aerzten zu tun zu haben.
Ich bin immer nur hin und hergereicht worden, um die unsinnigsten Untersuchungen bei befreundeten Kollegen zu erdulden.
Zitat von ariovist1966
Die früheren Restsymptome wurden als Autoimmunkrankheit, .. abgetan.
Damit der Patient nicht denkt, dass der Arzt keine Ahnung hat, hat die Medizinerzunft das Kunstwort " Autoimmunkrankheit" erfunden, denn das klingt besser als " Sie sind vom boesen Geist befallen". Zitat von ariovist1966
- Ich selbst mache jetzt seit über 3 Jahren eine Langzeitantibiose und ., ..
Ich hoffe, dass noch mehr Betroffene diesen Beitrag lesen und er nicht schon wieder gesperrt wird.
Ich mache seit ca. 10Jahren diese Antibiose mit gutem Erfolg und stelle mich darauf ein, sie mein ganzes Leben lang fortzusetzen.
Ich pfeife auf die Warnungen vor den boesen Antibiotika, die mir ein zweites Leben geschenkt haben.
Da ich ja seit 10 Jahren auch gar nicht mehr zum Arzt gehe, lasse ich mein Blut selber im Labor untersuchen und habe nur gute Werte, die viel besser sind als vor 30 Jahren.
Welches AB nehmen Sie gerade?

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werbungsv 22.12.2013, 13:52
32.

Zitat von Roller
Da ich ja seit 10 Jahren auch gar nicht mehr zum Arzt gehe, lasse ich mein Blut selber im Labor untersuchen und habe nur gute Werte, die viel besser sind als vor 30 Jahren. Welches AB nehmen Sie gerade?
Also Sie sind schon krass drauf..
Sie beiden haben natürlich Recht in einem Punkt: manchmal haben Ärzte einfach keine Ahnung. Logisch. Sind nur Menschen.
Und manchmal hilft eine "blinde" Antibiose sehr wohl! Das nennen wir "kalkulierte" Antibiose, wenn man zB bei einer Sepsis vermutet, es steckt ein Krankheitserreger dahinter, weiss aber (noch) nicht welcher und versucht ihn mit Antibiotika zu töten.

Aber trotzdem: die Langzeitgabe von Antibiotika ist ein krasses Risiko und eine noch krassere Therapieform. Das wissen Sie schon oder?
So trivial wie Sie es hier hinstellen ist es tatsächlich nicht. Wo ich Ihnen recht gebe, ist, dass viele Ärzte und auch Patienten unbegründet panische Angst haben vor der korrekten Gabe von Antibiotika. Sind tolle Präparate, keine Frage.
Aber Sie müssen unbedingt mit Bedacht angewandt werden. Denn Antibiotika töten nunmal nur Bakterien, keine Viren. Und nicht mal "töten" stimmt unbedingt, denn es gibt bakterizide und bakteriostatische Wirkstoffe.

In Deutschland geht die Angst der Resistenzbildung um. Und wenn man sich die Anzahl der resistenten Stämme anschaut, ist Ihre Art, mit Antibiotika umzugehen, schon ein bisschen fahrlässig.
Ich habe schon viele Patienten auf Intensivstation gesehen, wo wir fast machtlos zugesehen haben, wie ein resistentes Kerlchen den Patienten langsam auffrisst.
Wenn Sie Jahre- oder jahrzehntelang Antibiotika nehmen, gehen Sie unweigerlich ein Risiko ein, dass Sie sich eines Tages ein Bakterium züchten, dass per Mutation zufällig resistent auf Ihr Präparat ist und dann gute Nacht...
Kann sein, dass Sie tatsächlich an einer nicht entdeckten bakteriellen Erkrankung leiden, kann sein, dass Antibiotika wirklich was für Sie sind/waren. Aber ehrlich gesagt: das ist nun mal sehr selten und zweitens muss man das schon irgendwie nachweisen können und drittens: sollte das Bakterium nach so langer Therapie hoffentlich tot sein. Und nicht wiederkommen.

Unkritische Einnahme von Medikamenten sollte kein seriöser Arzt und noch weniger ein Patient befürworten. Wenn Sie schreiben, Sie gehen seit 10 Jahren nicht mehr zum Arzt, dann spricht das doch dafür, dass Sie a) kaum krank sind b) dass Sie nicht einfach so Medikamente nehmen. Wieso dann die Antibiotika?
Ich kann nur appellieren: passen Sie auf sich auf. In 10 Jahren kann es ganz anders aussehen.

