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Muslimische Jungen und Mädchen: Merkel lehnt getrennten Sportunterricht ab
picture-alliance/ dpa

Die Kanzlerin spricht sich dagegen aus, muslimische Jungen und Mädchen im Sportunterricht zu trennen. Das sei das "völlig falsche integrationspolitische Signal", sagte ein Sprecher Merkels der "Rheinischen Post". SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück hatte eine Trennung als denkbar bezeichnet. Merkel lehnt getrennten Sportunterricht von muslimischen Kindern ab - SPIEGEL ONLINE

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nochmehrunsinn 06.04.2013, 20:25
310.

[QUOTE=scoolodie2;12442498]Wenn man über Staatsfinanzen, EU-Misere, Kriegseinsätze deutscher Soldaten außerhalb der EU-Grenzen ...nicht reden will, hat man ja das weite Feld der Bildung als Wahlkampfspielplatz an der Hand. Das kostet nichts und man bringt viele Menschen durcheinander.
Frage an Steinbrück: Warum macht er ein Thema zu Thema, das gar keins ist? In den meisten Bundesländern werden schon auf Grund der unterschiedlichen körperlichen Leistungsprofile Jungen und Mädchen sowieso getrennt unterrichtet. Das hat doch nichts mit Religionszugehörigkeiten zu tun.

Frage an Frau Merkel: Sie waren DDR-Schülerin. Dort war das genauso. Warum wollen Sie jetzt die bewährte Praxis aufgeben? Nur um gegen Steinbrück zu sein? Oder werden wir jetzt gemischte Fußballmannschaften bis hin zur Olympiade erleben. Die Angleichung tun doch die Hormongaben bisher auch schon.
Also, haltet mal Ihr beide uns Wähler nicht für so primitiv. Wir könnten uns eventuell an den Satz von Heinz Buschkowsky erinnern: Die Volksparteien müssen aufpassen, dass ihnen das Volk nicht abhanden kommt.[/QoUOTE]

Und sowieso ist alles in Bildung Ländersache aber den muslimischen Wählen kann man sich ja mal anbiedern!
In den großen neuen Mehrzwegsporthallen werden sich Mädels und Buben eh begegnen auch wenn es den religiösen Fanstikern nicht passt.

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franzinho 06.04.2013, 20:26
311. Leider Gottes

eine typische SPON-Diskussion: Mehrfach fehlt die Lesekompetenz, wenn es darum geht, dass Herr Steinbrück getrenntgeschlechtlichen Sportunterricht für Muslime gefordert haben soll. Hat er mitnichten! Er hält es lediglich für denkbar, das ist ein himmelweiter Unterschied. Aussagen, die Steinbrück tätigt, werden per se an den Pranger gestellt, ganz gleich, ob es Sinn macht oder nicht. Da verhält sich Frau Merkel natürlich cleverer: Einfach zu nichts eine Meinung haben oder in bester Wendehals-Manier heute das Gegenteil von dem behaupten, was gestern gesagt wurde (siehe Atomkraft, Wehrpflicht, Mindestlohn usw.).

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doctpopov 06.04.2013, 20:30
312. Integration, bitte!

Integration bedeutet auch Anpassung. Wer sich nicht zur säkulären deutschen Gesellschaft bekennen kann und unbedingt nach islamischen Gesetzen leben muß kann unter einer Vielzahl von Ländern wählen, zum Beispiel Saudi-Arabien oder neuerdings auch Ägypten. Wir sollten nicht aus falscher Rücksichtnahme erlauben, daß dieses Land scheibchenweise umgekrempelt wird!

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pacificwanderer 06.04.2013, 20:46
313. Denken:

denkbar ist alles!!

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c++ 06.04.2013, 21:01
314.

Zitat von pragmatiker_47
Übrigens: auch in unserer Region wird in den meisten Schulen der Schulsport für Jungen und Mädchen aufgrund physischer Gegebenheiten ohnehin getrennt durchgeführt. .
Das hat er aber nicht gesagt. Steinbrück hat seinen Vorschlag nicht pädagogisch begründet, denn dann würde es für alle gelten, auch für nichtmoslemische SchülerInnen. Er hat explizit gefordert, dass die moslemischen Schüler von den moslemischen Schülerinnen getrennt werden, also die Forderung mit der Religionszugehörigkeit begründet und der Forderung konservativer islamistischer Kreise übernommen.
Da seine Frau Lehrerin ist, weiß er natürlich, wovon er spricht, das darf aber nicht veröffentlicht werden. Aber vielleicht ist es für alle Schüler wichtig, ein gesundes Verhältnis zur Sexualität zu entwickeln. Das war das Argument der Koedukation, der sich die Sozialdemokraten früher mal verpflichtet fühlten. Aber die heutige SPD hat mit der Traditions-SPD nicht mehr viel gemeinsam.