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MitKohlensäure 22.12.2013, 13:59
33. Absolute Fehlinformationen...

...wo man nur hinschaut! :D hier mal ein paar "roundups" für Interessierte:

1.)
Zitat von Werner Winkler
Parallel wäre es sinnvoll, nochmal genau nachzusehen, warum es in der Nähe des Äquators so gut wie keine MS-Erkrankungen gibt und welche Rolle eine optimale Versorgung mit Vitamin B12 bei der Gesunderhaltung der Myelinschicht spielt
Das eine ist wahrscheinlich nur eine Scheinkorrelation (in Äquatornähe gibt es bisweilen einfach zu wenige Daten (ärmere Gegenden), daher kaum vergleichbar), das andere versucht man gerade herauszufinden, Studien deuten jedoch auch hier auf eine Scheinkorrelation hin.
2.) Der "Medizindoktor" ist tatsächlich eine eigentlich etwas verwirrende Titelwurstelei, da die Promotionsordnung kein tiefgreifend wissenschaftliches Arbeiten verlangt. Viele Studenten/Ärzte geben sich sicherlich trotzdem sehr viel Mühe - ein aussagekräftiges Zertifikat für wissenschaftliche Kompetenz ist es ohne Frage trotzdem in den allerseltendsten Fällen (die Frage ist, welche Aussagekraft hat dieser Titel dann überhaupt?). Über den Wertverfall darf ruhig diskutiert werden - auf der einen Seite werden Ärzte dafür zu häufig von anderen Wissenschaftlern diskreditiert, auf der anderen Seite Laien getäuscht. Das muss nicht sein, beides nicht.
3.) Jetzt wird es spannend:
Zitat von lenny1000
Glauben Sie wirklich, bei vielen hundertausenden MS-Erkrankten ist die Lösung, einfach mal die Ernährung umzustellen und schon schon wird die Erkrankung "heilbar"!?
Zitat von reuanmuc
Aha; welche Ernährungsfehler haben die 300.000 MS-Patienten denn genau begangen? (...) Die unbelegten Behauptungen, dass man eine Krankheit wie MS allein mit spezieller Kost heilen könne, ist erbärmlicher Quatsch (...)
Zitat von PPlatsch
Die Legionen geheilter MS-Erkrankter durch Diät und der entsprechende Wirksamkeitsnachweis lassen auf sich warten. Da kann natürlich nur die Pharmaindustrie dahinterstecken (und man muss ignorieren, dass es jede Menge taugliche Forschung zu komplementären Verfahren für MS-Patienten gibt).
usw.. Hierzu sollte man erstmal zwischen Krankheitsursache und Leidensminderung unterscheiden. Es geht weniger darum, dass MS durch "falsche Ernährung" ausgelöst wurde, sondern vielmehr darum, dass MS durch "richtige Ernährung" einen besseren Verlauf nimmt (das gilt übrigens generell für die Medizin - das wird von "Naturheilkundlern" gerne ignoriert). Von "Heilung" ist schon mal gar keine Rede, auch hochpotente, sehr erfolgreiche Medikamente (zB Tysabri) zielen auf die Schubreduktion ab - für MS Patienten ist damit schon mal SEHR VIEL gewonnen!

... (Teil zwei folgt)...

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MitKohlensäure 22.12.2013, 14:00
34. (...2. Teil...)

Fortsetzung:

"Unbelegte Behauptungen" sind das hingegen keineswegs, Ernährungsumstellung ist seit vielen Jahren die Standardanweisung von Neurologen, zusätzlich zu Basistherapie. Wie genau und was genau - daran hapert es dank noch ausbleibenden umfangreichen Metaanalysen und Unkenntnis der Neuros ;). Bitte einfach mal die Bücher bzw. Forschungsartikel von z.B. Prof. Dr. Adam oder Prof. Dr. Wahles lesen. Letztere ist Professorin für Medizin und hat selbst MS - wer sich auf die Schnelle ein Bild machen möchte, bitte einfach mal den TED Vortrag von ihr anschauen (Youtube: Minding Your Mitochondria: Dr. Terry Wahls at TEDxIowaCity).

Wie es scheint ist die Ernährungsumstellung ein FUNDAMENTALES Glied in der Schubreduktionstherapie, welche den meisten MS Patienten und leider auch vielen Neurologen weitgehendst unbekannt ist. Und nein, ich hansele keinen "Alternativtherapien" hinterher, ich bin selbst Wissenschaftler und kenne alle relevanten Forschungsartikel zu allen gängigen Medikationen (und betone in diesem Kontext: Die Basistherapie IST derzeit immernoch sehr wichtig!).

4.)
Zitat von mikheine
Nur 10 % der Patienten sind chronisch progressiv? Ich würde sagen eher 80. Und was ist mit den Mitteln, die schon länger auf dem Markt sind? Zum Beispiel Mitoxandron, ein Krebsmittel, dass das Immunsystem herunterfährt. Habe ich zweieinhalb Jahregenommen (die Schadstoffe lagern sich im Herzen ab), mit Erfolg. In der Zeit gab es keine Verschlechterungen.
Da sind Sie leider wirklich falsch informiert. Die 10% Angabe stimmt in der heutigen Zeit definitiv (sie gilt NICHT für eine Kohorte, die überhaupt keine Medikamente nimmt). Und Mitox ist eine Chemotherapie, die schon länger nicht mehr angewendet wird, da sie auch als Eskalationstherapie nicht an die Schubreduktionsrate der aktuellen Medis rankommt (zB Fingolimod etc). Starke körperliche Belastung, das muss man den Patienten heute nicht mehr antun. Aber ich gebe Ihnen Recht: Früher gar es nichts besseres, da war es angemessen!

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werbungsv 22.12.2013, 14:01
35.

Zitat von bankenpeter
Chemiker haben aber eine zigfach anspruchsvollere Promotion und nicht so was wie " Morbus Crohn: Entdeckung im Krankheitsstadium und Heilungschancen" oder "Sexmythen" oder "Zahnstatus von Adolf Hitler" , also in anderen Fächern Hausarbeiten. Die Wertlosigkeit der Promotion ist sowieso bekannt. Die daraus abgeleitete Geltungssucht ist das amüsante. Die Bezahlung ist absolut überzogen und 6 Jahre dauert heute jeder Master. Unzählige Med.studenten promovieren ab dem 3. Semester
Schon witzig, wie Sie auf alle anderen meiner Fragen nicht eingehen. So leicht geht das nicht!

Also:
1. Was machen Sie beruflich und wieviel verdienen Sie?
2. Kennen Sie ALLE Promotionen der Chemiker/Juristen und Mediziner?
3. Wenn die Promotion "wertlos" ist, warum machen Sie andere Fächer? Sie wissen schon, dass viele Mediziner den Doktorgrad tatsächlich nur machen, weil viele Patienten es voraussetzen? Unzählige Male habe ich es im Patientengespräch erlebt, dass Patienten auf das Namensschild am Hemd glotzen und fragen "Sind Sie schon Doktor"? Und versuchen Sie mal, eine Praxis aufzumachen ohne Dr. am Schild..es wird in keinem Fach der Zusammenhang zwischen Doktor und "Arzt" gestellt..

Klar, brauchen wir nicht diskutieren, einige Medizinerpromotionen sind nicht soooo schwer. aber bei weitem nicht alle. Viele meiner Kommilitonen arbeiten jahrelang im labor überm Mikroskop und MÜSSEN ja promovieren für die spätere Habilitation. Die eigentliche wissenschaftliche Leistung erfolgt ja viel später in Form von publizierten Papern etc. ist aber bei Biologen oder Chemikern nicht anders. Die Promotion ist nur der formale Einsieg.

4. "Geltungssucht"...mei, spricht für Ihre privaten Probleme mit Ärzten.

5. Jeder Master dauert 6 Jahre. Aha...Sie wissen aber doch, dass Medizin die längste Regelstudiendauer hat von 12 Semestern? Kann man nicht verkürzen, selbst wenn man wollte. Oder wollen Sie einen Arzt, der nur 4 Jahre studiert hat? Ach so, richtig, Sie brauchen ja nie einen von uns.bäh!
Ein Master dauert nicht 6 Jahre, ausser Sie brauchen so lang dafür.