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karlemann1 06.04.2013, 21:03
315. Noch

Zitat von aeronaut79
Wenn es neuerdings der "Integration" förderlich ist, jede Facette der islamischen Ideologie nicht nur zu tolerieren, sondern auch noch aktiv zu unterstützen (und die Autochthonen daran quasi anzupassen), dann müsste man auch einmal über die Scharia nachdenken. Wir tolerieren die Schara bereits in Form einer islamischen Paralelljustiz (islamische "Friedensrichter" in Großstädten), was meines Erachtens ein großer Fehler ist, der sich bald rächen wird, aber islamische Justiz, oder eben Schulunterricht nach islamischen Regeln für alle Menschen in Deutschland, verpflichtend vorgeben, geht auf jeden Fall zu weit (solange dieses Land nicht mehrheitlich islamisch ist).
nirgends auf der Welt hat sich eine zuwandernde Minderheit so viele Rechte herausgenommen wie die Türken in Deutschland.

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trallala34 06.04.2013, 21:05
316.

Zitat von pragmatiker_47
Steinbrück hat doch lediglich angeregt, bei Bedarf die Möglichkeit des getrennten Schulsports in Erwägung zu ziehen, um zu verhindern, dass muslimischen Mädchen von ihren Eltern generell die Teilnahme am Sportunterricht verwehrt wird.
Was heisst da nur?
Es geht im Übrigen noch nichtmal um die Mehrheit der Muslime die das wollen. Es sind konservative Traditionalisten und religiöse Extremisten.
Hier sollte Steinbrück mal lieber überlegen wie er den betroffenen Mädchen gegen den Extremismus ihrer Eltern helfen kann anstatt wie er deren Eltern aus wahltaktischen Gründen am besten in den A. kriecht.
Zitat von pragmatiker_47
Übrigens: auch in unserer Region wird in den meisten Schulen der Schulsport für Jungen und Mädchen aufgrund physischer Gegebenheiten ohnehin getrennt durchgeführt.
Eine Trennung kann es gerne geben wenn das aus sachlichen Gründen sinnvoll ist. Auf keinen Fall aber aufgrund von Forderungen religiöser Extremisten.

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c++ 06.04.2013, 21:09
317.

Zitat von Blaue Fee
Sehen Sie und in den frühen Actzigern hatten wir in der 8. Klasse eine Nonne im grünen Badeanzug die Jungs und Mädchen gemeinsam unterrichtete.
Wir haben gemischten Judounterricht besonders gemocht. So richtig auf der Matte. Übrigens nicht nur die Jungs.
Aber man muss natürlich auch lernen, dass es Grenzen gibt. Dafür ist der Sportunterricht auch ganz gut.
Man kann darüber natürlich unterschiedlicher Meinung sein. Mit Religion darf das aber nicht begründet werden.

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Anja K. 06.04.2013, 21:15
318.

Zitat von Ty Coon
Dann freuen Sie sich doch einfach. :)
Glauben Sie mir, das tue ich jeden Tag, wenn ich meinem Spiegelbild zuzwinkere ;)

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reifermann 06.04.2013, 21:22
319. Ich verstehe es nicht

Auch in meiner Schulzeit war der Sportunterricht ab der 4. Klasse getrennt, da hatten wir uns die Sporthalle geteilt. Aber da gab es keine Religiösenhintergründe. Es wurde begründet mit unterschiedlichen Interessen beim Unterricht. Schwimmunterricht hatten wir aber gemeinsam.
Warum macht man so einen Wind, dass moslimische Mädchen nicht mit Jungs zusammen unterrichtet werden sollen??? Reicht es denn nicht, dass in Hessen den moslimischen Mitbürgern eine Leichentuchbestattung erlaubt wurde? Auch Jesus wurde in einem Leichtuch beerdigt, ich darf es als Christ aber nicht in Anspruch nehmen. Das Schächten von Tieren ist für Glaubensrichtungen erlaubt obwohl es gegen das Tierschutzgesetz verstösst. Nun sollen auch noch die Schulgesetze mal wieder verändert werden. Am besten eigener Sportunterricht. Armes Deutschland, bald werden wir es verboten bekommen zum Gottesdienst zu gehen, weil es der Ethik eines Islamisten widerspricht

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