6. Eine Promotion kann man im 3 . Semester problemlos anfangen und das ist auch gut so. Auch wenn es die wenigsten machen, weil man jede Minute fürs Physikum braucht.Denn die Promotion befasst sich meist mit einem abstrakten Thema, das nix mit dem Studium an sich hat und oft kein Vorwissen benötigt. Man muss sich damit extra befassen und komplett einlesen. Sonst wäre es ja keine neue Erkenntnis. Und Ihre Spass-Themen mag es geben, ich kennen keinen mit so einer Arbeit.
Kontrollgremien gibt es dennoch, schließlich muss auch die Promotion bei Ärzten benotet werden und im Rigorosum von mehreren Gutachtern bewertet werden.

7. Was ist jetzt übrigens mit meinem Gehalt? Stimmt es oder nicht? Wieviel kriege ich denn jetzt? Und wo sind meine mir zustehenden 30.000 Euro extra??! Ich will sie!! ... :-)

Aber Sie wissen das ja eh schon alles.

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werbungsv 22.12.2013, 14:08
36.

Zitat von Alphabeta
die bei jedem dieser pharmazeutisch entwickelten Produkte mehr oder weniger stark auftreten, sind der Beweis dafür, daß die heutige Forschung immer noch unter dem falschen Paradigma des Newtonschen Lebensmodells steht. Dieses Begriffsmodell funktioniert bei Maschinen, die mit ihren vergleichsweise primitiven Funktionen nicht an den Kreislauf des realen Lebens angeschlossen sind, sondern an-und wieder abgestellt werden können, weil sie nicht von der alles antreibenden Lebensenergie gespeist werden, wie alles, was lebt. Es wird da bei den Lebewesen die wichtigste Agens, von der im Grunde alles abhängt, was mit leben, sterben, gesunden, erkranken zu tun hat, völlig ignoriert. Diese stärkste aller Kräfte, die selbst von dieser Art Denkweise nicht ganz geleugnet werden kann, wird als Nebensächlichkeit, als "Placebo-Effekt" abgetan! Völlig verkehrt! Mir tun all diejenigen vielen Menschen leid, die sich unter die Direktive dieses lebensfeindlichen, ja lebensgefährlichen Denkens begeben! Die neuesten Statistiken stellen fest, daß in Amerika der größte Prozentsatz der Bevölkerung an solchen Medikamenten stirbt. Nach einer Erhebung von 2003 sterben jedes Jahr in Amerika angeblich mehr als 300 000 Menschen daran.
Hä? Bitte um Erklärung?

Welche "alles antreibende Lebenskraft"?
Was ist denn das "Newtonsche Lebensmodell"?

Entschuldigung, aber das ist alles esoterischer Nonsens. Es gibt kein Newtonsches Lebensmodell. Sie können nicht einfach mit dem Verweis auf einen bedeutenden Physiker ein Weltbild erfinden. Kein seriöser Wissenschaftler erklärt Dinge nur nach einem einzigen Denker.
Und wenn Sie eine ominöse Lebenskraft postulieren, die im Übrigen Millionen von Menschen vor Ihnen aus allen Kulturen in verschiedensten Formen postuliert haben - ohne sie je nachweisen zu können -, dann müssen Sie schon besser erklären, was das ist und was sie macht und so weiter.

Quelle für die "neuesten Statistiken aus Amerika"? Was sind "solche" Medikamente? Was sind Ihrer Meinung nach Medikamente, die die "Lebensenergie" nicht schädigt? Lassen Sie mich raten: die üblichen Verdächtigen..."natürliche Heilmittel" oder Homöopathie? So wie Berliner Mauer D12 oder Plutonium C100?

Es gibt freilich mehr, als die Wissenschaft heute erklären kann. Das heisst aber nicht, dass man jede Wissenslücke mit irgendeinem Quatsch füllen kann. Wissenschaft weiss, dass sie nicht alles weiss, sonst würde sie aufhören. Meinen Sie nicht?
In den letzten 5000 Jahren hat die Menschheit schritt für schritt viele Wissenslücken geschlossen, von denen AUCH SIE profitieren! Sonst hätten Sie keinen Computer oder wären nur 25 Jahre alt geworden.

Jammern von der hohen Kanzel. Ich schlage vor, Sie lassen sich in Zukunft in Afrika von Lebensgeisterschamanen behandeln, wenn Sie mal Krebs kriegen.
Arme Länder sehnen sich übrigens nach westlicher Medizin, komisch nicht?
Wussten Sie, dass die chinesische Regierung TCM praktisch für den Westen erfunden hat und TCM dort eigentlich verpönt und verboten war?

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robeuten 22.12.2013, 14:34
37.

Zitat von bankenpeter
Dass die Kompetenz der deutschen Ärzte leider nicht mit ihrem übersteigerten Selbstbewusstsein mit hält,ist mittlerweile bekannt. Dass in 2 Monaten promoviert wird und Ärzte fälchlicherweise glauben, sie hätten einen Titel der Teil des Namens ist, ebenso. Dass aber mit unnützen Therapien die 90 K,die jeder Facharzt an der Uniklinik ungerechtfertigt verdient, durch uns alle mitfinanziert werden, ist neu
Mensch, Junge, was ist in Deinem Leben bloß schiefgelaufen? Du läßt ja wirklich keine Chance aus, Ärztebashing zu treiben - und sei der Zusammenhang auch noch so weit hergeholt.
Vielleicht einfach mal selber was anständiges arbeiten?

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Roller 22.12.2013, 14:49
38. Teil 1

Zitat von werbungsv
Also Sie sind schon krass drauf..
Ich finde, das Gesundheitssystem ist krass drauf, wenn man sich selber behandeln muss um ein einigermassen schmerzfreies Leben fuehren zu koennen. Zitat von werbungsv
Sie beiden haben natürlich Recht in einem Punkt: manchmal haben Ärzte einfach keine Ahnung. Logisch. Sind nur Menschen.
Die uns die noetigen AB verweigern, weil sie dann keinen Umsatz mehr machen. Zitat von werbungsv
Und manchmal hilft eine "blinde" Antibiose sehr wohl! Das nennen wir "kalkulierte" Antibiose, ...
80% aller Krankheiten werden durch Infektionen ausgeloesst, vielleicht sind es sogar 100%? Zitat von werbungsv
Aber trotzdem: die Langzeitgabe von Antibiotika ist ein krasses Risiko und eine noch krassere Therapieform. Das wissen Sie schon oder?
Ich kenne die negativ-Propaganda, die nur an niedere Instinkte appeliert. Zitat von werbungsv
So trivial wie Sie es hier hinstellen ist es tatsächlich nicht. Wo ich Ihnen recht gebe, ist, dass viele Ärzte und auch Patienten unbegründet panische Angst haben vor der korrekten Gabe von Antibiotika. Sind tolle Präparate, keine Frage. Aber Sie müssen unbedingt mit Bedacht angewandt werden. ...
Was bitte bedeutet "mit Bedacht"?
Niedrige und kurze Dosierung?
Zitat von werbungsv
In Deutschland geht die Angst der Resistenzbildung um. Und wenn man sich die Anzahl der resistenten Stämme anschaut, ist Ihre Art, mit Antibiotika umzugehen, schon ein bisschen fahrlässig.
Ich bin nicht die Ursache, denn bei mir gibt es, wenn ueberhaupt nur noch ein paar Keime, die wegen ihrer geringen Anzahl kaum Mutationen bilden koennen.. Zitat von werbungsv
.Wenn Sie Jahre- oder jahrzehntelang Antibiotika nehmen, gehen Sie unweigerlich ein Risiko ein, dass Sie sich eines Tages ein Bakterium züchten, dass per Mutation zufällig resistent auf Ihr Präparat ist und dann gute Nacht...
.Wie schon gesagt, bei mir sind Mutationen durch die staendige Eliminierung der Bakterien sehr unwahrscheinlich. Zitat von werbungsv
Kann sein, dass Sie tatsächlich an einer nicht entdeckten bakteriellen Erkrankung leiden, kann sein, dass Antibiotika wirklich was für Sie sind/waren. Aber ehrlich gesagt: das ist nun mal sehr selten und zweitens muss man das schon irgendwie nachweisen können und drittens: sollte das Bakterium nach so langer Therapie hoffentlich tot sein. Und nicht wiederkommen.
Da es sich hierbei um mein Leben handelt, moechte ich diese Entscheidung selber treffen und sie mir nicht von einem korrupten Arzt aufdruecken lassen, der nur seinen Unsatz fuer alle Zeiten sichern moechte.Es tut mir leid, wenn ich den anstaendigen Aerzten damit Unrecht tue.

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werbungsv 22.12.2013, 15:34
39.

Etwas vorsichtig mit Ihren Worten, junger Mann.

1. Das Gesundheitssystem ist nicht per se so konzipiert, dass Sie sich selber behandeln müssen. Es gibt Fehler und die wird es immer geben und Ärzte verkennen auch schon mal Krankheitsbilder, weil sie keine Ahnung davon haben. Ein seriöser Arzt sollte das zugeben können. Sorry für Sie, falls Sie unzufrieden sind, pauschal "das System" verdammen, das für eine immer höhere Lebenserwartung (mit)sorgt, ist zu leicht.

2. Niemand "verweigert" Ihnen "nötige" Antibiotika. Wenn ein AB aber nach wissenschaftlichem Stand/ERkenntnis nicht "nötig" ist, dann können Sie nicht erwarten, dass jeder Arzt Ihnen einfach gibt, was Sie wollen. Sonst kann jeder kommen und Fentanylpflaster verlangen oder auf ewig pflichtige Medis nehmen. Dann wird wieder gejammert "Ärzte verschreiben blind schlimme Präparate"

3. 80% aller Krankheiten sind Infektionserkrankungen??? Wo haben Sie diesen Schwachsinn her? Da stimmt ja nicht mal für die ärmsten Länder! Schon gar nicht für unser westliches Deutschland. Haben Sie dafür ne Quelle oder schließen Sie hier von sich auf alle anderen erkrankten Menschen? Oder gehören Sie zu den Menschen, die glauben, Lungenkarzinom oder Herzinfarkt gehören dazu? Belege!!!

4. Mit Bedacht soll heissen: so kurz wie möglich, so lange wie nötig. JEDEN Stoff sollte man nie blind oder ohne Notwendigkeit nehmen. Gilt für alles im Leben, auch für Ihre geliebte AB. Wieso nehmen Sie nicht was pflanzliches/antimikriobielles dagegen? Sanfter und schonender und weniger gefährlich? Komisch, dass die Foristen, die sonst auf dem "böse Pharmaka"-Trip sind, sich nicht bei Ihnen einklinken und Tips zur Vermeidung "harter Antibiotika" geben..Wo sind die?

5." Es gibt bei Ihnen nur noch ein paar Keime, die kaum Mutationen bilden können?" Wie bitte? Messen Sie Ihre Keime? Kennen Sie die beim Namen oder wie? Was reden Sie da? Welche "Keime" haben Sie wo? Auf JEDE Körperzelle kommt im Schnitt 10 Bakterien, bei JEDEM gesunden Menschen! ALLE Bakterien mutieren, permanent! Das hält sie am Leben. Und normalerweise sind unsere Keime lebensnotwendig, ohne sie könnten Sie nicht aufs Klo!
Gerade durch die ständige Eliminierung erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit einer Mutation! Mutation heisst, dass zufällig ein Genpolymorphismus oder fehlerhafte Umcodierung stattfindet, die einem Bakterium plötzlich höhere Überlebenschancen unter seinen Kollegen bietet. Das können sie gar nicht verhindern. Im Gegenteil: Sie erhöhen nur den Selektionsdruck mit dem ganzen Antibiotikazeugs!

6. Sie können Entscheidungen treffen,wie Sie wollen. Aber wenn man komplett resistent gegen alle Beratungen ist, dann müssen Sie auch so durchs Leben gehen. Nehmen Sie sonst von niemandem auf der Welt Tips? Also auch nicht von Ihrem Klempner, Kfz-Mechaniker, Steuerberater?

7. Korrupte Ärzte...ufff...alte Leier. "Umsatz steigern"..meinen Sie nicht, er würde mehr verdienen, wenn er Ihnen Richtig krass-teure Antibiotika besorgt...? Ich wüsste da welche...z.B. Daptomycin..wollen Sie welches? Muss doch schließlich auf meine 90.000/Jahr kommen..aber die habe ich ja schon...hoppla.

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